Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Archive for 'Blog'

The 2012 book was introduced as a fictional interpretation of the few facts surrounding Austen's mysterious death. Now there's a BBC radio dramatisation online, link below. It's an adaption by Andrew Davies, a big name among Austen fans. And, sure enough, it's an intriguing, entertaining radio play

Momentan ist ein Hörspiel online über Jane Austen die mit Romanen wie Stolz und Vorurteil berühmt wurde und im Alter von nur 41 Jahren starb. Das Hörspiel beruht auf dem Buch The Mysterious Death of Miss Jane Austen (2012) das als eine fiktive Interpretation der wenigen bekannten Fakten zu Austens Tod vorgestellt wurde. Also ein Roman in dem Fakten und Theorien vermischt werden. Heutzutage keine Seltenheit, und solange solche Geschichten spannend und unterhaltsam sind, haben wir nichts dagegen einzuwenden. Soweit wir sehen, beruht die Story darauf dass Tests an Austens Haarlocken (siehe Buchcover) Spuren einer Arsenvergiftung enthüllt haben. Hätte jemand Interesse an Janes Tod haben können? Wir haben das Buch noch nicht gelesen aber das Hörspiel macht einen guten Eindruck. Die Romanvorlage wurde von Andrew Davies als Hörspiel adaptiert. Der Mann ist unter Austen-Fans gut bekannt, er schrieb die Drehbücher für erfolgreiche Austen-Verfilmungen wie die BBC-Produktion Stolz und Vorurteil (1995) mit Colin Firth, ebenso Emma (1996), Northanger Abbey (2007) und Sinn und Sinnlichkeit (2008). Der in Wales geborene Andrew Davies spielte eine beträchtliche Rolle dabei, Austen ab den 90er Jahren wieder für ein jüngeres Publikum interessant zu machen. Dass Davies und die BBC diesen neuen Krimi um Jane Austen als gediegenes Hörspiel produziert haben, könnte ein Hinweis sein dass über eine Verfilmung nachgedacht wird. Nicht zuletzt weil die PD James Verfilmung Der Tod kommt nach Pemberley, die auch eine Art von Austen-Krimi ist, wenn auch um Elizabeth Bennet, sehr erfolgreich war. Wir lassen uns überraschen und wünschen spannende Unterhaltung beim Hörspiel.

Info  Das BBC-Hörspiel The Mysterious Death of Jane Austen 1. / 5 Episoden, hier Episode 2Episode 3  / Episode 4 und Episode 5  Interview  Hier ein BBC TV-Interview mit der Autorin der Romanvorlage. Sendung verpasst?  Die Sachen werden öfters mal wiederholt, wir machen im Blog darauf aufmerksam

 

We just heard on Andalusian radio that the Flamenco guitarist Paco de Lucía has died at the age of 66. Totally unexpectedly, apparently of a heart attack while playing with his grandchildren on a beach in Mexico. A sad day for his family and Andalusia

Der in Andalusien geborenen Flamenco Gitarrist Paco de Lucía ist offenbar vor wenigen Stunden in Mexico an einem Herzinfarkt gestorben. Im Alter von 66 Jahren. Wir hörten diese Nachricht gerade im spanischen Radio und hofften dass wir irgendetwas falsch verstanden hätten. Wir checkten im spanischen Internet und leider ist es wahr. Sein Geburtsort, die andalusische Hafenstadt Algeciras liegt nicht allzu weit von Marbella entfernt, etwa eine Stunde Fahrt an der Costa del Sol Küstenstraße entlang, Richtung Gibraltar. Paco de Lucía (1947-2014) war der bekannteste Flamenco-Gitarrist der Welt und hatte auch bei jungen aufstrebenden Gitarristen in Andalusien immer noch hohes Ansehen. Trotz seines internationalen Erfolgs sah man ihn hier nicht als einen Musiker der kommerzielle Kompromisse gemacht hat. Er blieb seiner Kunst treu, wenn er mit Leuten wie John McLaughlin, Al Di Meola, Chick Corea und Larry Coryell spielte, war das nicht um Flamenco zu kommerzialisieren sondern um sein musikalisches Vokabular zu erweitern. Paco de Luía hat einige Jahre in Mexico gelebt war aber, soweit wir wissen, wieder nach Spanien zurückgekehrt. Wir nehmen an dass er weiterhin ein Haus in Mexico hatte und dort einen Teil des Jahres verbrachte. Soweit wir bisher in Erfahrung bringen konnten, spielte er zum Zeitpunkt seines Todes am Strand mit seinen Enkelkindern. Auch eins seiner eigenen Kinder war anwesend. Eine der LPs die wir von Paco de Lucía haben ist Fuente y caudal (1973), oben im Foto. Der Albumtitel bedeutet Quelle und Strömung, was sich auf die Flamenco-Musik und ihre Weiterentwicklung beziehen könnte. Das Album enthält das Lied Entre dos aguas (Zwischen zwei Wassern), eine seiner berühmtesten Kompositionen und das erste Lied in dem Flamenco-Gitarre mit elektrischem Bass kombiniert wurde. Das veränderte den Klang des traditionellen Flamenco und schaffte in der Tat eine neue Strömung. Nachfolgend der exzellente Dokumentarfilm Francisco Sánchez – Paco de Lucía (2003) der momentan auf YouTube zu sehen ist. Er ist auf Spanisch, aber auch als 90 min. DVD-Fassung mit englischen Untertiteln erhältlich. Der Film geht zu seinen Wurzeln im andalusischen Alegeciras zurück, und zu den portugiesischen Wurzeln seiner Mutter. Der Künstlername de Lucía war eine Hommage an sie. Zu Beginn des Films sieht man den Gitarristen bei seinem damaligen Leben in Mexico,

Weiteres über die Musik von Paco de Lucía  Ein Deutscher Wiki-Artikel über den Flamenco-Musiker Documentary  Good 90 min. Spanish documentary about Paco de Lucía on YouTube, the DVD edition of Francisco Sánchez – Paco de Lucía (2003) has English subtitles Photo  We used an old Philips vinyl LP of Fuente y caudal (1973), a good album that contains the song Entre dos aguas which was his breakthrough on an international level. Another LP of his we own and recommend is Almoraima (1976)

 

It's the birthday of Ralph Stanley, he's 87 today. In 1951 he and brother Carter Stanley recorded I'm A Man of Constant Sorrow. See clip. For an overview of Bluegrass music we recommend this 2-CD compilation with 50 classic tracks, incl. five from The Stanley Brothers. Click pic to see songs

Es ist der Geburtstag von Ralph Stanley, heute 87 Jahre alt. 1951 nahm er mit seinem Bruder Carter Stanley das Lied I’m a Man of Constant Sorrow auf. Das Stanley Brothers Lied ist ein Klassiker der Bluegrass Musik. Gespielt mit Akustikgitarre, Geige und Banjo. Letzteres ist Ralph Stanleys Hauptinstrument. Siehe Clip.

 I’m a Man of Constant Sorrow

I am a man of constant sorrow
I’ve seen trouble all my days
I bid farewell to old Kentucky
The place where I was born and raised
For six long years I’ve been in trouble
No pleasure here on earth I find
For in this world I’m bound to ramble
I have no friends to help me now
It’s fare thee well my own true lover
I never expect to see you again
.
For I’m bound to ride that Northern railroad
Perhaps I die upon this train
You can bury me in some deep valley
For many years where I may lay
Then you may learn to love another
While I am sleeping in my grave
Maybe your friends think I’m a just stranger
My face you’ll never see no more
But there is one promise that is given
I’ll meet you on God’s golden shore
.
Man of Constant Sorrow ist eins von fünf Liedern der Stanley Brothers auf der Bluegrass-Kompilation oben im Bild. Ein 2-CD-Set den wir empfehlen. Gut um einen Überblick zu kriegen. Viele Bluegrass-Ikonen der ersten Generation sind vertreten: Jim and Jesse and the Virginia Boys, Reno and Smiley, Jimmy Martin and the Osbourne Brothers, Mac Wiseman, Lester Flatt and Earl Scruggs, The Lonesome Pine Fiddlers und viele mehr, natürlich auch Bill Monroe, der oftmals Vater der Bluegrass Musik genannt wird. Es ist folkige, akustische Musik die trotz der einfachen Aufnahmetechnik gut klingt. Diese Musik hatte einen enormen Einfluss auf Country und Musiker anderer Genres. Der junge Bob Dylan zum Beispiel
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We checked out Rick Yancey's novel The 5th Wave yesterday (as audiobook, up to narrator change) and it does seem like good material for a movie. We gather that Tobey Maguire is involved in the production. Check the book trailer below

In Deutschland ist Rick Yancey durch seinen Roman Der Monstrumologe bekannt. Sein neues Buch Die Fünfte Welle (2013) wird von Tobey Maguire verfilmt. Wir haben The 5th Wave, so der Originaltitel gestern als Audiobook ausgecheckt. Ziemlich spannend gemacht. Buch-Trailer am Ende des Blogposts. Es geht um eine außerirdische Invasion der Erde. Wie auch Stephenie Meyers Seelen und Suzanne Collins’ Die Tribute von Panem wird Die Fünfte Welle als Jugendliteratur bezeichnet. Yanceys Story hat auch eine gewisse Ähnlichkeit mit zuvor genannten Büchern und Filmen. Yanceys Hauptfigur ist die 16-jährige Cassie die als selbstbewusste, erwachsene Persönlichkeit rüberkommt. Wir schätzen dass die Story, die als Romantrilogie geplant ist, gleichermaßen von Teenagern und Erwachsenen gelesen wird. Es ist aus unserer Sicht definitiv kein Buch für kleinere Kinder denn es ist voller apokalyptischer Weltuntergangsszenen bei denen die Menschheit auf ein paar Hunderttausend Überlebende reduziert wird. Der Begriff Jugendliteratur ist ein flexibler Begriff, wir selber haben als Teenager mit 15, 16 Jahren Romane wie Orwells 1984 und Hermann Hesses Steppenwolf gelesen, aber durchaus auch Bücher wie Narnia. Die Grenzen zwischen Erwachsenen- und Jugendliteratur sind nicht immer klar. Und vielleicht ist das gut so. Wir schätzen, das Genre das auf Englisch Young Adult genannt wird, gibt Autoren die Chance, Abenteuerromane zu schreiben ohne dass ihnen dabei vom Feuilleton die kritische Messlatte von Literatur angelegt wird. Eigentlich ganz gut, denn welche Bücher in Zukunft als Klassiker gelten, wird Gott sei Dank nicht vom Feuilleton entschieden. Eine von Yanceys Inspirationen war eine Warnung des englischen Astrophysikers Stephen Hawking der sagte:
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We found a nice old photo of the legendary Rainbow Theatre in London. Here's a small selection of bands that played there, more after the break. The Art Deco building was a cinema in the 1930's More spacious than it looks. Band played to crowds of ca. 3000. Classic live albums and films were made there

Wir haben ein schönes altes Foto von Londons Rainbow Theatre gefunden. In den 1930ern als Kino namens Astoria im Art déco Stil gebaut, später Bühne für so ziemlich jede gute Band der Welt. Folgende Dates aus den 70ern sind nur eine kleine Auswahl. In den 50er Jahren spielten dort Leute wie Eddie Cochran, Dave Brubeck. In den 60er Jahren Count Basie, Sinatra, Louis Arnstrong, Beatles…und dann kam Progrock. Fans werden die Alben links im Bild kennen.

1972
14. Januar – Yes
26. Februar – The Steve Miller Band
17 – 19. Februar – Pink Floyd
1. Juli – Deep Purple
17. September – Stephen Stills & Manassas
18. November – Wishbone Ash
13. Dezember – King Crimson
14 – 16. Dezember – Yes
.
Wir hören beim Anblick dieser Konzertdaten einige Leser seufzen und wünschen, in der Nähe dieses alten Kinos gelebt zu haben. Im zweiten Teil des Blogposts kommt es fast noch dicker. Das Rainbow Theatre muss für Musiker etwas Attraktives gehabt haben. Eine gute Atmosphäre, vielleicht eine gute Akustik, vielleicht war die Kapazität von etwa 3000 Leuten gerade richtig. Es kommt ja ein Punkt wo Bands in riesigen Hallen kaum noch einen Draht zum Publikum haben. Pink Floyd wählten das Rainbow um im Februar 1972 erstmals einen Liederzyklus zu spielen und entwickeln der, damals noch Eclipse genannt, später als Dark Side of the Moon (1973) veröffentlicht werden sollte. Im Clip eine frühe Fassung von Time. Die Progrock-Band Yes spielte Dezember 1972 im Rainbow Lieder die auf dem Livealbum Yessongs (1973) zu hören sind, und drehte dort sogar einen Konzertfilm, hier ein Clip auf YouTube. Genesis spielten Februar 1973 im Rainbow erstmals das Album Foxtrot (1973). In den folgenden Jahren spielten im Rainbow sogar einige deutsche Bands, können Sie erraten welche? Lassen Sie sich von Konzertdaten in Teil 2 überraschen.
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Even though Timothy Leary claimed to have been inspired by Cary Grant, the actor was not part of 60's counterculture. He came into contact with LSD, at a time when it was legal and in fact tested by government scientists, through his wife Betsy

Dieser Blogpost bezieht sich auf die Biografie Cary Grant. In Name Only (2003). Obwohl Timothy Leary angab dass er von Cary Grant inspiriert wurde, war der Schauspieler, der vielleicht größte Filmstar aller Zeiten, nicht Teil der 60er Jahre Hippiekultur, bei der LSD eine beträchtliche Rolle spielte. Grant kam viel früher in Kontakt mit der Substanz, als sie noch legal war, in der Tat von der US-Regierung an bezahlten Probanden getestet wurde. Daraus entstanden im Rahmen des Kalten Krieges unzählige Verschwörungstheorien. Aber Tatsache ist dass Cary Grant LSD-25 nicht von irgendwelchen Spionen sondern von niemandem anders empfohlen bekam als seiner Ehefrau Betsy Drake. Deren Bekanntschaft mit dem Halluzinogen wiederum hatte eine Verbindung mit dem berühmten Seeunglück der Andrea Doria. Betsy Drake hatte Cary Grant 1956 in Spanien bei den Dreharbeiten für Stolz und Leidenschaft (1957) besucht, den Grant dort mit Frank Sinatra und Sophia Loren drehte. Seine Frau nahm dann im Juli 1956 das Schiff zurück nach Amerika. Die Andrea Doria kam nie an, Dutzende von Passagieren starben. Betsy Drake überlebte, brauchte aber aufgrund der dramatischen Erfahrungen bei dem Schiffsunglück psychologische Betreuung. Sie hatte zu einem früheren Zeitpunkt schon Hypnose als therapeutisches Mittel für sich entdeckt. Diesmal suchte sie Dr. Mortimer Hartman auf, der in den 50er Jahren, mit Lizenz der US-Regierung, Experimente auf dem Feld der Psychoanalyse unternahm und die Effekte von LSD-25 erforschte. Sie empfand die therapy sessions als positiv und überredete ihren Ehemann, daran teilzunehmen. Cary Grant schätzte später dass er über einen Zeitraum von drei Jahren an etwa hundert Sessions mit Doktor Hartman teilgenommen hatte, hauptsächlich in Los Angeles aber auch in England wo Grant die Komödie Indiskret (1958) drehte. Dort gab es ein Landhaus, sagte er später, wo man die ganze Woche
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There's rugged beauty and mystery in the paintings of Andrew Wyeth (1917-2009). His painting Wind from the Sea (1947), above, is part of the story behind his famous painting Christina's World (1948). From this window he saw the remarkable lady in the meadow. Check the BBC TV documentary. Link below

Andrew Wyeth (1917-2009) ist einer der beühmtesten amerikanischen Maler des 20. Jahrhunderts. Das Link für das TV-Doku über ihn folgt am Ende des Blogposts. Speziell eins seiner Bilder hat ikonischen Status. Es wird in Science Fiction Werken zitiert, zum Beispiel in Arthur C. Clarkes Romanfassung von 2001: Odyssee im Weltraum, ebenfalls in dem Tom Cruise Spielfilm Oblivion (2013). Auch Stephen King erwähnt das Bild in seiner Fantasy-Saga Der Dunkle Turm. Wir haben das Bild um das es geht, absichtlich nicht als Illustration für den Blogpost verwendet denn wir wollten es erst kurz vorstellen, weil man es dann mit anderen Augen sieht, vielleicht etwas genauer hinschaut. Das Bild, links, das wir stattdessen verwenden, hat jedoch eine direkte Verbindung. Nämlich, als Andrew Wyeth Wind from the Sea (1947) malte, sah er von diesem Fenster aus Christina zum ersten Mal. Zumindest zum ersten Mal auf die besondere Art in der sie in ihrer Welt lebte und sich bewegte. Die Frau war gelähmt, sie konnte sich auf den Feldern ihres Bauernhofs nur noch bewegen indem sie auf dem Boden herumrobbte. Das kann man auf den ersten Blick nicht wissen, in der Tat, das Bild wirkt auf Anhieb sogar wie eine ziemlich idyllische, wenn auch etwas geheimnisvolle Szene. Die Ambivalenz des Bildes, die Tatsache dass Dinge nicht unbedingt so sind wie sie auf den ersten Blick wirken, ist vielleicht einer der Gründe warum Leute wie Clarke und King das Bild Christina’s World (1948) zitiert haben. Der Maler Andrew Wyeth kam schon in den frühen 1940er Jahren auf Sommerferien mit seiner Familie als Mieter zum Olson House an der der Nordostküste von Maine, wo die unverheiratete Christina Olson zusammen mit ihrem Bruder lebte. Es war eine urig-schöne aber auch ziemlich karge Selbstversorger-Existenz. Die Leute hatten bis in die 50er Jahre keinen Strom, sammelten von ihrem Dach Regenwasser zum Trinken. So lebten
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Here in Andalusia the almond blossom time has started, lovely colours varying from snowy white to Pretty in Pink. A photo we took last week. The tree has inspired artist, like Van Gogh. It also has mythological connotations. According to the Book of Exodus the almond tree inspired the shape of the menorah

Bei uns in Andalusien blühen jetzt die Mandelbäume, links ein Foto das wir vor ein paar Tagen machten. Die Bäume variieren in Farbtönen von schneeweiß bis rosa, und in allen möglichen Mischungen. Eine natürliche Intensität,  wir haben das Foto nicht bearbeitet. Dieser Kandidat war definitiv Pretty in Pink, und übrigens voll mit Bienen. Wir hatten gehofft dass eine davon genau vor die Linse fliegen würde aber die Tierchen waren so total beschäftigt dass sie nicht das geringste Interesse an uns hatten. Die Erntezeit folgt im Sommer. Spanien ist ein großer Mandelproduzent, weltweit die Nummer Zwei, nach USA, und vor Ländern wie Iran, Italien, Marokko, Syrien, Türkei…die Liste zeigt dass der Mandelbaum eine starke Verbindung mit dem Mittelmeerraum und dem Nahen oder Mittleren Osten hat. Ähnlich wie Olivenbäume, haben Mandelbäume auch jahrtausendealte mythologische Verbindungen. Der Mandelbaum wird zum Beispiel mehrmals in der Bibel erwähnt, war offenbar sogar das Vorbild für die Menora. So bekommt im 2. Buch Mose selbiger Mann bezüglich des Designs der Menora den Auftrag: ”…Jeder Arm soll drei Kelche wie Mandelblüten haben mit Knäufen und Blumen. So soll es sein bei den sechs Armen an dem Leuchter. Aber der Schaft am Leuchter soll vier Kelche wie Mandelblüten haben...”. Man muss nicht religiös sein um nachvollziehen zu können dass der
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50 years ago the jazz / bossa nova album Getz/Gilberto (1964) came out. Big hit, not just at cocktail parties on Madison Avenue. Still sounds good. Check out The Girl from Ipanema. And a BBC radio programme about Stan Getz (1927-1991)

Das Album wurde im März 1964 veröffentlicht, hatte weltweiten Erfolg und ist heute noch in der Top-10 der meistverkauften Jazz-Alben aller Zeiten. Nach manchen Rechnungen sogar die No. 2, hinter Kind of Blue (1959) von Miles Davis. Hier ein YouTube Clip vom berühmtesten Lied

The Girl from Ipanema

‘Tall and tan and young and lovely,
The girl from Ipanema goes walking
And when she passes, each one she passes goes, “Aaah…”

.
When she walks, she’s like a samba
That swings so cool and sways so gently
That when she passes, each one she passes goes, “Aaah…”

.
Oh, but he watches so sadly -
How can he tell her he loves her?
Yes, he would give his heart gladly,
But each day when she walks to the sea,
She looks straight ahead – not at he…’

So weit ein Ausschnitt von den Lyrics, eine englische Übersetzung vom portugiesischen Originaltext. Der Strand von Ipanema ist in Rio de Janeiro, dort inspirierte die damals19-jährige Heloísa die Komponisten Vinicius de Moraes (Text) und Antônio Carlos Jobim (Musik). Der Text ist verträumt, die Musik ist relaxed…das kam gut an. Wir vermuten, davon fühlten sich besonders Leute angesprochen die damals schon ein kleines bisschen zu alt waren um sich als Teil der Jugendkultur á la Beatles, Dylan und
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The fairytale has been filmed by Jean Cocteau whose La Belle et la Bête (1946) is an all time classic. Disney's 1991 animated version has also been acclaimed. Now there's a brandnew version of Beauty and the Beast (2014) with Vincent Cassel and Léa Seydoux (pictured). French and German trailers below

Die Märchenverfilmung La Belle et la Bête (1946) von Jean Cocteau ist ein Klassiker. Auch der Disney Zeichentrickfilm von 1991 hat viel für sich. Jetzt gibt es einen brandneuen Kinofilm mit Léa Seydoux (als Belle) und Vincent Cassel (als Biest / Prinz). Siehe deutschen Trailer für Die Schöne und das Biest (2014) am Ende des Blogposts. Neuverfilmungen von Märchen sind im Kino momentan sehr angesagt. Und anhand des Trailers ist dies eine aufwendige und gut aussehende Produktion. Wir lasen in einem französischen Interview einen interessanten Kommentar des Regisseurs Christophe Gans über den Kern dieses Märchens. Er sieht die Wurzeln von Die Schöne und das Biest in den römischen und griechischen Mythen von Ovids Metamorphosen. Wir vermuten er bezieht sich hier auf Elemente wie die durch Diana hervorgerufene Verwandlung von Aktaion in einen Hirsch. Im Drehbuch, an dem Gans als Autor beteiligt war, gibt es auch Parallelen zwischen Belle und Charlotte Brontës
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We found an old bridge in Alhaurín el Grande. Over a 100 years old. Part of the Málaga-Coín Railway (1913-1965). It's known by locals but not tourists. As not visible from main road. There was talk of restoring it as part of a rural walking scheme. Good, because the whole area is beautiful

Wir haben gestern durch Zufall eine schöne alte Eisenbahnbrücke entdeckt. Über hundert Jahre alt. Unser Foto links ist möglicherweise das erste im deutschen oder englischsprachigen Netz. Die Brücke ist jedoch unter spanischen Eisenbahn-Fans in der Provinz Málaga bekannt und dadurch konnten wir im Nachhinein ein paar extra Infos darüber finden. Wir mussten gestern etwas in der Stadt Fuengirola an der Costa del Sol erledigen. Wegen des guten Wetters entschieden uns, anstatt die schnelle Küstenstraße zu nehmen, ein bisschen die Berge hoch über die Stadt Alhaurín el Grande zu fahren. Die A-7053 die dort hochführt ist eine Traumstrecke mit Bergpanorama, ca. 20 min. Fahrt. Wir fuhren durch die Stadt, verpassten aber die leicht übersehbare Abbiegung nach Fuengirola und probierten die nächste Abfahrt an einem Kreisel. Das war ein schmaler steiler Weg der nur noch zu ein paar Bauernhöfen führte und wir wollten gerade umdrehen als wir die Brücke sahen. Wir wurden neugierig und machten ein paar Fotos, glücklicherweise eins mit einer Perspektive die fast perfekt zu einer alten Aufnahme passt die wir später fanden. Wir dachten auf Anhieb nicht dass die Brücke ganz so alt wäre. Aber während wir knipsten, kamen zwei Autos vorbei und wir quetschten die Leute ein bisschen aus. Einer konnte sich noch erinnern als Kind Züge gesehen zu haben. Beide sagten die Brücke sei
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In a 1750 BC Babylonian tablet the Noah figure Atrahasis is told by god Enki to build a round shaped ark from wooden ribs and bitumen-covered coiled rope. A long one. The lenght of the rope that's stated is the equivalent of ca. 600 km. Hear the interview with Assyriologist Irving Finkel on BBC radio. Link below

Ein BBC-Interview ist online mit dem Assyriologen Irving Finkel der auf einer babylonischen Tontafel aufsehenerregende Verbindungen zur biblischen Sintflut gefunden hat. Link zum Interview folgt am Ende des Blogposts. Wir fassen einige Kernpunkte zusammen. Das Gilgamesch-Epos aus dem zweiten Jahrtausend v. Chr. ist natürlich schon seit 150 Jahren bekannt und wurde von dem Engländer George Smith (1840-1876) entdeckt. Irving Finkel sagt dass diese Entdeckungen damals vielerorts zu einer Art Glaubenskrise führten. Denn auf einmal existierte ein älterer Vorläufer für das was bis dahin als alleiniges biblisches Wort Gottes angesehen wurde, Eine Krise die heute nicht so leicht nachzuvollziehbar ist, denn aus unserer Sicht spricht es eher für die Relevanz von Überlieferungen wie der von Noah und der Flut wenn sie in verschiedenen Zeiten und Orten erwähnt werden. Das besondere an der Tontafel die Finkel entziffert hat, ist dass hier bemerkenswerte und bisher unbekannte Details zum Bau der Arche erwähnt werden. Die Keilschrift auf der Tafel stammt von 1750 v. Chr. und ist somit rund Tausend Jahre älter als die ersten biblischen Dokumente, sagt Finkel. Aber wie sind babylonische Mythen aus dem heutigen Irak in die Bibel eingeflossen? Finkel glaubt, das Verbindungsglied war die Zeit des Babylonischen Exils. Um zur Arche zu kommen: Die wird in der neu entzifferten Tontafel nicht in ihrer bisher bekannten länglichen Form beschrieben, die modernen Schiffen ziemlich ähnlich ist und nach biblischen Vorgaben sogar schon nachgebaut wurde, hier ein Foto. Die babylonische Arche wird als rund beschrieben. Das konsterniert auf Anhieb, wir dachten dabei an die Form eines Kochtopfs der auf dem Wasser herumwackelt. Was bei einer Flutkatastrophe nicht unbedingt unsere erst Wahl für ein Fluchtfahrzeug wäre. Aber es gibt mancherorts, wie zum Beispiel in Wales, tatsächlich runde. kiellose Boote die auf einem uralten Design beruhen. Sie wurden schon von Julius Cäsar erwähnt. Erstaunlicherweise sind diese Coracles solange sie dicht sind sogar sehr stabil auf dem Wasser, praktisch unsinkbar. Coracle ähnliche Boote gibt und gab es auch in anderen Teilen der Welt, obiges Foto zeigt ein altes Boot aus Tibet. Und es gab sie auch in Mesopotamien, wo sie laut Finkel gängiges Transportmittel auf den Flüssen Tigris und Euphrat waren. Walisische Coracles bestanden meist aus Ästen die mit Tierfellen bespannt wurden. Davon ist in der babylonischen Tontafel jedoch nicht die Rede. Hier bekommt die Noah-Figur Atrahasis von dem Gott Enki den Auftrag, das Gerippe des Boots mit einem Seil zu bespannen das in Bitumen getränkt ist. Ein erstaunliches Detail dabei ist dass auf der Tontafel angegeben wird was für eine Seillänge nötig ist um das Bootgerippe zu umwickelen und abzudichten. Nach heutigem Maß etwa 600 Kilometer an Seil.

Infos  Das BBC-Interview mit dem Assyriologen Irving Finkel, dessen Buch The Ark Before Noah: Decoding the Story of the Flood (2014) vom Verlag Hodder & Stoughton veröffentlicht wurde

 

We got a nice old photo of a Volvo P1800. Like a scene from Mad Men. We looked up some anecdotes about this Swedish classic. Amongst others, in the autobiography of Roger Moore who used to drive the P1800 in the 60's TV series The Saint

Wir haben ein schönes altes Foto von einem Volvo P1800 gefunden. Zusammen mit dem 60er Jahre Kleidungsstil wirkt es wie eine Szene aus Mad Men. In der US-Serie werden allerdings keine Volvos gefahren. Aber dafür war der kultige schwedische Sportwagen Roger Moores Auto in der englischen TV-Serie The Saint, die in Deutschland unter dem Titel Simon Templar lief. Hier ein TV-Clip mit P1800. Wir haben dazu einen Blick in die Autobiografie des Saint Darstellers Roger Moore geworfen. Er schreibt dass die Produzenten ursprünglich einen Jaguar wollten. Der Saint Produktionsmanager Johnny Goodman rief bei der Firma in Coventry an und erklärte dass sie zwei Jaguars für die Serie bräuchten und dass dadurch viel Publicity für Jaguar entstehen würde. Daraufhin sagte man ihm: Wozu brauchen wir Publicity? Wir haben 250 Millionen Pfund an Aufträgen die wir kaum erfüllen können. Ende des Gesprächs. Goodman blätterte einige Autozeitschriften durch und zeigte Roger Moore dann den Volvo P1800. Er fand ihn ‘terrific’ und nach der Anfrage bei Volvo hatten die Filmemacher in Kürze zwei P1800s vor der Tür stehen. Volvo erneuerte die Wagen zudem jedes Jahr, so dass im Endeffekt um die zwölf P1800s in der Serie gefahren wurden. Roger Moore fuhr den Wagen damals auch privat. Der P1800 wurde nur von 1961 bis 1973 produziert und, mit insgesamt weniger als 50.000 Stück, nicht im gigantischen Umfang. Aber dennoch fahren heute noch ziemlich viele davon herum. In der Tat, ein Volvo P1800S hält zur Zeit den Kilometerrekord für PKWs. Dieser Wagen aus dem Jahr 1966 ist mittlerweile über 4,8 Millionen Kilometer gefahren. Ein New Yorker namens Irvin Gordon fährt den Volvo seit 47 Jahren ohne größere Reparaturen. Hier ein Film-Report davon. Neulich in der Times schrieb Autojournalist Jeremy Clarkson dass neue Volvos zwar ganz gut aber zu teuer seien. Unser Kommentar dazu: Vielleicht halten Volvos etwas länger als das eine oder andere englische Automodell, Mr. Clarkson.

Weiterführende Infos  Ein deutscher Wiki-Artikel über den Volvo P1800 Sportwagen Photo  We got that from an old magazine. When you click and enlarge the pic you see, by the lettering on the wall, that it was taken in front of a US embassy. Possibly but not necessarily in Sweden. And if so, the address must long have changed. If someone recognises the building, let us know. We’ll add that information to the blogpost.

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Jeff Beck is on tour this spring. Concerts in Britain, Ireland, Holland, Belgium, France, Germany... Also a new album in the works. Until then we play one of our fave tracks of his. The song Nadia, check the clip, is actually a Sanskrit song. We also link the original by Nitin Sawhney which is beautiful too

Jeff Beck ist diesen Frühling auf Tour, deutsche Dates folgen am Ende des Blogposts. Ein neues Album ist ebenfalls in Arbeit. In der Rolling Stone Magazin Liste der 100 besten Gitarristen ist Jeff Beck in der Top-5. Stimmen wir zu. Er hat nicht nur atemberaubende Spieltechnik, sondern ist auch jemand der nach neuen musikalischen Ausdrucksformen sucht. Wir hatten das Glück ihn vor Jahren mal live zu sehen, war stark – aber heurzutage klingt er fast noch besser. Eins unserer Lieblingslieder ist Nadia, ursprünglich ein indisches Sanskrit Lied das Jeff Beck in eine Fassung für E-Gitarre und Rockband übertragen hat. Hier ein Live-Clip

Nadia – Jeff Beck

Liveaufnahme von November 2007
Veröffentlicht als Album, DVD, Blu-ray
‘Live at Ronnie Scott’s’ (2008)
.

Was an Jeff Becks Gitarrenstil gleich auffällt ist dass er, anders als die meisten E-Gitarristen, ohne Plektrum spielt, also nur seine Finger benutzt um die Gitarrensaiten zu bearbeiten. Und auch dass er viel den Tremoloarm der Gitarre benutzt. Am Anfang des Lieds spielt er zudem im Slide-Gitarrenstil, hat ein Röhrchen am Finger der linken Hand, wodurch ein gleitender Klang entsteht der mikrotonale Intervalle einbezieht. Etwas das, soweit wir wissen, auch in indischer Musik der Fall ist. In einem Interview lasen wir dass Jeff Beck es nicht leicht fand, die Melodien klassischer indischer Musik
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It's the birthday of Laura Ingalls Wilder (1867-1957) author of the Little House books. 1974 the TV series started, with Melissa Sue Anderson, above, as Mary. In the books many folk songs are quoted, like Green Grows the Laurel. Check Sandy Denny's version. We'd like a remake with a T Bone Burnett soundtrack

Es ist der Geburtstag der Autorin Laura Ingalls Wilder (1867-1957). Einige Leser werden sich an die TV-Serie nach ihren Büchern erinnern. Unsere kleine Farm lief ab Mitte der 70er bis in die Mitte der 80er Jahre. Um die Erinnerung aufzufrischen, haben wir haben uns gestern die allererste Episode A Harvest of Friends vom 11. September 1974 auf DVD angesehen. Die hieß auf Deutsch Das neue Land und gefiel uns besser als der Pilotfilm der etwas früher, vor fast genau 40 Jahren gezeigt wurde. Links im Bild, ein Foto von Melissa Sue Anderson in der Rolle von Mary, einem der drei Mädchen der Ingalls-Familie. In der dritten Staffel, in der Episode Mary erblindete sie. Laura Ingalls Wilders Schwester Mary erblindete auch in Wirklichkeit. An einer Kinderkrankheit, wahrscheinlich Scharlach, wofür es damals keine Antibiotika gab. Die Bücher haben einen dokumentarischen Charakter, basieren auf Erlebnissen der Ingalls-Familie und ihrem Prairie-Leben in den 1870er Jahren. Die Autorin wurde neunzig Jahre alt und konnte über ein vergangenes Zeitalter schreiben. Die Familie baute sich Blockhäuser, hier ein Bild davon, reiste im Planwagen durch die Prairie von Kansas, damals noch Indianerland. An einem Ort wo die Familie lebte, in Walnut Grove, Minnesota, gibt es ein Museum, hier ein Foto. Die Pionierzeiten des 19. Jahrhunderts haben durch Filme, Western etc, einen mystischen Status. Aber Laura Ingall Wilders Bücher sind sachlich, ohne Pathos geschrieben, enthalten viele Details über Landleben, und auch kulturelle Dinge. Wir sahen obiges Buch Little House in the Prairie, das dritte von 9 Büchern, nochmal durch um für den Blogpost ein, zwei interessante Beispiele herauszusuchen. Dabei fiel uns auf dass viele alte Folk songs in den Büchern zitiert werden. Daddy Ingalls spielte ja Geige, und zu Zeiten ohne Radio hatte selbstgemachte Musik ein hohen Stellenwert. Allein in diesem Band kommen sechs Folk songs vor, einer davon ist Green Grows the Laurel, ein alten schottisches Volkslied. Wir checkten es aus und es gibt eine schöne Version von Sandy Denny, eine unserer Lieblingssängerinnen. Hier
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We just heard the new Lana Del Rey song Once Upon A Dream. Sounds pretty good. Check the clip. It's for the upcoming Disney movie Maleficent (2014) a live action remake of Sleeping Beauty

Die Musikerin Lana Del Rey singt auf dem Soundtrack des kommenden Disney-Films Maleficent – Die dunkle Fee (2014). Clip folgt. Das Lied Once Upon A Dream erschien auch in der ersten Disney-Verfilmung des Märchens, dem Zeichentrickfilm Dornröschen (1959). Dort klang das Lied noch fröhlich, hier die alte Version. Der neue Film ist düsterer, ein Live-action Film mit Angelina Jolie in der Titelrolle der dunklen Fee die das neugeborene Kind Aurora, das spätere Dornröschen, dazu verflucht, sich mit sechzehn Jahren an einer Spindel zu stechen. Der neue Film holt jedoch weiter aus, zeigt die Vorgeschichte von Maleficent, und wie Erlebnisse in ihrer Jugend das Verlangen nach Rache begründen. Hier ein Film-Trailer, mit dem Lied von Lana Del Rey.

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Once Upon A Dream

‘I know you, I walked with you once upon a dream
I know you, the look in your eyes is so familiar a gleam
Yet I know it’s true that visions are seldom all they seem
But if I know you, I know what you’ll do
You’ll love me at once, the way you did once upon a dream…’

Lana Del Rey hat es geschafft, dem alten Lied, das auf Tschaikowskys Ballett Dornröschen (1890) beruht, eine dunklere Stimmung zu verleihen. Das ist ihr eigener Stil, sie ist nicht jemand dessen Musik völlig von Produzenten-Teams vorgefertigt wird. Soweit wir wissen, wurde sie von Angelina Jolie persönlich gebeten das Lied zu singen. Und es passt ganz gut zum visuellen Stil des Films. Der wiederum ist wohl von Peter Jacksons Tolkien-Verfilmungen beeinflusst. Oben im Bild ist die Schauspielerin Elle Fanning die als Aurora zum ersten Mal in ihrem Leben ein Spinnrad sieht. Vorsicht! Etwas das uns im obigen Trailer erst beim genaueren Hinsehen auffiel, ist das die Armee der Hexe Malefiz aus einer anthropomorphen Dornenhecke besteht. Eine interessante Weiterentwicklung des Dornen-Motifs aus dem Märchen.

Weitere Infos  Deutscher Wiki-Artikel über den Disney Spielfilm Maleficent – Die dunkle Fee (2014) mit Angelina Jolie, Elle Fanning u. a.  Kinostart: Ende Mai 2014. Kinoposter ist im englischen Artikel zu sehen

 

Ten years ago today, on the 4th of Feb. 2004 Facebook was founded. Considering that we didn't have particulary strong feelings for or against the company, we found the movie The Social Network (2010) surprisingly entertaining. It's a good story

Heute vor 10 Jahren, am 4. Februar 2004 wurde Facebook gegründet. Was immer man von der Firma hält, die rasante Entwicklung des sozialen Netzwerks ist faszinierend. Wir fanden David Finchers Spielfilm über die Entstehung von Facebook ziemlich gut, waren fast überrascht dass er uns gefiel denn Facebook ist eigentlich nicht etwas zu dem wir eine ausgeprägte Meinung pro oder contra haben. Für uns gilt, wenn sich auf dem Marktplatz der Ideen etwas durchsetzt dann hat es etwas Nützliches an sich. Und niemand zwingt einen, es zu benutzten. Der Film beschäftigt sich nicht besonders mit technischen Dingen, man muss kein Computerprogrammierer sein um der Handlung zu folgen. Der Film zeichnet ein Bild von Mark Zuckerberg als Mensch, und wir wissen nicht genau wie sehr das zutrifft. Aber der Mann wird weder glorifiziert, noch als schlecht dargestellt sondern als eine komplexe Persönlichkeit die für uns einigermaßen plausibel rüberkommt. Wie des öfteren bei jungen erfolgreichen Firmengründern der Fall, wirkt Zuckerberg, gespielt von Jesse Eisenberg, im Film sehr intelligent und…etwas abgehoben, auf eine Art wie Leute die bei einem Gespräch nicht ganz beim Thema zu sein scheinen weil sie im Kopf schon längst
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A BBC radio dramatisation of the Wilkie Collins classic The Woman in White (1859) is online. A four hour production. Link below. One of the novels that founded the detective genre. There's also links for BBC TV adaptions from 1982 and 1997

Die Frau in Weiß (1859) gehört zu den Romanen die das Krimi-Genre gründeten. Wilkie Collins hatte mit dieser geheimnisvollen, romantischen Geschichte enormen Erfolg. Damals benutzten sogar Hersteller von Kleidern und Parfüms den Namen The Woman in White als Werbung für ihre Produkte. Der englische Politiker William Gladstone verschob angeblich die Feier für eine Theateraufführung um das Buch zu Ende zu lesen. Der Roman, den Charles Dickens episodenweise in seinem wöchentlichen Magazin All the Year Round veröffentlichte, war ein Phänomen. Wir haben uns den ersten Teil des vierstündigen BBC-Hörspiels aus dem Jahr 2008 angehört. Klingt gut. Link am Ende des Blogposts. Ein junger Mann namens Walter Hartright aus London bekommt eine Stelle als Privatlehrer im Norden von England. Bei einer wohlhabenden Familie in Limmeridge House soll er die zwei Töchter Laura und Marian im Zeichnen unterrichten. Bevor er dort ankommt trifft er bei einem nächtlichen Spaziergang eine Frau in Weiß die verwirrt wirkt und auf der Flucht zu sein scheint. Tatsächlich kommt kurz darauf eine Kutsche vorbei und man fragt ihn ob er eine Frau gesehen habe die aus einem Sanatorium weggelaufen sei. Instinktiv beschützt Hartright die Frau und sagt den Verfolgern nichts von ihr. Als er später seine Arbeit in Limmeridge House beginnt, ist Hartright überrascht dass Laura, eine der beiden Halbschwestern die er unterrichten soll, der Frau in Weiß wie aus dem Gesicht geschnitten ähnelt – obwohl sie nicht die selbe Person sein kann. Er verliebt sich in sie. Als zwei Monate später ein Besuch von Lauras zukünftigem Ehemann Sir Percival Glyde angesagt ist – demgegenüber Laura gemischte Gefühle zu haben scheint – wird Hartright von Lauras Halbschwester Marian nahegelegt, das Haus zu verlassen. Aber das ist erst der Anfang einer spannenden Geschichte. Wir wünschen gute Unterhaltung.

Info  Teil 1 des  BBC-Hörspiels The Woman in White / hier Teil 2 und Teil 3 und Teil 4  / Jede Episode ist 7 Tage online / Es sind auch zwei, drei Verfilmungen online. Wir vermuten, Leser werden die 1997 BBC-Verfilmung der etwas altmodisch aussehenden 1982 Verfilmung vorziehen, auch wenn sie von der Romanvorlage abweicht  Photo  We used an Oxford University Press edition called Bookworms Library, an abridged version for kids, with just over a hundred pages. We also have the much longer original version, but our 1974 Everyman’ Library edition didn’t look so special in a photo. The book being on an easel refers to Hartright being an art teacher at Limmeridge House.

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It's National Storytelling Week in Britain: To keep alive the old craft of stories being told - which is not the same as reading them in books or on screens - is a good initiative. Someone who caught our eye is the professional storyteller Daniel Morden who tells Celtic legends accompanied by live music. See clip

Die Briten feiern diese Woche die alte Kunst des Erzählens. Es gibt Dutzende von Events, darunter Daniel Morden, der mit musikalischer Begleitung walisische Legenden erzählt. Siehe:

Tree of Leaf and Flame: Tales from the Mabinogi

‘In Gwynedd there lived a magician, Gwydion. His son Lleu had been cursed. he would never have a human wife. Gwydion took his son into the forest. there they gathered flowers with white petals, with yellow petals, with red petals. Gwydion whispered wizard’s words. The flowers lifted into a twisted spinning column. The white flowers became her skin, the yellow petals became her hair, the red petals became her lips. Gwydion had made his son a wife, and she was beautiful as a spring morning. Gwydion named her Blodeuwedd – flower face…’

Soweit der Beginn der Legende von Blodeuwedd, einer zentralen Figur des Mabinogions. So heißt die Sammlung mittelalterlicher Manuskripte die auf vorchristlichen keltischen Mythen beruhen. Blodeuwedd (sprich Blo-DEI-weth) wird von einem Zauberer aus Blumen geschaffen weil sein Sohn Lleu dazu verfucht wurde, nie eine Frau zu haben. Blodeuwedd ist schön aber die Ehe unglücklich weil sie Lleu nicht liebt. Als sie eines Tages allein ist, sieht sie von den Burgmauern aus einen Jäger namens Gronw (sprich: GRONN-uh). Die beiden verlieben sich. Blodeuwedd sagt Gronw dass sie sich wie eine Gefangene fühlt und die beiden beschließen ihren Ehemann Lleu umzubringen…Diese keltischen Legenden haben moderne Schriftsteller wie Tolkien inspiriert. Legenden, die ursprünglich mündlich überliefert wurden, gehören zu den Wurzeln der Literatur. Deshalb ist es eine gute Idee, die Tradition des Erzählens am Leben zu halten. Geschichten werden ja fast nur noch allein und in aller Stille auf Buchseiten oder Bildschirmen gelesen. An sich nützlich und nichts schlechtes. Aber Erzählen ist ein anderes Medium als Buchstaben, und wenn Marshall McLuhans These ‘Das Medium ist die Botschaft zutrifft, dann könnte es sein dass ein gewisser Teil von Geschichten verloren geht wenn wir sie nur noch lesen und nicht mehr hören.

Weitere Infos  Website für National Storytelling Week   http://www.sfs.org.uk/national-storytelling-week

Übrigens  Die Legende von Blodeuwedd hat auch ihren Weg in die moderne Jugendkultur gefunden. In seinem Roman Eulenzauber lässt der britische Schriftsteller Alan Garner sie und andere Figuren der Legende in der Gegenwart wiederauferstehen. Der Stoff wurde 1969 sogar verfilmt. Hier unser Blogpost über The Owl Service, inklusive YouTube Link zum Film online.

 

It's the birthday of John Ford. Nowadays one tends to look at How Green was my Valley (1941), above Ford's film set in Malibu, as a qaint, romantic movie, but how many films about struggling working class people are made in Hollywood today?

Es ist der Geburtstag von John Ford (1894-1973), dem Regisseur von weltberühmten Filmen wie Der Schwarze Falke (1956) und Früchte des Zorns (1940). Links ein Foto von den Dreharbeiten für Fords walisisches Bergarbeiter-Epos So grün war mein Tal (1941) das in Deutschland vielleicht etwas weniger bekannt. Aber weil wir selber mal in Wales gelebt haben, spricht uns die Thematik an. Bei uns in der Nähe gab es keine Kohlenbergwerke aber viele alte Schiefersteinbrüche. Die waren meist aus dem 19. Jahrhundert und die alten Werkstätten und Häuschen wo die Arbeiter frühen wohnten, waren zu wildromantischen Ruinen geworden. Ein Teil des Steinbruchs war mittlerweile ein kleiner See und im Sommer gingen wir dort schwimmen. Da die Waliser im 19. Jahrhundert noch sehr arm waren, gingen seinerzeit ganze Dorfbevölkerungen die früher von Landwirtschaft gelebt hatten, in den Bergbau. Die dortigen Gehälter schienen für Landarbeiter anfangs gut. Die Leute waren harte 12 Stunden-Tage gewohnt und konnten Arbeitsbedingungen wegstecken die heute unvorstellbar sind. Weniger bekannt war den Walisern dass Arbeitgeber nach Belieben Löhne senken und Leute entlassen konnten. So grün war mein Tal spielt in einem Dorf das von einem Bergbau-Konzern abhängig geworden ist und zeigt wie die Familienbande der Dorfgemeinschaft ins Wanken geraten als sich Entlassungen, Streiks und Armut ausbreiten und daraufhin Gewerkschaften gebildet werden. Maureen O’Hara spielt Angharad Morgan, die schöne Tochter eines walisischen Familienclans. In ihrer Autobiografie ‘Tis Herself (2004), aus der wir auch obiges Foto nahmen, schreibt sie einiges über die Dreharbeiten: Der Film war ursprünglich als 4-stündige Mega-Produktion à la Vom Winde verweht (1939) geplant.  Darryl Zanuck, der Produzent beider Filme, wollte How Green was my Valley, so der Originaltitel, in Technicolor und in Wales drehen. Aber das war durch den zweiten Weltkrieg zu riskant geworden. Regisseur John Ford ließ stattdessen in Malibu, Kalifornien ein Dorf im walisischen Stil nachbauen, was mit 110.000 Dollar so teuer war dass das Filmbudget von etwa einer Million Dollar, damals viel Geld, nicht mehr für Technicolor ausreichte. Das Filmset basierte auf dem walisischen Dorf Gilfach Goch das mit seiner Bergbauvergangenheit und seiner von Terrassenhäusern gesäumten Straße typisch für die Region war. O’Hara sagt dass die Sänger die für die Szene mit dem walisischen Volkslied Myfanwy aus Wales eingeflogenen wurden, bewegt und in Tränen waren als sie den Filmset sahen. Aus Gilfach Goch kam auch Rhys Williams, der als walisischer Akzent-Coach für die Schauspieler angeheuert wurde.
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