Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Archive for 'Blog'

Wir wissen dass Plakatwerbung in Deutschland nicht ganz unumstritten ist. Die Frage ob große Schilder in die Landschaft oder ins Stadtbild passen ist ja berechtigt. Aber wir müssen gestehen dass wir Plakatwerbung als Medium mögen und viele moderne Gebäude in Städten, und auch Strommasten in ländlichen Gegenden hässlicher finden. Zumal Plakate, ob gut oder mittelprächtig, oft schnell wieder verschwinden. Sicher im Fall von Werbung für Kinofilme und Autos. Das Plakat für einen neuen Volkswagen Golf Rabbit, unter diesem Namen anscheinend nicht in allen Ländern erhältlich, fanden wir optisch ansprechend und originell. VW hat schon seit Jahrzehnten einen, für unseren Geschmack, sehr erkennbaren Stil, unabhängig davon welches Motiv gerade verwendet wird: Mit knappen Worten und eher humorvoll als z. B. die auf edel gestylte Mercedes-Werbung. Leute die sich ärgern dass deutsche Werbung zunehmend von Engllisch überflutet wird, können ein wenig Genugtuung daraus schöpfen dass VW den Spaniern den Begriff Das Auto eintrichtert, siehe unser Foto, unten rechts. Richtig so. Und ziemlich mutig, denn schon der Name Volkswagen ist nicht leicht für Spanier auszusprechen. Die Alternative, das griffige zweisilbige VW, funktioniert auf Spanisch auch nicht so, denn hier werden 6 Silben daraus. Etwas so ausgesprochen: U-weh-U-weh-do-ble. Die Spanier nennen das W nämlich ein Doppel-V.  Plakatwerbung wirkt visuell attraktiver als Internet-Werbung, vielleicht weil man auf dem PC-Monitor von solch einer Lawine von Bildern umgeben ist. Auch Zeit spielt einen Rolle. Die Botschaft einen Plakats erfasst man in zwei, drei Sekunden. Während Werbefilme auf Websites von Zeitungen, dem in Eile befindlichen Surfer oftmals so viel Zeit abverlangen wie für den kurzen morgendlichen Nachrichtenüberblick zu Verfügung steht.

Andererseits: Würde Internetwerbung nicht gut funktionieren, würde nicht so viel Geld darin investiert werden. Und wenn wir mal welche kriegen, werden unsere Zweifel daran wahrscheinlich verstummen! Bleiben wir also lieber beim ästhetischen Argument, und dabei fällt auf dass gute Plakatwerbung im Laufe der Jahrzehnte manchmal den Status von Design-Klassikern erreicht und heute tausendfach verkauft wird, z. B. in Form von alten Eisenbahnplakaten etc. Mal sehen ob irgendwann das Kaninchen mit Schutzbrille dabei ist. Jedenfalls wünschen wir obigem Golf-Model Erfolg und sagen: Run, rabbit run.

 

Becky und ihre Schwestern von Louisa May Alcott. Originaltitel: Little Women

Heute am 29. November ist der Geburtstag von Louisa May Alcott (1832 – 1888) und es ist schön dass ihr Klassiker  Betty und ihre Schwestern (1868) auch in Deutschland eine beträchtliche Fan-Gemeinde hat. Jedenfalls anhand der enthusiastischen Rezensionen bei Amazon. Die Geschichte der March-Schwestern Meg, Jo, Beth und Amy die zu Zeiten des amerikanischen Bürgerkriegs mit wenig Geld und viel Kreativität um die Runden kommen, beruht weitgehend auf eigenen Erfahrungen der Autorin. In mancher Hinsicht war das echte Leben von Louisa M. Allcott fast noch ereignisreicher als ihre Bücher. Durch ihren Vater kam Louisa schon als Kind in Kontakt mit einflussreichen Philosophen und Schriftstellern wie Henry David Thoreau und Ralph Waldo Emerson. Wobei die junge Autorin die Erfahrung machte dass deren spannende aber teils utopische Ideen bewirkten dass ihr Vater Bronson Alcott wirtschaftlich nie auf einen grünen Zweig kam. Mondäne Konzepte wie Geldverdienen überliess Papa Alcott der Familie. Und tatsächlich: Lousia, die schon als Teenager angefangen hatte Geschichten zu schreiben, war durch den Erfolg von Betty und ihre Schwestern im Alter von 36 Jahren auf einmal schwer reich. Louisa hatte vom Verlag Roberts Brothers vor der Veröffentlichung des Romans Tantiemen, also einen Prozentsatz vom Verkauf, anstatt der damals üblichen, einmaligen Zahlung von ein paar hundert Dollar angeboten bekommen. Niemand hatte eine Vorstellung was für ein gigantischer Verkaufsschlager Little Women, so der Originaltitel, werden würde. Um den kulturellen Stellenwert des Romans zu verdeutlichen: Im Jahr 1927, also fast 60 Jahre nach der Veröffentlichung, wurde Betty und ihre Schwestern in einer Umfrage unter amerikanischen Hochschülern als das Einflussreichste Buch ihres Lebens genannt. Auf Platz 2 kam die Bibel. Alcott war größer als die Beatles! Und sie liegt immer noch gut im Rennen. Der Film Betty und ihre Schwestern (1994) war ein kommerzieller und kritischer Erfolg. Wobei manche die frühe S/W-Fassung Vier Schwestern mit Katharine Hepburn als Jo March, also die Figur in der Louisa M. Alcott sich spiegelt, immer noch für die beste halten. Das Buch war für damalige Verhältnisse sehr modern und liest sich selbst heute noch sehr gut. Kinder und Jugendliche sprechen im Roman wie eigenständige Personen, nicht wie Schablonen für didaktische Reden von einem Erwachsenen. Wir haben mehrere Ausgaben, aber von der Gestaltung her gefällt uns die von Puffin Classics mit Illustrationen von Shirley Hughes am besten, siehe unser Foto oben.

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Info  Wer auf den Spuren der Autorin wandeln möchte, kann das Orchard House in Concord, Massachusetts besuchen. In diesem alten Holzhaus, unweit anderer literarischer Pilgerstätten wie Walden Pond, lebte Louisa May Alcott mit ihrer Familie und schrieb den Weltklassiker Betty und ihre Schwestern.

Avenita Kulturmagazin

 

Das 3000 Jahre alte Uffington White Horse, Oxfordshire, England (Foto: Nasa)

Die Komposition Horse ist ein mit experimentellen Klängen untermaltes Gedicht, inspiriert von dem 3000 Jahre alten Monument Uffington White Horse. Der Text stammt von der Dichterin und Historikerin Katrina Porteous (geb. 1960) und wird von ihr und einem männlichen Sprecher dargeboten. Teils flüsternd, teils gesprochen. Hier eine Kostprobe, frei und auszugsweise von uns aus dem Englischen übersetzt: Wer oder was hat es erschaffen? Wer immer es war, spielte mit einem Echo, solange bis sich fast alles reimte, Kurven formte wie ein Fluss: Eine Landschaft die sich ihrer eigenen Entstehung nur wie im Traum bewusst ist… Die Autorin benutzt mitunter alte englische Worte die Verbindungen zur Metalverarbeitung und Landwirtschaft haben. Einige dieser Worte scheinen für die Dichterin Überreste einer älteren, prähistorischen Sprache zu repräsentieren. Das Tongedicht ist eine küstlerische, intuitive Annäherung an das Geheimnis des Weißen Pferdes von Uffington, das bis vor Kurzem der viel jüngeren, angelsächischen Epoche zugeordnet wurde. Peter Zinovieff, der musikalische Partner in diesem Projekt, ist eine Schlüsselfigur der Elektronischen Musik und arbeitete u. a. mit Karlheinz Stockhausen. Die Musik ist nicht melodisch im herkömmlichen Sinn, eher ein Rauschen, Rascheln und Knirschen, aber auf eine kunstvolle Art die nicht uninteressant oder unangenehm wirkt. Einiges davon könnte gut als Klangeffekte für Fantasy-Filme wie Der Herr der  Ringe durchgehen. Peter Zinovieff war Mitgründer der Firma EMS und entwickelte 1969 mit David Cockerell den bahnbrechenden VCS 3, ein Synthesizer der von Bands wie Pink Floyd und Tangerine Dream benutzt wurde. Hier ein Filmbericht über den Mann. Die 30 Min. lange Radio-Darbietung Horse, übrigens live ohne Nachbearbeitung aufgenommen, ist eine hörenswerte Produktion. Wohl etwas dass man sich am besten ein paar Mal anhört, eher als zu versuchen, auf Anhieb jedes einzelne Wort zu verstehen. Vielleicht hätten die alten Schamanen des enigmatischen Monuments Uffington White Horse (hier Wiki-Info) es so gewollt. Horse kann kostenlos 6 Tage lang im Netz angehört werden.

Sendung verpasst? Die Sachen werden gelegentlich wiederholt, wir machen im Blog darauf aufmerksam.

 

Zweihundert Jahre Zweisamkeit

Zwischen Oktober und November des Jahres 1811 wurde Jane Austens Roman Sense and Sensibility veröffentlicht. Sicher eine Erwähnung wert, denn es ist ein wundervolles Buch. Glücklicherweise gibt es zwei gute Verfilmungen von dem Stoff. Oben rechts, unsere DVD vom BBC-Fernsehfilm Sense & Sensibility (2008). Links eine deutsche Romanfassung mit einem Bild von dem Kinofilm Sense and Sensibility (1995). Wir haben relativ wenige deutsche Bücher und lesen und recherchieren Jane Austen grundsätzlich auf Englisch, aber dies ist eine schöne und mittlerweile recht seltene Ausgabe vom guten alten Heyne Verlag. Die Übersetzung von Ursula und Christian Grawe macht einen guten Eindruck und zudem enthält diese Ausgabe durch das Buch verteilt, viele Farbfotos (22) von der exzellenten Kinoverfilmung: Mit Stars wie Kate Winslet, Hugh Grant, Alan Rickman, Hugh Laurie…und natürlich Emma Thompson, die nicht nur die verstandesbetonte Elinor spielte sondern auch das Drehbuch schrieb. Daher dass die jüngere Marianne (Kate Winslet) im Gegensatz zu Elinor sehr gefühlsbetont ist, erklärt sich ja auch der Romantitel Verstand und Gefühl. Welche ist die bessere Verfilmung? Wir haben und mögen beide. Wir würden sagen dass Emma Thompsons Kinofilm sehr die humorvollen Seiten des Romans betont. Die BBC-Verfilmung hingegen mehr die ernsteren Aspekte der Geschichte. In ihrer höchst lesenswerten Biografie Jane Austen: A Life (1997) schreibt Claire Tomalin dass Sense and Sensibility zwischen Komödie und Tragödie liegt. Insofern finden wir die BBC-Fassung fast noch ein bisschen besser als den Kinofilm.

Tipp  Ein englischer Trailer. Die BBC-Verfilmung ‘Jane Austen’s Sense & Sensibility (Sinn und Sinnlichkeit)’ ist aber auch auf Deutsch synchronisiert preisgünstig als 2 Disc Set im Handel erhältlich.

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Andalusien Der Räuberturm von Cabopino

Es gibt an der Küste von Andalusien, speziell hier an der Costa del Sol, viele alte Wachtürme die vor Jahrhunderten dazu dienten, auf dem Meer nach feindlichen Schiffen Ausschau zu halten. Die Türme, oder ihre Überreste, sind meist nur ein paar Kilometer voneinander entfernt. Sie bildeten einst eine Kette, so dass die Wachposten mit Feuersignalen ruckzuck Nachrichten über drohende Angriffe weitergeben konnten. Dieser Turm,  zwischen Fuengirola und Marbella am Strand von Cabopino gelegen, ist einer der höchsten und ältesten Türme an der Küste. Er ist 15 Meter hoch und stammt noch aus den Zeiten als Andalusien unter islamischer Herrschaft stand. Daher auch der markante Baustill. Nach der reconquista  gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde der Turm Teil des Verteidigungssystems der Katholischen Könige die ihn dann primär gegen die Leute einsetzten die ihn gebaut hatten. Der Name Räuberturm, besser gesagt Torre Ladrones, bezieht sich angeblich auf 
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Excellent 1994 BBC adaption based on the novel Middlemarch (1871) by George Eliot. With Rufus Sewel and Juliet Aubrey, above, in the roles of Will Ladislaw and Dorothea Brooke.

Wir haben uns gestern Abend die BBC-Verfilmung Middlemarch (1994) nach George Eliots gleichnamigem Roman aus dem Jahr 1871 angesehen. Rundum empfehlenswert. Wir sahen DVD 1 und heute, am Geburtstag von George Eliot, ist DVD 2 dran. Wir haben die BBC-Serie schon mal vorher gesehen, es gab sie sogar schon mal als DVD-Beileger von einer britischen Zeitung. Aber so etwas kann man sich ja öfters ansehen. Zudem ist bei der BBC-Ausgabe, die wir sehr preisgünstig kriegten, auch ein Making-Of  Feature dabei das wir zum ersten Mal sahen. Unter anderem darüber wie die Stadt Stamford in Lincolnshire für die Filmarbeiten zu Middlemarch umgestaltet wurde. George Eliots Vorbild für Middlemarch war eigentlich Coventry, das allerdings heute nicht mehr aussieht wie zu Eliots Zeiten. Die Biografie von Gordon Haight ist etwas älter, vom Jahr 1968, und auch etwas altmodisch, insofern dass hier nicht so sehr literarische Theorien proklamiert, sondern sehr viele und sehr detaillierte Informationen präsentiert werden. Es gibt über George Eliot auch eine deutschsprachige Biografie von Elsemarie Maletzke. Die kennen wir nicht, aber die Tatsache dass die Dame auch Biografien von Jane Austen und den Brontës geschrieben hat, deutet darauf hin dass sie einen guten Draht zur britischen Literatur des 19. Jahrhunderts hat. Apropos: George Eliot, die eigentlich Mary Ann Evans hieß und von Freunden Marian genannt wurde, war übrigens selber eine Verehrerin von Austen und den Brontë-Schwestern. Als sie mit ihrem Freund, dem Philosophen George Henry Lewes, im Jahr 1857 drei Monate auf der Insel St. Mary’s verbrachte, lasen sie sich abends gegenseitig aus Büchern vor: Darunter alle Romane von
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Dude, where's my subtext?

Als wir vor ein paar Tagen den Artikel über Gitarrist Duane Allman vorbereiteten, überlegten wir ob wir die bindestrichlastige deutsche Schreibweise Allman-Brothers-Band-Gitarrist benutzen sollten. Aber das tat irgendwie in den Augen weh, vor allem in den fetten Buchstaben von Überschriften, also ließen wir es bei der englischen Schreibweise die viel seltener Bindestriche benutzt. Dürfte man hier man interpretieren, dass die englische Sprache implizit mehr darauf vertraut dass Leute den (in diesem Fall sprichwörtlichen) Zusammenhang von Worten verstehen? Die deutsche Art, zwei oder drei Worten nicht nur Bindestriche zu verpassen sondern so bald wie möglich zu neuen Worten zu verschmelzen, ist interessant. Wohl ein Bestreben, Begriffe glasklar und undoppeldeutig darzustellen. Wenn man Worte zusammen zieht, entstehen natürlich oftmals ganz neue Begriffe. Wäre es also zu weit gegriffen, im Bindestrich einen Vorgang ständiger Kategorisierung zu sehen? Keineswegs eine schlechte Absicht, eher eine gute und nützliche. Deutsch ist ja bekannt dafür, eine präzise Sprache zu sein. Vielleicht ist es gerade die relative Unschärfe des Englischen die in der Popkultur, speziell in der Musik, im Kino, aber auch in der Werbung und der Umgangssprche solchen Erfolg hat. P S. Wir hatten uns überlegt, ob wir ein halbwegs originelles Foto für Blogbeiträge zum (nicht sehr visuellen) Thema Sprache machen könnten. Die recht häufige Redewendung word is bedeuted: man sagt. Die Buchstaben am Meer sollten den transienten Charakter von Worten darstellen. Unsere nassen Schuhe symbolisieren den Preis den man dafür zahlt.

Avenita Kulturmagazin

 

Musik In Erinnerung an Duane Allman

ABB Gitarrist Duane Allman (20. Nov. 1947 - 29. Okt. 1971)

Heute wäre der 65. Geburtstag von Duane Allman. Für uns einer der besten Gitarristen aller Zeiten. Zu Duane’s Geburtstag liegen auf unseren Plattentellern und CD-Spielern im Auto praktisch nonstop die beiden Alben die Sie auf dem Foto sehen: The Allman  Brothers Band at Fillmore East ( 1971) und Eat A Peach (1972). Beides Klassiker. Beide mittlerweile auch als Deluxe Edition mit viel extra Musik erhältlich. Für uns als Vinyl-Fans, einer der seltenen Fälle wo die CD-Versionen und MP3s einen handfesten Vorteil haben: Nämlich dass man ein 33:38 Min. langes Lied wie Mountain Jam an einem Stück hören kann, ohne die Schallplatte umzudrehen. Neben den exzellenten Gitarrenklängen von Duane, ist die Allman Brothers Band mit der starken Gesangsstimme von Gregg Allman gesegnet. Und einer Band bei der die komplimentäre Gitarre von Dickey Betts, der Bass von Berry Oakley und die zwei Schlagzeuger Butch Trucks und Jaimoe eine faszinierende Symbiose von ausgefeilten Arangements und völlig abgehobenen Improvisationen liefern. Musik die beim ersten Mal gut, beim zehnten Mal fantastisch klingt, mitunter weil es darin immer neue Details zu entdecken gibt. Auf Anhieb erscheint es rätselhaft wie Duane Allman, der im Alter von nur 24 Jahren bei einem Motorradunfall starb, solch einen legendären Status erreichen, und so ein umfangreiches musikalisches Werk hinterlassen konnte. Deshalb fanden wir das Buch ‘Skydog, The Duane Allman Story‘ (2006) von  Randy Poe, lesenswert und aufschlussreich. Duane und Bruder Gregg Allmans Erfolg beruhte nicht besonders auf glücklichen Zufállen. Ihr Vater wurde ermordet als 
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Wir haben es gerade online auf BBC Radio 4 angehört. Ein gut gemachtes Hörspiel nach dem Roman von Alan Garner, in Deutschland als Der Zauberstein von Brisingamen (1960) veröffentlicht. Eine ziemlich spannende Geschichte die wie ein Bindeglied zwischen Tolkien und J. K. Rowling wirkt. Brisingamen (sprich: bri-sing-gamen) handelt von Magie und spielt, wie die Harry Potter Serie, in modernen Zeiten. Aber Alan Garners Stil hat mehr Ähnlichkeit mit Tolkien, insofern dass er, für unseren Geschmack, mehr erzählerische und thematische Konsistenz hat als Rowling. The Weirdstone of Brisingamen ist von keltischen Legenden und spezifischen Orte und Sagen aus Alan Garners Heimat, im Nordwesten Englands geprägt. Speziell, Alderley Edge in Cheshire, ein Ort der auch im Hörspiel vorkommt. Dies ist eine anspruchsvolle Hörspielproduktion mit einer spannenden Klangkulisse, eigens komponierter Musik und kompetenten Sprechern, allen voran der bekannte Filmschauspieler Robert Powell als Erzähler, der zu Beginn der Geschichte als Erwachsener auf mysteriöse Ereignisse in seiner Kindheit zurückblickt: Der Teenager Colin und seine Schwester Susan kommen für einige Monate aufs Land. Ihre Eltern sind arbeitsbedingt im Ausland und haben die Kinder bei einem älteren Ehepaar auf einem Bauernhof  in Cheshire untergebracht. Bald merken die Kinder dass ein altes Schmuckstück das Susan um ihr Handgelenk trägt, die Aufmerksamkeit von einigen unangenehmen Personen und Gestalten erregt. Das Hörspiel (hier Link) kann eine Woche lang kostenlos online gehört werden. Für Hörer die den starken Cheshire-Akzent einiger Darsteller nicht gewohnt sind, ist  hilfreich dass man sich das Hörspiel im Laufe der Woche natürlich so oft anhören kann wie man will. Zu Alan Garners Romanvorlage (oben unsere Ausgabe, 284 S. vom HarperCollins Verlag) gibt es die Sequel Der Mond von Gomrath (1963). Beide Romane werden Ertwachsenen ebenso viel Spaß machen wie Jugendlichen. Wir hoffen, das BBC-Hörspiel wird eine Verfilmung in die Gänge bringen

Hörspiel verpasst? Die Sachen werden früher oder später wiederholt und wir werden in unserem Blog darauf aufmerksam machen.

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Mehr zum Thema  Fans von Alan Garner könnten auch unseren Artikel Walisische Sagen im Film: The Owl Service interessant finden, dieser Film beruht auf Alan Garners Roman Eulenzauber.

Avenita Kulturmagazin

 

Design Artikel in Vorbereitung

Foto für zukünftigen Post / Pic for forthcoming article

 

Lieber Leser,

An dieser Stelle ist ein Blogpost in Arbeit der demnächst veröffentlicht wird

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Unsere schwedische Erstausgabe von 'Mehr von uns Kindern aus Bullerbü' (1949) und andere Astrid Lindgren Bücher

Zum 104. Geburtstag der bemerkenswerten Autorin, ein Blick auf einen Aspekt ihres Werks der in heutiger Kinderliteratur kaum noch existiert: Viele Lindgren Bücher haben einen ländlichen, teils spezifisch landwirtschaftlichen Hintergrund. Wir glauben nicht dass moderne Schreiber etwas gegen die Thematik haben, sondern es gibt einfach kaum noch Autoren die, wie Astrid Lindgren, auf einem Bauernhof aufgewachsen sind. Die regelbeweisende Ausnahme (Leser können uns gerne weitere Tipps geben) wäre vielleicht ein Autor wie Erwin Moser (geb. 1954), der auf einem Hof aufwuchs und tatsächlich auch ländliches in seine Geschichten einfließen lässt, hierzu fällt uns aus dem Stehgreif Das Bett mit den fliegenden Bäumen ein. Das meiste an Landwirtschaft In Lindgrens Büchern findet man wohl in der Michel-Reihe, inklusive den Verfilmungen. Die Michel-Filme muten heute schon wie historische Zeitdokumente an. Hier kann man noch mal sehen wie Felder mit Ochsen bestellt werden. Etwas wofür das Fachwissen und die Ausrüstung heute vermutlich selten sind. Man sieht wie Gras bei der Heuernte mit Sensen geschnitten wird und wie die Magd mit Schemel zum Kühemelken hinaus aufs Feld geht. Die Michel-Filme sind fast wie ein Besuch im Landwirtschaftsmuseum. ‘Michel‘ repräsentierte für Astrid Lindgren (1907 – 2002) anscheinend die bäuerliche Kindheit ihres eigenen Vaters und spielt gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Ebenso ländlich, aber als Filme noch besser als die Michel-Reihe finden wir die  beiden Bullerbü-Filme von Lasse Hallström. 
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Fender Model 'American Standard Stratocaster' in Sunburst

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Lieber Leser,

Dieser Artikel ist demnächst in einer erweiterten Fassung auf der Avenita.net Startseite zu finden.

Ein Gruß von der Redaktion!

Kann eine Woche lang im Netz und danach auf Youtube angehört werden. Ich habe gerade den ersten Teil dieser Hörspielproduktion gehört: Gut gemacht, mit exzellenten Sprechern. Speziell Clare Lawrence Moody beeindruckt in der Rolle von Maria Gostrey. So ungefähr das erste Mal dass ich eine britische Schauspielerin mit einem überzeugenden amerikanischen Akzent gehört habe, dazu mit sehr attraktiver Stimme. Das Hörspiel ist mit schöner Pianomusik untermalt, was beiträgt, die Atmosphäre des frühen 20. Jahrhunderts in Paris nachzuempfinden. Die Ausgangssituation der Geschichte ist dass Lambert Strether, ein eher konservativer Mann in seinen Fünfzigern, nach Paris geschickt wird um den jungen Lebemann Chad Newsome aufzugabeln und zurück nach Amerika, zur wohlhabenden Mutter und dem lukrativen Familienunternehmen zu bringen. Aber der gute Mr. Strether bleibt selber in Paris hängen…und Mutti schickt einen weiteren ‘Botschafter‘. Eine gute Geschichte die in Deutschland als Die Gesandten veröffentlicht wurde und von vielen Leuten, inklusive Henry James (1843 -1916) selber, als eins seiner besten Werke angesehen wurde. The Ambassadors (1903) inspirierte auch Krimiautorin Patricia Highsmith zu einem ihrer besten Romane: Der Talentierte Mr. Ripley. In Deutschland ist Henry James berühmter für seine Spukgeschichte The Turn of the Screw, die mehrfach verfilmt wurde, z. B. als Hammer-Klassiker The Innocents (1961), dessen Soundtrack wiederum für den Horrorfilm The Ring (2002) gesampelt wurde. The Ambassadors ist jedoch völlig horrorfrei und wird Leuten gefallen die Autoren wie Austen und Edith Wharton mögen.

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Weitere Infos  Falls daBBC Hörspiel The Ambassadors nicht mehr online ist, kann es momentan auch in voller Länge als YouTube-Clip angehört werden. Ich wünsche gute Unterhaltung.

Avenita Kulturmagazin

 

Unser Foto von Pattie Boyds 'Wonderful Today' (2007) und der Rückseite der LP Layla and Other Assorted Love Songs (1970)

Man ist geneigt, Büchern die über das Privatleben von Rockstars erzählen, mit Zynik zu begegnen. Aber Pattie Boyds ‘Wonderful Today‘ (2007) hat unsere Erwartungen übertroffen und ist in der Tat eins der aufschlußreichsten Bücher über die Popkultur der 60er und 70er Jahre das wir gelesen haben. Wir haben einiges dieser Art, inklusive der Autobiografie von Boyds früherem Ehemann Eric Clapton. Die Tatsache dass Clapton trotz der Scheidung eine hohe Meinung von Pattie zu haben scheint, bekräftigt den Eindruck dass ‘Wonderful Today‘ ein ehrliches aber kein revanchistisches Buch ist. Eine der für uns überraschendsten Erkenntnisse aus dem Buch ist dass Pattie es rückblickend bereut, nicht intensiver versucht zu haben, ihre vorherige Ehe mit George Harrison zu retten. Obwohl man den Eindruck bekommt dass diese Ehe, aufgrund Harrisons Drogenproblemen und seiner ehelichen Untreue (u. a. mit Ringo Starrs Ehefrau Maureen), nicht einfach war. Die ehemalige Klosterschülerin Pattie Boyd hatte mit ihrer gutgläubigen und unkomplizierten Natur scheinbar eine magnetische Wirkung auf problematische Rockstars. Wir erwarteten Anekdoten, und es gibt sie. Die notorische Unfähigkeit von Rockmusikern, alltägliche Probleme zu meistern, hat auch hunmorvolle Seiten: Dass Clapton zur Bestehung seiner Fahrprüfung einen Mann schickte der ihm etwas ähnlich sah, klingt plausibel. Auch die Warnung dass stundenlanges, tagelanges Singen von hinduistischen Mantras nicht immer hilfreich in einer Ehe ist, werden wir uns zu Herzen nehmen. Aber es überwiegen Passagen die nachdenklich stimmen. Der Buchtitel spielt auf Claptons
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Diese Fabrik, die wir durch Zufall auf dem Weg zu einem Computerladen in Málagas Industriegebiet San Luis fanden, ist völlig verlassen. Hier scheint nicht einmal ein Wachdienst zu sein, kein Schild…nichts. Unter dem blauen Himmel sieht das Gebäude enigmatisch und irgendwie gut aus. Obwohl wir in ziemlicher Eile waren, hielten wir sofort an. Schon so manche Sachen die wir ‘demnächst mal fotografieren‘ wollten, waren ‘demnächst’ auf einmal vom Erdboden verschwunden und durch ein Einkaufszentrum ersetzt worden. Das Gebäude, das offensichtlich lange nicht mehr benutzt wurde, ist in erstaunlich gutem Zustand. Wohl ein Fall von: Auf diese Backsteine können Sie bauen. Unter normalen Umständen wären wir mal kurz über die Mauer um das Ding von innen anzusehen. Aber wir wollten, weil zeitlich knapp dran, lieber ein paar Infos über die Fabrik einholen. Die Anlage steht ziemlich einsam in der Landschaft und die wenigen Leute die wir im näheren Umkreis finden konnten, so zwei oder drei vielleicht, wussten nicht genau was hier mal hergestellt wurde. Aber dann sagte uns jemand dass dies früher angeblich eine 
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Der Roman Jane Eyre von Charlotte Brontë und ein Artikel in der Druckausgabe der Sunday Times 06.11.11

Eine Nachricht die wir bisher nur in der Druckausgabe der britischen Sunday Times gesehen haben. Deren Onlinesausgabe ist allerdings kostenpflichtig und wir vermuten dass der Artikel nicht im Netz ist. Die Times hat, das muss man ihr lassen, öfters mal Artikel die sich vom Allerwelts-Content vieler anderer Zeitungen unterscheiden. Es geht bei dieser Story anscheinend um Folgendes: Bei dem Auktionshaus Sotheby’s ist aus Privatbesitz ein Manuskript mit 4000 Worten aufgetaucht. Der Text wurde von Charlotte Brontë in ein winziges rotes Büchlein geschrieben, ca. halb so groß wie eine Skat-Spielkarte. Der Name des Manuskripts ist angeblich ‘The Young Men’s Magazine, Number 2‘. Neue Manuskripte von den Brontë-Schwestern Anne, Emily und Charlotte sind extrem rar. Selbst wenn alle paar Jahre mal ein neuer Brief auftaucht, wird das in den englischsprachigen Nachrichten erwähnt. Ein neues Manuskript mit 4000 Worten ist eine literarische Sensation. Besonders interessant in diesem Fall ist dass es sich um eine Art Vorläufer von Charlotte Brontës Roman Jane Eyre (1847) zu handeln scheint. Weiterhin bemerkenswert ist dass dieses neue 19 Seiten umfassende Manuskript aus dem Jahr 1830 stammt. Charlotte war zu diesem Zeitpunkt 14 Jahre alt. Wir halten Sie auf dem Laufenden wenn wir mehr über die Story herausfinden. Oben abgebildet sind neben einem Ausschnitt des Sunday Times Artikels, eine Wordsworth Classics Ausgabe von Jane Eyre mit einer Einführung von Dr. Sally Minogue. Daneben The Brontë Story ein gutes Buch von Oxford Bookworms Library für Schüler, 72 Seiten mit vielen Infos und auch Fotomaterial über die Brontë-Familie

 

Jane Austen wurde von PD James schon in ihrem vorherigen Krimi 'The Private Patient' (siehe oben) erwähnt und zitiert

Die 91-jährige Schriftstellerin spricht hier über ihren neuen Roman, der sich von ihren bisherigen Büchern um einiges unterscheidet: Death comes to Pemberley (2011) ist zwar auch ein Krimi, spielt aber nicht, wie fast alle James-Romane, in der Gegenwart sondern im Jahr 1803. Es ist eine Art Fortsetzung von Jane Austens weltberühmten Klassiker Stolz und Vorurteil. James’ Prämisse ist: Wie könnte das Leben von Elizabeth Bennet und Mr.Darcys nach ihrer Hochzeit weiter gegangen sein? Dies ist keine neue Idee, in der Tat, es gibt mittlerweile Dutzende solcher Bücher, von denen wir auch ein paar besitzen. Aber bis jetzt hat uns keins besonders begeistert.  Diese Austen-Sequel interessiert uns allerdings mehr, denn Baroness James of Holland Park, so ihr offizieller Titel, ist eine unserer Lieblingsautorinnen. Und von PD James ist wiederum bekannt dass sie Jane Austen sehr schätzt. BBC Radio 4′s Front Row ist generell ein gutes Kulturmagazin und in dieser Sendung wird neben dem Interview auch etwas von Death comes to Pemberley vorgelesen. Klingt gut. Es ist keine Parodie, der Ton ist ähnlich ernst und nachdenklich wie in James’ modernen Krimis. Auch wenn Autopsien hier nicht unter Neon- sondern bei Kerzenlicht stattfinden. Das Mordopfer ist Captain Denny, ein Freund von George Wickham, der Lesern von Stolz und Vorurteil wohl bekannt sein wird. Wann Death comes to Pemberley auf Deutsch erscheinen wird, wissen wir nicht. Auf Englisch ist der Roman schon erhältlich. Dass wir PD James ‘The Private Patient‘ für unser Foto gewählt haben, ist übrigens kein Zufall. Jane Austen wird in diesem Krimi erwähnt und sogar zitiert.

 

Dies ist ein Teil des einzigartigen Doppel-Steinkreises Grey Wethers den Meetch in den einsamen Heidelandschaften von Dartmoor fotografiert hat. Die zwei großen Steinkreise mit 33 Meter Durchmesser sind nur 5 Meter voneinander entfernt, wie Sie gleich auf unserem zweiten Foto sehen. Der eindrucksvolle Anblick des ca. 5000 Jahre alten Monuments ist nicht leicht auf einem  normalen Foto rüberzubringen. Filme oder Luftaufnahmen zeigen das Ausmaß der Anlage besser und folgen am Ende des Artikels. Anders als bei berühmten Monumenten wie Stonehenge, trifft man bei Grey Wethers kaum eine Menschenseele. Mitunter weil man kilometerweit laufen muss um hierher zu kommen. Auto geht nicht. Aber das macht den Anblick von Grey Wethers um so eindrucksvoller. Dartmoor im südenglischen Devon ist riesig und großteils naturbelassen. Es gibt hier wilde Ponys und viele Spuren práhistorischer Aktivitäten. Der Name Grey Wethers bedeutet Graue Schafe. Genauer gesagt sind wethers kastrierte Widder. Wir dachten anfangs dies sei ein relativ moderner Name. Dass Schäfer ihre Herden dort weiden ließen und den Ort demgemäß benannten. Aber wir stießen auf etwas dass dem Namen vielleicht einen antiken Kontext gibt: Eine Sage um das Grey Wethers Monument handelt von einem Bauern der Gott jeden Mittsommer ein Opfer bringen musste um sich für das gute Gedeihen der Schafe zu bedanken. Eines Tages versuchte er jedoch ein Schaf zu verwenden dass er von einem Nachbarn geklaut hatte. Dafür verwandelte Gott seine Schafe  zu Stein, nämlich jene zwei Steinkreise von Grey Wethers. 
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