Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Archive for 'Blog'

It's the birthday of Elizabeth Gaskell (1810-1865) and the 150th anniversary of her novel Wives and Daughters, first published as serial 1864 to 1866. The BBC TV production is good, will appeal to people who like Downton Abbey and period drama like Middlemarch and Pride & Prejudice

Es ist der Geburtstag der englischen Autorin Elizabeth Gaskell (1810-1865). Zudem das 150. Jubiläum ihres Romans Wives and Daughters der ab 1864 als Fortsetzungsgeschichte veröffentlicht wurde, dann 1866 als kompletter Roman. Links im Bild unsere Penguin Classics Ausgabe. Auch die BBC-Verfilmung ist empfehlenswert, sie wird Leuten gefallen die Downton Abbey und Verfilmungen von Autorinnen wie George Eliot und Jane Austen mögen. In der Tat, Wives and Daughters (1999) wurde vom Team der berühmten Austen-Verfilmung Stolz und Vorurteil (1995) geschrieben und produziert. Mittelpunkt der Geschichte ist die junge Molly Gibson die in der ländlichen Kleinstadt Hollingford als Halbwaise mit ihrem Vater aufwächst. Sie ist dennoch glücklich, aber das ändert sich für die mittlerweile 17-jährige Molly als ihr Vater nach vielen Jahren wieder heiratet. Sie kommt mit der wohlmeinenden aber
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The Kate Bush song Hounds of Love has an audio sample of the horror classic Night of the Demon (1957). Check out a fan made video with excerpts from the film which includes Stonehenge scenes, above. We also look at some other films in which stone circles play a role, often full of clichés

Neulich bei einem Blogpost über das Konzert-Comeback von Kate Bush checkten wir ein paar Lieder aus und kamen auf ein Video mit Filmclips von dem Film Der Fluch des Dämonen (1957). Kein Zufall, denn Kate Bush verwendete ein Audio-Sample von dem Film im Lied Hounds Of Love. Links eine Filmszene: Psychologe John Holden findet bei Stonehenge in Stein geritzte Zeichen mit denen ein Dämon heraufbeschworen wird. Nachfolgend der Clip und Infos über diesen und andere Filme und Romane in denen Steinkreise und eine Menge an glorreich versponnenen Horror-Klischees vorkommen.

Music: Extended mix, different from LP version
Video clip: Unofficial, made by fan
Film material used: Night of the Demon (1957)
Audio sample used by Kate Bush: ‘It’s in the trees, it’s coming!
.

Gutes Lied. Der unoffizielle, offenbar von einem Fan gemachte YouTube Clip gefällt uns besser als das offizielle Video, obwohl das auch im 50er Jahre Stil gemacht wurde. Der echte 50er Jahre Film Der Fluch des Dämonen ist von der Atmosphäre her jedoch schwer zu überbieten. Dieser Film, der auf einer Kurzgeschichte von M. R. James beruht, wird im englischen Sprachraum heute weitgehend als Klassiker des Horrorgenres angesehen. In Deutschland weniger bekannt, im Onlinehandel scheint es nicht mal eine deutschsprachige Fassung zu geben. Der Film hat eine kleine Schwäche, nämlich dass der Zuschauer den Dämon letztendlich als Figur mit fratzenhafter Maske zu sehen bekommt. Was unvermeidlich und typisch für Horrorfilme, eine kleine Entäuschung und kein besonderer Schreck ist. Zudem muss man wie bei allen Horrorfilmen auf den kritischen Verstand verzichten. Es gibt in Stonehenge keine Runen, die aus einem viel späteren Zeitalter als Stonehenge stammen. Und natürlich hat Stonehenge keine Verbindung zu neuzeitlichen, im 20. Jahrhundert entstandenen Kulten à la Thelema und Aleister Crowley, der Mann auf dem dem die Filmfigur von Dr. Julian Karswell angeblich basiert. Einige Filme über Steinkreise haben, trotz allen Klischees, ein paar ganz gute Bilder von den Monumenten. In Der Fluch des Dämonen sieht Stonehenge, so ganz ohne die Zäune und Touristen irgendwie spannend aus. Auch in der britischen TV-Serie Children of the Stones (1976), hier ein Clip, sind gute Aufnahmen von einem Steinkreis, dem von Avebury wo die Serie spielt. Auch wenn sich hier, etwas arg klischeehaft, der freundliche Bürgermeister als geheimer Anführer
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There's a BBC radio dramatisation of Murder in Mesopotamia online. Link below. The novel was inspired by Christie's own trips to the Middle East where, in Iraq, she met her husband Max Mallowan, an archaeologist on excavations at Ur

Der Roman Mord in Mesopotamien (1936) wurde von Agatha Christies eigenen Reisen in den Mittleren Osten inspiriert. In diesem Whodunit um ein Archäologen-Team werden einige Teilnehmer von der eigenen Vergangenheit eingeholt. Link für das Hörspiel ist am Ende des Blogposts. Hier ein paar Hintergrundinfos aus Christies Autobiografie. Sie besuchte Syrien und den Irak zum ersten Mal in 1928, sie war damals 38 und gerade von ihrem ersten Ehemann Archie geschieden. Sie hatte sich spontan dem Tipp eines Marineoffiziers folgend entschieden, anstatt ihrem geplanten Urlaubsziel Jamaika, einfach mal Bagdad zu besuchen. Ein zusätzlicher Reiz war die Zugfahrt mit dem Orient-Express. Diese Reise, der Urlaub und mehrere spätere Besuche im Mittleren Osten waren schriftstellerisch sehr ergiebig, inspirierten Romane wie Mord im Orient-Express (1934), Der Tod auf dem Nil (1937) und Der Tod wartet (1938). Die Reisen waren auch auf persönlicher Ebene gut für Christie denn beim Besuch einer Ausgrabungsstätte im Irak traf sie 1928 ihren zweiten Ehemann Max Mallowan, einen 25-jährigen Archäologen der 14 Jahre jünger als Christie war. Die beiden blieben bis an ihr Lebensende zusammen. Christie hatte eine Expedition von dem renommierten Archäologen Leonard Woolley bei Ausgrabungen von frühdynastischen Königsgräber in Ur besucht, und Max Mallowan war sein Assistent. Agatha Christie war mit Woolley in Kontakt gekommen weil seine Ehefrau Katherine den Krimiklassiker Alibi (1926) von Christie gelesen hatte. Katherine initierte auch das Treffen von Christie und Mallowan, der ein schweigsamer, völlig in seine Arbeit vertiefter Akademiker war. Katherine schlug vor dass Max eine Rundfahrt mit Agatha machen sollte um ihr einige Orte wie Nadschaf und Kerbela zu zeigen. Agatha und Max besuchten eindrucksvolle Stätten wie den Imam Husain Schrein, eine der ältesten Moscheen der Welt, und den Palast von Uchaidir aus dem
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After a nerve-wracking referendum we want to get back to the good stuff, Scottish poets, Scottish landscapes and Scottish engineers. Like Robert Stevenson and his family who built ca. 97 lighthouses in Scotland. In 1814, author Walter Scott went on a tour visiting lighthouse locations. We follow him

Vor zweihundert Jahren, im Jahr 1814 machte der schottische Dichter und Schriftsteller Sir Walter Scott eine Tour von schottischen Leuchttürmen. Heute kann man im Internet oder im Urlaub Scotts Spuren verfolgen. Über einen der Leuchttürme schrieb Scott sogar ein Gedicht. Gleich mehr dazu. Die Tatsache dass Leuchttürme in Schottland damals etwas ziemlich Neues waren, ist auf den ersten Blick erstaunlich, denn Schottland hat Tausende von Meilen an Küste. Vieles davon schwierig, oftmals höchst gefährlich für Schiffe. Jährlich versanken oder verunglückten Hunderte von Schiffen. Die Gründe für den Mangel an Leuchttürmen klingen heute zum Teil bizarr. Gemäß dem Sachbuch The Lighthouse Stevensons (1999) von Bella Bathurst war einer der Hauptfaktoren das sog. Strandrecht, ein feiner Ausdruck für etwas das in Praxis kaum etwas anderes als Strandraub war. Denn wenn ein Schiff nahe der Küste verunglückte, wurde das von manchen Küstenbewohnern nicht als Tragödie sondern als Glücksfall gesehen. Nicht aus Bosheit sondern aufgrund brutaler Armut. Die Güter die man nach Schiffunglücken am Strand aufgabeln konnte, waren oftmals das einzige nennenswerte Einkommen für viele veramte Küstenbewohner. In extremen Fällen wurde bei Schiffsunglücken dem Ableben von ertrinkenden Seeleuten sogar nachgeholfen. Denn ohne Überlebende stand das sog. Strandgut rechtlich den Findern zu. So kann man sich vorstellen dass Leuchttürme zur Vermeidung von Schiffsunglücken nicht bei jedem beliebt waren. Diese Begebenheiten, nicht nur in Schottland sondern auch anderen Küstenregionen wie Cornwall, inspirierte Romane wie Jamaica Inn von Daphne du Maurier. Aber Leuchtturme waren nicht nur Strandräubern suspekt, es gab sogar religiöse Kreise die Schiffsunglücke als Willen oder Strafe Gottes sahen und deren Verhinderung ablehnten. Selbst der Staat hatte, zumindest in abgelegenen Regionen, nur bedingtes Interesse an Leuchttürmen denn deren Bau und Unterhalt (z. B. Unmengen von Kohle für das Licht) waren teuer, und die Monetarisierung durch Gebühren von Schiffen umständlich. Für einige Dichter und Künstler hingegen waren Leuchttürme im frühen 19. Jahrhundert so etwas wie ein Symbol für Aufklärung, Vernunft und Hilfsbereitschaft…anstatt Raffgier und Aberglaube. William Turner malte den schottischen Leuchtturm Bell Rock Lighthouse 1819 als edles Bollwerk inmitten brutaler Naturgewalten. Der Schriftsteller Walter Scott schrieb folgendes Gedicht
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We wouldn't mind a Cadillac convertible with Eric Clapton as chauffeur. But he'll probably only do that for B. B. King. Today is his 89th birthday. Check the clip of the song Riding with the King. Album is good too. With nice pics of them together in the 60s and BB's legendary Gibson ES-355 guitar 'Lucille'

B. B. King ist Jahrgang 1925, heute ist sein 89. Geburtstag. Ein Album dass wir zur Zeit viel im Auto hören ist Riding with the King (2000), links im Bild. Gute Musik, schönes Cover. Wir hätten selber gerne so einen offenen Cadillac mit Eric Clapton als Chauffeur. Aber wahrscheinlich macht Clapton das nur für B. B. King. Hier ein Videoclip vom Titellied. Wir zitieren ein paar Zeilen die B. B. spricht anstatt singt. Er erzählt dass er als Junge von Mississippi aus mit nichts als einem Anzug und einer Gitarre loszog…und dass er sie bis zum letzten Tag seines Lebens spielen wird.

‘I stepped out of Mississippi when I was ten years old. With a suit cut sharp as a razor and a heart of gold. I had a guitar hanging just about waist high.
And I’m gonna play this thing until the day I die…’
.

Das Video spielt auf den jungen B. B. King in den 1930er Jahren an. Mythenhafte Storys sind ein Teil der Blues-Musik, aber diese Story stimmt im Prinzip. B. B. wurde auf einer Baumwollplantage
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James Fry's upcoming novel Endgame (2014) looks like the publishing event of the year. An interactive story with an accompanying mobile phone game from Google in which hidden prizes worth millions can be gained. Inspired apparently by Kit Williams' book Masquerade (1979), above

Am 7. Oktober wird der Roman Endgame: Die Auserwählten (2014) von James Frey veröffentlicht. Wahrscheinlich das Publishing-Event des Jahres. Die Filmrechte sind verkauft, eine $100m Verfilmung in Vorbereitung. Produziert von den Machern der Twilight-Saga. Der Roman wird in 30 Sprachen gleichzeitig veröffentlicht. Google ist ebenfalls tief involviert, in Form eines interaktiven Spiels an dem per Smartphone weltweit teilgenommen werden kann, und zwar über einen Zeitraum von Jahren. Es ist eine Art Schatzsuche bei der Teilnehmer im Laufe der Endgame-Romantrilogie zunehmend größere Preise im Gesamtwert von 3 Millionen Dollar gewinnen können. Der Gewinner beim ersten Teil von Endgame erhält 500.000 Dollar. Man kann einen bisher unveröffentlichten Roman nicht bewerten, aber im englischsprachigen Netz ist einiges an Info über die Handlung. Es ist eine Art Sci-Fi Thriller mit Elementen von
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The exhibition 'Late Turner - Painting Set Free' is at the Tate Britain museum from 10 Sept. 2014 until 25 Jan. 2015. Among the works is 'Modern Rome - Campo Vaccino' (1839), above. At £29m Turners most expensive painting. There's a pendant: 'Ancient Rome...', to see it click 'Zwillingsgemälde' below

In London beginnt die Ausstellung Late Turner, über die späteren Werke des Malers William Turner (1775-1851). Mit dabei ist Modern Rome – Campo Vaccino (1839), links. Es wurde 2010 für über £29m, etwa 35 Millionen Euro versteigert und ist somit JMW Turners teuerstes Gemälde. Es zeigt das Forum Romanum zu einer Zeit bevor archäologische Ausgrabungen der Stätte ihr heutiges Erscheinungsbild gaben. Schon im Titel des Gemäldes steckt eine Story, denn Campo Vaccino bedeuted Feld der Kühe. Das Forum war im Laufe der Jahrhunderte nach dem Fall des Römischen Reichs zu einem überwachsenen Ort geworden an dem Kuhhirten und Schäfer ihre Tiere weiden ließen. Einige sind im Bild zu sehen. Diese verwunschene Atmosphäre macht das Forum Romanum zum Mekka für viele Künstler des 19. Jahrhunderts. Der Anblick eines sprichwörtlich versunkenen Imperiums
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There's a BBC radio dramatisation of Far from the Madding Crowd (1874) and a good TV adaption online. Links below. Our favouite Thomas Hardy novel. Also check out Loreena McKennitt's version of a folk song mentioned in the novel

Ein Hörspiel nach Thomas Hardy ist online. Link am Ende des Blogposts. Die Romanvorlage Far from the Madding Crowd (1874) wurde auf Deutsch als Am Grünen Rand der Welt veröffentlicht. Es gibt auch eine gute Verfilmung, links im Bild unsere DVD. Diese englische Version kann momentan komplett auf YouTube ausgecheckt werden. Lohnt sich. Aber der Film ist auch auf Deutsch synchronisiert erhältlich, das Cover sieht anders aus aber der englische Originaltitel wurde beibehalten. Wir mögen eigentlich alles von Thomas Hardy,  auch seine Gedichte und Kurzgeschichten und den Romanklassiker Tess (1891), aber in vieler Hinsicht ist Am Grünen Rand der Welt unser Lieblingsroman. Vielleicht weil man hier, nach allen üblichen Schicksalsschlägen die Leute in Hardy-Romanen durchmachen müssen, Licht am Ende des Tunnels sieht. Der Schafhirte Gabriel Oak der zu Beginn der Geschichte 28 Jahre alt ist, schlägt sich immer irgendwie durch, selbst wenn alles den Bach runtergeht, und kriegt am Ende sogar seine Traumfrau. Auch wenn Hardy es dem Burschen auf dem Weg dahin nicht einfach macht. Interessant an Thomas Hardy ist, wie er folkroristische Elemente einsetzt, so kommen dem Roman Ausschnitte von Volksliedern vor, wie Seeds of Love, am Esstisch der Schäfer gesungen. Nachfolgend eine schöne moderne Version von diesem alten englischen Folksong
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'Sapiens: A Brief History of Humankind' by historian Yuval Noah Harari is on BBC radio as audiobook. He mentions the Hohlenstein lion figure from ca. 35.000 BC as early sign of the ability to create fictional entities. The start, not just of gods and legends but also abstract ideas like states & money

Das Buch Sapiens: A Brief History of Humankind  von dem Historiker Yuval Noah Harari kann momentan online auf BBC-Radio als Audiobook, als gekürzte Lesung gehört werden. Link am Ende des Blogposts. Das Buch erschien auf Deutsch unter dem Titel Eine kurze Geschichte der Menschheit (2011). Es beschäftigt sich mit der Frage warum die Menschheit, die vor ca. 70.000 Jahren noch eine relativ unbedeutende Gruppe von Lebewesen auf der Erde war, innerhalb von nur wenigen Zehntausenden von Jahren zur dominanten Spezies wurde. Viele Tierarten sind uns körperlich weit überlegen, die entscheidenen Stärken der Menschheit haben hauptsächlich etwas mit der Entstehung und Entwicklung von Sprache zu tun. Tiere haben ebenfalls Kommunikationssysteme, was Menschen und menschliche Sprachen unterscheidet ist ihre Abstraktionsfähigkeit. Kurz gesagt: Wir können über Dinge
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1966 vintage ads for the Fender Jaguar & Jazzmaster. Not as famous as theStratocaster. They have a slightly nerdy look and the ads seemingly aimed at a middle-aged audience. A guy on skis, a guy with a Porsche etc. Ironically, alternative bands rediscovered them in the late 70's and early 80s

Zwei interessante Vintage-Anzeigen. Fender Jaguar und Jazzmaster sind weniger bekannt als die Stratocaster, haben aber eine Fan-Gemeinde, speziell unter Musikern des Alternative Rock Genres. Die Ironie des Schicksals ist dass sie ursprünglich für ein ganz anderes Publikum gedacht waren.  Links im Bild zu sehen, das Foto kann zum Vergrößern anklickt werden. Die Anzeigen vom Jahr 1966 zielen nicht auf langhaarige Rockgitarristen in ihren 20ern. Die Fender Jaguar wird von einem nicht sehr hippiehaften aussehenden Skifahrer auf dem Rücken transportiert. Die Fender Jazzmaster nimmt ein Mann mit auf Reise der sich immerhin schon einen Porsche leisten kann. Der Slogan der Werbekampagne von 1966 ist ‘You won’t part with yours either‘. Sinngemäß: Auch Sie werden sich nicht von ihrer Fender Jaguar oder Jazzmaster trennen wollen. Die Werbung wirkt als ob sie auf Leute ab Dreißig zielte die, wie der Name schon sagt, eher Jazz-Fans waren. Wer damals über Dreißig war gehörte schon zur alten Garde, hörte wahrscheinlich eher Sinatra oder Joe Pass anstatt Rolling Stones. Selbst das Design von Jaguar und Jazzmaster wirkt etwas bieder. Die Form wurde speziell für Gitarristen designt die im
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East of the Sun, West of the Moon (1914). We found a nice old book of Norwegian fairy tales. 25 illustrations by Kay Nielsen who later worked with Disney. There's a low budget but cute kid's movie adaption from Norway. Check the clip, with a good song, Flowers for a Ghost by US rock band Thriving Ivory

Wir sammeln Kinderbücher und haben diese Woche etwas Schönes gefunden, ein hundert Jahre altes Buch mit norwegischen Sagen namens East of the Sun and West of the Moon. Das Buch diente als Inspiration für Tolkien, der den Titel sogar wörtlich in einem Lied in Herr der Ringe zitierte. Einige Leser werden den Namen vielleicht auch als Albumtitel und Lied von A-ha erkennen. Wir haben die norwegische Verfilmung Der Eisbärkönig (1991) zuhause im Regal stehen, merkten aber erst heute Morgen, als wir ein für den Blogpost ein paar Infos auscheckten, dass der Film auf diesem Märchenbuch Östlich der Sonne, westlich vom Mond beruht. Der Eisbärkönig wirkt wie ein DDR-Kinderfilm, was nicht böse gemeint ist, lediglich ein relativ bescheidenes Budget, wettgemacht mit viel Enthusiasmus, z. B. Menschen in Tierverkleidung anstatt teuren Computertricks etc. Wir fanden auf YouTube einen Clip zusammen mit einem guten Lied von einer Rockband. Dabei bekommt man eine Vorstellung davon dass der Stoff sich für eine große Produktion à la  Maleficent: Die dunkle Fee (2014) eignen würde. Vor Jahren war schon mal so etwas was in Arbeit, gleich mehr dazu. Hier erst mal der alte Filmclip
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On 14 Sept. is an auction of a painting by John Lennon, we got a small photo of it. Real size is similar to a vinyl LP cover. Price estimates are £3m. In the biography by Ray Coleman are 20 pages about Lennon at the Liverpool College of Art

Das Ölgemälde ist aus dem Jahr 1958, es ist ein Selbstporträt das der 18-jährige John Lennon während seiner Zeit an der Kunsthochschule Liverpool College of Art malte. Wir haben ein Foto aufgegabelt, links im Bild, aber das Original ist größer, hat mit rund 30 x 28 cm etwa die Maße eines LP-Covers. An der Echtheit des Gemäldes besteht kein Zweifel. Es wurde schon einmal im Jahr 1970 von dem renommierten Auktionshaus Sotheby’s versteigert. Es verschwand dann für Jahrzehnte aus dem Blickfeld und kommt erst jetzt im September 2014 wieder auf den Markt. Schätzungen liegen bei 3 Mio Pfund, also um die 3,75 Mio Euro. Das klingt viel, zumal John Lennon weniger als Maler sondern als Musiker, als Mitglied der Beatles und auch als Solo-Komponist von Liedern wie Imagine bekannt ist. Aber John Lennon, eine der Hauptfiguren der Jugendkultur der 60er und 70er Jahre, hat einen ikonischen Status. Anders als bei einigen seiner Zeitgenossen die allgegenwärtig aber nicht mehr besonders spannend sind, hat sein tragischer Tod in einem relativ jungen Alter durch ein Attentat den Status von Lennon über die Jahrzehnte eher noch erhöht. Als er starb sah er nicht wesentlich älter aus als auf der Biografie im obigen Foto. So oder ähnlich wird John Lennon (1940-1980) für immer sein, als Figur der Zeitgeschichte in Erinnerung bleiben, wahrscheinlich auch noch in 100 oder 200 Jahren. Das Piano an dem er das Lied Imagine komponierte wurde im Jahr 2000 für 1,45 Millionen Pfund verkauft, und ein Stück Papier mit Lennons handgeschriebenen Lyrics für das Beatles Lied A Day in the Life erzielte im Jahr 2010 den Auktionspreis von 1, 2 Millionen Dollar. In diesem Kontext sind 3 Millionen Pfund für Lennons Gemälde denkbar. Über Kunstwerke kann man immer verschiedener Meinung sein aber Lennons Selbstporträt ist, wenn auch nicht im konventiollen Sinn schön, jedoch ausdrucksvoll und interessant. Lennon war ein Mensch mit Ecken und Kanten, er war nicht die Engelsfigur zu der ihn die Popkultur erkoren hat, aber er war auch nicht seicht, er folgte nicht dem Zeitgeist sondern formte ihn. Wäre er heute am Leben, würde er wahrscheinlich auf Twitter über Gott und die Welt schimpfen – auf eine Art die Richard Dawkins freundlich
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Victoria Beckham was seen in a Grateful Dead T-Shirt last week. As collectors of 70s cover art we add some background information. The image above is from the LP Terrapin Station (1977) by renowned artists Alton Kelley & Stanley Mouse

Die Designerin Victoria Beckham war letzte Woche in Los Angeles mit einem T-Shirt von der legendären US-Rockband Grateful Dead zu sehen. Als Sammler von 70er Jahre Cover Art können wir Hintergrundinfos liefern: Das Motiv stammt von dem Album Terrapin Station (1977), dort ist es allerdings nur auf der Rückseite der LP. Wir haben deshalb das Cover umgedreht, es ist im unteren Foto in der Mitte zu sehen, besser wenn man es zum Vergrößern anklickt. Auf der Vorderseite des Albums ist ein Bild von zwei Schildkröten an einem Bahnhof. Das T-Shirt das Victoria trägt ist offensichtlich von einer Tour, anhand der Beschriftung ist es von einem Konzert in English Town, New Jersey. Dort spielte die Band am 3. September 1977 im Raceway Park. Den gibt es heute noch und wie der Name andeutet, werden dort normalerweise Autorennen veranstaltet. Es war ein riesiges Konzert mit ca. 125.000 Besuchern. Die Band hat, bis zum heutigen Tag, eine große Fan-Gemeinde. Weil Grateful Dead von allen ihre Konzerten tontechnisch gute Aufnahmen machten, kann man den damaligen 20-Lieder-Set heutzutage unter dem Titel Dick’s Picks Volume 15, hier der Wiki-Eintrag, als 3-CD-Set oder Download kaufen. Hier ein YouTube Audio-Clip von dem Grateful Dead Klassiker Bertha live in English Town. Obwohl sie auch gute Studioalben wie den LP-Klassiker American Beauty (1970) machten, waren Grateful Dead besonders für ihr vielen und oftmals stundenlangen Konzerte berühmt. Improvisationen und eine Gemeinschaftsgefühl à la Woodstock, wo die Band 1969 ebenfalls
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