Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Archive for 'Blog'

Our son asked what a tape recorder was? We looked through some hi-fi and design related book and mags. We liked this one best, the Braun TG 60. Apparently it inspired an Apple app

Eins unserer Kinder fragte uns neulich, was ein Tonbandgerät sei? Genauer gesagt, las er in einem spanischen Buch das gängige Wort magnetófono, das weniger selbsterklärend ist als die deutsche Bezeichnung – deren Zusammenfassung von Ton, Band und Gerät ein sinnvolleres Wort ist. Wir haben zwar noch einen Kassettenrecorder, für alte Hörspiele und so, aber leider kein Tonbandgerät, deshalb blätterten wir in ein paar Büchern und Magazinen zum Thema Hi-Fi und Design und fanden das Foto links. Das Gerät wirkte schön und war zudem übersichtlich genug um einem Kind zu erklären: hier sind die zwei Spulen die das Tonband durch die Tonköpfe laufen lassen, hier sind die Schalter zum vorspulen, anhalten etc. Später checkten wir aus eigener Neugier noch weitere Details zum Braun TG 60, Baujahr 1965, aus und stellten erfreut fest dass dies eine kultige Maschine ist die sogar von der Firma Apple in einer kleinen Hommage geehrt wurd. Und zwar im Look von einer Apple Podcasts App, unten im Bild. Es ist nur eine Andeutung, man muss genau hingucken, aber die virtuelle Bedienungsfläche der App zeigt nicht ein beliebiges Tonbandgerät sondern hat Merkmale vom Braun TG 60. Siehe folgendes Bild.
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Mike Rutherford, above left, current and founding member of Genesis has published a memoir, the first one ever of a band member. The Living Years (2014) refers to the song of his solo project Mike + The Mechanics. One of our favourite songs ever. Though it's not always easy to live up to its message. See clip

Mike Rutherford von Genesis, im Foto links, hat das Buch The Living Years (2014) veröffentlicht. Die erste Autobiografie eines Bandmitglieds. Der Titel bezieht sich auf ein Lied von seinem Soloprojekt Mike + The Mechanics. Eins unserer Lieblingslieder. Auch wenn es nicht immer leicht ist dem Rat des Liedes zu folgen. Siehe Clip

The Living Years

”…I wasn’t there that morning
when my father passed away
I didn’t get to tell him
all the things I had to say
.
I think I caught his spirit
later that same year
I’m sure I heard his echo
In my baby’s new born tears
I wish I could have told him in the living years…”
.

Oben nur einige Schlüsselzeilen von einem Lied das ein weltweiter Hit war, mitunter Nummer Eins in Amerika. Vermutlich so erfolgreich weil der Sinn – nämlich die Trauer darüber dass man versäumt hat, ausgiebig mit seinen Eltern zu sprechen bevor sie gestorben sind – etwas ist das viele Leute nachvollziehen können. Im Video ist Mike Rutherford mit seinem damals im Jahr 1988, achtjährigen Sohn Tom zu sehen, wie sie an der herbstlichen Küste von Somerset entlang gehen und das Grab von ihrem Vater und Großvater besuchen. Auch Szenen in der uralten, idyllischen Kirche von Culbone in Somerset. Im Video sieht man auch ein gerahmtes Foto von seinem Vater. Dieses Foto ist auch auf dem Cover von Mike Rutherfords Buch. Der Genesis-Musiker nahm, wie wir in einem längeren Radio-Interview mit ihm hörten, die Beziehung zu seinem Vater als Rahmen um sein eigenes Leben und seine Karriere mit Genesis und anderen Projekten in eine Perspektive zu setzen. Eine Perspektive in diesem Fall wäre zum Beispiel die Kluft die fast zwangsläufig entstehen musste als ein Marineoffizier wie sein Vater, Jahrgang 1906, der zwei Kriege erlebt hatte, mit der alternativen Jugendkultur der 60er und 70er Jahre konfrontiert wurde. Sein Vater war nicht einmal besonders gegen das was sein Sohn machte, sondern konnte es
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It's Burns Night: If you won't have a haggis or a dram of Scotch whisky, at least listen to a Robert Burns song. Here's the lovely Jo Stafford (1917 - 2008) with My Heart's in the Highlands

Burns Night: Am 25. Jan. wird der schottische Nationaldichter Robert Burns (1759-1796) gefeiert. Man muss dazu nicht in Schottland leben, man muss dazu nicht schottisch sein. Hauptsache man feiert seine Gedichte & Lieder

My Heart’s in the Highlands

My heart’s in the Highlands, my heart is not here,
My heart’s in the Highlands, a-chasing the deer;
A-chasing the wild-deer, and following the roe,
Oh my heart’s in the Highlands, wherever I go.
.
Farewell to the Highlands, farewell to the north,
The homeland of valour, the land of my birth;
Wherever I wander, wherever I rove,
The hills of the Highlands for ever I love.

 

Gute Melodie, guter Text, schön gesungen von Jo Stafford, die in den 40er, 50er Jahren ein großer Star in Amerika war. Burns sagt, wo immer er gerade sein mag, sein Herz wird immer in den schottischen Highlands sein. Viel besser kann man Heimatliebe kaum auf den Punkt bringen. Nachvollziehbar dass solche Lieder Anklang finden bei Nachkommen von Schotten die im 18. und 19. Jahrhundert, oftmals armutsbedingt, in großen Zahlen nach Amerika auswanderten. Wobei die Highland Clearances eine Rolle spielten. Dadurch bekommt auch der Titel des Lieds eine zusätzliche Prägnanz. Heute und dieses Wochende werden an Tausenden von Orten, in Schottland, in Amerika und in der ganzen Welt, Leute zusammenkommen und Robert Burns’ Werke in Erinnerung behalten. An Tischen, an Kaminen oder Lagerfeuern seine Lieder und Gedichte vortragen. Dabei ist der Genuss von schottischem Whisky und dem schottischen National Gericht Haggis nicht obligatorisch aber sehr oft ein Teil der Festlichkeiten, und wir werden die letzten sein die sich darüber beschweren.

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Weiterführende Infos  In einem deutschen Wiki-Artikel über den Dichter Robert Burns / und auf Englisch das BBC-Doku Robert Burns – The People’s Poet, vom Jahr 2009 zum 250. Geburtstag von Burns

Avenita Kulturmagazin

 

French actress Jeanne Moreau is 86 today. She starred in good movies, like Louis Malle's Lift to the Gallows (1958) which has a Jazz soundtrack by Miles Davis. The CD has nice photos of Jeanne (above) with Miles and band during recording

Auf Deutsch als Fahrstuhl zum Schafott (1958) bekannt. Der Thriller mit Jeanne Moreau (links) wurde von dem 25 jährigen Regisseur Lous Malle (1932 -1995) in Paris gedeht. Eine spannende Story von einem scheinbar perfekten Mord der schiefgeht und seine Teilnehmer in zunehmend komplexe Situationen bringt. Der Killer bleibt, wie der Filmtitel andeutet, im Lift stecken, was eine Kette von Ereignissen in Gang setzt. Aber anders als man denkt. Die Aufzug-Szene ist nur eine von mehreren unerwarteten Wendungen. Jeanne Moreau spielt die Geliebte des Killers und geht, als er nicht zurückkommt, im verregneten Paris auf die Suche nach ihm, Sie sieht sein Auto vorbeifahren – mit einer anderen Frau auf dem Beifahrersitz – und denkt sie wurde betrogen. Aber der Wagen wurde geklaut, und zwar von einem anderen jungen und ebenfalls kriminellen Liebespaar, Wodurch die Geschichte noch komplexer wird und zu einem weiteren Mord führt. Wir bekamen neulich von einem netten Menschen die Soundtrack-CD zum Film geschenkt. Das Album hat den französischen Originaltitel Ascenseur pour l’échafaud (1958). Für unseren Geschmack hat die mehrfach aufklappbare Digisleeve CD ein viel schöneres Cover und Design als
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It's the birthday of Lord Byron (1788-1824). His poem She Walks in Beauty was written 200 years ago, in 1814. It appeared in the movie Vanity Fair (2004) set to music by Mychael Danna and sung by Norwegian soprano Sissel Kyrkjebö. Check the clip

Es ist der Geburtstag von Lord Byron (1700-1824), er schrieb das Gedicht ‘In ihrer Schönheit wandelt sie’ vor 200 Jahren, Hier eine Version von der norwegischen Sängerin Sissel Kyrkjebö

She Walks in Beauty

She walks in beauty, like the night
Of cloudless climes and starry skies;
And all that’s best of dark and bright
Meet in her aspect and her eyes:
Thus mellow’d to that tender light
Which heaven to gaudy day denies.

One shade the more, one ray the less,
Had half impaired the nameless grace
Which waves in every raven tress,
Or softly lightens o’er her face;
Where thoughts serenely sweet express
How pure, how dear their dwelling-place.

And on that cheek, and o’er that brow,
So soft, so calm, yet eloquent,
The smiles that win, the tints that glow,
But tell of days in goodness spent,
A mind at peace with all below,
A heart whose love is innocent!

Wer das Lied mit dem Gedicht vergleicht, merkt dass nur die erste Strophe gesungen wird, wobei die ersten zwei Zeilen, inklusive dem Gedichtstitel, als Refrain dienen. Aber es klingt trotzdem gut. Gedichte haben einen inneren Rhythmus und durch den Tonfall der Worte auch angedeutete
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Sunday we went into the Sierra Blanca, the mountains of Marbella. The olive harvest is coming to an end. The technique of shaking branches, spreading nets and handpicking olives hasn't been changed or improved for thousands of years

Wir gingen gestern auf eine kleine Wanderung in der Sierra Blanca, in den Bergen von Marbella. In diesem Gebirgszug kann man, mit etwas Glück, Adler und Iberiensteinböcke sehen. Die gepflügte andalusische Erde wirkte rötlich. Unter den Olivenhainen am Wegrand waren Leute bei der Ernte. Wir fragten wie es lief und der Mann sagte dass die Erntezeit in dieser Gegend jetzt dem Ende zu geht, noch etwa eine Woche und das war’s dann. Ihr Auto war in der Nähe und wir konnten nicht widerstehen, mal in die Säcke zu schauen die da standen. Zum Ende der Ernte sind die Oliven eher violett als grün, aber scheint als ob die guten alten Olivenbäume selbst in ihren letzten Zügen noch einiges hergeben. Bei der riesigen Menge von Oliven – Spanien ist weltweit Nummer Eins Olivenproduzent – würde man meinen dass es neue Techniken oder Geräte gäbe die ab November bei der monatelangen Ernte helfen. Aber an der Jahrtausende alten Art, mit Netzen (siehe Foto) die mit Stöcken heruntergeschüttelten Oliven per Hand zu sammeln, hat sich nichts geändert. Aber der Mann sagte, es gäbe heute Maschinen, eine Art Fließbänder, auf denen die geernteten Oliven von Blättern und Stöckchen befreit werden. Man muss beim Pflücken also nicht allzu viel an den einzelnen Oliven herumhantieren.

We couldn't resist a look into the sacks waiting by the van. Late harvest olives are dark. Nowadays, after the harvest, there are machines that get rid of sticks and leaves. Besides olives and oil these trees give a beautiful hard wood for carving and turning

Diese Bäume sind ein kleines Wunder, scheinen fast unzerstörbar zu sein, überleben extreme Hitze und Wassermangel. Obwohl sie klein sind, können sie Jahrhunderte alt werden weil aus den knorrigen Wurzeln über der Erdoberfläche immer neue Bäumchen hochkommen und irgendwann zum Hauptbaum werden. Neben der erstaunlichen Menge an Oliven und Olivenöl die sie aus der Erde holen, haben sie ein Holz das sich durch seine dichte, schöne Maserung gut zum Drechseln und fürs Kunsthandwerk eignet. Man kann hier alle möglichen Sachen wie Brettchen, Teller, Schalen und Salatbesteck aus Olivenholz kaufen. Da die Bäume kräftig wachsen und zurechtgestutzt werden, gibt es auch eine Menge Brennholz das beliebt ist weil es langsam brennt und viel Hitze abgibt. Es wird zum Beispiel von den Espeteros am Strand zum Grillen von Sardinen benutzt. Man bekommt fast ein schlechtes Gewissen wenn man bedenkt wieviel die Natur gibt und wie wenig wir zurückgeben. Vor Tausenden von Jahren wurden die Olivenbäume zumindest noch in Mythen, wie dir der Griechen und der Römer erwähnt, und nicht zuletzt in der Bibel, wo es heißt: ‘Einst machten sich die Bäume auf, um einen König zu salben, und sie sagten zum Ölbaum: Sei du unser König’. OK, keine Einwände unsererseits. Hier in Andalusien bilden Olivenbäume einen beträchtlichen Teil der Landschaft, der Wirtschaft und wir freuen uns immer diesem treuen alte Freund zu begegnen.

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It's the birthday of Patricia Highsmith (1921-1995). The subtlety of her novels translates well to the screen: Strangers on a Train, Talented Mr. Ripley etc. Good to hear 'The Two Faces of January' is out soon. A lesser known book but the early 60's setting and mediterranean locations should make a good film

Es ist der Geburtstag von Patricia Highsmith (1921-1995). Demnächst sind Viggo Mortensen und Kirsten Dunst in Die Zwei Gesichter des Januars (2014) zu sehen. Die gleichnamige Romanvorlage aus dem Jahr 1964 ist eins ihrer weniger bekannten Bücher aber das könnte sich bald ändern denn Highsmiths subtiler Schreibstil und unkonventionelle Figuren lassen sich erstaunlich gut verfilmen. Siehe Hitchcocks Der Fremde im Zug (1951) und Der Talentierte Mr. Ripley (1999) mit Matt Damon und Gwyneth Paltrow. Auch im neusten Kinofilm sind die Mittelmeer-Schauplätze und die Epoche der frühen 1960er Jahre eine zusätzliche Attraktion. Der Look, die Autos, die Klamotten aus dieser Zeit sind durch Serien wie Mad Men sehr cool geworden. In dieser Highsmith-Story geht es um einen jungen Amerikaner namens Rydal der sich in Griechenland mithilfe seiner Sprachkenntnisse als Touristenführer durchschlägt. Rydal, unteres Bild in der Mitte, dargestellt von Oscar Isaac, der in Inside Llewyn Davis (2013) die Titelrolle des folk singers spielte. Eines Tages trifft er in der Akropolis das wohlhabende Ehepaar Chester und Colette MacFarland, gespielt von Mortensen und Dunst. Sie laden ihn in ihr Hotel ein, wo Rydal auf unvorhergesehene Weise in einen Mord oder dessen Spurenbeseitigung verwickelt wird. Patricia Highsmith lässt ihre Figuren nur zu gerne in komplexe Situationen hineinschlittern. Ihre psychologischen Thriller sind nicht sehr brutal oder blutrünstig, haben aber den subversiven Dreh, den Leser dazu verführen, sich mit dem Täter zu identifizieren. Man könnte es ein unmoralisches Vergnügen nennen. Als wir die Bücher als Teenager entdeckten, konnten wir gar nicht aufhören, eins nach dem anderen durchzulesen.

Viggo Mortensen, Oscar Isaac, Kirsten Dunst in the upcoming movie The Two Faces of January (2014). We'll add a trailer as soon as available. Oscar Isaac, center, previously played the title role of the folk singer in Inside Llewyn Davis (2013)

Wir haben irgendwo eine schöne schwarz-gelbe Diogenes Ausgabe von Die zwei Gesichter des Januars, konnten sie auf Anhieb leider nicht finden, sonst hätten wir sie als Foto genommen. Aber das Bild vom Kinofilm sieht auch gut aus. Highsmith hatte über den Züricher Diogenes Verlag hinaus eine Verbindung mit der Schweiz, sie verbrachte die letzten 14 Jahre ihres Lebens im Tessin. Wir wissen nicht ob sie Italienisch sprach, aber sie sprach ziemlich gut Deutsch und auch Französisch, wie in einem nachfolgenden Doku zu sehen ist. Sie mochte Europa wahrscheinlich lieber als ihr amerikanisches Geburtsland, sie war ein ziemlich reservierter Mensch, mochte am liebsten ihre Katzen. Deshalb wählten wir obiges Foto. Wir könnten uns vorstellen dass die ruhige, unaufdringliche Mentalität der Schweizer ihr zusagte. Jedenfalls gab sie ihren gesamten literarischen Nachlass an die Schweizerische Nationalbibliothek in Bern. Wir suchen für Blogposts gerne nach ein, zwei kleinen Fakten die noch nicht in Wikipedia oder Hunderten von Blogs stehen und hörten gestern in einem Audio-Interview dass Patricia Highsmith für den Großteil ihrer Karriere eine deutsche Schreibmaschine vom Typ Olympia SM3 benutzte. Selbst als sie später Geräte für Textverarbeitung besaß, blieben sie meist unbenutzt und sie kam immer wieder zu ihrem 50er Jahre Olympia-Modell zurück. Funktionierte gut, musste nie repariert werden. Na bitte, deutsche Wertarbeit leistete also einen gewissen Beitrag zum Werk dieser Lady die immer eine unserer Lieblingsautorinnen sein wird. Wir sind gespannt auf die neue Verfilmung, sobald es einen Trailer gibt, fügen wir ihn hinzu.

Weitere Infos  Hier der deutsche Trailer für Die zwei Gesichter des Januars (2014). Weitere Infos über Patricia Highsmith in einem deutschen Wiki-Artikel. Französischsprachige Leser könnten dieses Doku interessant finden, eine der wenigen Sendungen mit der Autorin persönlich

Mehr zum Thema  Unser Blogpost über die neue Patricia Highsmith Verfilmung Carol (2015) nach ihrem Roman Salz und sein Preis (1952)

 

Meach & big brother went to the Preselis to a stone circle called Bedd Arthur. Near where the bluestones of Stonehenge came from. The fact that many places in Britain are called Arthur's grave seems at first to weaken a realistic link to legends. But what if Arthur was once not just a personal name, but a title?

Meach & Co waren vor zwei Wochen in Wales bei dem ungewöhnlichen Steinkreis Bedd Arthur, siehe unser Foto links. Zum Vergrößern anklicken. Die Landschaften der Preseli-Berge sind selbst bei durchwachsenem Wetter eindrucksvoll. Meilenweit keine Menschenseele, kein Haus in Sicht. Vielleicht mal ein paar Ponys. Die Gegend ist großteils Naturschutzgebiet, aber dieser Teil von Wales in der Grafschaft Pembrokeshire, ist ohnehin ziemlich dünn besiedelt. Touristen kommen im Sommer zu Pembrokeshires Stränden und Küstenstädten wie Tenby, aber in den Preselis haben wir selten Touristen getroffen. Selbst für Leute die sich für Megalthkultur interessieren, ist es einfacher und wohl auch spektakulärer, berühmte Monumente wie Avebury und Stonehenge im Süden Englands zu besuchen. Dabei haben die Preseli Hills, nahe Crymych gelegen (einem Dorf wo man mehr Walisisch als Englisch spricht) eine starke Verbindung mit Stonehenge. Geologische Untersuchungen haben bewiesen dass die sog. bluestones, die kleineren Steine von Stonehenge, aus den Preselis kamen, und zwar spezifisch aus Felsformationen nahe dem Bedd Arthur Steinkreis. Interessanterweise gibt es in der Umgebung Dutzende von Steinkreisen, auch wenn sie auf Anhieb nicht leicht zu finden, oftmals kaum zu
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Released in July of 1974, but the story of the album began at the start of that year on a farm in Shropshire where Clapton was working. To get away from drugs. He wrote the beautiful song Let it Grow on the farm. Then went to Florida for recording

Das Album wurde im Sommer 1974 veröffentlicht, aber die ersten Lieder entstanden auf einem abgelegenen Bauernhof im Winter, Anfang ’74 also vor ziemlich genau vierzig Jahren. Clapton war damals Ende Zwanzig und befand sich in einem verhängnisvollen Zustand. Vorwiegend aufgrund einer Heroinsucht die ihn nach heutigem Standard um die 10.000 Euro pro Woche kostete. Er war berühmt, durch Bands wie Cream und Derek and the Dominoes, und auch sein erstes Soloalbum Eric Clapton (1970) war ziemlich erfolgreich. Aber die Drogen hatten sein Geld um das Jahr 1973 so gut wie völlig aufgebraucht. Clapton lebte zusammen mit einer ebenfalls drogenabhänigen jungen Frau völlig isoliert in einem Haus in Surrey, spielte so gut wie keine Konzerte mehr, ließ sich selbst unter Freunden kaum noch blicken. Seine Freundin Alice Ormsby-Gore stammte aus gutem Haus und ihre Familie setzte Clapton unter Druck eine Entzugstherapie zu machen, nicht zuletzt um das Leben ihrer Tochter zu retten. Neben einer damals neuen Therapie auf der Basis von Elektroakupunktur beinhaltete die Rehabilitation einen längeren Aufenthalt auf einem Bauernhof im englischen Shropshire, nahe der Stadt Oswestry. Dort hatte Frank, der Bruder von Alice eine Farm. Clapton sollte sich dort, fern vom Drogenmilieu, körperlich und geistig wieder fit machen. Er mistete Ställe aus, stapelte Strohballen etc. Das funktionierte offenbar ziemlich gut, er fing auch wieder an Lieder zu schreiben, er hatte eine akustische Gitarre dabei. Ein Lied aus der Zeit auf dem Bauernhof ist
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We took the kids to see the new Disney movie Frozen (2013). One of their best. Based on The Snow Queen, it incorporates various Scandinavian themes, including Sámi culture and some music inspired by Sámi folk music. Among the oldest in Europe, called Joik, it sounds beautiful. Check YouTube clip

Wir haben uns gestern mit den Kindern im Kino Die Eiskönigin (2013) angesehen. Starker Film, einer von Disneys besten. Der von Hans Christian Andersens Schneekönigin inspirierte Animationsfilm enthält eine Vielfalt von skandinavischen Elementen, eins davon ist die Sámi-Kultur, links ein Foto aus dem Jahr 1900. Was für uns besonders gut wirkte, war die Sámi Volksmusik die am Anfang des Films vorkommt, als die Kindheit von dem Sámi-Jungen Kristoff und seinem Rentier gezeigt wird. Diese Form von Sámi-Gesang wird Joik genannt, ist eine der ältesten Musiktraditionen Europas und klingt sehr schön. Disney hat sich für diesen Teil der Filmmusik an den norwegischen Komponisten und Joik-Musiker Frode Fjellheim gewandt und hier ist ein YouTube Clip von dem Lied Eatnemen Vuelie, etwa Gesang von der Erde. Man braucht etwas Geduld, es fängt leise an, steigert sich aber zu einem harmonisch komplexen und feierlichen Sound. Da wir gestehen müssen dass uns Joik Musik bis dahin kein Begriff war, hat der Film uns, neben seinem Unterhaltungswert, also durchaus etwas Wissenswertes mitgegeben. Ebenfalls interessant fanden wir dass als Hintergrund für die Geschichte einige berühmte norwegische Orte als Vorlage dienten, so wie die 700 Jahre alte Festung Akershus und Bryggen, das alte Hanseviertel der Stadt Bergen. Obwohl der Film eine ganze Menge an Gags enthält, hauptsächlich durch einen sprechenden Schneeman namens Olaf, überwiegen auf eine für uns willkommene Weise eher die Elemente die dem Film Spannung und Tiefgang verleihen. Zudem nimmt der Film gegen Ende eine überraschende Wende. Eine Pointe der Eiskönigin ist: Manche Leute, selbst Disney-Helden, sind mehr Schein als Sein. Insgesamt ein empfehlenswerter Familienfilm, nachfolgend ein deutscher Trailer.

Info  Ein Trailer für Die Eiskönigin – Völlig unverfroren (2013). Weitere Details zum Film in diesem deutschen Wiki-Artikel / und hier zum Thema der Sámi-Volksmusik namens Joik

 

Well, The Thirteenth Tale (2006) has been called a homage to Jane Eyre ''a story loved by a great many girls''. And we didn't need much prompting to fetch it from the bookshelf. Diane Setterfield's novel is good too and has been filmed by the BBC, with Vanessa Redgrave and Olivia Colman. Trailer below

Der Roman Die dreizehnte Geschichte (2006) war auch in Deutschland ein Erfolg. Jetzt gibt es eine BBC-Verfilmung. Trailer am Ende des Blogposts. Vanessa Redgrave spielt eine dem Tode nahe Schriftstellerin namens Vida Winter. Sie hat eine junge Biografin zu sich gerufen um ihre Geschichte aufschreiben. Über ihr Leben ist wenig bekannt, es gibt offenbar Ungereimtheiten und dunkle Geheimnisse die mit der Kindheit der Autorin zusammenhängen. Wer genau ist eigentlich Vida Winter? Wir erfahren ihre Geschichte in Rückblenden, im Film werden Vida und ihre Schwester als Kinder von den Schauspielerinnen Emmeline March und Sophie Turner dargestellt, letztere bekannt als Sansa Stark in Game of Thrones. Die Biografin, gespielt von Olivia Colman, gerät zunehmend in den Sog von Vidas Geschichten, muss sich mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinandersetzten. Der Roman wurde mitunter als eine Hommage an Charlotte Brontës Roman Jane Eyre bezeichnet. Das nahmen wir als Ansatz für unser Foto. Jane Eyre wird tatsächlich erwähnt, Literatur spielt in Diane Setterfields Roman eine intensive Rolle. In einer Szene sagt die sterbende Vida Winter zu ihrer Biografin Margaret, sie solle sich ein Fließband vorstellen das in einen glühenden Ofen führt. Auf dem Fließband sind alle Bücher die sie je geliebt hat. Es wird 
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One tends to think of her as a singer of other peoples compositions. But her own songs are great too. Diamonds & Rust has been covered by Metal band Judas Priest. We also link their live version, in which they name-check ''a beautiful lady with the name of Joan Baez''. Yes, and it's her birthday today

Es ist der Geburtstag von Joan Baez, die in Woodstock auftrat und, zusammen mit ihrer Tätigkeit als Bürgerrechtlerin, vielleicht vorrangig als Sängerin von Folk songs und Liedern anderer Leute bekannt ist. Aber ihre eigenen Kompositionen sind ebenfalls gut. Folgendes Joan Baez Lied handelt von Bob Dylan. Die beiden waren einmal ein Paar.

Diamonds & Rust

‘Well I’ll be damned
Here comes your ghost again
But that’s not unusual
It’s just that the moon is full
And you happened to call
And here I sit
Hand on the telephone
Hearing a voice I’d known
A couple of light years ago
Heading straight for a fall
.
As I remember your eyes
Were bluer than robin’s eggs
My poetry was lousy you said
Where are you calling from?
A booth in the midwest
Ten years ago
I bought you some cufflinks
You brought me something
We both know what memories can bring
They bring diamonds and rust….’
.

Soweit die ersten zwei von fünf Strophen des Titellieds von dem Album Diamonds & Rust (1975). Der gesamte Text kann auf der Website von Joan Baez ausgecheckt werden. Ein umwerfend schönes Lied, was den Gesang und auch das musikalische Arrangement betrifft. Solche Kompositionen entwickeln ein eigenes Leben, werden von anderen Leuten aufgegriffen, erstaunlicherweise sogar von der Metal-Band Judas Priest, hier deren Liveversion, die ziemlich gut klingt. Wir fanden es auch gut dass
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Donna Tartt's novel The Secret History (1992), above a German edition, is currently on BBC radio, read in 15 episodes. Link below. She was 19 when she started writing it and has described the novel as sort of a modern retelling of Bacchae

Die geheime Geschichte (1992), so der deutsche Titel des Debütromans von Donna Tartt, kann momentan auf BBC Radio gehört werden. Link am Ende des Blogposts. Eine Lesung in 15 Episoden, über den Zeitraum von drei Wochen. Ein bemerkenswertes Buch das wir seinerzeit verschlungen haben. Es geht um einen Mord in einem Internat und um eine Gruppe von Schülern die Griechisch studieren. Die Autorin sagte in einem Interview dass die Geschichte, die sie mit 19 begann zu schreiben und an der sie zehn Jahre arbeitete, eine Art moderne Nacherzáhlung  des griechischen Dramas Die Bakchen ist. Wir lasen den Roman auf Englisch, haben aber auch eine deutsche Ausgabe die uns vom Cover-Design her gefällt, links im Bild. Wir nahmen das Buch vor ein paar Tagen mit zum Strand um die Erinnerung etwas aufzufrischen. Es ist ein Roman den man alle paar Jahre wieder mal lesen kann, wobei man Dinge entdeckt die einem vorher nicht so auffielen. Wir hatten die Erwähnung der Mont Blanc Meisterstück Füllfederhalter vergessen. Schön, wenn man 500 Euro übrig hat. Wir erinnerten uns dass im Roman eine Passage von T.S. Eliots Das wüste Land zitiert wird, aber nicht dass auch ein Teil von dem Gedicht A Shropshire Lad (1896) von A. E Housman
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Sunday we drove from the Costa del Sol inland to Granada and the mountains of the Sierra Nevada. After 90 min. drive they appear above sunny olive tree groves, as seen in our pics. From Granada it's another 30 min. up to the ski village called Sol y Nieve, with ski hire, lifts, lots of bars, shops, hotels etc.

Am Sonntag fuhren wir von der Küste landeinwärts nach Granada. Der Ort Hoya de la Mora ist perfekt zum Schlittenfahren für Kinder. Das Wetter an der Costa del Sol ist momentan sehr warm, deshalb ist es um so erstaunlicher wenn nach ca. 90 min Fahrt (auf der A-45 und A-92) über den sonnigen Olivenhainen auf einmal die schneebedeckten Berge ragen, siehe unser Foto links. Anklicken zum Vergrößern. Dann ist man nahe der Stadt Granada, die mit Sehenswürdigkeiten wie dem Alhambra einen Besuch wert ist. Aber wir kennen es, und wenn man direkt in die Berge will, muss man nicht durch das gesamte Stadtzentrum sondern fährt, den Schildern Sierra Nevada folgend, mehr oder weniger direkt hoch ins Skigebiet, etwa weitere halbe Stunde Fahrt. Die Straßen sind gut, der Ausblick fantastisch. Am Straßenrand sind Stände die Honig verkaufen, eine örtliche Spezialität. Oben auf etwa 2200 m Höhe ist das Skidorf namens Sol y Nieve, mit Hotels, vielen Shops, Skiverleihen, Bars, Restaurants etc. Von hier aus nimmt man auch die Lifts zu hochgelegenen Pisten wie Pico del Veleta. Aber wir wollten diesmal nur mit den Kids Schlittenfahren. Wir hoben uns den Besuch des Sol y Nieve Skidorf für den Abend auf, denn am 5. Januar, dem Vorabend des Dreikönigtags gibt es dort ein gutes Event für Kinder.
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It's the birthday of John McLaughlin, on of our fave guitarists. Apart from sheer technique, Influences like Miles Davis, John Coltrane and Indian philosophy, make him a really interesting musician. His Double Rainbow guitar was a one-off as well. It was used in a 1974 concert, see YouTube clip in blogpost

Heute ist der Geburtstag von John McLaughlin, einem unserer Lieblingsgitarristen. Seine schöne, speziell für ihn gebaute Doppelhals-Gitarre, links im Bild, spielte er nur relativ kurze Zeit in den 70er Jahren. Sie wurde bei einem Fall schwer so beschädigt dass McLaughlin offenbar glaubte sie nie wieder wie früher hinzukriegen. Die Gitarre namens Double Rainbow war, so weit wir wissen, ein Unikat von dem Gitarrenbauer Rex Bogue, der mittlerweile gestorben ist. Also im wahrsten Sinn eine einzigartige Gitarre. Zum Glück gibt es ein, zwei gute Videoclips in denen man McLaughlin mit der Double Rainbow sehen und hören kann. Hier ist er mit seiner Band namens Mahavishnu Orchestra live in 1974, vor vierzig Jahren beim Montreux Jazz Festival in der Schweiz. Klang Jazzrock jemals besser? Man nennt das Genre heute meist Fusion, zutreffend weil in Musik wie McLaughlins tatsächlich eine Vielzahl von Elementen verschmelzen. Neben Jazzmusikern wie Miles Davis und John Coltrane war indische Musik und auch indische Philosophie ein starker Einfluss auf den Gitarristen. Die Musik im Clip ist von Apocalypse (1974), einem Album das, dem ominösen Titel zum Trotz, ausgesprochen schöne Musik enthält. Live wurde viel improvisiert, was die Lieder auf Anhieb nicht so leicht erkennbar macht, aber wir glauben der Clip ist vom dem Lied Wings of Karma. Neben McLaughlin sind hier auch andere gute Musiker
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Just woke up this first morning of 2014. Happy new year! It is, even for southern Spain, amazing t-shirt weather. A change from storms around Christmas. Checking Spanish TV: The theatre group La Fura dels Baus started the year in Barcelona with a metal giant filled with people. YouTube link below

Huch, der erste Morgen des Jahres 2014, es klingt wie das Datum eines Science Fiction Films. Der vergangene Dezember war vom Wetter her gut, obwohl komischerweise genau an Weihnachten die Stürme hier einschlugen die auch viele Teile von Nordeuropa erwischten. Bei uns im Garten wurde immerhin ein alter Kiefernbaum vom Wind umgehauen, was bedeutet das wir jetzt einiges an Feuerholz haben. Aber das Wetter erholte sich nach ein, zwei Tagen, und heute zu Jahresbeginn ist sogar totales T-Shirt Wetter. Ehrlich gesagt sitzt der Schreiber dieser Zeilen, so zwischen halb Zwölf und Mittag, sogar ohne T-Shirt auf der Veranda weil das Sweatshirt zu warm war und gerade kein T-shirt in Greifweite lag. Weihnachten und Silvester sind in Spanien, wie wohl überall, ziemlich hektisch, besonders wenn man Kinder hat. So gerne man diese Sachen macht, ist man doch irgendwie erleichtert wenn langsam wieder ein normaler Tagesablauf in Sicht ist. In einer Woche ist sogar wieder Schule! 2013 war ein einigermaßen gutes Jahr für uns, man bekommt das Gefühl dass die spanische Wirtschaft sich ein klitzekleines bisschen erholt hat, wobei man bedenken muss dass keineswegs alle Teile von Spanien die Vorteile von Marbellas recht stabiler und mitunter von wohlhabenden Ausländern begünstigten Wirtschaft haben. Eine weitere Stadt in Spanien der es, so weit wir das einschätzen können, recht gut geht ist Barcelona. Wir haben vorhin die Nachrichten im spanischen N24 Fersehkanal auscheckt um zu sehen wie andere Städte und Länder gefeiert haben. Wir selber blieben gestern Zuhause denn nächtliche Silvesterfeiern in Städten sind für kleinere Kinder einfach zu viel Trubel. Von den Events die letzte Nacht liefen, fanden wir die 15 Meter hohe, mit Menschen gefüllte Metalfigur in Barcelona ganz gut. YouTube Link folgt. Organisiert wurde das von der Theatergruppe namens La Fura dels Baus, die 2007 auch an einer spektakulären Aufführung vom Ring des Nibelungen beteiligt war. Wir wünschen Lesern alles Gute für das Jahr 2014 und freuen uns wenn Sie auch zukünftig auf unserer Website vorbeischauen. ¡Feliz año nuevo!

Info  Ein YouTube Clip von der 2013 / 2014 Silvesternacht in Barcelona, mit La Fura dels Baus / Weiteres über dieser bemerkenswerte spanische Theatergruppe in einem deutschen Wiki-Artikel