Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Archive for 'Blog'

Month of May is coming up, so is the Hay Festival of Literature & Arts, from 22 May to 1 June. On their website we saw a meadowy poster theme. We photographed a meadow with clouds rising above, symbolising ideas, and picked out a small selection of events in this year's programme

Im schönen Monat Mai ist in Wales das renommierte Hay Festival of Literature & Arts. Über zehn Tage, vom 22. Mai bis 1. June 2014 eine Vielzahl von Events. Wir haben als Blickfang ein paar Namen wie Glenn Greenwald und Richard Dawkins gewählt, aber es sind Dutzende von anderen Leuten da, die übrigens keineswegs alle aus einer atheistischen oder politisch linken Ecke kommen. Ausgeprägt links ist der britische Historiker Niall Ferguson unseres Wissens jedenfalls nicht. Das komplette Festival Programm kann auf der Website ausgecheckt werden, Link am Ende des Blogposts, wir haben einfach mal queerbeet ein paar Events und Leute ausgesucht. Wie zum Beispiel Brian May, der hier nicht speziell als Queen-Gitarrist ist, sondern einen anderen Interessenbereich vorstellt: Fotos aus dem 19. Jahrhundert die mit ’3D’ Brillen, genauer gesagt, per Stereoskopie zu räumlichen Erfahrungen werden. Glenn Greenwald spricht beim Festival mit Anita Anand über das Thema No Place to hide: Edward Snowden, the NSA and the Surveillance State. Der Drehbuchautor Andrew Davies, bekannt u. a. durch seine Arbeiten an Austen-Verfilmungen, spricht über sein Projekt A Poet in New York, wobei es um die letzten Tage des walisischen Dichters Dylan Thomas geht. Thema von Simon Singh, Autor des Buchs Fermats letzter Satz, ist The Simpsons and their Mathematical Secrets. Die Macher der Simpsons-Serie sind nämlich Mathe-Freaks und haben über die Jahre einiges an Zahlentheorie in die TV-Serie geschmuggelt. Matthew Haley, Leiter der Abteilung Bücher und Manuskripte beim Auktionshaus Bonham’s spricht in Tomorrow’s treasures: Are rare books a good investment? über Sammler die mit Büchern Vermögen gemacht, aber teils auch Vermögen verloren haben. Richard Dawkins, Autor von
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Electric guitars were better suited for Rock showmanship than cumbersome stationary keyboards, so manfacturers tried to make sleeker and portable 'Keytars'. The Swedish Tubon from 1966, seen here with Paul McCartney, was a step in that direction. Check out a 1970 Kraftwerk clip with the Tubon

Das Musikinstrument Keytar (key-board und Gui-tar) nennt man auf Deutsch Umhängekeyboard. Dessen Erfindung hatte mit Rockkonzerten zu tun. Auf der Bühne wirkten Tasteninstrumente, speziell frühe klotzige Intsrumente wie die Hammond Organ und wandschrankmäßige Synthesizer, nie so sportlich wie E-Gitarren. Hendrix spielte sie hinter dem Rücken, Jimmy Page benutze Geigenbögen, manche zerschlugen sogar ihre Gibson oder Stratocaster im Namen der Kunst. Bis zum heutigen Tag sind Gitarristen meist ziemlich mobil, laufen herum oder stehen zumindest ganz vorne auf der Bühne. Keyboarder hingegen, selbst wenn sie die Liederschreiber und Sänger waren, blieben früher meist im Hintergrund, manchmal vor lauter Equipment kaum zu sehen. Aber Rockkonzerte sind nun mal Showbusiness, und deshalb begann man schon in den 60er Jahren Keyboards zu entwickeln die man umhängen konnte. Die schwedische Firma Joh Mustad AB aus Göteborg war eine der ersten die ein brauchbares Instrument dieser Art baute. Die batteriebetriebene Tubon war leicht genug um sie mit einem Schultergurt stehend zu spielen. Auch wenn Paul McCartney, siehe Foto, sie hier auf dem Schoß spielt. Die Tubon war anscheinend auf einer frühen aber unveröffentlichten Version von Strawberry Fields. Für unsere Begriffe sieht die Tubon sogar ziemlich gut aus. Schön schlicht, schön rund, nicht zuviel Firlefanz…vom Look her etwas in Richtung Braun Design. Das Ding klang sogar gut, hier ein Liveclip von Kraftwerk in 1970. Das Konzert beginnt ziemlich langsam, man sieht den damals ca. 25-jährigen und eher langhaarigen Ralf Hütter mit seinem Tubon nicht die ganze Zeit, hört aber seine erstaunlich fetten Bassklänge, wie ein elektronisches Didgeridoo, auf dem Lied Stratovarius. Es ist natürlich nicht nur die Tubon die hier gut klingt, sondern auch die Art in der Hütter sie einsetzt, sprich, sehr experimentell und soweit wir sehen auch mit zusätzlichen Effekten wie Echo etc. Diese frühe Phase von Kraftwerk gefällt uns fast besser als die spätere Schlips & Seitenscheitel Phase der Band. Aber wie gesagt, ob lange Haare, kurze Haare, ob Tubon oder Keyboards die auf dem Boden festgenagelt sind – Live-Rockmusik hat, wenn sie gut ist, etwas von performance art an sich. Und somit sind Keytars, die sich seit den Zeiten der Tubon technisch noch viel weiter entwickelt haben, interessante Instrumente. Hier Herbie Hancock in Konzert mit Keytar auf dem Jazz funk-Klassiker Chameleon vom Album Head Hunters.

Weitere Infos  Ein deutscher Wiki-Eintrag über die Tubon, das frühe Umhängekeyboard aus Schweden

 

A BBC radio dramatisation of Friday's Child is online, link below. Georgette Heyer (1902-1974) included many details about Regency England in her novels. Well liked by Austen fans. Even in the radio adaption things like the card game Faro and the Grand Pump Room in Bath are mentioned

Ein BBC-Hörspiel nach Georgette Heyer ist online. Link am Ende des Blogposts. Der Roman Friday’s Child (1944), deutscher Titel Lord Sherry, ist einer der beliebtesten der Autorin. Sie schrieb vorwiegend Bücher die in der Regency Epoche Englands spielen, also zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Die Epoche von Jane Austen, die ein Vorbild von Georgette Heyer (1902-1974) war. Es überrascht kaum dass Heyers Romane oftmals bei Austen-Fans beliebt sind. Austen schrieb nur sechs Romane, und von Heyer gibt es mehr als fünfzig. Sie sind gut geschrieben und gut recherchiert, enthalten viele Details über Regency England. Auch in dem Hörspiel, das einen 300 Seiten Roman auf 90 min. komprimiert, werden Details wie das Kartenspiel Pharo und der Grand Pump Room in der Stadt Bath erwähnt. Dort spielt ein Teil der Geschichte. Es geht um eine junge Frau namens Hero Wantage die aus bescheidenen Verhältnissen stammt. Dennoch kennt sie Lord ‘Sherry’ Sheringham aus
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According to an article in Science Magazine, link below, the Neolithic Revolution was different than was previously thought. The farmers were not assimilated by the hunter and gatherer cultures. It was, if anything, the other way around

Neuste Forschungsergebnisse im Wissenschaftsmagazin Science deuten darauf hin dass Ackerbau und Viehzucht weniger eine kulturelle Revolution war sondern ein Bevölkerungswandel. Von den verschiedenen Erklärungsmodellen der Neolithischen Revolution, also dem Wandel der Jägern und Sammler Kulturen zu Ackerbau und Viehzucht, fanden wir persönlich bisher das Modell vom kulturellen Wandel am plausibelsten. Es ist bekannt dass Landwirtschaft vor mehr als zehntausend Jahren im Mittleren Osten begann und sich von dort aus, im Laufe von Jahrtausenden, nach Europa ausbreitete. Wobei denkbar wäre dass Jäger und Sammler in Mittel- und Nordeuropa graduell die Techniken von den Bauernkulturen aus dem mittleren und nahen Osten und dem Mittelmeerraum übernahmen. Und dass ein gegenseitiger Austausch von Dingen wie Know-how, Saatgut und nicht zuletzt Genen stattfand – das wäre das kulturelle Modell vom Wandel. Erstaunlicherweise scheint dies jetzt nicht mehr die wahrscheinlichste Variante zu sein. Professor Mattias Jakobsson und andere Forscher der Universität Uppsala haben anhand von DNA-Tests an Steinzeitskeletten Hinweise gefunden dass die Bevölkerung der Trichterbecherkultur (den Bauern) in Schweden ab ca. 5000 v. Chr. zwar über tausend Jahre lang gleichzeitig mit der Grübchenkeramischen Kultur (den Jägern) existierte. Aber eine Verschmelzung der beiden Bevölkerungen
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Found a rare 1975 Pan edition of Daphne du Maurier's debut The Loving Spirit. The novel is a Emily Brontë homage, with excerpts of six of her poems including No Coward Soul is mine. See clip. Novel's title is from the poem Self-Interrogation

Wir fanden gestern eine seltene 1975 Pan Ausgabe von Daphne du Mauriers Debütroman The Loving Spirit (1931), deutscher Titel Die Frauen von Plyn. Es ist eine Hommage an Emily Brontë und enthält Auszüge von sechs ihrer Gedichte. Dieses wirkt wie ein Leitgedanke der geheimnisumwogenen Autorin von Sturmhöhe (1847). Hier eine schöne Darbietung.

No coward soul is mine

No coward soul is mine,
No trembler in the world’s storm troubled sphere
I see Heaven’s glories shine,
And faith shines equal, arming me from Fear.
.
O God within my breast,
Almighty, ever-present Deity!
Life – that in me hast rest,
As I – Undying Life- have power in Thee!
.
Vain are the thousand creeds
That move men’s hearts, unutterably vain;
Worthless as withered weeds
Or idlest froth amid the boundless main,
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For a second we thought they've gone and done it, built a golf course in and around an amphitheatre. It's a collage but looking good and reminding us of a holiday in Tunisia years ago, with amazing monuments from Roman and Phoenician times. The ad pointing out there's good modern stuff too

Wir sahen diese Werbekampagne in einem englischen Magazin und dachten eine Sekunde dass es jemand fertiggebracht hätte, einen Golfplatz in und um ein Amphitheater zu bauen. Es ist natürlich eine Collage, aber sieht gut aus und erinnerte uns an einen Urlaub den wir vor Jahren in Tunesien machten. Wir waren auch in dem Amphitheater auf dem Foto. Auch ohne Golfplatz – davon gibt es welche an anderen Orten von Tunesien – ist El Djem ein eindrucksvolles Monument. Im Gegensatz zu vielen berühmten Stätten in Europa, kam es uns sehr untouristisch vor, Vielleicht war es Zufall aber wir waren damals, Ende der 90er Jahre, die einzigen oder so gut wie die einzigen Besucher im El Djem. Man kann als Tourist ja kaum etwas gegen Touristen einwenden aber wir fanden diese Einsamkeit cool. Wir hatten eine Gitarre im Auto und probierten den Sound mitten in der Arena aus. Zu anderen Zeiten hätte man dafür blitzschnell die Löwen auf uns losgelassen – obwohl der Song doch gar nicht so schlecht war! Was uns noch mehr beeindruckte als El Djem, war die alte römische Stadt Dougga, hier ein Foto. Dieser umfangreiche antike Ort mutete damals surreal an, zum einen weil wir wieder völlig allein dort waren, und zum anderen weil die Sachen so unberührt wirkten, zum Teil so gut erhalten als ob die ehemaligen Einwohner nur mal kurz weg wären und gleich wiederkommen würden. Es hat durchaus viel für sich wenn solche Stätten Informationsschilder, Zäune, Wächter und Rundführer haben. Aber wir fanden es super wie es war. In Dougga gibt es neben römischen Ruinen auch gut erhaltene Relikte der ursprünglichen berber- und phönizischen Kulturen Nordafrikas, hier ein Foto von einem 21 m hohen Grabmal in Dougga aus dem 2. Jhr. v. Chr. In Tunesien war ja das alte Karthago.
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This year's the 75th anniversary of the movie The Wizard of Oz (1939). There isn't a lot that hasn't already been said about this classic, but we got a couple of items that maybe not everyone's seen. A nicely illustrated Puffin book edition and a 3-DVD edition with lots of extras, documentaries etc

Der Filmklassiker nach L. Frank Baum ist dieses Jahr 75 Jahre alt. Sieht immer noch gut aus, Auch die Lieder klingen noch gut. Das von Judy Garland gesungene Over the Rainbow wurde vielfach als Cover aufgenommen, von Jazz bis Techno. Ein paar stellen wir gleich vor. Aber das Original ist schwer zu überbieten

Somewhere Over the Rainbow

Somewhere over the rainbow, way up high
There’s a land that I’ve heard of once in a lullaby.
Somewhere over the rainbow, skies are blue
And the dreams that you dare to dream,
Really do come true.
.
Someday I’ll wish upon a star and
wake up where the clouds are far behind me
Where troubles melt like lemon drops,
Away above the chimney tops,
That’s where you’ll find me.
.
Somewhere over the rainbow, blue birds fly
Birds fly over the rainbow
Why then, oh why can’t I?
If happy little bluebirds fly beyond the rainbow
Why, oh why can’t I?
.

Schöne Szene mit Garland als Dorothy Gale auf einem Bauernhof, mit einer alten Heuwende und ihrem Hündchen Toto, einem Cairn Terrier übrigens. Der Film beginnt in Schwarzweiß und wechselt dann, mit einem Effekt der Kinobesucher früher von Hocker gehauen haben muss, zu Technicolor. Hier die Filmszene als sie die Tür öffnet und dann das farbenfrohe Land Oz sieht, in das ein Wirbelsturm ihr Holzhaus getragen hat. Was die Dutzenden von Coverversionen von Over the Rainbow anbelangt, finden wir DJ Marushas Rave-Version mit dem Duracell-Hasen ganz originell, aber letztendlich ist unter all den Fassungen von Leuten wie Eric Clapton, Sinatra, Ray Charles, Eva Cassidy, unsere Lieblingsfassung das Original.

Weitere Infos  Ein deutscher Wiki-Artikel über den Film Der Zauberer von Oz (1939)  Foto Wir benutzten eine englische Romanausgabe vom Puffin Verlag, mit schönen Illustrationen auf dem Cover und im Buch. Und eine gute 3-DVD Ausgabe von 2005 mit vielen Extras, Dokus, Interviews, Kommentaren etc.

 

The Mysterious Affair at Styles is online as a BBC radio dramatisation. Link below. Christie's first novel, written almost a hundred years ago in 1916, took time to find a publisher, was rejected by Hodder & Stoughton and Methuen, came out in 1920. She wrote most of it in a an old hotel in Dartmoor

Agatha Christie schrieb ihr Romandebüt The Mysterious Affair at Styles vor fast hundert Jahren, in 1916. Es war auch Poirots erster Auftritt. BBC-Hörspiel ist online. Link am Ende des Blogposts. In Christies Autobiografie steht eine ganze Menge über den Roman der auf Deutsch Das fehlende Glied in der Kette heißt. Sie bekam Absagen von Verlagen wie Methuen und Hodder & Stoughton. Auch der John Lane Verlag hatte das Manuskript fast zwei Jahre bevor die Autorin kontaktiert wurde. Es war ein unlukrativer Deal den die damals fast 30-jährige Christie unterschrieb weil sie sich nicht auskannte und froh war das der Roman den sie aus Spaß geschrieben hatte, überhaupt veröffentlicht wurde. In einer Szene die heutige Autoren bestimmt gut nachvollziehen können, schreibt Christie dass ein kleiner Mann mit einem weißen Bart ihr erklärte was für ein Risiko Verlage eingehen wenn sie einen unbekannten Autor veröffentlichen, und wie wenig Geld sie daran verdienen. Nach dieser Rede holte der Mann einen fertigen Vertrag aus der Schublade und schlug ihr vor, ihn zu unterschreiben. Sie bekam null Tantiemen bis 2000 Bücher verkauft wurden, und war zudem für die nächsten fünf Romane an den
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We've seen Prince in concert, he played years ago here in Andalusia and yesterday evening we wrote the name of one of his songs on the mediterranean shoreline. We like all of his stuff, the funky songs, the pop songs, the experimental songs. But The Cross has got to be one of his most beautiful

Wir sahen Prince vor Jahren im Konzert hier in Andalusien. Er ist ein starker Musiker, Liederschreiber und Gitarrist. Wir mögen eigentlich alles von ihm, die funkigen Lieder, die Pop Songs, die experimentellen Sachen. Eins unserer Lieblingslieder ist The Cross vom Album Sign o’ the Times (1987). Hier eine Live Version. Wir wünschen Lesern und ihren Familien frohe Ostern

The Cross

‘Black day, stormy night
No love, no hope in sight
Don’t cry, He is coming
Don’t die without knowing the cross

Ghettos to the left of us
Flowers to the right
There’ll be bread for all of us
If we can just bear the cross

Sweet song of salvation
A pregnant mother sings
She lives in starvation
Her children need all that she brings

We all have our problems
Some big, some are small
Soon all of our problems
Will be taken by the cross…’

Weitere Infos  Soweit wir wissen, stammt der Konzert-Clip aus Deutschland, Westfalenhalle in Dortmund, am 8. oder 9. September 1988  Gitarren-Info  Prince spielt in diesem Clip eine seiner sog. Cloud guitars, von einem Gitarrenbauer in seiner Heimatstadt Minneapolis. Die Gitarre war auch im Prince Spielfilm Purple Rain (1984) zu sehen. .

Ähnliche Artikel von uns Unser Post über das Lied I Know that my Redeemer liveth von Mattiwilda Dobbs
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Avenita Kulturmagazin
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April 19 is Record Store Day. It's good to support local stores. Like bookshops they have a hard time. We purposely turned the LPs around because this whole thing of actually handling a product is something the almighty web, never mind downloads, can't offer in the way a record store does

Der 19. April ist Record Store Day, zur Unterstützung von unabhängigen Plattenläden. Onlinehändler machen ja heutzutage ganz gute Geschäfte. Dagegen haben wir nichts, aber wenn man Leute links liegen lässt die Ladenmieten bezahlen um ihren Service am Laufen zu halten, dann sind Plattenläden bald ein Ding der Vergangenheit. Vielleicht nur noch in TV-Serien wie Der Letzte seines Standes vom Bayerischen Rundfunk zu sehen. Wir vermuten dass viele der noch existierenden Läden bestenfalls ihre Kosten decken und nur noch offen sind weil die Betreiber Musikfans sind. Die meisten Läden die wir kennen, verkaufen übrigens nicht nur Vinyl-LPs sondern auch CDs, DVDs, Poster, T-Shirts und dergleichen. Es ist also nicht nur etwas für Leute mit Plattenspieler. Obwohl, einen günstigen Plattenspieler im Angebot zu haben, quasi als Starter Pack, keine schlechte Idee wäre. Ein konkreter Vorteil von Plattenläden gegenüber Onlinekauf ist dass man das die LPs in die Hand nehmen kann, ein wichtiger Aspekt, denn für uns sind LP-Cover und ihr Design ein integraler Bestandteil eines Albums. Wir haben obige LPs absichtlich umgedreht und sind gespannt, wer die berümten Alben von dieser Seite kennt? Eine LP ist ein handfestes Produkt, im Gegensatz zu Downloads – die durchaus ihren Platz und Nutzen haben – aber für unsere Begriffe kein Produkt sondern eine Dienstleistung sind. Man hat das Recht, sich Alben anzuhören und sonst gar nichts. Kann sie z. B. nicht weiterverkaufen. Was man mit Schallplatten durchaus tun kann. Manchmal sogar mit Gewinn. Wir empfehlen Lesern, von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, LPs zu drehen, zu wenden und zu besitzen. Solange man das in der näheren Umgebung noch tun kann.

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Übrigens  Wir schätzen dass Sie die Rock- und Pop-Klassiker im obigen Foto erkennen, auch ohne die Vorderseite der LPs zu sehen. Wenn das nicht der Fall ist, brauchen Sie eine Beratung – im Plattenladen

Avenita Kulturmagazin

 

50 years ago, April 1964 the first Ford Mustang was bought by a 22 year old lady called Gail Wise. She still has the car, it still runs. Pictured. The lady looks well too, comes across as a likeable person, check the interview clip. Link below

Vor 50 Jahren, April 1964 kam der Ford Mustang auf dem Markt. Die erste Käuferin, der erste Besitzer überhaupt, war eine 22-jährige Lehrerin namens Gail Wise die gerade ihren ersten Job anfing und ein Auto brauchte um hinzukommen. Link für ein Interview mit ihr auf YouTube am Ende des Blogposts. Die heute 72-jährige Lady aus Chicago wirkt sympathisch, hat sich gut gehalten. Ihr Ford Mustang, links, übrigens auch. Klar, wer solche Autoklassiker besitzt, gibt sich etwas Mühe, sie in Schuss zu halten. Die Farbe des obigen Modells nennt man baby blue, ein schönes zartes Blau das man heute bei Autos selten sieht. Aber das war früher sehr angesagt, wenn wir uns recht entsinnen hatte unser Großvater einen Käfer in dieser Farbe. Gail war damals am 15. April 1964 zusammen mit ihren Eltern zu einem Autohändler gefahren und wollte ein Cabriolet. Der Verkäufer sagte, er hätte momentan keins im Showroom, nur eins in einem Hinterzimmer das noch nicht offiziell zum Verkauf stand. Der Mustang stand dort noch unter einer Abdeckung. Als der Verkäufer ihr den Wagen verheißungsvoll zeigte, war Gail begeistert und kaufte den Wagen auf der Stelle. Er kostete 3200 Dollar wobei sie, wenn wir es richtig verstanden haben, ein Jahresgehalt von 5100 Dollar hatte. Als Gail mit dem Mustang auf die Straße fuhr, fiel ihr auf dass ihr alle Leute hinterherschauten und viele ihr zuwinkten. Sie fühlte sich auf einmal wie ein Filmstar. Was den Kauf etwas Besonderes machte, war dass der Mustang offiziell erst ein paar Tage später auf der New York Weltausstellung von Ford Manager Lee Iacocca vorgestellt wurde. Der Händler der Gail den Mustang zu früh verkaufte, hätte seinen Job verlieren können. Vermutlich konnte er nicht widerstehen, vor einer hübschen Blondine anzugeben – und einen schnellen Deal zu machen. Verkäufer sind doch irgendwie alle gleich, was? Jedenfalls eine schöne Story, die fünfzig Jahre später zudem gute Werbung ist. Das Leben schreibt halt die besten Geschichten. Nachfolgend der Videoclip.

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Weitere Infos  Der Videoclip mit Gail Wise, erster Besitzer eines Ford Mustangs  Mehr Lesen Sie unseren früheren Blogpost über die Rolle des Ford Mustangs in Liedern und einem Nouvelle Vague Film

 

Sarehole Mill, only yards from Tolkien's childhood home, is mentioned a lot in Humphrey Carpenter's biography of the author. This place in Birmingham was the main playground for Tolkien and his brother Hilary. The mill and its surrounding landscape inspired Hobbiton in The Lord of the Rings

Die 1542 gebaute Sarehole Mill war in Sichtweite des Hauses wo Tolkien als Kind lebte. Er und sein Bruder Hilary spielten in den Landschaften um die Wassermühle und der Ort wurde zum Vorbild für das Dorf Hobbiton bzw. Hobbingen in Der Herr der Ringe. Die Mühle existiert heute noch und kann besucht werden. Link dazu folgt. Wir entnehmen Humphrey Carpenters Tolkien Biographie (1977) dass Mabel Tolkien, die Mutter des Autors, 1896 für die Familie einen Wohnsitz in Sarehole fand, damals ein winziges Dorf, etwa eine Meile vom südlichen Stadtrand Birminghams entfernt. Trotz der Nähe zu einer Großstadt hatte das gemietete Reihenhaus 5 Gracewell damals eine idylische ländliche Lage, kaum Verkehr außer ein paar Pferdewagen von Bauern. Gegenüber von Tolkiens Haus, auf der anderen Seite einer Landstraße, war eine Wiese, der Weiher und die Mühle, nur etwa 300 Meter von Tolkiens Haus entfernt. Als sie dort hinzogen war Tolkien um die fünf und sein Bruder Hilary um die drei Jahre alt, aber die Mühlenlandschaft wurde bald zu ihrem Hauptspielplatz. Die beiden machten Expeditionen zur Sarehole Mill, beobachteten die Arbeiten, wie im Hof Säcke auf Wagen geladen wurden etc. Einer der beiden Müller, es war ein Vater und Sohn Team, machte den Tolkien-Jungs etwas Angst, er scheuchte die Kinder öfters weg. Sie nannten ihn White Ogre, den weißen Riesen, weil seine Klamotten meist mit einer dünnen Schicht Mehl bedeckt waren. Unweit der Mühle gab es ein Wäldchen wo die Kinder Pilze sammelten, auch dort wurden sie manchmal verjagt. In diesem Fall von einem alten Bauern den sie Black Ogre,
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Trailer is online for the new BBC adaption of Jamaica Inn, link below. A subtext of Daphne du Maurier's Gothic novel set in the 19th century is, arguably, a conflict between Pagan religions and Christianity. Starting Easter Monday, April 21

Ein Trailer ist online für die neue BBC-Verfilmung Jamaica Inn (2014). Link am Ende des Blogposts. Die Romanvorlage aus dem Jahr 1936 wurde von Daphne du Maurier im Alter von 29 geschrieben. Sie las damals u. a. Autoren wie C. G. Jung, interessierte sich für Mythologien. Ein Subtext von Jamaica Inn, könnte man argumentieren, ist der Konflikt zwischen alten heidnischen Religionen und dem Christentum. Insofern ist es vielleicht nicht ganz ohne Signifikanz dass die Ausstrahlung der dreiteiligen Verfilmung Ostermontag am 21. April beginnt. Schwierig, mehr zu diesem Aspekt der Story zu sagen, ohne deren erstaunliche Wendung zu verraten. Die neue Verfilmung, von der Regisseurin der exzellenten TV-Serie Call the Midwife – Ruf des Lebens, sieht gut aus, wird es jedoch nicht einfach haben, den Vorgänger von 1983 zu übertrumpfen, denn die damalige ITV-Verfilmng mit Jane Seymour war eindrucksvoll, gefiel uns jedenfalls sehr gut. Die Hauptrolle der jungen Mary Yellan, die in den Mooren und im Küstenland von Cornwall in die zwielichtige Gesellschaft von Schmugglern und Strandräubern gerät, wird diesmal von Jessica Brown Findlay gespielt, im obigen Bild zu sehen und Lesern vielleicht als Lady Sybil Crawley aus der TV-Serie Downton Abbey bekannt.

Weitere Info  Der Trailer für Jamaica Inn (2014), BBC-Verfilmung nach Daphne du Maurier. Regie: Philippa Lowthorpe. Mit Jessica Brown Findlay , Sean Harris, Joanne Whalley, Matthew McNulty, Ben Daniels u. a. Ältere Verfilmung Jamaica Inn (1983) kann hier auf YouTube ausgecheckt werden.

By the way  Nice West Country accent. If you want to hear Jessica Brown Findlay’s real accent, here’s an interview with her about  on BBC radio. Also a TV interview with her and director Philippa Lowthorpe

 

Guitar Aficionado is a magazine we hadn't seen before. Nor a hundred year old Gibson Mando-Bass. Though Van Halen's well known. We checked the mag out, it's pretty good. Sort of for people who are into vintage cars as well as guitars

Wir sahen gestern am Zeitungsstand das Magazin Guitar Aficioado das wir noch nicht kannten. Aber der Name Eddie Van Halen ist ein Blickfang, und einen Gibson Mando-Bass von 1912 sieht man selten. Klick für größeres Pic. Wir checkten das Magazin aus, es existiert anscheinend seit eins, zwei Jahren. Es unterscheidet sich von anderen, recht zahlreichen Gitarren-Magazinen insofern dass es nicht so sehr Teenager als Zielgruppe zu haben scheint sondern, anhand der Artikelthemen in dieser Ausgabe, eher Leutchen die neben Gitarren vielleicht auch Vintage Autos sammeln und in ihrer Freizeit vielleicht Golf spielen. Hier ist zum Beispiel ein Artikel über den 2014 Jaguar F-Type V8 S Convertible. Dennoch ist der Schwerpunkt Gitarren, akustische sowie elektrische, und Amps. Nur halt solche die sich der Schreiber dieser Zeilen sich nicht leisten kann. Aber wir lesen solche Sachen ohnehin nur aus Spaß  und um unser Know-how zu erweitern. Ähnlich geht’s wahrscheinlich vielen Leuten die solche Magazine mit einem Glas Bier in der Hand durchblättern. Was Eddie van Halen und sein Vintage-Musikinstrument auf dem Cover anbelangt: Gibsons Mando-Bass wurde Anfang des 20. Jahrhunderts als Begleitung für die damals populären Mandolin-Orchester gebaut. Die übliche Stimmung war, wie ein Bass, EADG. Im Endeffekt konnte sich das Instrument sich nicht gegen den Kontrabass durchsetzten. Ein interessanter Unterschied zwischen den beiden war dass der Mando-Bass aufgrund seiner Besaitung mit Plektrum gespielt werden konnte. Hier ein YouTube-Clip mit einer kurzen Mando-Bass Vorführung. Wobei der Spieler hier weder ein Plektrum benutzt noch den Mando wie vorgesehen aufrecht spielt. Der Großteil des Hauptartikels in Guitar Aficionado handelt allerdings von Van Halens Amps und E-Gitarren. Wie zum Beispiel seine Frankenstrat, die er sich ursprünglich in der Garage seiner Eltern aus verschiedenen Teilen
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Today's Google doodle is a man from Spain. That 's where our blog is based, so we rise to the occasion. The Andalusian philosopher Averroes (1126-1198) is in the top right corner among other Spanish personalities. Also check out a YouTube clip about the team who makes the doodles. Link below

Wir haben bisher keine Google Doodles kommentiert weil das normalerweise Welt, Spiegel, FAZ etc. tun und wir ungern Themen machen die ohnehin in sämtlichen Medien sind. Der heutige Google Doodle erscheint jedoch nicht bei Google Deutschland sondern in Spanien und soweit wir sehen auch bei Google.com. Es ist außerdem eine Persönlichkeit aus Andalusien, wo unser Blog herkommt. Wie der Zufall es wollte, sahen wir gestern einen recht interessanten Videoclip über das Team das die Google Doodles macht, Link folgt, und wollten das gestern schon in einem Blogpost erwähnen, kamen aber auf keine originelle Idee für ein Bild zum Thema, denn einfach das Google Logo oder einen Doodle zu verwenden, erschien zu 08/15. Der heutige Doodle gab uns die Idee, den andalusischen Philosoph Averroës (1126-1198) zusammen mit anderen berühmten spanischen Persönlichkeiten zu zeigen. Der Mann dessen 888. Geburtstag heute ist und der in Córdoba geboren wurde, ist ganz oben rechts im Bild als Statue zu sehen. Wir hatten schon öfters mal überlegt, wer und wie viele Leute an Google Doodles arbeiten. Wir hätten auf zwei oder drei getippt, aber es sind mehr Leute beteiligt. Es ist ein zehnköpfiges Team, hauptsächlich Illustratoren die noch jünger aussehen als man angenommen hatte. Der Aufwand der betrieben wird ist beträchtlich, so wurde zum Beispiel für den 117. Geburtstag der Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin Martha Graham ein Mitglied ihrer Company gebeten, ihre Bewegungen vorzuführen so dass sie aufgezeichnet und per Computer animiert werden konnten. Wir finden es gut dass die Doodles oftmals an Leute erinnern die nicht unbedingt super bekannt oder gerade in Mode sind. In unserem Blog kam es bisher einmal vor dass wir, ohne es im Voraus zu wissen, ein Thema machten das tatsächlich auch in Deutschland zum Google Doodle wurde. Das war zum 225. Geburtstag des Dichters Joseph von Eichendorff, hier der Doodle und hier unser damaliger Blogpost. Nachfolgend der Videoclip über das Google Doodle Team in Mountain View, Kalifornien.

Info  Der Videoclip Behind the Scenes with the Doodle Team auf YouTube / und hier ein deutscher Wiki-Artikel über den Andalusier Averroës (1126-1198)  Pic  We used an excerpt of a Wiki collage of famous Spanish people, you can check out the complete pic and names here

 

It's the birthday of Herbie Hancock. Maiden Voyage (1965) is one of our faves. His piano playing is joined by members of the Miles Davis band, Ron Carter (bass) and Tony Williams (drums). Good cover design by Blue Note artist Reid Miles

Es ist der Geburtstag von Herbie Hancock. Eine meiner Lieblings-LPs von ihm ist Maiden Voyage (1965). Hancock wird von Mitgliedern der Miles Davis Band begeleit. Ron Carter spielt Bass und Tony Williams Schlagzeug. Uns gefällt auch das LP-Cover von Designer Reid Miles, eins von vielen das er für das Jazz Label Blue Note gestaltete. Hier das Titellied des Albums

Komposition & Piano: Herbie Hancock
Aufnahmedatum: 17. März 1965
Ort: Van Gelder Studio, New Jersey
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Ich bin nicht sicher ob der Begriff Konzeptalbum damals gängig war, aber er passt zu Maiden Voyage (1965). Die Lieder sind thematisch verbunden. Der damals 24-jährige Herbie Hancock schrieb in den Liner Notes des Albums, ich übersetzte frei und auszugsweise: Das Meer und seine Lebewesen haben etwas Geheimnisvolles das die Vorstellungskraft von Künstlern inspirierte. Atlantis, die Sargassosee, Meeresungeheuer und Seejungfrauen sind nur einige von vielen folkroristischen Elementen die aus der Erfahrung des Menschen mit dem Meer hervorgegangen sind. Die Musik versucht, die Weite und Erhabenheit des Meers anzudeuten, Den Glanz von Schiffen auf ihrer Jungfernfahrt. Die elegante, verspielte Schönheit von Delfinen, der konstante Überlebenskampf von selbst den kleinsten Meereskreaturen und die ehrfurchtgebietende Zerstörungskraft des Sturms, Nemesis der Seeleute.
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Die Dinge die Hancock in seinen Zeilen erwähnt, spiegeln sich auch in Liedertiteln wie The Eye of the Hurricane, Survival of the Fittest, Dolphin Dance und Maiden Voyage, was Jungfernfahrt bedeutet. Das Titellied wurde als Coverversion von Bands wie Toto und Phish aufgenommen, hier YouTube Clips. Bei Toto übernimmt die Gitarre Melodien die auf der Originalversion von George Coleman (Saxophon) und Freddie Hubbard (Trompete) gespielt werden. Bei Phish ist es eher der Bass der ab Mitte des Lieds die Solofunktion übernimmt. Hancocks Komposition hat viel Potential, in der Tat sehen wir Alben wie Maiden Voyage (1965) als Wegbereiter für das Progressive Rock Genre. Herbie Hancocks nächstes Projekt nach Maiden Voyage war der Soundtrack für den exemplarischen 60er Jahre Film Blow Up (1966). Aber Hancock ließ sich nicht auf spezifische Genres festnageln. In den 70ern nahm er den Jazz-Funk-Klassiker Head Hunters (1973) auf. In der 80ern überraschte er mit dem multimillionen Album Future Shock (1983) und dem Hit Rockit, der als Vorläufer des Electronic Dance Music (EDM) Genres gilt. In 2007 veröffentlichte er die Joni Mitchell Hommage River: The Joni Letters, zehn ihrer Lieder interpretiert von Hancock und Gastmusikern wie Norah Jones, Tina Turner und Wayne Shorter. Herbie Hancock wird heute 74 und wir wünschen alles Gute.
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Photo  info  We used a CD edition, a 1999 reissue remastered by original recording engineer Rudy Van Gelder, with the original liner notes, plus new ones by Bob Blumenthal.

Mehr von uns über Jazzklassiker Die Village Vanguard LPs vom Bill Evans Trio

Avenita Kulturmagazin

 

Nice new ad with a mediterranean setting at harvest time, filmed by Cinema Paradiso director Giuseppe Tornatore. It's for the fragrance Dolce. Soundtrack by Ennio Morricone. We first thought it was Sofia Coppola. It's Canadian Kate King

Giuseppe Tornatore machte mit Cinema Paradiso (1988) einen Filmklassiker über die Magie des Kinos. Jetzt hat er einen Werbespot mit Mittelmeer Location für Dolce & Gabbana gedreht. Mit Soundtrack von Ennio Morricone. Wir dachten zuerst die Hauptdarstellerin wäre Sofia Coppola, was ebenfalls ins Bild gepasst hätte, aber es ist die Kanadierin Kate King. Der Spot ist sehr romantisch gemacht, was zum Produkt passt, ein neues Parfüm namens Dolce. Szene ist Erntezeit auf einem alten Landgut in Sizilien, Giuseppe Tornatores Heimat, was der Sache Au­then­ti­zi­tät gibt. Der Regisseur hatte, wie in Cinema Paradiso, sicher Freude daran, Kindheitserinnerungen von einem einfachen aber glücklichen Lebensstil in ländlichen Gegenden aufleben zu lassen. Dass es um Zitronenernte geht, hat vielleicht eine gewisse Verbindung zum Produkt, vorstellbar dass deren Essenzen in Parfüms verwendet werden. Im Film schaut eine junge hübsche Frau, offenbar die Tochter des Hauses, bei den Arbeitern in den Obstgärten vorbei. Ein junger sympathischer Bursche oben n den Bäumen sieht sie von seiner Leiter aus und ist, verständlicherweise, von ihr angetan. Die Blicke der beiden treffen sich kurz. Der junge Mann nimmt eine Zitronenblüte vom Baum, ruft eins der Kinder die umherschwirren und sagt, hier gib das der Signorina, OK? Das Mädchen läuft los, traut sich dann aber dann nicht, gibt die Blüten an einen Jungen weiter. Der bringt sie zur Ad­res­sa­tin, sagt ihr die sind von dem Typ da oben auf dem Baum. Und während die Lady nach ihm Ausschau hält, gibt der Junge ihr unerwarteterweise einen Kuss auf die Wange. Alle lachen. Wie es weitergeht mit der Signorina und dem jungen Mann im Obstbaum, muss sich der Zuschauer an diesem Punkt selber ausmalen. Für unsere Begriffe, ein gut gemachter Werbespot der in der sizilianischen Provinz Syrakus gedreht wurde und nachfolgend auf YouTube ausgecheckt werden kann.

Info  Giuseppe Tornatores Werbespot für Dolce von Dolce & Gabbana  / und hier unser Blogpost über Tornatores Spielfilmklassiker Cinema Paradiso (1988)

 

Irish hero Cú Chulainn, tied to a standing stone with a sword in his hand, on the cover of Irish Myths and Legends (1965) by Eoin Neeson. Thie legend inspired French hip hop band Manau's song Le chien du forgeron, refering to Cú Chulainn's name The Hound of Ulster, also depicted on the cover

Wir haben ein gutes Buch über irische Sagen aufgegabelt, bekamen es von einem alten Iren der Gälisch konnte, worüber wir ins Gespräch kamen. Auf dem Cover sind Szenen aus dem Leben der Sagengestalt Cú Chulainn, Der sterbende Held ließ sich mit dem Schwert in der Hand an einen megalithischen Stein festbinden, so dass Feinde ihn für lebendig hielten. Hier ein starkes Hip-Hop Lied über Cú Chulainn von der französischen Band Manau

Le chien du forgeron

D´histoire en histoire en cycles de légendes,
il y en a une dans ma mémoire qui restera
parmi les grandes épopées païennes près du pays du clan des landes,
en pleine terre d´Ulster province de l´Irlande.
L´histoire d´un gamin, encore jeune fougueux,
à peine 7 ans, il a déjà le feu dans le bleu de ses yeux.
.
Les druides lui ont prédit un drôle d´avenir,
un choix à faire, la conséquence de son devenir.
Prendre les armes avant sa majorité,
il deviendrait le plus grands des guerriers que cette terre ait porté.
Mais éphémère serait sa vie,
devenir héros de guerre, mourir, avoir son nom dans les écrits.
Le gamin n´hésita pas une seule seconde.
Que ça doit être bon d´être le plus grand guerrier du monde.
.
Doucement viens, rappelle-toi de ce nom.
On l´appelait Cúchulainn, le chien du forgeron.
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Neve 8078 consoles were used for rock classics by Pink Floyd and Steely Dan. A studio famous for the use of the console is Sound City in LA. Here albums like Rumours by Fleetwood Mac and Nevermind by Nirvana were recorded with a Neve 8078. Dave Grohl has made a film about it. Trailer below

Studiotechnik hat selten einen ikonischen Status wie Gitarren á la Fender und Gibson die regelmäßig auf Konzerten und Filmen zu sehen sind. Mischpulte werden in Studios verwendet, selten im Blickfeld von irgendjemandem außer Musikern und Produzenten. Das analoge Neve 8078 Mischpult war jedoch auf so vielen klassischen Rockalben von Bands wie Pink Floyd und Steely Dan, und so hoch geschätzt von Musikern dass es mittlerweile ein begehrtes Sammlerstück ist. Es gibt nur eine begrenzte Anzahl davon, es steckten über 2500 Stunden Handarbeit darin. Deren hohe Qualität zeigt sich mitunter dadurch dass die Mischpulte heute, nach ca. 35 Jahren noch verwendet werden. Analoge Studiotechnik hat immer noch viele Fans unter Musikern, klingt anders als Digitaltechnik. Einer dieser Fans ist Dave Grohl von Nirvana, der zudem eine erfolgreiche Karriere mit seiner Band Foo Fighters aufgebaut hat. Er lernte das Neve 8078 Mischpult bei den Aufnahmen für das mittlerweile 30 millionenfach verkaufte Album Nevermind (1991) kennen. Die Sound City Studios in LA hatten davor mit diesem Mischpult schon Rumours (1977) von Fleetwood Mac aufgenommen, darüber hinaus Alben von Grateful Dead, Neil Young, Tom Petty, Santana, Foreigner u. v. a. Dave Grohl sagte dass Nirvana nie zuvor
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We noticed this extensive advertising campaign in Marbella the other day and checked it out. It's for Violeta, the new plus size line (40-52) from Mango. They're in the Cañada shopping centre of Marbella. Among their models are Robyn Lawley and the Andalusian designer Vicky Martín Berrocal, 41, above

Als wir Samstagmorgen in Marbella waren, fielen uns viele Werbeplakate für das Mango Label Violeta (Größen 40-52) auf. Scheint ziemlich neu zu sein, diese spezifische Werbekampagne hatten wir vorher jedenfalls noch nicht gesehen. Mango ist eine große spanische Firma und wirbt oft mit international bekannten Models wie Kate Moss. Für die Plus Size Linie wirbt mitunter die gut bekannte Australierin Robyn Lawley, siehe Wiki-Eintrag. Wobei solche angeblichen plus size Models für unsere Begriffe völlig normal aussehen. Man fragt sich: Das soll mollig sein? Aber diese Dinge sind ja ohnehin Ansichtssache. Solange man sich in seiner Haut gut fühlt, sollte man das Selbstbewusstsein haben, zu sein wie man ist und nicht den Idealen anderer Leute hinterherlaufen. Ein Vorteil von neuen Läden wie Violeta ist vielleicht dass man nicht Kleiderstangen mit Größen für spindeldürre Teenager durchsuchen muss. Wobei wir uns vorstellen könnten dass die Größen 40-52 in vielen Ländern und Ladenketten zum gängigen Sortiment gehören. Wir haben auch mal bei einem Violeta Laden reingeschaut, machte einen guten Eindruck, hier in Marbella findet man Violeta in einem Shopping Center namens La Cañada, wir schrieben schon vorher einen Blogpost darüber. Die Lady auf dem Plakat das wir fotografierten, war uns ebenfalls sympathisch. Sieht auch ziemlich spanisch aus, dachten wir. Also checkten mal aus wer sie ist: Sie heißt Vicky Martín Berrocal, ist 41, hat ein Kind und arbeitet hauptberuflich als Designerin und Autorin. Sie kommt aus Sevilla. Also eine Andalusierin wie aus dem Bilderbuch die obendrein, so wahr ich hier tippe, sogar mit einem Torero verheiratet ist, und zwar Manuel Díaz, dem Sohn des legendären Toreros El Cordobés. Die Mode die Vicky Martín Berrocal selber designt, ist von der Flamenco-Kultur inspiriert, und die Dame hat ihren eigenen Online Shop. Offensichtlich ein all-round Talent. Nachfolgend ein Link für die Violeta Website, auf der Señora Martín Berrocal besser zu sehen ist als auf unserem obigen Foto. Und auch ein Link für ihre eigene Website.

Website von Violeta by Mango  findet man unter  http://shop.mango.com/ES/violeta   Website von Vicky Martín Berrocal unter  http://tienda.vickymartinberrocal.es/

 

M for mill: Yesterday we visited the 600 year old Molino morisco de los Corchos, in Alhaurín el Grande, about 20 min. drive into the hills above the Costa del Sol. This is where a mile long canal delivers the water from the river Fahala

Wir waren gestern bei einer alten Mühle namens Molino morisco de los Corchos in der Stadt Alhaurín el Grande, oben in den Bergen der Costa del Sol etwa 20 min. Fahrt von der Küste entfernt. Die Mühle ist trotz ihres hohen Alters in gutem Zustand und kann Samstags und Sonntags besichtigt werden. Sie wurde bis ca. 1970 geschäftlich betrieben und bis dahin kaum modernisiert. Deshalb ist die Mühle heute noch randvoll mit alten Maschinen und Werkzeugen, was einen Besuch um so interessanter macht. An Wochenenden ist dort ein Mann namens Miguel, der Sohn des letzten Müllers der dort arbeitete. Er spricht nur Spanisch, hat aber eine gute Art, die Maschinen und ihre Funktionsweise zu zeigen. Fotografieren willkommen. Mühlen sind clevere Konstruktionen und haben, z. B. gegenüber Automotoren, den Vorteil dass man den Verlauf des Arbeitsvorgangs offen sehen kann. Man kann Mühlen, wenn man will, auch eine gewisse philosophische Dimension abgewinnen: Hier wird mit der Kraft der Natur (dem Fluss) ein natürliches Produkt (das Getreide) verarbeitet. Die Mühlsteine kommen aus den umliegenden Bergen, anderen Maschinenteile und Werkzeuge sind aus dem Holz der umliegenden Wälder. Etwas öko-freakigeres als eine alte Mühle findet man kaum. Was keineswegs bedeuten muss dass man etwas gegen moderne Produktionsweisen hat, aber es ist inspirierend zu sehen dass Menschen schon vor Jahrhunderten aus den wenigen Dingen die ihnen zur Verfügung standen, nützliche Dinge machten und sich eine Lebensgrundlage schafften. Heute wird in der Gegend um Alhaurín kaum noch Getreide angebaut, eher Obst und Gemüse. Das das war früher offenbar anders, der Müllerssohn sagte dass es bis in die 1940er Jahre noch sechzehn Mühlen in der Umgebung gab.

Inside, the mill is well preserved, in full working order though not used anymore. On Saturdays and Sundays there's Miguel, the son of the last miller, who shows visitors all the mill machinery and dozens of other tools millers used for their craft

Und in der Tat, nur 300 Meter entfernt von hier sahen wir eine weitere alte Mühle, wenn auch geschlossen und nicht so gut erhalten. Wenn man mit Leuten spricht die damit aufgewachsen sind, erfährt man interessante Sachen. Zum Beispiel hatten früher manche Getreidebauern kein Geld um das Mahlen zu bezahlen. in welchem Fall der Müller als Bezahlung einen Teil des Mehls akzeptierte. So half man sich gegenseitig, beide hatten dann eine Chance, für das Mehl Geld oder zumindest irgend etwas anderes zu bekommen. Reich war in diesen ländlichen Gegenden kaum einer. Im mittleren Foto sieht man im Vordergrund den Mühlstein mit dem Getreide für Tiere gemahlen wurde, z. B. Gerste, und dahinter der Stein (mit einer Holzumrahmung) mit dem der Weizen für Bäcker gemahlen wurde. Letzteres Mehl musste reiner gemahlen werden als Tierfutter. Zu den sprichwörtlich Dutzenden von Werkzeugen eines Müllers gehörten zum Beispiel Hämmer mit denen das Profil der Mühlsteine ausgebessert wurde. Zwischen den zwei Mühlsteinen ist eine Vorrichtung um die die ca. achthundert Kilo schweren Mühlsteine hochzuheben und auszuwechseln: verschiedene Steine für verschiedenes Getreide. Wenn die Steine irgendwann zu dünn, sprich zu abgenutzt waren, wurden sie in den Fußboden der Mühle eingelassen, was gut aussieht. Ein Mühlstein wurde hier sogar als Tisch draußen vor dem Haus benutzt. Diese vordere Seite der Mühle ist im unteren Foto zu sehen. Im oberen Foto, zwischen zwei Apfelbäumen, ist der Kanal mit dem das Wasser die 1,5 km von einem Fluss namens Fahala zur Mühle kommt. Das Wasser fließt sanft, bekommt aber erstaunliche
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It's the birthday of Muddy Waters (1913-1983). We play a song from his blues classic At Newport 1960 and mention an anecdote about this album in Rod Stewart's autobiography. We also recommend the movie Cadillac Records (2008) in which Muddy (played by Jeffrey Wright) plays a major role

Es ist der Geburtstag von Muddy Waters (1913-1983). Der Sänger, Liederschreiber, Gitarrist inspirierte Leute wie Zeppelin, Clapton, Allman Brothers, Stones um nur einige zu nennen. Letztgenannte nahmen sogar ihren Namen von dem Lied Rollin’ Stone das Muddy Waters geschrieben hatte, wenn auch unter seinem gebürtigen Namen McKinley Morganfield. Abgesehen von seinen eigenen Kompositionen, wurden viele Lieder die Muddy Waters als Cover spielte durch ihn erst bekannt und durch sein Arrangement zu Rockklassikern. Auf unserem Musiktipp, dem Livealbum Muddy Waters at Newport 1960 ist zum Beispiel eine starke Version des Bluesklassikers Hoochie Coochie Man. Muddy Waters war der erste der das Willie Dixon Lied aufnahm. Und Muddys Art es zu spielen und zu singen wurde später von Dutzenden von Musikern so gut wie komplett kopiert. Die Version von Eric Clapton, hier ein Clip, ist vom Klang her relativ sanft gespielt. Bei Jimi Hendrix hingegen wird die Verbindung zwischen Muddys Waters Bluesmusik und späteren Genres wie Hard Rock deutlich. Wir mögen die Coverversionen, aber bei Muddy Waters Version in Newport fällt einem auf dass die Kraft dieser Lieder ursprünglich nicht in der Lautstärke sondern in der Struktur lag, also dem Gitarren-Riff, dem Stop / Start  Rhythmus und der Art wie sich Gesang und Instrumente abwechseln, nach dem Schema: ‘A Gipsy woman told my mother’ – da, dah, da da dah – ‘before I was born’…und so weiter. Newport ist auch ein Album das zeigt was
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Here in Spain the movie Noah (2014) starts on April 4. We'll go and see it tomorrow or first chance we get tickets. We also checked out info about the soundtrack and were pleased to see that Patti Smith recorded a song for it. Context seems to be a parent's lullaby for a child. See YouTube clip

Bei uns in Andalusien startet Noah (2014) am 4. April, wenn wir Tickets kriegen, sehen wir ihn morgen. Neben dem Trailer, der gut aussieht, haben wir den Soundtrack ausgecheckt und festgestellt dass Patti Smith ein Lied für den Film aufgenommen hat. Sie wurde weltbekannt mit dem Album Horses (1975), hatte Hits mit Liedern wie Because the Night und ihr Lied für Noah klingt gut

Mercy Is

mercy is
as mercy does
wandering the wild
the stars are eyes
watching you
a breath upon a cloud
two white doves, two white wings
to carry you away
to a land in memory
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There's a Dylan article in the Spanish April edition of Esquire magazine. Different cover than the US edition which had Danny DeVito on the cover. It's not based on a Dylan interview but well written and pretty long, ca. 4500 words, mostly about how Dylan managed to keep his life private

In der hiesigen April Ausgabe von Esquire ist ein längerer Artikel über Dylan, mit einem gut gemachten Cover. Der Artikel erschien in der amerikanischen Februar Ausgabe, die jedoch nicht Dylan sondern Danny DeVito auf dem Cover hatte. Go figure. Die Spanier haben, auch bei früheren Esquire Ausgaben, einen schönen schlichten Stil gewählt, ohne das Cover zu sehr mit Schrift voll zu kleistern. Gracias, señor. Für unseren Geschmack ist allein das Cover 3,50 Euro wert. Wenn Informationen heutzutage mehr oder weniger kostenlos erhältlich sind, ist gute künstlerische Gestaltung um so wichtiger denn damit kann man etwas machen das Leute mit nach Hause nehmen und sammeln wollen, nämlich mehr als nur Worte. Der Artikel ist, mit ca. 4500 Worten, jedoch gut geschrieben  Wir erfuhren darin mehrere Sachen die wir nicht wussten, was für uns einer der Maßstäbe für Artikel und Blogposts ist, uns nervt exzessiver Meinungsjournalismus. Der Artikel erzählt hauptsächlich wie Dylan über die Jahre sein Privatleben geschützt hat. Eine Eigenart die ihn sehr von dem unterscheidet was zur Zeit in Mode ist. Aber Moden kommen und gehen. Auf dem Cover von Esquire (übrigens wieder mal ein Magazin das es mysteriöserweise nicht in Deutschland gibt) bekommt man einen näheren Blick auf ein Gerät das eine Art Markenzeichen für Dylan ist, oder zumindest war: Die Mundharmonika und der Halter der es ermöglicht, Gitarre und Harmonika zugleich zu spielen. Wie hier in einem Clip mit einer Liveversion von Mr. Tambourine Man beim Newport Folk Festival 1964. Wir müssen gestehen dass wir uns als Kids
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