Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Archive for 'Blog'

One watches the short film Women Only in anticipation of an unexpected turn of events, only to realize that one's just seen models showing the new autumn /winter collection of Chanel. There's also Once upon a Time (2013), sort of a film within a film with Keira Knightley. The YouTube links are in the blogpost

Die Überschrift bezieht sich auf zwei verschiedene Kurzfilme die eine Verbindung miteinander haben. Der Film Women Only ist eine clever gemachte Werbung für die Herbst/Winter Collection 2013/14 von Chanel. Wobei man auf Anhieb den Eindruck hat dass es ein Kurzfilm mit einer Handlung oder zumindest einer Pointe ist. Aber im Endeffekt erweist sich das Ganze als Rahmen um eine Vielzahl von Models mit verschiedenen Kleidern und Accessoires von Chanel vorzustellen. Gut gemacht. Die Location ist ein Kino in dem nur Frauen der Eintritt erlaubt ist, daher der Titel Women Only, und der Kinosaal füllt sich mit Models wie Cara Delevingne, Xiao Wen Ju, Aymeline Valade und vielen anderen. Die Frauen benehmen sich hier allerdings nicht wie auf dem Laufsteg sondern reden ganz normal miteinander. Das Ganze endet damit dass auf der Kinoleinwand ein Film anläuft, der vorher auch angesagt wurde, dann aber nicht weiter gezeigt wird - nämlich Once Upon a Time (2013), hier ein YouTube Link. Dies ist ein kurzer biografischer Spielfilm in dem Keira Knightley die Rolle von Coco Chanel spielt und darstellt wie die Gründerin des Modehauses vor hundert Jahren, in 1913 ihren ersten Laden eröffnete. Das geschah in dem nordfranzösischen Küstenstädtchen Deauville, der Film wurde jedoch im Studio von Luc Besson gedreht und der Regisseur ist kein anderer als Karl Lagerfeld. Ein ganz nett gemachter Schwarzweißfilm der, anders als Hollywood-Filme, ganz gemütlich vor sich hinplätschert. Zusammen mit Musik von Puccinis Oper Tosca, und ebenfalls einer Reihe von bekannten Models wie Stella Tennant, Saskia de Brauw und Lindsey Wixson, letztgenannte zum Beispiel in der Rolle von Consuelo Vanderbilt die Cocos gesamten Laden leerkauft. Oben im Bild ist neben der Biografie ein Foto von Gabrielle ‘Coco’ Chanel die zusammen mit ihrer Tante Adrienne (links) vor ihrer ersten Boutique in der Rue Contaut-Biron von Deauville steht wo vor hundert Jahren alles anfing.

Info  Ein Wiki-Artikel über die französische Modedesignerin Coco Chanel  (1883-1971) Photo  We used Axel Madsen’s book  Coco Chanel, A Biography (1990) which is good and has a beautiful cover. The b/w photo above is one of many in the book and shows Coco Chanel (right) with her aunt Adrienne in front of her first boutique in 1913, a hundred years ago. This date is also the theme and the link between the two short films Women Only and Once upon a Time mentioned above.

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We visited the Automobile Museum in Málaga. There's a total of about a hundred cars here from every decade of automobile history. The cars, like the the Lancia, above, are often in a thematic context, with clothes and posters etc. from their era

Wir waren am Sonntag im Museo Automovilístico Málaga, es war super und wir können es Besuchern an der Costa del Sol empfehlen. Es ist leicht zu finden, nicht sehr weit vom Flughafen. In einem schönen, klimatisierten Gebäude mit kostenlosen Parkplätzen. Der Eintritt erschien uns mit 6,50 Euro pro Person günstig für das was man geboten bekommt. Stellen sie sicher dass ihre Kamera genug Batterie hat, denn Autofreaks werden sich in diesem Museum die Finger wund knipsen. Es gibt hier insgesamt um die hundert Autos aus allen Jahrzehnten der Automobilgeschichte. Von Autos aus dem späten 19. Jahrhundert die noch wie Pferdekutschen aussahen, bis zu einem hochmodernen und schnittig aussehenden Fahrzeug namens Solar das mit Sonnenenergie fährt. Dazwischen Klassiker wie ein 1956 Mercedes 300 SL mit Flügeltüren, ein Rennwagen von dem es nur noch wenige gibt und der heute so um eine Million Euro kosten kann. BMW ist hier mit  dem Traumsportwagen BMW 328 von 1938 vertreten, ebenfalls in perfektem Zustand. Es gibt einen Cord 810 von 1937, designed von Gordon Buehrig, ein Modell das Leute wie Tyrone Power und Amelia Earhart fuhren. Ein Jaguar E-Type Cabriolet von 1966, oft auf Listen der Schönsten Autos der Welt zu finden. Ein 1959 Aston Martin DB4, so wie ihn Sean Connery als Bond in Goldfinger (1964) fuhr. Ein 1956 Porsche Speedster Cabriolet wie man es von Fotos mit James Dean kennt. Und vieles mehr, inklusive dem schönen silbernen Lancia Astura aus dem Jahr 1938, siehe unser obiges Foto. Wie man darauf sieht, sind die Autos nicht einfach wie in einer Tiefgarage nebeneinander aufgereiht, sonder oftmals von historischen Accessoires umgeben: Kleider, Koffer, Hüt,  Poster etc. aus der jeweiligen Epoche.
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Being the 40th anniversary of the Pink Floyd classic, there's a BBC radio play from Tom Stoppard inspired by the album. Link below. The term The Dark Side of the Moon, in a lyrical context, first appeared in Colin Wilson's book The Occult: A History (1971), a bit of a hippie bible, and refers to a conversation Wilson had with the poet Robert Graves in Mallorca

Vor 40 Jahren wurde The Dark Side of the Moon (1973) veröffentlicht. Zu dem Anlass gibt es von dem renommierten englischen Dramatiker Tom Stoppard ein Hörspiel auf BBC-Radio das von dem Album inspiriert wurde. Link folgt. Soweit ich weiß, tauchte der Begriff The Dark Side of the Moon, in einem lyrischen Kontext, erstmals in dem Buch Das Okkulte (1971) von Colin Wilson auf. In dessen gleichnamigen zweiten Kapitel geht es um ein Gespräch das der Autor mit dem Dichter Robert Graves in Mallorca führte. Der Begriff ist dort eine Metapher für das menschliche Unterbewusstsein. Ob der Pink Floyd Textschreber Roger Waters von dem Buch beeinflusst wurde, weiß  ich nicht, aber es würde mich nicht wundern. Das Buch war seinerzeit eine Art Hippie-Bibel. Das Konzept des Pink Floyd Albums dreht sich um die Sorgen denen der moderne Mensch im alltäglichen Leben ausgesetzt ist: Das Geld, das Altern, der Tod, Zeitdruck, und psychische Probleme. Wer unter Letzteren litt wurde früher ein Verrückter genannt, auf Enlisch lunatic. Ein uralter Begriff der darauf beruht dass man glaubte, solche Leute ständen unter dem Einfluss des Mondes. So weit wir wissen, war das erste Lied das Roger Waters für das Album schrieb Brain Damage, wörtlich Gehirnschaden, mit Zeilen wie: ‘The lunatic is on the grass…der Verrückte ist auf der Wiese…der Verrückte ist in meinem Kopf… da ist irgendjemand in meinem Kopf aber ich bin es nicht. Und falls dein Kopf ebenfalls vor lauter dunklen Vorahnungen explodiert, dann treffe ich dich auf der dunklen Seite des Mondes’. Ziemlich düstere Lyrics die jedoch zusammen mit der ek­s­ta­tisch klingenden Musik am Ende des Albums irgendwie romantisch klingen. Der Text wurde wahrscheinlich von dem erschütternden Werdegang des
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The Victorian thriller Lady Audley's Secret (1862) by M. E. Braddon is online as a BBC radio dramatisation. From the novel we quote a passage that mentions the Pre-Raphaelites, who were then quite a new and controversial art movement. There's also a movie with a very pretty Neve McIntosh. Links below

Das Krimi-Genre entwickelte sich etwa um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Als erste Romane dieser Art werden in England oft Die Frau in Weiß (1860) und Der Monddiamant (1868) von Wilkie Collins genannt. Und eben auch Das Geheimnis der Lady Audley (1862) von der Autorin M. E. Braddon, zur Zeit online als BBC-Hörspiel. Link folgt. Zu Viktorianischen Zeiten nannte man diese Bücher sensation novels. Ein gemeinsames Merkmal war dass sie die Erschütterung von Idyllen und Idealen der englischen Mittelklasse darstellten. Zudem wurden die obengenannten Romane alle, mehr oder weniger, von einem echten Fall inspiriert, dem berüchtigten Mord von Road Hill House in 1860, für den ein 16-jähriges Mädchen verurteilt wurde, obwohl bis heute Zweifel bestehen. Der Roman Lady Audley’s Secret war seinerzeit ein gigantischer Bestseller der die Autorin reich machte, und bis heute erhältlich ist, oben im Bild unsere Ausgabe von Wordsworth Classics mit einem schönen Cover. Es geht um eine junge Frau namens Lucy Graham, eine Gouvernante die aus einfachen Verhältnissen stammt, den reichen Sir Michael Audley heiratet und nun als Lady Audley mit ihm auf dem Landsitz Audley Court lebt. Eine junge Dienstbotin namens Phoebe findet ein Dokument aus der Vergangenheit der ausgesprochen hübschen Lady Audley und beginnt sie damit zu erpressen. Aber das ist erst der Anfang, denn es scheint zunehmend als ob die Lady sehr viele Geheimnisse hat. Ein Neffe ihres Ehemanns, der junge Rechtsanwalt Robert Audley, wird stutzig als sein ehemaliger Schulfreund George Talboys aus Australien zurückkehrt und seine Ehefrau Helen sucht. Die ist jedoch verschwunden, anscheinend sogar gestorben. Dafür gibt es Dokumente. Aber einiges deutet daraufhin dass die junge Lady Audley niemand anders als die angeblich verstorbene Helen ist. Es ist nicht einfach zu beweisen, denn die junge Dame ist intelligent, methodisch und vorsichtig. So schafft sie es auch dass George, der möglicherweise ihr legaler Ehemann ist, sie nicht zu sehen bekommt. Aber der Rechtsanwalt Robert beginnt, sich detektivisch zu betätigen. Hier eine Romanpassage in der Robert und George in Lady Audleys Abwesenheit in ihr Zimmer einbrechen und ein Porträtgemälde von ihr finden in dem George seine frühere Ehefrau zu erkennen meint:
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It's the birthday of John Lee Hooker (1917- 2001). We take a look at one of his many Blues classics. Boom Boom appeared in the Bond film Skyfall, and Hooker played the song in a Lee Jeans commercial. We also like the version in the Blues Brothers movie, great atmosphere, including a fun thing at the end, arguing about who wrote the song. Well, John Lee Hooker did

Heute ist der Geburtstag von John Lee Hooker (1917-2001) und wir werfen einen Blick auf einen seiner vielen Blues-Klassiker. Das Lied Boom Boom erschien im neusten James Bond Film Skyfall (2012) als Version von The Animals, aber das ist ein ganz gutes Cover von 1964. Die alten Blues-Leute haben mit ihren eigenen Aufnahmen oftmals sehr wenig Geld verdient, weil sie über den Tisch gezogen wurden, und es ist möglich dass Hooker mehr an so einem Cover verdiente als an seinen eigenen Aufnahmen. Boom Boom wurde auch von den Chicago Blues Fans The Yardbirds aufgenommen, mit dem Gitarristen Eric Clapton, und 1966 sogar als Single in Deutschland veröffentlicht. Zum Glück lebte Hooker lange genug um im Alter etwas von der Kohle zu kriegen die ihm zustand, wir fanden es gut ihn in der Werbung für Lee Jeans zu sehen. Der Werbespot ist mittlerweile 20 Jahre alt und sieht immer noch gut aus. Jeans und Blues passen gut zusammen, und das Lied wurde damals wieder ein Chart-Hit. Hooker spielte Boom Boom auch in dem Spielfilm The Blues Brothers (1980), die Aufnahme von dem Lied wurde 1979 in Chicagos berühmter Maxwell Street gemacht, dem Geburtsort des Chicago Blues. Das Publikum und die Atmosphäre ist super. Am Ende des Lieds machen die Musiker ein paar Gags darüber wer das Lied geschrieben hat. Aber Boom Boom kann man Hooker nicht streitig machen. Den Liedtitel würden wir als Peng Peng übersetzen, die ersten Zeilen der Originalversion von 1962 lauten ‘Boom boom boom boom, I’m gonna shoot you right down, right offa your feet, take you home with me, put you in my house’. Wobei das
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Wow, Lake Tahoe is a nice place for house with five acres of land. Price tag's over 19 million dollars, though. Then again, Calneva Drive Cabin, above, belonged to Howard Hughes, once the richest man in America. And subject of the Martin Scorsese movie The Aviator (2004) with Leonardo DiCaprio

Ein ehemaliges Haus des exzentrischen Milliardärs Howard Hughes (1905-1976) wird zur Zeit zum Verkauf angeboten. beste Lage am See Lake Tahoe. In der Calneva Drive Cabin, links im Bild, traf sich Hughes mit Leuten wie John F Kennedy und Marilyn Monroe. Das Haus im Blockhaus-Stil wurde in den 1920er Jahren gebaut und Anfang der 1950er Jahre von Hughes gekauft. Wohl als eine Art Wochenendhaus. Hughes war damals mit der Hollywood Schauspielerin Jean Peters verheiratet, die mit Marlon Brando in Viva Zapata (1952) spielte. Hughes war ein notorischer Frauenheld, und Calneva angeblich einer seiner Orte für private Stunden. Die Hughes-Connection von dem Blockhaus am See ist umso interessanter als dass der Mann sich sehr bedeckt hielt, in der Tat zunehmend einsiedlerisch wurde und im Laufe der 60er Jahre völlig von der Bildfläche verschwand. Er wurde zum reichsten Mann Amerikas, leitete sein Imperium per Telefon aus verdunkelten Räumen, und selbst seine engsten Mitarbeiter bekamen ihn nicht mehr persönlich zu sehen. Das Doku The Secret History, für das wir nachfolgend ein YouTube Link setzen, argumentiert dass Howard Hughes’ Symptome aus heutiger Sicht klassische Merkmale von OCD (Obsessive Compulsive Disorder) haben, dazu zählen angebich Dinge wie exzessiver Ordnungszwang, Waschzwang, Kontrollzwang, Angst vor Berührungen etc. Das Doku mutmaßt, dass Hughes diese Züge von seiner überprotektiven Mutter eingebläut bekam. Etwaige Probleme von Hughes wären zudem dadurch verstärkt worden dass er nach einem schweren Flugunfall jahrzehntelang Mengen von Schmerzmitteln benutzte. Andererseits war Howard Hughes, was seine genialen Talente als Ingenieur, Testpilot, Erfinder und Geschäftsmann anbelangt, eine Art Äquivalent von heutigen Machern und Milliardären aus Silicon Valley. Howard Hughes komplexe Persönlichkeit wurde zum Thema mehrere Bücher und Filme. Einer der bekanntesten ist der Martin Scorsese Spielfim Aviator (2004), mit Leonardo DiCaprio als Hughes. Ein recht gut gemachter Film der zudem etwas billiger zu haben ist als die 19,5 Millionen Dollar für das, zugegebenermaßen, idyllisch aussehende Haus mit fünf Schlafzimmern und ca. zwei Hektar Land, im Angebot bei der Firma Chase International.

Info  Deutscher Trailer für Aviator (2004), ein biografischer Spielfilm über Howard Hughes von Martin Scorsese / Deutscher Wiki-Artikel über Howard Hughes / und über Lake Tahoe / Der Dokumentarfilm Secret History über Hughes auf YouTube

 

We've wondered for years why Dr. Kay Scarpetta, the forensic examiner created by Patricia Cornwell, above, hadn't made it into a Hollywood movie yet. It seems that Angelina Jolie in line for the job. That'd be good news. And a pretty good choice

Gute Nachrichten fur Krimi-Fans. Es sieht aus als ob Patricia Cornwells Gerichtsmedizinerin Dr. Kay Scarpetta endlich als Figur in einer großen Hollywood-Produktion verfilmt wird. Angelina Jolie ist im Gespräch und erscheint uns so auf Anhieb als gute Wahl. Jedenfalls höchste Zeit dass Scarpetta in die Kinos kommt. Die Bücher müssen, anhand Verkaufszahlen, eine große Fan-Gemeinde haben. Als wir vor Jahren Patricia Cornwells Debutroman Post Mortem (1990) lasen, waren wir ziemlich vom Hocker. Der starke Fokus auf forensische Medizin war damals neu. Mittlerweile ist Forensik ein großes Krimi-Genre (und auch TV-Seriengenre) mit mehreren anderen Autorinnen so wie Kathy Reichs, die auch sehr gut ist. Ihr Debutroman Tote lügen nicht (1998) erschien allerdings erst Jahre nach Cornwells. Insofern war Patricia Cornwell schon ein Pionier. Die Stories aus dem eigenen Leben der Autorin sind zum Teil ebenfalls faszinierend. So weit wir wissen ist sie eine Nachfahrin von der Onkel Tom Autorin Harriet Beecher Stowe, und kennt seit ihrer Kindheit George H. W. Bush, den ehemaligen US-Präsidenten und Vater von George W. Bush. Patricia Cornwell hat sich auch öffentlich über einige Herausforderungen in ihrem Privatleben geäußert, so wie
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This year's the 50th anniversary of The Freewheelin' Bob Dylan (1963). One of the magical things about the cover is that Bob and Suze look good without trying to. Right down to the clothes and boots they wear. Above all, the album sounds amazing

Dieses Jahr ist das 50. Jubiläum von The Freewheelin’ Bob Dylan (1963), ein Album mit dem Dylan das Folk-Genre in neue künstlerische und politische Sphären katapultierte. Heutzutage erzielen einige seltene LP-Ausgaben tatsächlich Zehntausende von Dollar, gleich mehr dazu. Allein das Cover ist eins der ikonischsten der Musikgeschichte. Es taucht in dem Film Vanilla Sky (2001) auf, wird dort in der Tat von Tom Cruise und Penélope Cruz exakt nachgestellt, inklusive VW-Bus. Wer mal in New York ist, kann das in der dortigen Jones Street übrigens selber tun: Verkehr stoppen, Entschuldigung Herr Wachtmeister…Dylan-Hommage! Das Magische an dem Cover ist dass die beiden gut aussehen ohne es besonders darauf anzulegen. Es wirkt sehr natürlich, und sehr glücklich. Selbst die Klamotten die Bob und Suze tragen sehen gut aus. Selbst heute noch. Die Dame im Bid ist leider vor Kurzem verstorben. Suze Rotolo (1943-2011) war eine von Dylans großen Lieben, das hat der ansonsten eher verschwiegene Mann selber angedeutet. Die Künstlerin hat vor ihrem Tod das Buch A Freewheelin’ Time: A Memoir of Greenwich Village in the Sixties (2009) veröffentlicht und schreibt darin über die damalige Zeit, als das Künstlerviertel Greenwich Village mit seinen Cafés, Folkclubs, Dichtern und Musikern ein einflussreicher kultureller Brennpunkt war. Die damals entstehende Symbiose von Kunst und Politik verdeutlicht das Lied Masters of War (hier Pearl Jam Cover, da Original nicht auf YouTube). Man könnte sich hier, in Bezug auf die Textzeilen ‘Come you masters of war You that build the big guns, You that build the death planes, You that build all the bombs…’ den Hut des oberschlauen Kritikers aufsetzen und sagen dass Kriege nicht ausschließlich von Waffenherstellern angezettelt werden. Es ist komplexer, das zeigt ein kritischer Blick auf heutige Konflikte. Aber wenn man bedenkt dass es Tretminen gibt, oder zumindest gab, die absichtlich wie Kinderspielzeug aussehen, wird klar dass 
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The trailer for the Disney movie Saving Mr. Banks (2013) looks good. Link below. A film about the at times difficult relationship between Walt Disney (Tom Hanks) and P. L. Travers (Emma Thompson), the author of the Mary Poppins books, during the development of the Disney classic Mary Poppins (1964)

Der Trailer für den kommenden Disney-Spielfilm Saving Mr. Banks (2013) sieht gut aus. Link folgt. Es geht um die teils schwierige Beziehung zwischen dem Studioboss Walt Disney und der Mary Poppins Erfinderin P. L. Travers. Darsteller Tom Hanks scheint uns wie geboren um Walt Disney zu spielen, und Emma Thompson wirkt gut in der Rolle der Autorin. Die in Australien geborene Autorin P. L. Travers (1899-1996) war eine Dame die genau wusste was sie wollte, als Disney versuchte, die Filmrechte an ihren Mary Poppins Büchern zu bekommen. Sie ließ sich nicht vom Charme des Disney-Chefs beeindrucken, sondern bestand auf so viel Mitspracherecht bei der Entwicklung des Films und des Drehbuchs dass sie dem guten alten Walt fast den letzten Nerv kostete. Aber vielleicht war dies ja ein Mitgrund warum der Film Mary Poppins (1964) so ein exzellenter Klassiker von einem Familienfilm wurde. Wir vermuten dass jeder Leser ihn kennt, uns persönlich sind mehrere Szenen völlig unvergesslich, so wie die Kinder die während dem Besuch bei dem versponnenen Onkel Albert vor Lachen sprichwörtlich vom Boden abheben. Und die Schornsteinfeger die auf den Dächern von London tanzen und singen. Oder wie die Kinder von einem uralten Bankdirektor verfolgt werden der hinter ihrer Pfennig-Münze her ist. Die Autorin verarbeitete in Mary Poppins zum Teil Aspekte ihrer eigenen Familiengeschichte, die keineswegs zuckersüß verlief. In der Tat, war es einer der Streitpunkte zwischen Travers und Disney dass Drehbuch und Film die ernsten Aspekte der Geschichte herunterspielten oder verschwinden ließen. Zum Beispiel beruht die Figur des Vaters Mr. Banks in der Mary Poppins Geschichte auf P. L. Travers eigenem Vater, der ebenfalls Banker war und ebenfalls von seinen Bankbossen erniedrigt wurde. Allerdings ohne Happy End. Travers Vater wurde von seinem Posten als Manager zum Schalterpersonal herabgestuft und starb
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Today's the birthday of Mark Knopfler, the guitarist, singer and songwriter, who also founded Dire Straits. There's a good documentary by John Illsley on YouTube about six guitars that had a special significance in Mark's career. Link below

Es ist der Geburtstag von Mark Knopfler, dem Gitarristen, Sänger und Liederschreiber der auch die Band Dire Straits gründete. Sein ehemaliger Bassist John Illsley hat einen interessanten Dokumentarfilm über die wichtigsten Gitarren in Marks Karriere gedreht. Link folgt. Der Gitarren-Trip beginnt im nordenglischen Newcastle wo Mark aufwuchs, und wo er als Teenager an Wochenenden zu dem Gitarrengeschäft J. G.Windows pilgerte um sich Gitarren anzusehen. Das Geschäft gibt es heute noch, zu finden in der Jugendstil Einkaufspassage Central Arcade. Knopfler hat auch die Gitarre mitgebracht die er dort 1964, vor fast fünfzig Jahren von seinem Vater gekauft bekam. Es ist eine ziemlich gut aussehende Stratocaster-Kopie, eine Super Solid V2 von Höfner, einer deutschen Firma. Das Modell kostete damals fünfzig Pfund. Nicht billig, dafür musste man damals ein, zwei Wochen arbeiten. Mark hütete sie wie seinen Augapfel, des nachts stand sie neben seinem Bett. Sie ist gut erhalten und selbst John Illsley hatte sie vorher noch nie gesehen. Im Jahr 1968 ging Mark in die Stadt Leeds,ebenfalls Nordengland, und begann einen Job als Reporter bei der Zeitung Yorkshire Evening Post. Er schrieb u. a. einen Artikel über den Musiker Steve Phillips, der Mark wiederum für eine Gitarre begeisterte die später auf mehreren Dire Straits und Knopfler Aben auftauchen sollte: Eine Resonatorgitarre vom Modell National Style O-14, Baujahr 1938.
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'Das Auto: The Germans, Their Cars and Us' (2013). A new BBC documentary about the German car industry is online. It's very interesting and can be watched on YouTube. Link below

Ein interessanter neuer BBC-Dokumentarfilm über die deutsche Autoindustrie ist online auf YouTube, Link folgt. In England bekam das Doku Das Auto: The Germans, Their Cars and Us (2013) einige Kritik, weil es ziemlich hart mit der englischen Autoindustrie ins Gericht geht und vergleicht was in in Deutschland richtig und in England falsch gemacht wurde. Es zeigt allerdings auch dass die deutsche Autoindustrie einem Engänder, nämlich Major Ivan Hirst, viel zu verdanken hat. Dieser Mann aus dem nordenglischen Yorkshire rettete nach dem Krieg Volkswagen und hatte somit, unserer Meinung nach, einen bedeutenden Anteil am deutschen Wirtschaftswunder. Etwas das der Mann selber immer herunterspielte: Er hätte nur seinen Job gemacht. Die Probleme der englischen Autoindustrie haben, wie das Doku recht plausibel argumentiert, ihre Wurzeln schon in den 50er Jahren, obwohl damals augenscheinlich alles bestens lief. Im Programm werden eine Viehzahl von Faktoren erläutert. Drei davon versuchen wir kurz zusammenzufassen: 1. England verließ sich beim Export ihrer Autos zu sehr auf ihre ehemaligen Kolonien, die Commonwealth-Länder. Deutschland hatte nichts dergleichen und entwickelte, gezwungenermaßen, die Märkte in ihren europäischen Nachbarländern, und später auch in Amerika. 2. Die Beziehung zwischen Firmenleitung und Arbeitern waren in England von einem Klassensystem geprägt das es auf diese Art nicht in Deutschland gab. Die Polarisierung zwischen Arbeitern und Bossen führte zunehmend zu Streiks, von einer Größenordnung die in Deutschland vermieden wurde. Beispiel: In den 1970er Jahren ging für jede Stunde Arbeitsausfall in der deutschen Autoindustrie, zehn Stunden Arbeit in England verloren. Etwas das man teils, aber nicht komplett militanten Gewerkschaften in die Schuhe schieben kann.
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Volvo went for a commendably unconventional pitch in their campaign for the V40 R-Design. Going for the musical pun, we picked two bands of a comparable vintage and stature in their musical genres. See what you prefer. As for the actual challenge to compare cars, see details on Volvo website, below

In der englischen Presse lief vor Kurzem eine interessante Werbekampagne von Volvo für ihr, zugegebenermaßen, gut aussehendes V40 R-Design Modell. Die Anzeige, ein Ausschnitt davon links im Bild, fordert englische Fahrer dazu auf den neuen V40 mit der Mercedes A-Klasse zu vergleichen. Und zwar nicht nur auf dem Papier sondern bei einer Testfahrt. Falls man danach immer noch den Benz bevorzugt, bezahlt Volvo, so wie wir es verstehen, die erste Monatsrate. So sicher ist die Firma ihrer Sache. Wir wissen nicht ob solche, einen Vergleich herausfordernde Werbung in Deutschland überhaupt erlaubt wäre. Jedenfalls ist uns nichts Ähnliches in deutschen Medien aufgefallen. Aber es ist ohnehin üblich dass Autohersteller andere Werbung in anderen Ländern haben. Macht Sinn, in England zum Beispiel kommt man mit unkonventioneller oder humorvoller Werbung besser an als in Deutschland. Speziell bei Autos, vermuten wir, verstehen die Deutschen nicht so viel Spaß – und es geht ja tatsächlich um eine beträchtliche Investition und nicht um etwas das man im Supermarkt mal probehalber in den Einkaufswagen wirft. Die Details des Angebots von Volvo sind auf der Website der Firma, Link am Ende des Blogposts, und können von Leser bei Interesse selber auscheckt werden. Wir nehmen jedoch die Volvo-Werbung in ihrer musikalischen Anspielung beim Wort und vergleichen, rein spaßeshalber, deutschen Techno und schwedischen Metal. Wir sind für beide Genres
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The legend of Lady Godiva, who protested against excessive taxes, fascinated Victorian artists and poets alike. On the birthday of Alfred Tennyson (1809-1892) we look at his poem Godiva and match it with the paintiing Lady Godiva (1889) by John Collier. See link for complete version of the poem below

Es ist der Geburtstag des Dichters Alfred Tennyson (1809-1892) und wir werfen einen Blick auf sein Gedicht Godiva (1842). Es beruht auf einer Legende die in England sehr bekannt ist und auch Kunstwerke wie das Gemälde Lady Godiva (1889) von John Collier inspirierte: Eine angelsächsische Adelige soll vor 1000 Jahren, lediglich mit ihrem Haarschopf bekleidet, durch die Straßen von Coventry geritten sein um ihren Ehemann den Grafen abzuhalten, die Bürger mit zu hohen Steuern zu ruinieren

Godiva

The woman of a thousand summers back,
Godiva, wife to that grim Earl, who ruled
In Coventry: for when he laid a tax
Upon his town, and all the mothers brought
Their children, clamoring, “If we pay, we starve!”
She sought her lord, found him, where he strode
About the hall, among his dogs, alone,

His beard a foot before him and his hair
A yard behind. She told him of their tears,
And pray’d him, “If they pay this tax, they starve.”
Whereat he stared, replying, half-amazed,
“You would not let your little finger ache
For such as these?” — “But I would die,” said she.
He laugh’d, and swore by Peter and by Paul;

Then fillip’d at the diamond in her ear;
“Oh ay, ay, ay, you talk!” — “Alas!” she said,
“But prove me what I would not do.”
And from a heart as rough as Esau’s hand,
He answer’d, “Ride you naked thro’ the town,
And I repeal it;” and nodding, as in scorn,
He parted, with great strides among his dogs.

Soweit ein Ausschnitt von dem Gedicht dessen ursprüngliche Form und Länge bei Wiki ausgecheckt werden kann, Link folgt gleich. Lady Godiva unternimmt ihre Aktion weil Mütter ihr klagen dass die Kinder des Landes bei einer weiteren Steuererhöhung hungern würden. Als ihr Ehemann dennoch nicht nachgeben will, fragt sie ihn was sie tun müsse um ihn von dem Vorhaben abzubringen? Im Zorn und im Glauben dass die Lady dies nie wagen würde, sagt er, dafür müsse sie ohne Klamotten
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At this year's Henley Literary Festival Graham Nash talks about his upcoming autobiography Wild Tales (2013). In anticipation of what could be one of the most interesting books relating to the classic rock era, we look at three Graham Nash songs, with Crosby, Stills & Nash, one from the 60's, the 70's and the 80's

Beim diesjährigen Henley Literary Festival im September spricht Crosby, Stills & Nash Musiker Graham Nash über seine demnächst erscheinende Autobiografie Wild Tales (2013). Der Titel stammt von einem seiner Soloalben, obwohl wir vermuten dass einige der Geschichten aus der klassischen Rock- und Hippie-Epoche in der Tat etwas wild sein könnten. Wobei Graham Nash für uns immer etwas bodenständiger wirkte als seine Kumpanen David Crosby, Stephen Stills und Neil Young, der ebenfalls, wenn auch nicht regelmäßig, mit von der Partie war. Nash wirkt nicht so introvertiert wie Neil Young, nicht so launisch wie Stephen Stills, und hatte nicht so ernste Drogenprobleme wie David Crosby sie hatte. Was alle vier Musiker jedoch verbindet, ist dass sie, angefangen mit ihrem Auftritt in Woodstock 1969, zu Schlüsselfiguren ihrer Generation wurden. Zudem mit engen Verbindungen zu Leuten wie Grateful Dead, Joni Mitchell und vielen anderen die als Freunde und Gastmusiker auf CSN-Alben mitwirkten. Joni Mitchell, oben auf einem Foto zu sehen, war zeitweise auch persönlich mit Nash liiert. Wobei unseres Wissens auch David Crosby und Neil Young in sie verliebt waren. So kam es, dass auf dem Debutalbum Crosby, Stills & Nash (1969) zwei Lieder von Joni handelten: Das Lied Lady of the Island von Graham Nash, und das Lied Guinnevere von David Crosby. Aber solche Dinge waren damals unter Musikern kein Grund sich gegenseitig die Freundschaft zu kündigen. Unser Lieblingslieds auf dem Album ist jedoch Marrakesh Express, das Graham Nash vor der Gründung von CSN geschrieben hatte, ursprünglich für seine ehemalige britische Band The Hollies.
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Edward Burne-Jones' Love among the Ruins (1873) has been sold at Christie's for £14,8 m, a price far exceeding initial estimates. A good opportunity to take a look at the Robert Browning poem that inspired it. Compared to all the fruitless triumphs of long gone kings, the poet concludes: Love is best

Beim Auktionshaus Christie’s wurde vor kurzem der Rekordpreis von 14,8 Millionen Pfund für Edward Burne-Jones’ Love among the Ruins (1873) erzielt. Schätzungen im Vorfeld der Versteigerung lagen zwischen 3 und 5 Millionen. Handelt es sich hier um ein Comeback für Viktorianische Kunst? Nicht völlig auszuschließen. Kunst, Kunstkritik und Kunstwahrnehmung in der Öffentlichkeit sind keineswegs unabhängig vom Zeitgeist. Das was momentan noch als Moderne Kunst gilt, wird langsam aber sicher ebenfalls beweisen müssen ob es dem kritischen Blick kommender Generationen standhält. So erging es im 20. Jahrhundert auch der Künstlerbewegung der Präraffaelitischen Bruderschaft die im 19. Jahrhundert als Avantgarde galt und später beim Kunstestablishment in Ungnade fiel. Zu so einem Grad dass viktorianische Kunstwerke in den 1960er Jahren auf Flohmärkten und in Läden für Secondhand-Möbel landeten. Kein Witz, Sammler wie Andrew Lloyd Webber kauften damals für ein paar Hundert Pfund Bilder die heute Millionen wert sind. Love among the Ruins (1873), das zuletzt im Jahr 1958 auf dem Markt war und damals für 500 Pfund verkauft wurde, ist nicht unbedingt unser Lieblingsbild aus dem Umfeld der Präraffaeliten – die Farben wirken etwas bleiern – aber uns gefällt die Idee hinter dem Bild. Der Name Liebe unter den Ruinen stammt von einem Gedicht das Robert Browning im Jahr 1852 schrieb. Es handelt von einem Liebespaar das sich an einem Ort trifft wo früher einmal Paläste standen, die jetzt nur noch überwachsene Ruinen sind. Die lang vergessenen Herrscher kommandierten hier einst riesige Armeen und bauten Tempel für ihre Götter:  

In one year they sent a million fighters forth
South and North,
And they built their gods a brazen pillar high
As the sky,

Aber das liegt Jahrhunderte zurück, und das Paar kommt zu dem Schluss dass im Vergleich zu allen fruchtlosen Triumphen jener Könige, die Liebe das Beste ist. Der Dichter der als einer der größten der viktorianischen Epoche gilt, endet tatsächlich mit diesen drei einfachen Worten und einem Ausrufezeichen: Love is best!  

Info  Wiki-Artikel über den Maler Edward Burne-Jones und den Dichter Robert Browning

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It's the birthday of P. D. James, she is 93 today. The Children of Men isn't a detective novel, it goes into Science Fiction territory. The book is good, though its themes, like the end of mankind, lend themselves very well to an epic movie. Children of Men (2006) is visually and even musically impressive. Check the clip with John Tavener's Fragments of a Prayer. Link below

Heute ist der Geburtstag von P. D. James, sie ist 93 Jahre alt und immer noch als Autorin tätig. Am bekanntesten für ihre Krimis, speziell die Reihe mit Detektiv Adam Dalgliesh der zuletzt in dem exzellenten Roman Ein makelloser Tod (2008) ermittelte. Sie hat aber auch zwei, drei Bücher geschrieben die etwas aus der Reihe fallen: Der Tod kommt nach Pemberley (2013) spielt vor etwa 200 Jahren, knüpft an die Handlung von Jane Austens Stolz und Vorurteil an und wird zur Zeit verfilmt. Noch ungewöhnlicher ist ihr Science Fiction Roman The Children of Men (1992). Auf Deutsch mit dem Titel das Land der leeren Häuser veröffentlicht, kam das Buch nicht besonders gut an, hatte aber als Kinoverfilmung Children of Men (2006) Erfolg und gute Kritiken. Wir mögen das Buch, kannten es vor dem Film, aber es ist tatsächlich so dass sich das Roman-Konzept von einer aussterbenden Menschheit sehr gut für einen epischen Spielfilm eignet. Leuten die ihn noch nicht kennen, würden wir also durchaus empfehlen den Film zuerst auszuchecken. Auch wenn er sich, typischerweise, von der Romanvorlage unterscheidet, wird hier der philosophische Kern, oder das Gefühl des Romans gut rübergebracht: Die Frage: Wie würden sich Menschen fühlen die wüssten dass sie die letzte Generation sind, dass in ca. fünfzig Jahren keine Menschen mehr auf der Erde leben werden? Ein interessantes Gedankenspiel, denn auf Anhieb könnte man denken dass viele Menschen heutzutage sowieso nach dem Prinzip Nach mir die Sintflut leben, also primär auf ihre persönliche Zukunft eher als die der Menschheit fixiert sind. Aber Buch und Film stellen dar dass dies nur vordergründige Motivationen sind, und dass die sprichwörtliche Perspektivlosigkeit einer kinderlosen Gesellschaft nicht nur
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We actually like Kelly Clarkson, that song 'Stronger' was good. Also nice to know that she's an Austen fan. Jane's ring should stay in England, though. Preferably in a museum, where every Austen fan can see it. But at least Kelly's shown determination

Ein persönliches Schmuckstück der Autorin Jane Austen, ein Ring aus Gold und Türkis, wurde letztes Jahr von der Popsängerin Kelly Clarkson für über £150,000 ersteigert. Jetzt sieht es so aus als ob sie den Ring nicht so leicht nach Amerika bringen kann. Das englische Kultusministerium ist eingeschritten und hat einen vorläufiges Exportverbot verhängt. Bis Ende dieses Jahres soll dadurch die Möglichkeit geschaffen werden, dass der Ring von jemandem gekauft wird der ihn in England lässt. Eine gute Entscheidung, denn wir vermuten dass der Ring nie wieder aus Amerika zurückgekommen wäre. Der Ring stammt von einem Goldschmied in London und wurde Jane von ihrem Bruder Henry geschenkt der dort als Banker arbeitete. Der Auktionspreis von £152,450 ist nicht so besonders hoch, wenn man bedenkt dass beispielsweise eine Gitarre von Eric Clapton für 959.500 Dollar versteigert wurde. Wir könnten uns vorstellen dass ein renommierter Schmuckkonzern der Sängerin irgendwann ein unwiderstehliches Angebot gemacht hätte, um dann Kopien von dem Ring zu fertigen. Austen ist weltberühmt und Traumvorlage zum Vermarkten. Anhand von Fotos besitzt Kelly Clarkson selber schon eine Kopie des Rings, Wir schätzen, im Laufe der Zeit wird der Wert des Rings in Richtung von Claptons Stratocaster tendieren. Dass es überhaupt so weit kam dass der Ring kurz vorm Abschied auf Nimmerwieder gerettet werden muss, ist jedoch nicht Kelly Clarksons Schuld, die Sängerin ist ein Austen-Fan und hat für etwas geboten das versteigert wurde. Völlig verständlich. Aber es wäre erstaunlich wenn das Kultusministerium nichts von der Versteigerung wusste. Aber besser spät als gar nicht. Viel Glück. Zum Abschluss das Lied Stronger von der Lady die auf alle Fälle bewiesen hat dass sie resolute Entscheidungen treffen kann. Wenn sie den Austen-Ring verliert, wird sie das – ganz im Sinne ihres von einem Nietzsche-Zitat inspirierten Lieds – nur noch stärker machen.

By the way  Seeing as the music industry crops up in this: If one of Eric Clapton’s guitars is auctioned for 959.500 dollars, surely Jane Austen’s ring is worth a bit more than £152,450

Update  12. Aug. Das Jane Austen’s House Museum in Chawton, dem Heimatort der Autorin, versucht zur Zeit das Geld für den Ring durch Spenden zusammenzukriegen. Aufgrund einer anonymen Spende von £100,000 besteht nun eine Chance dass der Ring Austen-Fans zur Ansicht erhalten bleibt

Update  24. September Das Jane Austen House Museum teilt mit: ‘We are pleased to announce that our campaign to raise funds to purchase the gold and turquoise ring, once owned by Jane Austen, has been successful. Our offer to buy the ring from singer Kelly Clarkson has been accepted‘. Der Ring bleibt also endgültig in England.

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Avenita Kulturmagazin