Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Archive for 'Blog'

Mahalia Jackson (1911-1972): Someone said to us: I bet you don't know a single Gospel song. Well, they bet wrong. We know a few and saved The Old Rugged Cross for a special day. We wish readers and their families a happy Easter.

Jemand meinte, wir würden keine Gospel Lieder kennen. Doch, und wir haben eins für einen besonderen Tag aufgehoben. Hier ist Mahalia Jackson mit einer 100 Jahre alten Hymne.

The Old Rugged Cross

On a hill far away stood an old rugged cross,
The emblem of suff’ring and shame;
I love that old cross where the dearest and best
For a world of lost sinners was slain.

(Refrain) So I’ll cherish the old rugged cross,
Till my trophies at last I lay down;
I will cling to the old rugged cross,
And exchange it some day for a crown.

That old rugged cross, despised by the world,
Has a wondrous attraction for me;
For the dear Lamb of God left His glory above
To bear it to dark Calvary. (Refrain repeated)

Eine starke Stimme und ein schönes Lied. Ein Klassiker der über die Jahre schon von Dutzenden berühmten Leuten aufgenommen wurde, darunter Elvis Presley, Johnny Cash und auch jüngere Country Stars wie Brad Paisley. Alle Versionen haben etwas für sich, aber die Queen of Gospel liefert hier für uns die beste Fassung. Die Aufnahme wurde im Jahr 1965 zusammen mit dem Chor einer Kirche in Chicago gemacht. Sie erschien auf ein, zwei Kompilationen wie z. B. Mahalia Jackson Sings America’s Favorite Hymns im Jahr 1971. Alles in allem würden wir sagen dass es bessere Kompilationen gibt (auf der Info-Leiste folgen zwei Tipps), darauf ist zwar nicht That Old Rugged Cross, aber dieses Lied ist auch einzeln als Download erhältlich. Die 1913 geschriebene Hymne hat insgesamt vier Strophen, aber so gut wie alle der vielen Cover beschränken sich auf zwei Stropfen und zwei oder drei Refrains. Der Text spricht für sich selbst und passt gut zum heutigen Tag. Wir wünschen Lesern und ihren Familien frohe Ostern.

Weitere Infos  Deutscher Wiki-Artikel über die Sängerin Mahalia Jackson (1911 -1972), die übrigens ihr allerletztes Live-Konzert in Deutschland im Jahr 1971 in München gab.

Musik-Tipps  Zwei empfehlenswerte Kompilationen sind Legend – The Best of Mahalia Jackson, mit 50 Liedern von 1937-1954, bevor sie bei Columbia Records anfing. Diese Sammlung ist gut und preisgünstig. Wobei eine andere Kompilation, Mahalia Jackson – Gospels, Spirituals & Hymns, mit 36 Liedern aus den 50er und 60er Jahren bei Columbia Records zwar teurer ist, aber insgesamt sogar noch etwas besser.

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It's Eric Clapton's birthday and also his 50th year in music. We take a look at his legendary Fender Stratocaster called 'Blackie'. There's a video clip for guitar freaks, link below, with boffins around a table dismantling 'Blackie' like a UFO

Es ist der Geburtstag von Eric Clapton und das 50. Jubiläum seiner Musikkarriere, die im Jahr 1963 als Gitarrist bei den Yardbirds begann. Clapton hat 2013 ein volles Programm, er spielt eine ganze Reihe von Konzerten, darunter fünf Nächte in Londons Royal Albert Hall im Mai. Es gibt auch ein brandneues Album von ihm, es heißt Old Sock (2013) und auf unserer Info-Leiste ist ein Interview in dem Clapton über das Album spricht und auch den Namen erklärt – der etwas mit David Bowie zu tun hat. Wir haben in das Album reingehört, im Netz ein paar Ausschnitte angespielt aber wir rezensieren es wenn wir es in Ruhe angehört haben. Wir machen heute etwas für Gitarren-Freaks und werfen einen Blick auf Claptons legendäre schwarze Fender Stratocaster ‘Blackie’ die im Jahr 2004 für 959.500 Dollar versteigert wurde. Der Erlös ging übrigens an ein Zentrum für Drogen-Rehabilitation. Blackie ist links im Bild auf dem Box-Set Crossroads 2 Live in the Seventies (1996) zu sehen. Daneben Claptons Autobiografie Mein Leben (2008) in englischer Originalausgabe. Darin gibt es auch ein paar Infos über die Gitarre. Clapton schreibt, er begann diese Stratocaster auf seinem Album 461 Ocean Boulevard (1974) zu spielen. Er hatte bis dahin fast drei Jahre lang kaum Musik gemacht, teils aufgrund von Drogenproblemen, und das Album war ein Neustart, ein Comeback. Obwohl er von früh an ein Verehrer von Stratocaster-Spielern wie Buddy Holly und Buddy Guy war, hatte er bis zu diesem Zeitpunkt etwas mehr zu Gibson tendiert. Aber auf Tour mit den Dominoes, mit denen er das Layla-Album aufgenommen hatte, sah er Steve Winwood mit einer weißen Stratocaster und das inspirierte ihn. Er ging in das Gitarrengeschäft Sho-Buds in Nashville, dort gab es reihenweise ältere Stratocasters – die zu damals nicht so 
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Springtime in Andalusia is a sea of flowers & fruit trees. We went to a place called Entrerrios, meaning between two rivers

Frühling in Andalusien ist ein Meer von Blumen und Obstbäumen, man muss nur ein paar Kilometer landeinwärts fahren, fünf oder zehn Minuten Fahrt, und man ist im Paradies. Wir haben gestern einen kleinen Ausflug in eine Region namens Entrerrios gemacht. Das liegt etwa in der Mitte zwischen Málaga und Marbella. Die Landschaft liegt zwischen den Flüssen, genau wie der Ortsname Entrerrios schon sagt. Wir hatten eigentlich keinen Ausflug geplant sondern uns so eine Art Bauernhof mit Feriencamp fúr unsere Kinder angesehen, es sind ja Osterferien oder Semana Santa, wie es hier heißt. Obwohl wir schon mal in Entrerrios gewesen waren, sah es gestern im glorreichen Sonnenschein so gut aus das wir ein paar Fotos machten. Ein Mann parkte gerade sein Auto und wir fragten ihn was der Name des markanten, leicht rötlich schimmernden Berges sei (‘Maroca‘), und kamen darüber ins Gespräch. Als er etwas von einer uralten Mühle erzählte, horchten wir auf. Allerdings könnte man die Mühle heutzutage nur noch durch den Fluss erreichen, sagte er. 
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It's the birthday of Vicente Amigo, an amazing guitarist from Andalusia, who's won a Grammy and played with people like Sting. On his album 'Tierra' (2013) he incorporates celtic elements into his music. Check the video 'Roma' below

Es ist der Geburtstag des andalusischen Gitarristen Vicente Amigo. Er gewann mit einem seiner früheren Alben, dem exzellenten Ciudad de las Ideas (2001) einen Grammy und spielte auf dem Album Sacred Love von Sting. Wir mögen Flamenco, der ein archetypischer andalusischer Musikstil ist, sehr gerne. Die Musik muss nicht mit Pop- oder keltischer Musik gemischt werden um uns zu gefallen. Aber wir sind auch keine Musikpuristen die etwas dagegen haben wenn moderne Flamenco-Musiker zum Beispiel Jazz-Elemente in ihre Musik einbeziehen, was heutzutage ein starker Trend ist. Und warum auch nicht – Grenzen in Musik waren schon immer fließend. Vicente Amigo hat jetzt einen weiteren interessanten Schritt gemacht und keltische Elemente in seine Musik einbezogen, und wir finden dass es gut klingt, vor allem weil er es nicht auf Biegen und Brechen macht sondern die vermeintlichen Grenzen, oder besser gesagt, die Berührungspunkte zwischen den Musikstilen sehr gefühlvoll auslotet und sanft ineinander fließen lässt. Dazu hat er auch ein schönes, schlichtes Video gemacht, siehe Link unten, das ihn anfangs mit seinem Fahrrad an einem Zaun – vielleicht an der musikalischen Grenze? – zeigt, und ihn dann auf einer Reise verfolgt die man vielleicht als Symbol für eine Reise in keltische Musik-Gefilde interpretieren könnte.

 

Playing with musicians from Scottish folk band Capercaillie

Dabei darf man nicht vergessen dass es in Spanien, speziell im Norden sehr wohl starke keltische Traditionen gibt: Die nordspanische Region Galicien trägt ihre keltische Vergangenheit sogar in ihrem Namen. Das folgende Video zeigt den Gitarristen mit dem Fahrrad auf dem Jakobsweg und endet an der Küste von Galicien bei Kap Finisterre. Der Name des Albums Tierra bedeutet auf Spanisch Erde, sowohl als auch Heimat. Uns gefällt das Motiv von einer unterirdischen Gitarre aus deren Saiten Pflanzen zur Erdoberfläche durchdringen. Auch der Name des Musikers wird auf clevere Weise in das Gitarren-Bild eingebaut. Das Album wurde von dem ehemaligen Dire Straits Mitglied und Keyboarder Guy Fletcher produziert. Die Begleitmusiker auf Tierra sind u. a. Donald Shaw, Michael McGoldrick und Ewen Vernal von der schottischen Folkband Capercaillie. Plus Geigenspieler John McCusker von Mark Knopflers Band. Der andalusische Gitarrist hat wirklich ein paar gute amigos gefunden. Felíz cumpleaños, Vicente.

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Weitere Infos  Video-Clip für Roma auf YouTube / ein kurzer deutscher Eintrag über Vicente Amigo bei Wikipedia, der englische Artikel ist etwas informativer

Mehr über Flamenco Lesen Sie unseren Feature-Artikel Auf den Spuren von Paco de Lucía in Andalusien

Avenita Kulturmagazin

 

Agatha Christie's 'The ABC Murders' (1936) is one of her best novels. Devon places like Paignton and Churston are mentioned. There's also a BBC radio play online. Link below

Einer der besten Krimis von Agatha Christie ist momentan als Hörspiel online. Der Originaltitel ist The ABC Murders und der Roman wurde 1936 veröffentlicht. Es ist einer von Christies eher düsteren Krimis. Detektiv Hercule Poirot wird per Brief von einem Killer herausgefordert, Morde zu verhindern die an einem bestimmten Ort und an einem bestimmten Tag stattfinden sollen. Der Täter scheint es darauf anzulegen, Poirot als unfähig vorzuführen und zu erniedrigen.  Dies ist ein schwieriger Fall für ihn, denn es ist nicht die übliche Situation mit einer begrenzten Zahl von Verdächtigen in einem geschlossenen Raum. Es scheint zwischen den Opfern keine Verbindung zu geben und möglicherweise ist der Detektiv hier mit einem hochintelligenten Psychopathen konfrontiert. Ermittlungen im Stil der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen, wie er es nennt, sind nicht Poirots übliches Terrain und er ist besorgt. Der Fall zieht sich úber Monate hin und Poirot, der hier mit seinem Freund Captain Arthur Hastings zusammenarbeitet, scheint die Mordserie nicht stoppen zu können. Den ersten möglichen Hinweis den Poirot durch Interviews mit Bekannten und Verwandten findet, ist dass im Vorfeld der Morde ein unbekannter und schäbig aussehender Verkäufer von Seidenstrümpfen bei den Opfern gesehen wurde. Als ein neuer Brief mit einer Mordankündigung ankommt, beginnt ein Rennen gegen die Zeit. Wie so oft bei Agatha Christie, ist die Geschichte mit interessanten Details ausgeschmückt. Sie erwähnt Namen wie Jack the Ripper, Sherlock Holmes und sogar Mahatma Gandhi. Es ist ihr wichtig, Poirot als kultivierten Mann mit einem großen Spektrum von Interessen darzustellen.
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Trailer looks promising for the Norwegian movie about Thor Heyerdahl's 1947 expedition on a raft, thousands of miles across the Pacific Ocean - to prove a theory. Link below

Der Trailer für den norwegischen Spielfilm Kon-Tiki (2012) über Thor Heyerdahls Pazifik-Expedition im Jahr 1947 sieht gut aus. Link unten auf unserer Info-Leiste. Der Norweger Thor Heyerdahl (1914-2002) lebte viele Jahre hier in Spanien, wenn auch nicht bei uns auf dem Festland sondern auf der Insel Teneriffa. Auch dort erforschte er interessante Theorien. Dabei ging es um die kanarischen Pyramiden von Güímar, die Heyerdahl in Verbindung mit Kulturen von Zentralamerika und Ägypten sah. Diese spezifische Verbindung mit Teneriffa ist umstritten, aber Heyerdahl war kein Esoteriker, sondern wollte beweisen dass frühe Kulturen, durch ihre von uns unterschätzten Seefahrtstechniken, viel mehr Reichweite hatten als wir heute glauben. Seine Arbeitsweise bei der weltberühmten Kon-Tiki Expedition zählt zum Feld der experimentellen Archäologie, wobei Hypothesen auf praktische Art auf die Probe gestellt werden. Mit seiner Kon-Tiki Expedition wollte Heyerdahl beweisen dass die polynesischen Inseln, zu denen zum Beispiel die Osterinsel gehört, vor 1500 Jahren von Peru aus erreicht werden konnten. Zu dieser Theorie inspirierten ihn u. a. Berichte von spanischen Konquistadoren über Inka-Legenden und alte Zeichnungen von Flößen. Nur mit dem Einsatz von Materialien und Mitteln die auch damals den Inkas zu Verfügung gestanden hätten, baute Heyerdahl ein Floß aus Balsaholz und segelte dann 1947 mit einem sechsköpfigen Team Tausende von Meilen über den Pazifischen Ozean. The rest is history – und wir werden dem Film nicht den Wind aus den Segeln nehmen indem wir sagen was passierte. Aber es ist gut dass es immer ein paar Abenteurer auf dieser Welt gibt.

Info  Ein deutscher Trailer für den Spiefilm Kon-Tiki (2012) von den norwegischen Regisseuren Joachim Rønning und Espen Sandberg. Der Film startet zur Zeit in deutschen Kinos und hat viele gute Kritiken erhalten / weitere Infos über die 1947 Kon-Tiki Expedition in diesem Wiki-Artikel / English trailer  for the movie Kon-Tiki (2013) on YouTube.

 

Documentary on BBC radio about megalithic monuments like the Ring of Brodgar on Orkney, above, having interesting tonal properties which may have been one of various aspects that made these places special in the past. Programme link below.

Ein Doku auf BBC-Radio untersucht ob Steinkreise wie der Ring of Brodgar auf Orkney, siehe Foto links, Klangeffekte produzieren die ein Teilaspekt von dem gewesen sein könnten was den Monumenten vor Tausenden von Jahren einen speziellen Status gab. Professor David Hendy von der University of Sussex weist darauf hin dass Rituale in den meisten Kulturen vielschichtiger Art sind, dass heisst, Klang wird sicher nicht der einzige Aspekt gewesen sein. Wir dachten dabei an die Tatsache dass in Kirchen heutzutage zum Beispiel Hymnen eine Rolle spielen – aber vieles andere auch. Das Programm versucht also nicht eine völlig neue Theorie über die Megalithkultur aufzustellen. Stattdessen werden die Monumente besucht und vor Ort einige akustische Tests gemacht. Ein Link für die Sendung folgt unten auf unserer Info-Leiste. Kurioserweise begegnete uns die Idee dass die Monumente eine Verbindung mit Klangeffekten haben könnten, vor Jahren beim Lesen eines über hundert Jahre alten Romans von Thomas Hardy: In Tess (1891) ist eine Passage mit einer Beschreibung von Stonehenge. Interessant dabei ist dass Hardys hier einen subtilen Klang beschreibt den man heute, aufgrund der modernen Klangkulisse von Autos (Stonehenge liegt jetzt an einer vielbefahrenen Straße) und Luftverkehr nicht mehr wahrnehmen kann. Wir übersetzen frei und auszugsweise aus der Originalfassung:

Um sie herum herrschte Dunkelheit und eine schwarze Einsamkeit durch die eine steife Brise blies. So waren sie zwei oder drei Kilometer gegangen als Clare plötzlich einen riesigen Bau wahrnahm der nah vor ihnen steil aus dem Gras ragte. Was für ein monströses Bauwerk ist das? Es summt, sagte Tess, hör mal. Er horchte. Der Wind der auf dem Bauwerk spielte, produzierte einen dröhnenden Ton, wie die Note einer gigantischen Harfe die nur eine Saite hat.

Unwahrscheinlich dass Hardy diesen Effekt, den er auch als windharfenähnlich beschreibt, frei erfunden hat. Seine Romane enthalten viele detaillierte Beschreibungen damaliger Verhältnisse, inklusive handwerklichen und landwirtschaftlichen Techniken. Hardy wollte Dinge überliefern und verewigen. Der Klang-Aspekt ist also zumindest eine Spur die man verfolgen kann. Dabei fällt auf dass viele Monumente im Laufe der Zeit Namen erhalten haben die immer noch eine Verbindung zu
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The flying scenes in Out of Africa (1985) with Meryl Streep and Robert Redford (above) are beautiful. See YouTube clip below. The plane used, a DH60 Gipsy Moth like Denys Finch Hatton's, has just been sold at an auction for $302,000

Die Flugszenen in Jenseits von Afrika (1985) mit Meryl Streep und Robert Redford sind wundervoll, ein Clip davon unten auf unserer Info-Leiste. Das Flugzeug, ein DH.60 Gipsy Moth Doppeldecker, wie ihn auch Denys Finch Hatton flog, der im Film von Redford dargestellt wird, ist gerade auf einer Auktion für 302,000 Dollar versteigert worden. Gemäß dem Auktionshaus Bonhams blieb der Käufer anonym, verhandelte übers Telefon, teilte aber mit dass die Gipsy Moth wieder nach Kenia zurückkehren werde. Dort war auch vor 100 Jahren, von 1913 bis 1931, die dänische Autorin Karen Blixen, die ihr dortiges Leben auf einer Farm in dem Buch Jenseits von Afrika (1937) beschrieb. Die Dame benutzte verschiedene Pseudonyme, wie Isak Dinesen, aber in Deutschland erscheinen ihre Bücher unter dem Namen Tania Blixen. Die Verfilmung ist super, einer unserer Lieblingsfilme, und wir vermuten dass die meisten Leser ihn kennen werden. Ein Film den man sich öfters ansehen kann, zum einen weil eine echte und ungewöhnliche Geschichte wie die von Karen Blixen nicht so klischeehaft ist wie viele frei erfundene Hollywood-Romanzen, und zum anderen auch weil der Film so eindrucksvolle Drehorte und interessante Requisiten einsetzt, wie zum Beispiel die De Havilland Gipsy Moth, siehe oben ein Foto davon. Dieses versteigerte Model, Baujahr 1929, das im Film verwendet wurde, ist bis heute flugfähig und erreicht eine Geschwindigkeit von 170 km/h. Der in England gebaute Flugzeugtyp kam erstmals 1925 auf den Markt und wurde ein Verkaufsschlager, auch aufgrund des relativ günstigen Preises von damals 650 Pfund, was nach heutigen Verháltnissen etwa 40.000 Euro wären. Und die Gipsy Moth ließ sich gut fliegen: Der britische Flugpionier Alan Cobham probierte sie persönlich und flog damit an einem Tag von London nach Zürich – und zurück. Aber nicht jeder Pilot kam heil zurück: Wir wissen nicht ob Denys Finch Hatton, wie es im Film dargestellt wird, wirklich einfach eine Gipsy Moth kaufte und – ohne vorherige Flugerfahrung – schon am nächsten Tag damit losflog. Damals waren abenteuerliche Zeiten. Aber irgendwann erwischte es ihn. Sein Grab ist heute noch in den Ngong-Bergen von Kenia.

Info  Aus dem Film Jenseits von Afrika (1985) Flugszenen mit Gipsy Moth / weitere Details über die De Havilland Moth in Wiki-Artikel / Photo: LP of John Barry Soundtrack for the film by Sydney Pollack.

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Journée internationale de la Francophonie: Living in Andalusia, we happily fly the flag for Latin related languages. 20th March is the official celebration of the French language - spoken not just in France but many other countries. Good opportunity to look at a French song by Belgian songwriter Jacques Brel: 'Le Moribond' later became 'Seasons in the Sun'

Zum Tag der Frankophonie ein französisches Lied vom belgischen Liedermacher Jacques Brel. Auch bekannt als Seasons in the Sun

Le Moribond

Adieu l’Émile je t’aimais bien
Adieu l’Émile je t’aimais bien tu sais
On a chanté les mêmes vins
On a chanté les mêmes filles
On a chanté les mêmes chagrins
Adieu l’Émile je vais mourir
C’est dur de mourir au printemps tu sais
Mais je pars aux fleurs la paix dans l’âme
Car vu que tu es bon comme du pain blanc
Je sais que tu prendras soin de ma femme
Je veux qu’on rie
Je veux qu’on danse
Je veux qu’on s’amuse comme des fous
Je veux qu’on rie
Je veux qu’on danse
Quand c’est qu’on me mettra dans le trou

Soweit die erste Strophe und der erste Refrain. Rhythmus und Arrangement sind hier völlig anders als in der späteren Coverversion Seasons in the Sunaber man kann die Melodie gut erkennen. Der 1974 weltweite Megahit von Terry Jacks ist, im nettesten Sinne, weichgespülter, nicht so staccatohaft wie das Original. Wir mögen beide. Aber heute am Journée internationale de la Francophonie tendieren wir etwas mehr zum rauen Charme und zum schieren Erfindungsreichtum von Jacques Brel (1929 -1978). Wie im obigen englischen Bildtext erwähnt, hat man als jemand der wie wir in Spanien lebt, einen gewissen Draht zu anderen auf dem Lateinischen beruhenden Sprachen. Selbst wenn wir
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There's a BBC radio play of Arthur Ransome's kid's classic Swallows & Amazons online. Link below. Also a clip from the 1974 movie. We gather there's a new film in the works. How about including episodes from other books of the series?

Arthur Ransomes klassischer Kinderroman Swallows & Amazons (1930) wurde 1974 schön verfilmt, ein Clip davon unten auf der Info-Leiste. Eine neue BBC-Verfilmung ist, so weit wir wissen, in Vorbereitung. Und es gibt auch ein BBC-Hörspiel das momentan online gehört werden kann, siehe Link unten. Die Geschichte könnte Fans von Enid Blyton gefallen, wobei Swallows & Amazons keine Detektivgeschichte mit Gaunern ist sondern ein pfadfinderhaftes Abenteuergarn mit Kindern die auf Urlaub an einem See sind, ein altes Segelboot aufmöbeln, auf einer Insel campen und alle möglichen Streiche machen. Das Boot von John, Titty, Roger und Susan Walker heißt Swallow, also Schwalbe, und die vier Kinder treffen am See die zwei Mädchen Nancy und Peggy Blackett die ein Boot names Amazon haben, Der Romantitel Swallows & Amazons bezieht sich darauf dass sich die Kinder wie zwei Indianerstämme gegen Nancys und Peggys schlecht gelaunten Onkel Jim verbünden der auf einem Hausboot wohnt und seine Ruhe vor den Kindern haben will. Der Roman war ein großer Erfolg und Arthur Ransome (1884-1967) machte im Laufe von fast zwei Jahrzehnten eine Reihe von zwölf Büchern daraus. Die Romane und die Verfilmung haben in England bis zum heutigen Tag eine große Fan-Gemeinde, sind aber in Deutschland scheinbar wenig bekannt. Hier erschien die letzte Übersetzung von Swallows & Amazons zuletzt im Jahr 1966 als Der Kampf um die Insel. Die Verfilmung wurde gar nicht ins Deutsche übertragen. Es mag sein dass die Romanreihe und der Film geografisch einen so spezifisch englischen Hintergrund haben dass sich der Reiz der Geschichte nicht ganz so leicht in andere Sprachen und Länder übertragen lässt. Die ersten fünf Bücher der Serie spielen im Lake District, und Orte wie Windermere und Coniston, wo der Arthur Ransome seine Kindheit verbrachte, haben für Briten romantische Konnotationen die zum Teil auf Dichter wie William Wordsworth zurückgehen.
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It's the birthday of Grateful Dead bass player Phil Lesh. We take a look at one of the band's most unusual concerts. In Egypt by the pyramids and Sphinx. Preparations started March '78

Dass so etwas heutzutage noch passieren würde, ist kaum vorstellbar, aber es passierte im Jahr 1978: Die chaotischste Hippieband der Welt schaffte es, eine Reihe von Konzerten vor den Pyramiden zu spielen. Die Bühne war, wie das Foto zeigt, in unmittelbarer Náhe des ägyptischen Monuments. Die Sphinx war ebenfalls im Blickfeld, wenn auch nicht auf diesem Foto. Einiges Doku-Filmmaterial von damals folgt gleich am Ende des Posts auf der Info-Leiste. Mit dabei in Gizeh waren nicht nur die sieben Musiker der Band sondern auch noch eine ca. 120-köpfige Truppe von Road Crew, Familienmitgliedern und Freunden der Grateful Dead, wie z. B. die Aktionskünstlertruppe The Merry Pranksters um Ken Kesey. Dass jemand von denen unerlaubterweise die Pyramide erklomm und auf der Spitze eine Flagge mit dem Grateful Dead Totenkopf-Logo befestigte, ist bei weitem nicht die kontroverseste Aktion auf dem Kerbholz der Prankster. Das ganze Projekt nahm Monate in Anspruch und kostete die Band, die damals ohnehin bis zum Hals verschuldet war, weitere 500.000 Dollar die sie von der Plattenfirma Arista als Vorschuss auf zukünftige Tantiemen bekommen hatten. Einnahmen vor Ort in Ägypten wurden dort für wohltätige Zwecke gespendet und so weit wir wissen, war die erste kommerzielle Verwertung der Konzerte, der dreißig Jahre später veröffentlichte Set Rocking the Cradle: Egypt 1978 (2008). Grateful Dead Bassist Phil Lesh, dessen Geburtstag heute ist, beschreibt die Pyramiden-Konzerte in seiner Autobiografie Searching for the Sound. My Life with The Grateful Dead (2005) als ‘…our longest, strangest trip.’ 
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The Irish folk song 'She Moved Through the Fair' has been covered by countless musicians. The melody was also used in a long running beer commercial, featuring the Wiehltalsperre, above, on German TV, with music from Simple Minds

Folk Songs kommen ganz gut ohne Erklärungen aus, das beweist allein die Tatsache dass sie nach 100 Jahren oder mehr noch bekannt sind. Es macht dennoch Spaß wenn man auf Dinge stößt die vielleicht eine kleine Verbindung zum eigenen Umfeld oder zur heutigen Zeit herstellen. Gleich mehr dazu, hier erst mal ein sehr bekanntes und sehr schönes irisches Volkslied, gesungen von Loreena McKennitt:

She Moved Through the Fair

My young love said to me,
My mother won’t mind
And my father won’t slight you
For your lack of kine.
And she laid her hand on me
And this she did say:
It will not be long, Love,
Till our wedding day.
.
As she stepped away from me
And she moved through the fair
And fondly I watched her
Move here and move there.
And then she made her way homeward,
With one star awake,
As the swan in the evening
Moved over the lake.
.
I dreamed last night
That my true love came in
So softly she came
That her feet made no din,
She stepped up to me
And his she did say,
It will not be long love,
‘Til our wedding day.

Der Titel des Lieds bedeutet in etwa Ich sah sie über den Markt gehen. ein einfacher Satz der aber auf prägnante Weise das Bild vom einem ländlichen Hintergrund schafft. Dass es hier um eine Fair im Sinne einer Landwirtschaftsmesse geht, wird auch dadurch angedeutet dass die Frau dem Mann versichert dass ihre Eltern ihn nicht wegen seines Mangels an Vieh (‘lack of kine‘) abweisen werden. Sie legt ihre Hand auf ihn und sagt: Es wird nicht mehr lange bis zu unserem Hochzeitstag dauern. Dann geht sie weiter, der Mann sieht wie sie über den Markt geht. Er verfolgt sie mit seinem Blick bis sie nach Hause geht. Seine Liebesgefühle für sie beschreibt er  mit den Worten dass sie sich wie ein Schwan über einen See bewegte. In der dritten Strophe sagt der Mann dass er letzte Nacht träumte dass diese Frau, seine wahre Liebe, noch einmal zu ihm kam und ihm noch einmal sagte dass bald ihre Hochzeit sein würde, aber diesmal scheint sie der Geist der jungen, und mittlerweile verstorbenen Frau zu sein.
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Irish actress Saoirse Ronan was impressive in Peter Jackson's The Lovely Bones (2009). She plays Melanie in the Stephenie Meyer movie adaption The Host (2013). See trailer below.

Wir fanden die irische Schauspielerin Saoirse Ronan eindrucksvoll in dem Peter Jackson Film In meinem Himmel (2009. Sie spielt auch eine Hauptrolle in dem neuen Sci-Fi Epos Seelen (2013) nach Autorin Stephenie Meyer und der Trailer sieht gut aus. Ein Link dazu unten auf unserer Info-Leiste. Originaltitel des Films und der Romanvorlage ist The Host, was soviel wie der Wirt oder Wirtskörper bedeutet. Es geht hier im Prinzip um die klassische Science Fiction Thematik von der Unterwanderung und Übernahme der Menschheit durch außerirdische Wesen. Diese Wesen, die Seelen, haben schon fast die gesamte Erde unter Kontrolle, aber die ca. 20- jährige Melanie hat eine widerstandsfähige Psyche und schafft es, mit der ihr eingepflanzten weiblichen Wesenheit namens Wanderer in einer Art mentalen Symbiose zu leben, eher als völlig ihre eigene Persönlichkeit zu verlieren. Ursprünglich wurde Wanderer von den Außerirdischen darauf angesetzt, durch Melanie die letzten verbleibenden echten Menschen aufzuspüren. Aber Melanie überflutet Wanderer mit ihren eigenen menschlichen Gefúhlen und Erinnerungen so dass die Außerirdische beginnt, Sympathie und sogar Liebe für Menschen in Melanies Leben zu entwickeln. Die Geschichte unterscheidet sich also auf interessante Weise von den üblichen, oft sehr brutalen Invasions-Szenarien in Büchern und Verfilmungen wie Die Körperfresser kommen (1978) oder Das Ding aus einer anderen Welt (1982). Stephenie Meyer, die mit der Twilight Saga um Bella und Edward eine gigantische Erfolgsserie von Büchern und Verfilmungen erschaffte, hat mit Seelen erneut ein faszinierendes Thema gefunden.

Info  Ein Trailer für die englische Originalfassung The Host (2013)  / der Start für den Film Seelen (2013) in Deutschland ist, so weit wir wissen, im Juni 2013. Die Romanvorlage von Stephenie Meyer ist auf Deutsch als Taschenbuch, Audiobook und E-Book im Onlinehandel erhältlich. Hinweis: Obiges Foto ist nicht das offizielle Kinoposter. / Note: Photo above is not the official poster for the movie release.

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Evening light: It's the 225th birthday of the Romantic poet Joseph von Eichendorff (1788–1857). We celebrate it in the splendid company of Dame Kiri Te Kanawa and Sir George Solti, with a musical rendition of his poem 'Im Abendrot'.

Es ist der 225. Geburtstag des Dichters Joseph von Eichendorff (1788-1857) und wir feiern ihn in der exzellenten Gesellschaft der Sängerin Kiri Te Kanawa und dem Dirigenten George Solti, mit Musik von Richard Strauss. Das Foto machten wir auf der Rückkehr von einem Ausflug in die andalusischen Berge. Hier ein YouTube-Link zur Vertonung des Gedichts.

Im Abendrot

Wir sind durch Not und Freude
gegangen Hand in Hand;
vom Wandern ruhen wir
nun überm stillen Land.

Rings sich die Täler neigen,
es dunkelt schon die Luft.
Zwei Lerchen nur noch steigen
nachträumend in den Duft.

Tritt her und laß sie schwirren,
bald ist es Schlafenszeit.
Daß wir uns nicht verirren
in dieser Einsamkeit.

O weiter, stiller Friede!
So tief im Abendrot.
Wie sind wir wandermüde–
Ist dies etwa der Tod?

Eichendorffs Gedicht spricht auf schöne Weise für sich selbst. Oder soll man die die letzten Zeilen so deuten dass das Abendrot am Ende einer langen Wanderung auch Metapher für den Lebensabend ist? Eichendorff setzt ein Fragezeichen und überlässt dies somit ganz uns. 
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An important 4000 year old find in Dartmoor has been reported. See link to a BBC video below. This isn't a photo of the site, but it's from a Dartmoor excursion to Grey Wethers by a dear companion of ours. Happy birthday, by the way

Neue Einzelheiten über einen wichtigen Fund aus der Bronzezeit im Dartmoor National Park, dazu ein BBC-Video unten auf der Info-Leiste. Es wird als wichtigster Fund seit 100 Jahren eingeschätzt, mitunter weil hier erstmals organische Artefakte aus dieser etwa 4000 Jahre zurückliegenden Epoche gefunden wurden. In den heute idyllisch-kargen Heidelandschaften von Dartmoor, links ein Foto von uns, existierten ab der Jungsteinzeit hochentwickelte Siedlungen. Hunderte von Monumenten, Steinkreise und Hüttenfundamente deuten darauf hin dass diese Region im Südwesten Englands eins der frühsten und wichtigsten Kulturzentren Britanniens war. Dartmoor hatte vor Tausenden von Jahren ein ziemlich mildes Klima, war weitgehend bewaldet, wurde aber dann gerodet und intensiv landwirtschaftlich genutzt. Das war die Lebensbasis. Der Grund warum aus dieser ereignisreichen Epoche in Dartmoor bisher keine organischen Überreste gefunden wurden, ist dass die Erde hier extrem niedrige pH-Werte hat, also ein sog. saurer Boden ist der mit der Zeit alle organischen Substanzen auflöst und verschwinden lässt. Deshalb gaben alle bisherigen Funde von Grabstätten wenig Aufschluss über die Menschen die hier lebten, obwohl in Dartmoor insgesamt schon 200 burial cists
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Take that: Computer analysis has identified Walter Scott and Jane Austen as the literary DNA of the 19th century. No one needs an algorithm to tell them what's good, but these two make a nice couple. Story in New Scientist. Link below

Ein an der Stanford University entwickeltes Computerprogramm hat 3500 Romane analysiert die zwischen 1780 und 1900 veröffentlicht wurden. Die umfangreichen Daten des Projekts, das die Wissenschaftler Godot tauften, ergaben dass Jane Austen und Walter Scott die einflussreichsten englischen Autoren des 19. Jahrhunderts waren. Link zum englischen Artikel im New Scientist folgt gleich auf unserer Info-Leiste. Mancher Fan dieser Autoren wird zurecht sagen dass man keinen Computer braucht um den Status von Scott und Austen festzustellen, denn deren Einfluss, besonders der von Austen, ist bis heute offensichtlich, nicht zuletzt aufgrund einer Lawine von Sachbüchern, Verfilmungen, Fortsetzungsromanen, Fan-Fiction etc. Aber der Ansatz von Stanfords Franco Moretti und Matthew Jockers, der mittlerweile an einem neuen Projekt an der University of Nebraska arbeitet, unterscheidet sich vom üblichen Prinzip eines vorbildgebenden ‘Literaturkanons’ im Feuilleton und im Literaturbetrieb. Meinungen und ideologische Ansätze spielen bei der Computeranalyse von Romanen keine Rolle. Das Programm Godot erschafft aus den digitalisierten Daten von Romanen word clouds die dann nach Hunderten von Gesichtspunkten analysiert werden, zum Beispiel welche Themen in den Romanen vorkommen. Ein weiterer Schritt ist dann zum Beispiel festzustellen, in welchen der 3500 Romane diese Themen zuerst auftauchten. Und welche dieser Themen später in anderen Romanen aufgegriffen wurden. Durch solche und insgesamt 600 verschiedene Kategorien entsteht dann eine Art literarisches DNA oder eine literarische Landkarte die Entwicklungen und Verbindungen enthüllt. 
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Could language have evolved from birdsong? There's a relation between birdsong and human language in mythologies. All the more interesting in the light of a research paper from MIT’s Department of Linguistics and Philosophy: The emergence of hierarchical structure in human language

Interessante Neuigkeiten vom Massachusetts Institute of Technology. Eine Forschergruppe vom Department of Linguistics and Philosophy schreibt:

 ’We propose a novel account for the emergence of human language syntax…’

Ein Link zum kompletten und umfangreichen Artikel ist unten auf unserer Info-Leiste. Wir werden vorher eine kurze Zusammenfassung des MIT Artikels versuchen. Das Bild links, stammt natürlich nicht vom MIT, sondern ist eine Anspielung auf die erstaunliche Tatsache dass Verbindungen zwischen der Sprache von Vögeln und der menschlichen Sprache in vielen alten Sagen und Mythologien auftauchen. Am bekanntesten ist vielleicht der Waldvogel der Siegfried berät nachdem dieser den Drachen getötet hat und durch eine versehentliche Berührung mit dem Drachenblut auf einmal die Sprache der Vögel verstehen kann. In diesem Punkt hat sich Wagner in seinem Opernzyklus Der Ring des Nibelungen ziemlich nah an die ursprünglichen isländischen Sagen gehalten. Ähnliche Motive, zum Beispiel Vogelsprache als eine von den Göttern gesandte Hilfe oder Nachricht, tauchen auch in keltischen, griechischen und anderen Mythen auf. Wenn jahrhundertealte Geschichten vage Ähnlichkeiten mit modernen Forschungsthesen haben, beweist das genau genommen garnichts, und das MIT-Team von Shigeru Miyagawa, Robert C. Berwick und Kazuo Okanoya lässt dererlei Dinge natürlich unerwähnt. Der Kern ihrer These beruht, wie wir es verstehen, darauf dass die menschliche Sprache zwei inhaltliche Schichten hat: Einmal,
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It's St David's Day and, along the lines of How Green was my Valley...how low was my budget, we just got an old postcard for you. We know South West Wales best, so you can join us in checking out the card's nine locations in Snowdonia

Der 1. März ist St. David’s Day, ein walisischer Feiertag, und weil wir Wales mögen und ganz gut kennen, wollten wir etwas zum Thema posten. Wir haben vor Kurzem eine alte Postkarte aufgegabelt, mit Fotos von neu Orten in Nordwales, genauer gesagt Snowdonia, eine Region mit sehr schönen Landschaften die durch den Status eines Nationalparks geschützt sind. Postkarten waren wirklich eine ganz gute Erfindung: Die Idee, dass der Ort an dem man sich gerade befindet das eigentliche Message ist. Im Zeitalter des Internets kriegt man deutlich weniger Postkarten. Man bekommt viele Nachrichten, hat aber nichts mehr handfestes das man in den Türrahmen der Küchentür stecken kann und jeden Tag sieht. Ach, was soll’s, dafür werden wir uns den Luxus gönnen, die neun winzig und schwarz-weiß abgebildeten Orte der Karte allesamt in Farbe und mit Infos zum neustem Stand der Dinge auszuchecken. Das wird der Nostalgie ein Ende setzten. Links oben ist der walisische Berg Tryfan, der ein beliebtes Ziel für Climber ist. Umgekehrt als in der in Wales gedrehten Romantic Comedy Der Engländer der auf einen Hügel stieg und von einem Berg herunterkam (1995) wurde die Höhe von Tryfan bis vor Kurzem als 3,002 Fuß angegeben, aber neuste Techniken ergaben dass der Berg eigentlich 3,008 Fuß hoch ist, immerhin eine ganze Mannshöhe mehr. Wer sagt, die Waliser seien Berghochstapler? Mitte oben auf der Karte, das Küstenstädtchen Porthmadog dessen Hafen im 19. Jahrhundert der Schiefer-Industrie diente. Porthmadog ist auch Startpunkt der
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