Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Archive for 'Blog'

2019 German radio dramatisation online of The Year of Magical Thinking (2005) by Joan Didion. She tries to deal with the sudden death of her husband John. Above, my Vintage Books paperback edition with a photo of the author's family in 1976

Es geht um Trauer, um dem Umgang mit dem unerwarteten Tod des Ehepartners. Joan Didion schreibt: ‘Das Leben ändert sich schnell. Das Leben ändert sich in einem Augenblick. Man setzt sich zum Abendessen, und das Leben, das man kennt, hört auf.’ Diese Zeilen kommen auch im Hörspiel vor. Eine MDR-Produktion die mit der Stimme von Heidi Ecks und der atmosphärischen Musik von Ole Schmidt beeindruckt. Link folgt am Ende des Blogposts. Im Foto ist meine englische Ausgabe ‘The Year of Magical Thinking’ (2005). Ich habe ein Foto beigefügt, auf dem die Autorin, Ehemann John und Tochter Quintana in Malibu im Jahr 1976 zu sehen sind. Das Leben der Familie änderte sich schlagartig als John im Jahr 2003 von einem Moment auf den anderen an einem Herzinfarkt starb. Das ‘magische Denken’ des Buchtitels bezieht sich darauf dass die Autorin
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It's Eric Clapton's birthday and also his 50th year in music. We take a look at his legendary Fender Stratocaster called 'Blackie'. There's a video clip for guitar freaks, link below, with boffins around a table dismantling 'Blackie' like a UFO

Es ist der Geburtstag von Eric Clapton und das 50. Jubiläum seiner Musikkarriere, die im Jahr 1963 als Gitarrist bei den Yardbirds begann. Clapton hat 2013 ein volles Programm, er spielt eine ganze Reihe von Konzerten, darunter fünf Nächte in Londons Royal Albert Hall im Mai. Es gibt auch ein brandneues Album von ihm, es heißt Old Sock (2013) und auf unserer Info-Leiste ist ein Interview in dem Clapton über das Album spricht und auch den Namen erklärt – der etwas mit David Bowie zu tun hat. Wir haben in das Album reingehört, im Netz ein paar Ausschnitte angespielt aber wir rezensieren es wenn wir es in Ruhe angehört haben. Wir machen heute etwas für Gitarren-Freaks und werfen einen Blick auf Claptons legendäre schwarze Fender Stratocaster ‘Blackie’ die im Jahr 2004 für 959.500 Dollar versteigert wurde. Der Erlös ging
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1992 BBC radio dramatisation with Sean Bean in the role of Martin Guerre online. Story filmed with Gérard Depardieu, above. Later with Richard Gere as 'Sommersby' (1993). The original story is set in 15th century - and really happened

Ein Hörspiel von 1992 mit Schauspieler Sean Bean in der Titelrolle. Link folgt am Ende des Blogposts. Die im 16. Jahrhundert spielende Story beruht auf wahren Begebenheiten und wurde 1982 mit Gérard Depardieu verfilmt. Er ist im Foto mit Nathalie Baye zu sehen. Aber ist er wirklich ihr Ehemann, oder hat er nur die Identität des seit Jahren verschollenen Soldaten Martin Guerre angenommen? Der Film war ein Erfolg, ist aber wahrscheinlich in Frankreich bekannter als anderswo. Die international bekannteste Version, gemäß Blick auf Amazon, ist das Remake mit Richard Gere und Jodie Foster das unter dem Titel Sommersby (1993) erschien und die Handlung ins 19. Jahrhundert, und in die Zeiten des Amerikanischen Bürgerkriegs verlegte. Die Story funktionierte auch in diesem Kontext gut, aber wenn ich mich recht erinnere,
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It's the birthday of Vicente Amigo, an amazing guitarist from Andalusia, who's won a Grammy and played with people like Sting. On his album 'Tierra' (2013) he incorporates celtic elements into his music. Check the video 'Roma' below

Es ist der Geburtstag des andalusischen Gitarristen Vicente Amigo. Er gewann mit einem seiner früheren Alben, dem exzellenten Ciudad de las Ideas (2001) einen Grammy und spielte auf dem Album Sacred Love von Sting. Wir mögen Flamenco, der ein archetypischer andalusischer Musikstil ist, sehr gerne. Die Musik muss nicht mit Pop- oder keltischer Musik gemischt werden um uns zu gefallen. Aber wir sind auch keine Musikpuristen die etwas dagegen haben wenn moderne Flamenco-Musiker zum Beispiel Jazz-Elemente in ihre Musik einbeziehen, was heutzutage ein starker Trend ist. Und warum auch nicht – Grenzen in Musik waren schon immer fließend. Vicente Amigo hat jetzt einen weiteren interessanten Schritt gemacht und keltische Elemente in seine Musik einbezogen, und wir finden dass es gut klingt, vor allem weil er es nicht auf Biegen und Brechen macht sondern die vermeintlichen Grenzen, oder besser gesagt, die Berührungspunkte zwischen den Musikstilen sehr gefühlvoll auslotet und sanft ineinander fließen lässt. Dazu hat er auch ein schönes, schlichtes Video gemacht, siehe Link unten, das ihn anfangs mit seinem Fahrrad an einem Zaun – vielleicht an der musikalischen Grenze? – zeigt, und ihn dann auf einer Reise verfolgt die man vielleicht als Symbol für eine Reise in keltische Musik-Gefilde interpretieren könnte.

 

Playing with musicians from Scottish folk band Capercaillie

Dabei darf man nicht vergessen dass es in Spanien, speziell im Norden sehr wohl starke keltische Traditionen gibt: Die nordspanische Region Galicien trägt ihre keltische Vergangenheit sogar in ihrem Namen. Das folgende Video zeigt den Gitarristen mit dem Fahrrad auf dem Jakobsweg und endet an der Küste von Galicien bei Kap Finisterre. Der Name des Albums Tierra bedeutet auf Spanisch Erde, sowohl als auch Heimat. Uns gefällt das Motiv von einer unterirdischen Gitarre aus deren Saiten Pflanzen zur Erdoberfläche durchdringen. Auch der Name des Musikers wird auf clevere Weise in das Gitarren-Bild eingebaut. Das Album wurde von dem ehemaligen Dire Straits Mitglied und Keyboarder Guy Fletcher produziert. Die Begleitmusiker auf Tierra sind u. a. Donald Shaw, Michael McGoldrick und Ewen Vernal von der schottischen Folkband Capercaillie. Plus Geigenspieler John McCusker von Mark Knopflers Band. Der andalusische Gitarrist hat wirklich ein paar gute amigos gefunden. Felíz cumpleaños, Vicente.

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Weitere Infos  Video-Clip für Roma auf YouTube / ein kurzer deutscher Eintrag über Vicente Amigo bei Wikipedia, der englische Artikel ist etwas informativer

Mehr über Flamenco Lesen Sie unseren Feature-Artikel Auf den Spuren von Paco de Lucía in Andalusien

Avenita Kulturmagazin

 

Agatha Christie's 'The ABC Murders' (1936) is one of her best novels. Devon places like Paignton and Churston are mentioned. There's also a BBC radio play online. Link below

Einer der besten Krimis von Agatha Christie ist als BBC-Hörspiel online. Link folgt am Ende des Posts. Der Originaltitel ist The ABC Murders und der Roman wurde 1936 veröffentlicht. Dies ist einer von Christies eher düsteren Krimis. Detektiv Hercule Poirot wird per Brief von einem Killer herausgefordert, Morde zu verhindern die an einem bestimmten Ort und an einem bestimmten Tag stattfinden sollen. Der Täter scheint es darauf anzulegen, Poirot als unfähig vorzuführen und zu erniedrigen.  Dies ist ein schwieriger Fall für ihn, denn es ist nicht die übliche Situation mit einer begrenzten Zahl von Verdächtigen in einem geschlossenen Raum. Es scheint zwischen den Opfern anfangs keine Verbindung zu geben. Und möglicherweise hat unser Detektiv es hier mit einem hochintelligenten Psychopathen zu tun. Ermittlungen im
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Trailer looks promising for the Norwegian movie about Thor Heyerdahl's 1947 expedition on a raft, thousands of miles across the Pacific Ocean - to prove a theory. Link below

Trailer für den norwegischen Spielfilm Kon-Tiki (2012) über Thor Heyerdahls Pazifik-Expedition im Jahr 1947 sieht gut aus. Link folgt am Ende des Posts. Ebenfalls, Link für Kon-Tiki als Hörbuch. Der Norweger Thor Heyerdahl (1914-2002) lebte viele Jahre hier in Spanien, wenn auch nicht bei uns auf dem Festland sondern auf der Insel Teneriffa. Auch dort erforschte er interessante Theorien. Dabei ging es um die kanarischen Pyramiden von Güímar, die Heyerdahl in Verbindung mit Kulturen von Zentralamerika und Ägypten sah. Diese Verbindung mit Teneriffa ist umstritten, aber Heyerdahl war kein Esoteriker, er wollte zeigen dass frühe Kulturen, durch ihre von uns unterschätzten Seefahrtstechniken, viel mehr Reichweite hatten als wir heute glauben. Seine
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Documentary on BBC radio about megalithic monuments like the Ring of Brodgar on Orkney, above, having interesting tonal properties which may have been one of various aspects that made these places special in the past. Programme link below.

Ein Doku auf BBC-Radio untersucht ob Steinkreise wie der Ring of Brodgar auf Orkney, siehe Foto links, Klangeffekte produzieren die ein Teilaspekt von dem gewesen sein könnten was den Monumenten vor Tausenden von Jahren einen speziellen Status gab. Professor David Hendy von der University of Sussex weist darauf hin dass Rituale in den meisten Kulturen vielschichtiger Art sind, dass heisst, Klang wird sicher nicht der einzige Aspekt gewesen sein. Wir dachten dabei an die Tatsache dass in Kirchen heutzutage zum Beispiel Hymnen eine Rolle spielen – aber vieles andere auch. Das Programm versucht also nicht eine völlig neue Theorie über die Megalithkultur aufzustellen. Stattdessen werden die Monumente besucht und vor Ort einige akustische Tests gemacht. Ein Link für die Sendung folgt unten auf unserer Info-Leiste. Kurioserweise begegnete uns die Idee dass die Monumente eine Verbindung mit Klangeffekten haben könnten, vor Jahren beim Lesen eines über hundert Jahre alten Romans von Thomas Hardy: In Tess (1891) ist eine Passage mit einer Beschreibung von Stonehenge. Interessant dabei ist dass Hardys hier einen subtilen Klang beschreibt den man heute, aufgrund der modernen Klangkulisse von Autos (Stonehenge liegt jetzt an einer vielbefahrenen Straße) und Luftverkehr nicht mehr wahrnehmen kann. Wir übersetzen frei und auszugsweise aus der Originalfassung:

Um sie herum herrschte Dunkelheit und eine schwarze Einsamkeit durch die eine steife Brise blies. So waren sie zwei oder drei Kilometer gegangen als Clare plötzlich einen riesigen Bau wahrnahm der nah vor ihnen steil aus dem Gras ragte. Was für ein monströses Bauwerk ist das? Es summt, sagte Tess, hör mal. Er horchte. Der Wind der auf dem Bauwerk spielte, produzierte einen dröhnenden Ton, wie die Note einer gigantischen Harfe die nur eine Saite hat.

Unwahrscheinlich dass Hardy diesen Effekt, den er auch als windharfenähnlich beschreibt, frei erfunden hat. Seine Romane enthalten viele detaillierte Beschreibungen damaliger Verhältnisse, inklusive handwerklichen und landwirtschaftlichen Techniken. Hardy wollte Dinge überliefern und verewigen. Der Klang-Aspekt ist also zumindest eine Spur die man verfolgen kann. Dabei fällt auf dass viele Monumente im Laufe der Zeit Namen erhalten haben die immer noch eine Verbindung zu
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The flying scenes in Out of Africa (1985) with Meryl Streep and Robert Redford (above) are beautiful. See YouTube clip below. The plane used, a DH60 Gipsy Moth like Denys Finch Hatton's, has just been sold at an auction for $302,000

Die Flugszenen in Jenseits von Afrika (1985) mit Meryl Streep und Robert Redford sind wundervoll, ein Clip davon unten auf unserer Info-Leiste. Das Flugzeug, ein DH.60 Gipsy Moth Doppeldecker, wie ihn auch Denys Finch Hatton flog, der im Film von Redford dargestellt wird, ist gerade auf einer Auktion für 302,000 Dollar versteigert worden. Gemäß dem Auktionshaus Bonhams blieb der Käufer anonym, verhandelte übers Telefon, teilte aber mit dass die Gipsy Moth wieder nach Kenia zurückkehren werde. Dort war auch vor 100 Jahren, von 1913 bis 1931, die dänische Autorin Karen Blixen, die ihr dortiges Leben auf einer Farm in dem Buch Jenseits von Afrika (1937) beschrieb. Die Dame benutzte verschiedene Pseudonyme, wie Isak Dinesen, aber in Deutschland erscheinen ihre Bücher unter dem Namen Tania Blixen. Die Verfilmung ist super, einer unserer Lieblingsfilme, und wir vermuten dass die meisten Leser ihn kennen werden. Ein Film den man sich öfters ansehen kann, zum einen weil eine echte und ungewöhnliche Geschichte wie die von Karen Blixen nicht so klischeehaft ist wie viele frei erfundene Hollywood-Romanzen, und zum anderen auch weil der Film so eindrucksvolle Drehorte und interessante Requisiten einsetzt, wie zum Beispiel die De Havilland Gipsy Moth, siehe oben ein Foto davon. Dieses versteigerte Model, Baujahr 1929, das im Film verwendet wurde, ist bis heute flugfähig und erreicht eine Geschwindigkeit von 170 km/h. Der in England gebaute Flugzeugtyp kam erstmals 1925 auf den Markt und wurde ein Verkaufsschlager, auch aufgrund des relativ günstigen Preises von damals 650 Pfund, was nach heutigen Verháltnissen etwa 40.000 Euro wären. Und die Gipsy Moth ließ sich gut fliegen: Der britische Flugpionier Alan Cobham probierte sie persönlich und flog damit an einem Tag von London nach Zürich – und zurück. Aber nicht jeder Pilot kam heil zurück: Wir wissen nicht ob Denys Finch Hatton, wie es im Film dargestellt wird, wirklich einfach eine Gipsy Moth kaufte und – ohne vorherige Flugerfahrung – schon am nächsten Tag damit losflog. Damals waren abenteuerliche Zeiten. Aber irgendwann erwischte es ihn. Sein Grab ist heute noch in den Ngong-Bergen von Kenia.

 

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Karen Blixen: ‘Jenseits von Afrika’ als Hörspiel von 2011 online Die BBC-Produktion Out of Africa. Mit Emma Fielding (als Karen Blixen), Tom Goodman-Hill (als Denys Finch-Hatton), Beru Tessema (als Kamante), Maynard Eziashi (als Farah), Sean Baker (Wilhelm), Sam Dale (als Bror), Iain Batchelor (als Emmanuelson), Sam Dale (als Berkeley), Jude Akuwudike (als Ismael). Bearbeitung: Judith Adams.Regie: Gaynor Macfarlane

Flugzeug  Aus dem Film Jenseits von Afrika (1985) Flugszenen mit Gipsy Moth / weitere Details über die De Havilland Moth in Wiki-Artikel / Foto: Meine Soundtrack-LP von John Barry für den Film von Sydney Pollack

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Des Weiteren Boris Pasternak: ‘Doktor Schiwago‘ als BBC-Hörspiel von 2007 online

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Journée internationale de la Francophonie: Living in Andalusia, we happily fly the flag for Latin related languages. 20th March is the official celebration of the French language - spoken not just in France but many other countries. Good opportunity to look at a French song by Belgian songwriter Jacques Brel: 'Le Moribond' later became 'Seasons in the Sun'

Zum Tag der Frankophonie ein französisches Lied vom belgischen Liedermacher Jacques Brel. Auch bekannt als Seasons in the Sun

Le Moribond

Adieu l’Émile je t’aimais bien
Adieu l’Émile je t’aimais bien tu sais
On a chanté les mêmes vins
On a chanté les mêmes filles
On a chanté les mêmes chagrins
Adieu l’Émile je vais mourir
C’est dur de mourir au printemps tu sais
Mais je pars aux fleurs la paix dans l’âme
Car vu que tu es bon comme du pain blanc
Je sais que tu prendras soin de ma femme
Je veux qu’on rie
Je veux qu’on danse
Je veux qu’on s’amuse comme des fous
Je veux qu’on rie
Je veux qu’on danse
Quand c’est qu’on me mettra dans le trou

Soweit die erste Strophe und der erste Refrain. Rhythmus und Arrangement sind hier völlig anders als in der späteren Coverversion Seasons in the Sunaber man kann die Melodie gut erkennen. Der 1974 weltweite Megahit von Terry Jacks ist, im nettesten Sinne, weichgespülter, nicht so staccatohaft wie das Original. Ich mag beide. Aber heute am Journée internationale de la Francophonie tendiere ich etwas mehr zum rauen Charme und zum schieren Erfindungsreichtum von Jacques Brel (1929 -1978). Wie im obigen englischen Bildtext erwähnt, hat man als jemand der wie wir in Spanien lebt, einen gewissen Draht zu anderen auf dem Lateinischen beruhenden Sprachen. Selbst wenn ich
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Love the design! Robert Ludlum's thriller 'The Bourne Identity' (1980) was published 40 years ago. The movies with Matt Damon were big. The previous TV adaptation from 1988 with Richard Chamberlain and Denholm Elliott was pretty good too

Vor 40 Jahren veröffentlicht. Heutzutage vielleicht am besten bekannt als Spielfilm-Serie mit Matt Damon als Jason Bourne. Stark! Aber der Roman von Robert Ludlum ist auch sehr gut. Es gibt eine auf drei Stunden gekürzte Lesung auf Youtube. Link folgt am Ende des Posts. Im Foto ist eine Ausgabe aus den 80er Jahren die ich aufgegabelt habe. Das Coverdesign ist cooler als bei neueren Ausgaben. Ich sammle alte Ausgaben von Krimis und Thrillern à la Ian Fleming und Agatha Christie Um weitere Autoren zu nennen deren Bücher als Unterhaltungsliteratur eingestuft wurden, aber heute Klassiker-Status haben. ‘Die Bourne Identität’ (1980) von Robert Ludlum hat einfach eine gute Story, ein gutes Konzept: Ein Mann, der bewusstlos und ohne Erinnerung an seine Vergangenheit an einem Strand gefunden wird, versucht herauszufinden, wer er wirklich ist.
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It's the birthday of Grateful Dead bass player Phil Lesh. We take a look at one of the band's most unusual concerts. In Egypt by the pyramids and Sphinx. Preparations started March '78

Dass so etwas heutzutage noch passieren würde, ist kaum vorstellbar, aber es passierte im Jahr 1978: Die chaotischste Hippieband der Welt schaffte es, eine Reihe von Konzerten vor den Pyramiden zu spielen. Die Bühne war, wie das Foto zeigt, in unmittelbarer Náhe des ägyptischen Monuments. Die Sphinx war ebenfalls im Blickfeld, wenn auch nicht auf diesem Foto. Einiges Doku-Filmmaterial von damals folgt gleich am Ende des Posts auf der Info-Leiste. Mit dabei in Gizeh waren nicht nur die sieben Musiker der Band sondern auch noch eine ca. 120-köpfige Truppe von Road Crew, Familienmitgliedern und Freunden der Grateful Dead, wie z. B. die Aktionskünstlertruppe The Merry Pranksters um Ken Kesey. Dass jemand von denen unerlaubterweise die Pyramide erklomm und auf der Spitze eine Flagge mit dem Grateful Dead Totenkopf-Logo befestigte, ist bei weitem nicht die kontroverseste Aktion auf dem Kerbholz der Prankster. Das ganze Projekt nahm Monate in Anspruch und kostete die Band, die damals ohnehin bis zum Hals verschuldet war, weitere 500.000 Dollar die sie von der Plattenfirma Arista als Vorschuss auf zukünftige Tantiemen bekommen hatten. Einnahmen vor Ort in Ägypten wurden dort für wohltätige Zwecke gespendet und so weit wir wissen, war die erste kommerzielle Verwertung der Konzerte, der dreißig Jahre später veröffentlichte Set Rocking the Cradle: Egypt 1978 (2008). Grateful Dead Bassist Phil Lesh, dessen Geburtstag heute ist, beschreibt die Pyramiden-Konzerte in seiner Autobiografie Searching for the Sound. My Life with The Grateful Dead (2005) als ‘…our longest, strangest trip.’ 
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Don't make her angry! Seriously, if I thought the stories about Báthory were true, and not just a legend like Dracula, I'd stay away from the topic. The National Geographic documentary on Youtube concludes though it's just a Bloody Tale (2013)

Don’t make her angry! Im Ernst, wenn ich glauben würde, die Storys über Die ‘Blutgräfin’ Elisabeth Báthory (1560 -1614) wären irgendetwas anderes als eine Legende à la Graf Dracula, wäre mir die Thematik von Dutzenden oder Hunderten von Mädchenmorden als ‘spannende Unterhaltung’ zu dubios. Ich habe mir im Vorfeld eine Doku vom National Geographic Magazine angesehen, die zu dem Schluss kommt dass die Horrorgeschichten über Elisabeth Báthory – einst die reichste Frau Ungarns - Lügen waren, die von Leuten fabriziert wurden die finanziell und politisch enorm davon profitierten dass die Frau bis an ihr Lebensende eingekerkert wurde. Link für diese englische Doku folgt. Ebenfalls Links für zwei deutsche Hörspiele über ‘Die Blutgräfin’. Als Bild verwendete ich einen Ausschnitt von der DVD des Spielfilms Die Gräfin (2009), mit William Hurt, Daniel Brühl und Julie
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The photo, which I took among Andalusian dunes with view across to Africa, is a little homage to Paulo Coelho's The Alchemist (1988), which was first published 30 years ago. There's a German radio dramatisation online. Link below

Erstmals vor 30 Jahren veröffentlicht, wurde Der Alchimist (1988) zu einem der erfolgreichsten Romanen aller Zeiten, mit Verkaufszahlen über 65 Millionen. Das Hörspiel vom Saarländischen Rundfunk ist gut und kann online gehört werden. Link am Ende des Blogposts. Auf dem Foto ist meine englische Ausgabe, in andalusischen Dünen mit Blick auf Afrika fotografiert. Eine kleine Hommage an die Story, die von einem jungen Schafhirten handelt der von Andalusien nach Afrika reist um nach einem Schatz zu suchen. Diese Ausgabe von HarperCollins hat einige Extras die es vielleicht nicht in deutschen Ausgaben gibt. Am Ende des Romans, den man mit seinen 161 Seiten an einem Wochenende lesen kann, gibt es ein 5-seitiges Interview mit dem Autor, eine Landkarte von der Reise des Schafhirten, und auch zwei Seiten mit
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Evening light: It's the 225th birthday of the Romantic poet Joseph von Eichendorff (1788–1857). We celebrate it in the splendid company of Dame Kiri Te Kanawa and Sir George Solti, with a musical rendition of his poem 'Im Abendrot'.

Es ist der 225. Geburtstag des Dichters Joseph von Eichendorff (1788-1857) und wir feiern ihn in der exzellenten Gesellschaft der Sängerin Kiri Te Kanawa und dem Dirigenten George Solti, mit Musik von Richard Strauss. Das Foto machten wir auf der Rückkehr von einem Ausflug in die andalusischen Berge. Hier ein YouTube-Link zur Vertonung des Gedichts.

Im Abendrot

Wir sind durch Not und Freude
gegangen Hand in Hand;
vom Wandern ruhen wir
nun überm stillen Land.

Rings sich die Täler neigen,
es dunkelt schon die Luft.
Zwei Lerchen nur noch steigen
nachträumend in den Duft.

Tritt her und laß sie schwirren,
bald ist es Schlafenszeit.
Daß wir uns nicht verirren
in dieser Einsamkeit.

O weiter, stiller Friede!
So tief im Abendrot.
Wie sind wir wandermüde–
Ist dies etwa der Tod?

Eichendorffs Gedicht spricht auf schöne Weise für sich selbst. Oder soll man die die letzten Zeilen so deuten dass das Abendrot am Ende einer langen Wanderung auch Metapher für den Lebensabend ist? Eichendorff setzt ein Fragezeichen und überlässt dies somit ganz uns.

Besides poetry Eichendorff also wrote good novellas. But, unlike contemporaries of his in Britain like Walter Scott and the Brontës, very little of his work has been filmed in Germany

Etwa 80 andere seiner Gedichte findet man in dem schön gestalteten Taschenbuch vom Insel Verlag, siehe links, mit Gemälde von Caspar David Friedrich auf dem Cover. Ebenso darin enthalten sind Eichendorffs Novellen Das Marmorbild, Das Schloß Dürande und Aus dem Leben eines Taugenichts. Der Band hat eine fünf Seiten lange Einführung von keinem geringeren als Herman Hesse, der Eichendorff sehr schätzte und auch die Werke für diesen Band auswählte. Es gibt einen guten Wiki-Artikel über Eichendorff den wir gleich verlinken, aber Hesse erwähnt viele interessante Details die man bei Wiki nicht findet, zum Beispiel dass Eichendorff schon in jungen Jahren viele Sprachen beherrschte, nicht nur Lateinisch, Französisch und Polnisch, sondern sogar Spanisch. Das freute uns Wahl-Andalusier natürlich besonders. Eichendorff lebte und schrieb zu Zeiten von britischen Autoren wie Sir Walter Scott und den Brontë-Schwestern, und wir wiederholen uns wenn wir sagen wie schade es ist dass jemand wie Eichendorff vom deutschsprachigen Fernsehen vernachlässigt wird. Im Vergleich zu Dutzenden Verfilmungen von Scott und den Brontës, liegt die letzte und vielleicht sogar einzige Eichendorff-Verfilmung 40 Jahre zurück: Der DDR-Film Aus dem Leben eines Taugenichts (1973). Ob sich die öffentlich-rechtlichen TV-Sender irgendwann zu einer Neuverfilmung durchringen können? Wir haben überhaupt nichts gegen Crowd-Pleaser wie Tatort, wir sind Fans der Serie, aber wenn es für 50 Tatorte auch nur einen Klassiker der Romantik im Fernsehen gäbe, würde das den Avantgarde-Status der Sender sicher nicht gefährden.

 

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Hörspiel nach Joseph von Eichendorff online  Das Südwestfunk-Hörspiel von 1954 Das Marmorbild. Mit Klaus Kammer (als Florio), Erik Schumann (Fortunato der Sänger), Otto Collin (als Ritter Donati), Heinz Klevenow (als Pietro), Gisela Zoch (Das Mädchen Bianka), Joana Maria Gorvin (als Venus), Arthur Mentz (Philemon), Südwestfunk-Orchester (Musik) Bernd Scholz (Komposition), Gert Westphal (Regie). Hinweis: Länge ist ca 60 min. Der Clip ist länger weil das Hörspiel, wie so oft auf YouTube, noch mal von Vorne anfängt. Kommentar: Das symbolträchtige Märchen erschien vor 200 Jahren. Es gibt einen ausführlichen Artikel bei Wikipedia darüber, der mitunter psychoanalytische und christlich-religiöse Interpretationsansätze erörtert

Dokumentation Das RBB-Feature ‘Joseph von Eichendorff Fragmente eines nicht erzählten Lebens’ (2007) von Renate Beckmann. Mit: Hille Darjes, Ulrich Matthes, Otto Mellies, Winnie Böwe u. a. Länge ca. 54 Min

Foto  Den Blick auf Andalusiens Küste im Abendrot nahm ich auf dem Weg von Ojén nach Marbella auf

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Sanctuary! There's a 2008 BBC radio dramatisation of 'The Hunchback of Notre-Dame' online. Link below. My Wordsworth paperback of the novel by Victor Hugo has a painting of the iconic cathedral, called 'A Fire on the Isle St. Louis, 1635'

Eine Besonderheit des aufwendigen Hörspiels vom Jahr 2008 ist dass die Rolle von Quasimodo von einem gehörlosen Schauspieler gesprochen wird: David Bower ist u. a. bekannt durch seine Filmrolle in Vier Hochzeiten und ein Todesfall (1994). Hätten andere Sprecher die Tendenz, Quasimodo klischeehaft darzustellen? Möglich. Mein Bild von der Figur ist unauslöschlich von Charles Laughton im Film Der Glöckner von Notre Dame (1939) geprägt. Interessanterweise wird die Figur des Glöckners nicht im Originaltitel des Romans erwähnt. Victor Hugo wählte den schlichteren Romantitel Notre-Dame de Paris (1831). Die ikonische mittelalterliche Kathedrale ist Mittelpunkt der Geschichte. Hugo schrieb den Roman mit der konkreten Absicht, die Kathedrale vor dem damals drohenden Zerfall zu retten. Nach den Napoleonischen Kriegen war der
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The iconic novel The Age of Innocence (1920) was published a 100 years ago. Story set in the times of author Edith Wharton's childhood, in the 1870s of New York. Martin Scorsese's movie The Age of Innocence (1993) is beautiful - currently on Netflix

Hörspiel online nach einem Romanklassiker der von Martin Scorsese verfilmt wurde. Im Foto, meine DVD und die Romanvorlage: ‘Zeit der Unschuld’ wurde 1921 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Autorin Edith Wharton war die erste Frau die den renommierten Literaturpreis gewann. Die Story des 1920 veröffentlichten Romans spielt in den 1870er Jahren. Der Titel wird manchmal als Ironie interpretiert. Aber ich glaube, in den düsteren Zeiten nach dem Ersten Weltkrieg wird das Amerika von Edith Whartons Kindheit tatsächlich wie eine märchenhafte Zeit der Unschuld in ihrer Erinnerung verblieben sein. Das Leben in New Yorks High Society, zwischen Opernbesuchen und Bogenschießen, ließ sich aushalten. Auf der DVD ist Daniel Day-Lewis zwischen zwei schönen Frauen zu sehen. Und das bringt die Story ganz gut auf den Punkt.
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Could language have evolved from birdsong? There's a relation between birdsong and human language in mythologies. All the more interesting in the light of a research paper from MIT’s Department of Linguistics and Philosophy: The emergence of hierarchical structure in human language

Interessante Neuigkeiten vom Massachusetts Institute of Technology. Eine Forschergruppe vom Department of Linguistics and Philosophy schreibt:

 ’We propose a novel account for the emergence of human language syntax…’

Ein Link zum kompletten und umfangreichen Artikel ist unten auf unserer Info-Leiste. Wir werden vorher eine kurze Zusammenfassung des MIT Artikels versuchen. Das Bild links, stammt natürlich nicht vom MIT, sondern ist eine Anspielung auf die erstaunliche Tatsache dass Verbindungen zwischen der Sprache von Vögeln und der menschlichen Sprache in vielen alten Sagen und Mythologien auftauchen. Am bekanntesten ist vielleicht der Waldvogel der Siegfried berät nachdem dieser den Drachen getötet hat und durch eine versehentliche Berührung mit dem Drachenblut auf einmal die Sprache der Vögel verstehen kann. In diesem Punkt hat sich Wagner in seinem Opernzyklus Der Ring des Nibelungen ziemlich nah an die ursprünglichen isländischen Sagen gehalten. Ähnliche Motive, zum Beispiel Vogelsprache als eine von den Göttern gesandte Hilfe oder Nachricht, tauchen auch in keltischen, griechischen und anderen Mythen auf. Wenn jahrhundertealte Geschichten vage Ähnlichkeiten mit modernen Forschungsthesen haben, beweist das genau genommen garnichts, und das MIT-Team von Shigeru Miyagawa, Robert C. Berwick und Kazuo Okanoya lässt dererlei Dinge natürlich unerwähnt. Der Kern ihrer These beruht, wie wir es verstehen, darauf dass die menschliche Sprache zwei inhaltliche Schichten hat: Einmal,
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It's St David's Day and, along the lines of How Green was my Valley...how low was my budget, we just got an old postcard for you. We know South West Wales best, so you can join us in checking out the card's nine locations in Snowdonia

Der 1. März ist St. David’s Day, ein walisischer Feiertag, und weil wir Wales mögen und ganz gut kennen, wollten wir etwas zum Thema posten. Wir haben vor Kurzem eine alte Postkarte aufgegabelt, mit Fotos von neu Orten in Nordwales, genauer gesagt Snowdonia, eine Region mit sehr schönen Landschaften die durch den Status eines Nationalparks geschützt sind. Postkarten waren wirklich eine ganz gute Erfindung: Die Idee, dass der Ort an dem man sich gerade befindet das eigentliche Message ist. Im Zeitalter des Internets kriegt man deutlich weniger Postkarten. Man bekommt viele Nachrichten, hat aber nichts mehr handfestes das man in den Türrahmen der Küchentür stecken kann und jeden Tag sieht. Ach, was soll’s, dafür werden wir uns den Luxus gönnen, die neun winzig und schwarz-weiß abgebildeten Orte der Karte allesamt in Farbe und mit Infos zum neustem Stand der Dinge auszuchecken. Das wird der Nostalgie ein Ende setzten. Links oben ist der walisische Berg Tryfan, der ein beliebtes Ziel für Climber ist. Umgekehrt als in der in Wales gedrehten Romantic Comedy Der Engländer der auf einen Hügel stieg und von einem Berg herunterkam (1995) wurde die Höhe von Tryfan bis vor Kurzem als 3,002 Fuß angegeben, aber neuste Techniken ergaben dass der Berg eigentlich 3,008 Fuß hoch ist, immerhin eine ganze Mannshöhe mehr. Wer sagt, die Waliser seien Berghochstapler? Mitte oben auf der Karte, das Küstenstädtchen Porthmadog dessen Hafen im 19. Jahrhundert der Schiefer-Industrie diente. Porthmadog ist auch Startpunkt der
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