Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Archive for 'Blog'

It's the birthday of Johnny Cash (1932 - 2003). Walk the Line (2005) is a film we can watch over and over. Joaquin Phoenix as Johnny and Reese Witherspoon as June are amazing. The 2-Disc edition has comments by people like Kris Kristofferson, T-Bone Burnett , Willie Nelson, Merle Haggard and Kid Rock

Es ist der Geburtstag von Johnny Cash (1932 – 2003) und wir haben uns letzte Nacht Walk The Line (2005) angesehen. Joaquin Phoenix als Johnny und Reese Witherspoon als June sind umwerfend gut. Es ist insgesamt ein starker Film den man sich Jahr für Jahr ansehen kann. Wir empfehlen die 2-Disc-Edition mit über einer Stunde an aufschlussreichen Dokus über Cash, mit Kommentaren von Leuten wie Kris Kristofferson, T-Bone Burnett , Willie Nelson, Merle Haggard und Kid Rock. Auch Familienmitglieder wie Sohn John Carter Cash kommen zu Wort. Ebenso Patrick Carr, dem Co-Autor von Cash: Die Autobiografie von Johnny Cash (1997) die als Basis für den Film diente. Wir haben das Buch und es ist, typischerweise für Johnny Cash, sehr selbstkritisch und alles andere als Schönrederei. Dass Johnny Cash Konzerte in Gefängnissen spielte, lange bevor so etwas in Mode kam, entsprach seiner Einstellung dass ein Mensch der schwere Fehler gemacht hat, immer noch ein Mensch ist. Der Film Walk the Line nimmt seinen legendären 1968 Auftritt in Folsom Prison als Rahmen für seine Lebensgeschichte: Bevor Johnny Cash auf die Bühne kommt, steht er alleine in einem kahlen Raum und erinnert sich an seine Kindheit die von einfachen, ländlichen Verháltnissen und tragischen Ereignissen wie dem Tod seines Bruders geprägt waren. Es folgt seine Zeit bei der Armee in Deutschland, Landsberg wo er sich seine erste Gitarre kaufte und anfing Lieder zu schreiben. Es folgt seine erste, eher schwierige Ehe, und seine ersten Aufnahmen in Sam Phillips’ Sun Studio von Memphis. Dann Touren, zusammen mit Leuten wie Elvis Presley, Jerry Lee Lewis, Roy Orbison…und June Carter. Diese Sängerin wurde zum Mittelpunkt von Johnnys Leben. Der Mann war privat sehr schüchtern, nicht sehr selbstsicher, er litt – so scheint es uns – darunter dass sein Vater ihm permanent mit einer merkwürdigen
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La Vie en rose: Nice to see a song by the French singer and songwriter Edith Piaf getting exposure again. It's a good cover version and the Dior ad by Sofia Coppola looks good too

Wir haben gerade online den Werbespot von Sofia Coppola für Dior gesehen. Link unten. Sehr schön gefilmt und mit dem Lied La Vie en rose von Edith Piaf. Es wird im Film die Coverversion von Grace Jones verwendet, aber die ist ganz gut und hat trotz des moderneren Klangs ein Chanson-Gefühl beibehalten. Viele schöne Lieder aus den 1940er Jahren entsprechen, rein von der Aufnahmetechnik her, auf Anhieb heute nicht unbedingt jedermanns Hörgewohnheiten. Aber Cover bringen Leute dazu, die Originale auszuchecken, und die haben ihren eigenen wundervollen Charme. Coppolas Dior-Film lässt sich nicht die Chance entgehen, viele rosarote Blumen zu zeigen und voll und ganz mit Romantik von der alten Schule aufzutrumpfen. Austen-Fans werden vermutlich keine Einwände haben. Und Fans von Filmen mit Audrey Hepburn wahrscheinlich auch nicht. Die Originalfassung von La Vie en rose wurde von Edith Piaf im Jahr 1945 geschrieben, in 1947 nach einigem Zögern als Single veröffentlicht und machte die französische Sängerin weltberühmt. Frei von uns übersetzt lauten die ersten Zeilen in etwa :

Wenn er mich ansieht, senke ich meine Augen
Sein Lächeln verliert sich um seinen Mund
Das ist das ungeschminkte Porträt
von dem Mann zu dem ich gehöre
Wenn er mich in die Arme nimmt
Und mit einer tiefen Stimme zu spricht
Dann sehe ich das Leben rosig

Tja, so einfach war das früher. Die Thematik vom Versuch, das Leben positiv zu sehen und vielleicht dabei auch etwas nachzuhelfen indem man durch die rosarote Brille sieht, passte gut zur Nachkriegszeit. Hier Sofia Coppolas Dior-Film, seit Kurzem online, und hier die Originalfassung von Edith Piaf /  Ein deutscher Trailer für biografischen Spielfilm über Piaf  La Vie en Rose (2007) mit Marion Cotillard & Gérard Depardieu.

Musiktipp  Das Album The Best Of Edith Piaf  mit 72 Liedern ist günstig als 3-CD-Set / Download erhältlich. Biografie  Im März erscheint das Buch Édith Piaf: Hymne an das Leben (2013) von Jens Rosteck. Online erhältlich als Download oder gebundene Ausgabe.

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Illustrator Angela Barrett, who has done beautiful work for kid's books, also designed the 2013 Jane Austen stamp set

Der englische Postdienst Royal Mail hat gerade einen Jane Austen Briefmarken-Set herausgegeben. Die sechs Briefmarken zeigen Szenen aus jedem der sechs Austen-Romane. Das Design stammt von der Kinderbuch Illustratorin Angela Barrett. Wir hatten im Kinderzimmer auch ein schönes Buch das sie illustriert hat, nämlich The Ice Palalce von Angela McAllister. Wer jetzt einem Schreck bekommt und ruft: Die Kanzlerin hat den Schotten geheiratet! kann sich beruhigen, Angela McAllister ist eine englische Autorin. Um dass Heiraten geht es allerdings ausführlich in den Büchern von Jane Austen. Ihr weltberühmter Roman Stolz und Vorurteil feiert dieses Jahr sein 200. Jubiläum. Sicher auch ein Grund für den Briefmarken-Set. Wir finden ihn sehr gut gelungen, Angela Barrett hat einen zarten Stil der gut zu Austen passt. Die Royal Mail hat außerdem bekannt gegeben dass Briefe die von Chawton abgesendet werden, dem Dorf wo Jane Austen die letzten Jahre ihres Lebens verbrachte, einen speziellen Stempel mit einem Austen-Zitat erhalten. 
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Englische Übersetzung von Otfried Preußler (1923 - 2013)

Wir haben keine Statistiken ausgecheckt aber vom Eindruck her, so was man bei Leuten zuhause in Bücherregalen sieht, haben es deutsche Autoren nicht immer einfach im englischsprachigen Raum. Aber Otfried Preußler (1923 – 2013), der vor einigen Tagen starb, war ein Kinderbuchautor von dem man öfters mal Bücher in England sieht. Links im Bild unsere englische Ausgabe von Das Kleine Gespenst (1966), ein Buch das viele Leser kennen werden, mittlerweile vielleicht sogar ihren eigenen Kindern vorgelesen haben. Preußlers Bücher haben sich gut gehalten, haben etwas zeitloses an sich. Wir selber haben vor ein paar Monaten mit unseren Kindern die Hotzenplotz Bücher durchgelesen. Jemand hatte uns den Box-Set der drei Räuberbücher mit Farbillustrationen geschenkt. Danke nochmal! Unsere Lieblingsbücher von Preußler sind Der Kleine Wassermann (1956), Die Kleine Hexe (1957) und Der Räuber Hotzenplotz (1962), dieser erste Band ist bei weitem der beste. Was deutsche Bücher im Ausland betrifft, scheint es uns dass es einige wenige Mega-Erfolge gibt, wobei uns spontan hauptsächlich Michael Ende und Cornelia Funke einfallen – aber dann kommt erst mal sehr wenig. Es gibt in England nicht so dieses breite Feld von deutschsprachigen Autoren die mittleren aber stetigen Erfolg haben. Wir können uns zum Beispiel nicht daran erinnern, jemals ein Buch von Janosch in England gesehen zu haben, auch wenn ein paar englische Ausgaben im Internet zu finden sind. Ähnlich ist es scheinbar auch bei dem österreichischen Kinderbuchautor Erwin Moser, von dem wir Bücher wie Der Rabe
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What is the meaning of the name Celtic? In his book A Brief History of the Celts (1998) Peter Berresford Ellis considers various theories, including the one that Celtic or the Celts may linguistically mean something like The Hidden People

Trotz Fortschritten in Sprachwissenschaften sind die Namen von Völkern manchmal schwer zu erklären, nicht zuletzt weil sie oftmals aus einer anderen Sprache stammen als der des benannten Volkes und dadurch Irrtümer und Verwechslungen enthalten können. Das klassische Beispiel ist der Name Indianer, der von Kolumbus stammt und wie Kaugummi hängengeblieben ist. Für den Namen der Kelten gibt es verschiedene Theorien und wir werfen einen kurzen Blick darauf, mit Bezug auf das Buch A Brief History of the Celts (1998) von Peter Berresford Ellis, einem englischen Historiker aus dem Fachbereich Keltologie. Der Ort an dem die Kelten erstmals als eine ausgeprägte Kultur auftraten war in Gebieten vom Südwesten des heutigen Deutschlands und speziell der heutigen Schweiz. In der Tat die Wiege der keltischen Kultur, die sog La-Tène-Kultur hat ihren Namen von einer Gegend bei den Ufern des Neuenburgersees in der Schweiz. Was den Namen der Kelten anbelangt, schrieb Julius Cäsar in De bello Gallico, seinem berümten Bericht über den Gallischen Krieg, dass er gegen Leute Krieg führte die

‘Kelten in ihrer eigenen Sprache genannt werden’.

Obwohl man nicht alles was Julius Cäsar über die Kelten schrieb für bare Münze nehmen sollte – es gab auch damals propagandistische Berichterstattungen zu Kriegszeiten – klingt Cäsars Statement hier neutral und glaubwürdig: Die Kelten haben ihren Namen, anders als die Indianer, von niemandem aufs Auge gedrückt bekommen sondern selbst gewählt. Die keltischen Sprachen gehören zu den indogermanischen Sprachen und sind mit dem indischen Sanskrit verwandt. Deshalb kann man nach Kandidaten für die Wurzeln des Wortes Kelten suchen. Zum Beispiel die indoeuropäische Wurzel quel die ‘höher’ bedeutet. Vieleicht im Sinne von adelig? Peter Berresford Ellis erwähnt diese Möglichkeit, neigt aber eher zu der sprachlichen Verbindung zur indoeuropäischen Wurzel kel- die
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Rosemary Sutcliff's novel The Eagle of the Ninth (1954) is a classic and we liked the movie adaption The Eagle (2011) with Channing Tatum and Jamie Bell (above). Currently there's also a BBC radio dramatisation online. Link below

Es ist ein BBC-Hörspiel online nach dem Roman The Eagle of the Ninth (1954) von Rosemary Sutcliff. Link unten auf der Info-Leiste. Uns gefiel auch die Verfilmung Der Adler der Neunten Legion (2011) mit Channing Tatum und Jamie Bell. Wir haben einen Trailer fúr den Film hinzugefügt. Links im Bild ein Ausschnitt von einem Kinoposter. Der Film wurde auf Englisch mit dem kürzeren Namen The Eagle veröffentlicht. Die Geschichte spielt um das Jahr 140 n. Chr. während der römischen Besatzung Britanniens. Es geht um einen jungen römischen Offizier namens Marcus der bei einer Schlacht schwer verletzt wurde und deshalb als Invalide aus dem Militärdienst entlassen wird. Als Marcus im Laufe der Zeit wieder auf die Beine kommt, will er etwas über das Schicksal seines Vaters herausfinden der zusammen mit sämtlichen Soldaten der Neunten Legion bei einer Kampagne im unbesetzten Norden Britanniens verschollen gegangen ist. Marcus will auch den Adler, also die Figur des Feldzeichens der Legion finden und zurückbringen. Dadurch will er die Ehre seines Vater und der Neunten Legion wiederherstellen, denn die Legionsadler hatten bei den Römern einen enormen symbolischen Wert. Der Adler repräsentierte Rom.

‘Eagle lost, honour lost. Honour lost, all lost’

Also zieht Marcus zusammen mit einem einheimischen Briten, dem ehemaligen Sklaven Esca den er freigekauft hat, los in den wilden Norden jenseits des Hadrianwalls. Rosemary Sutcliff (1920 – 1992) schrieb historische Romane, sogenannte Jugendromane, die so gut geschrieben sind dass sie auch von Erwachsenen gelesen werden können. Einen Aspekt dieser Geschichte den wir zum Beispiel interessant finden, ist dass es hier auch um die Konfrontation von zwei völlig verschiedenen Kulturen geht. Die Spur auf der Suche nach dem Adler führt den jungen Römer Marcus zu einem
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Snow White: The prestigious Goya film prize of Spain has been won by the black-and-white silent movie 'Blancanieves' (2012) which sets the Grimm's fairytale in 1920's Andalusia

Wie wir heute morgen im spanischen TV-Nachrichtenkanal 24 horas mitbekamen, hat der Film Blancanieves (2012) den renommierten Goya Preis für Besten Film gewonnen. Blancanieves, der spanische Name für Schneewittchen, gewann obendrein noch in neun anderen Kategorien. Der spanische Regisseur Pablo Berger hat das Märchen von den Gebrüdern Grimm in das Andalusien der 1920er Jahre versetzt. Stierkampf und Flamenco spielen eine Rolle. Der Film ist auch eine Hommage an die europäische Stummfilm-Ära und demgemäß in Schwarzweiß gedreht, allerdings mit einem ausgiebigen Flamenco-Soundtrack. Hier ist ein Lied davon namens No Te Puedo Encontrar, der Titel bedeutet auf Deutsch Ich kann dich nicht finden. Sängerin ist die 30 Jahre alte  Silvia Pérez Cruz, die schon eine langjährige Karriere, hauptsächlich im Folk und Jazz Genre hat. In dem YouTube-Clip ist auch ein spanisches Kinoposter für den Film zu sehen. Der Goya-Preis für beste Schauspielerin ging an Maribel Verdú für ihre Rolle als die böse Stiefmutter von Schneewittchen. Die Schneewittchen-Rolle im Film wird von Macarena García dargestellt, die ebenfalls einen Preis gewann und im Foto bei dem Biss in den Apfel zu sehen ist. Der Film ist demnächst, ab ca. 20. Februar im deutschen Onlinehandel als DVD erhältlich.

Info  Ein Trailer für Blancanieves (2012) / Spanisches Making-Of Doku (Teil 1) mit dem Regisseur Pablo Berger, Teil 2 hier / English Wiki article about the award winning film Blancanieves (2012)

 

t's the birthday of Ruth Rendell. We read that her favourite adaption is A Judgement in Stone filmed as La Cérémonie by Claude Chabrol. It's out in French with English subtitles, or dubbed into German as 'Biester'. We checked it out. It's good. Made us think twice about having another au pair, though

Es ist der Geburtstag von Ruth Rendell und wir lasen dass ihr Lieblingsfilm von ihren Romanen Urteil in Stein sei, der von Claude Chabrol als La Cérémonie gedreht wurde. Wir wollten das auschecken und stellten erfreut fest dass es den Film auch in synchronisierter Fassung auf Deutsch gibt. Die Romanvorlage Urteil in Stein (1977), nach dem Originaltitel A Judgement in Stone ist einer der besten Romane von Ruth Rendell. Mysteriöserweise deutet weder der französische, noch der deutsche Filmtitel Biester (1995) auf den Romannamen hin. was schade ist, denn als Urteil in Stein wäre der Film sicher doppelt so bekannt. Aber ansonsten ist der Film gelungen. Ein solider Psychothriller in dem mehrere Morde geschehen, wobei die Geschichte sich viel mehr mit den Hintergründen beschäftigt, als mit der eigentlichen Bluttat. Dass diese etwas von einem Ritual, einer unheimlichen Zeremonie hat, wird im französischen Titel angedeutet. Es geht um eine reiche Familie die ein Hausmädchen aus einfachen Verhältnissen anstellt. Gut gespielt von Sandrine Bonnaire. Ebenso, die Rolle ihrer Freundin, einer jungen Frau die auf dem dem Postamt
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The brandnew BBC radio play is good, link below. A modern movie version, and there is one in the works, has the problem whether to set 1984 in the past, present, future or a nondescript time. We'd like a movie that incorporates Orwell's life and development of the novel. Sort of the way the film Hollywoodland looked at the story behind Superman.

Das brandneue 1984 Hörspiel ist gut und kann online gehört werden. Link unten auf der Info-Leiste. Der Stoff eignet sich gut fürs Radio denn die eigene Fantasie liefert Bilder die auf der Leinwand nicht immer einfach umzusetzen sind. Wir fanden die bisherigen Verfilmungen in Ordnung, schauspielerisch sogar gut, mit Leuten wie Richard Burton und John Hurt in der englischen Kinoproduktion vom Jahr 1984. Aber der Film wurde, wie die ebenfalls ganz gute 1956-Verfilmung, mit einem relativ kleinen Budget gedreht. Und ein einflussreicher, weltbekannter Roman wie 1984 verdient und benötigt vielleicht sogar eine Megaproduktion in der Liga von Der Herr der Ringe. Kein so weit hergeholter Vergleich, denn Orwells 1984 handelt von gesellschaftlichen Veränderungen von monumentalen Ausmaßen. Um das im Kino glaubhaft und visuell spannend zu machen – Kino muss  ja auch kommerziell erfolgreich sein um zu bestehen – braucht man heute viel Geld. Denn obwohl 1984 vorrangig ein philosophischer Roman ist, werden Leute im Kino eher ein düsteres Sci-Fi-und Action-Epos  à la Minority Report erwarten. Deshalb fanden wir es interessant zu hören dass die Hollywood Produktionsfirma Imagine Entertaintment, mit Ron Howard und Brian Grazer, zur Zeit an einer neuen 1984 Verfilmung arbeitet. Imagine Entertainment hat Filme wie The Da Vinci Code – Sakrileg (2006) und Robin Hood (2010) uva. produziert und hat damit wohl das richtige Kaliber für eine große Orwell-Verfilmung. Eine Alternative die wir uns für den Stoff vorstellen könnten, wäre ein Spielfilm über die Enstehung von 1984 und das Leben von George Orwell selber. Der Mann hatte ein abenteuerliches Leben und seine Erfahrungen, z. B. im Spanischen Bürgerkrieg, hatten einen enormen Einfluss auf 1984. Während Orwell zeitlebens der politischen Linken zugetan war, scheute er nicht davor zurück, auch andere Sichtweisen in sein Weltbild zu integrieren. So zum Beispiel das Buch The Managerial Revolution (1941) von John Burnham, einem Erzkonservativen der den Westen zu einer
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February 2013: It's not just sun, sea and sand down here. If you eat lettuce in winter maybe that old Andalusian farmer we met helped getting it on your Northern European table

Andalusien hat diesen Winter schon wochenlang gutes Wetter. Leute laufen in T-Shirts herum, Touristen sitzen in den Cafés der Strandpromenaden. Wir freuen uns darüber, zeigen aber auch gerne mal andere Seiten von Andalusien. Über Jahrhunderte, bevor der Tourismus begann und einen willkommenen wirtschaftlichen Schub brachte, haben die Andalusier in dieser großteils sehr ländlichen Region nach Wegen gesucht um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Auch heute noch findet man, nur ein paar Kilometer außerhalb von touristischen Gegenden, immer noch viel von dem ursprünglichen, landwirtschaftlichen Lebensstil der Andalusier. Im Morgengrauen sieht man viele kleine Fischerboote auf dem Meer, und wenn man ein bisschen landeinwärts fährt, ist alles voll mit Olivenhainen, Orangen- und Zitronenbäumen, und Korkeichen deren Rinde hauptsächlich für die Korken von Weinflaschen geerntet wird. Man trifft hier öfters auch Ziegenhirten und hört das vertraute Gebimmel von den Glocken ihrer Herde. Was uns romantisch erscheint ist, wie so oft, für die Leute die so leben, eine ganz normaler Alltag bei dem man alles auf Erden wird außer reich. Andalusien war vor dem Touristenboom, der en masse erst in den 1960er Jahren in die Gänge kam, eine der ärmsten Regionen Europas. Aufgrund seiner kargen Berglandschaften und der schieren Größe des Landes war Andalusien auch immer schon ziemlich dünn besiedelt. Solche Regionen haben bis vor kurzem nicht annähernd so eine technische Infrastruktur gehabt wie viele nordeuropäische Länder sie schon lange haben. Wir fuhren vor ein paar Tagen zu einer Stadt namens Estepona, ca. 15 min. Fahrt westlich von Marbella gelegen. 
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We liked Donna Tartt's novel The Secret History (1992), pictured above, and wonder why it hasn't been filmed yet: sort of a dark version of Dead Poets Society. Her next novel is called The Goldfinch (2013). Curiously, that bird has strong mythological connotations, see link to Raphael painting below

Im Oktober erscheint ein neues Buch von der amerikanischen Autorin Donna Tartt die vor 20 Jahren mit ihrem Debutroman Die Geheime Geschichte berühmt wurde. Siehe im Foto auch die Originalfassung The Secret History (1992). Zehn Jahre später folgte ihr Roman Der Kleine Freund (2002) und diesen Herbst veröffentlicht sie ihren dritten Roman, mit dem englischen Originaltitel The Goldfinch (2013). Da ihre Titel bisher wörtlich ins Deutsche übersetzt wurden, vermuten wir dass der neue Roman Der Stieglitz heißen wird. So weit wir wissen, handelt die Geschichte von einem Jungen namens Theo Decker der eine Explosion überlebt bei der seine Mutter ums Leben kommt. Um zu verhindern dass er in ein New Yorker Waisenheim kommt, schlägt sich der Junge alleine durch. Aufgrund eines geheimnisvollen Gemäldes das den Jungen an seine Mutter erinnert, gerät er in die Welt der Kunst und, wenn wir es richtig verstanden haben, auch in die zwielichtige Welt des Kunsthandels. Im Kern geht es in diesem Roman offenbar um die ‘Macht der Kunst’. Soweit die Informationen die uns bekannt sind. Das klingt für unsere Begriffe ziemlich interessant, besonders weil wir Die Geheime Geschichte von Donna Tartt sehr gut fanden, in der Tat zu den besten Romane der letzen zwei Jahrzehnte zählen. Merkwürdigerweise wurde er bis jetzt noch nicht verfilmt, obwohl man daraus sicher einen guten Spielfilm, ein bisschen im Stil von Der Club der Toten Dichter machen könnte. Die Tatsache dass Die Geheime Geschichte düsterer ist und Thrillerelemente enthält, dürfte einer Kinoverfilmung eigentlich nicht im Weg stehen. An dem Titel von Donna Tartts The Goldfinch fällt uns auf dass es ein Name mit mythologischen oder religiösen Konnotationen ist. Weil der Stieglitz sich mitunter von den Samenkörnern von Dornen ernährt, wird er mit der Passionsgeschichte von Jesus in Verbindung gebracht, zum Beispiel mit der Dornenkrone. Der Stieglitz taucht auch in religiösen Kunstwerken auf, wie in Raphaels Gemälde Madonna mit dem Stieglitz (1505-1506) in dem Maria, das Christuskind und Johannes der Täufer dargestellt sind und einen Stieglitz in der Hand halten. Dabei fragt man sich unwillkürlich ob das Gemälde das in Donna Tartts kommenden Roman The Goldfinch, oder Der Stieglitz auftaucht, ein ähnliches oder vielleicht sogar das selbe Gemälde von Raphael ist? Wir sind gespannt und halten Sie auf dem Laufenden wenn wir neue Informationen haben.

Info  Deutsches TV-Doku über Donna Tartt  /  Wiki-Artikel über die Autorin Donna Tartt

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On the birthday of Peter Gabriel we look at a passage in Spencer Bright's biography (which contains photo above) about Peter Gabriel being a fan of the legendary 'Whole Earth Catalog''. Plus a project related to the Space Shuttle

Anlässlich des heutigen Geburtstags von Peter Gabriel, ein Blick in ein empfehlenswertes Buch über den Musiker der vielen Lesern als Solokünstler und auch ehemaliges Mitglied der Progrock-Band Genesis bestens bekannt sein wird. In dem Buch sind Infos über eins der weniger bekannten Projekte mit dem Gabriel Ende der 70er Jahre in Kontakt kam, nämlich ein geplanter Film über das amerikanische Space Shuttle Programm. Das Projekt hatte zudem Verbindungen zur kalifornischen Counterculture. Gemäß der autorisierten Biografie Peter Gabriel (1988) von Spencer Bright, ist Gabriel ein langjähriger Fan von dem legendären Whole Earth Catalog. Eine alternatives Magazin oder, wie der Name schon sagt, ein Katalog der hauptsächlich zwischen 1968 und 1972 erschien. Gegründet von Stewart Brand, der an der Stanford University in Kalifornien Biologie studierte und später Verbindungen mit der alternativen und ebenfalls in Kalifornien angesiedelten Hippie-Bewegung um Leute wie Ken Kesey und die Grateful Dead hatte. Der Katalog benutze Begriffe wie tools in einem modernen Kontext, also Mittel und Möglichkeit sowohl als WerkzeugZum Beispiel für alternative, nachhaltige Lebensstile auf dem Land, und Leute die nach Infos und Produkten dafür suchten. Stewart Brand wollte ein Verzeichnis mit dem ‘jeder auf der Erde per Telefon umfassende Information über alles bekommen kann‘. Dieser Whole Earth Catalog wurde von keinem geringeren als dem Apple Guru Steve Jobs als ein Vorläufer von Suchmaschinen wie Google gepriesen. Jobs sagte 2005 bei einer Rede an der Stanford University:

‘When I was young, there was an amazing publication called The Whole Earth Catalog, which was one of the bibles of my generation…. It was sort of like Google in paperback form, 35 years before Google came along. It was idealistic and overflowing with neat tools and great notions.’

Peter Gabriel bekam 1978 einen Anruf von dem Amerikaner Peter Schwarz, einem Zukunftsforscher an der Stanford University und einem guten Freund des Whole Earth Catalog Gründers Stewart Brand. Schwarz wollte Peter Gabriel an einem Filmprojekt im Weltall, an Bord des zukünftigen Weltraumfähre Space Shuttle beteiligen. Schwarz hatte auch den Schriftsteller
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The American poet Sylvia Plath died 50 years ago today, on the 11th of Febuary 1963. We find it moving that her poem November Graveyard was probably inspired by Heptonstall churchyard in Yorkshire where she would be buried later. Just a few miles from Haworth and the Brontë sisters.

Heute vor 50 Jahren starb die amerikanische Dichterin Sylvia Plath (1932 – 1963). Sie wurde nur 30 Jahre alt, hat aber den Roman Die Glasglocke (1963) und viele bemerkenswerte Gedichte hinterlassen. Wir haben uns anlässlich ihres Todestags den biografischen Spielfilm Sylvia (2003) mit Gwyneth Paltrow und Daniel Craig angesehen. Wir haben die DVD, aber der Film ist auch auf YouTube, Link folgt, und wir empfehlen ihn. Mehr dazu gleich. Wir möchten zuerst ein Gedicht von Sylvia Plath vorstellen. Es existiert zum Glück eine Aufnahme mit ihrer Stimme und Darbietung des Gedichts. Jemand hat das auf YouTube mit Bildern aus ihrem Leben zusammengestellt und wir finden das bewegend, nicht zuletzt wegen der Gedichtsthematik von einem Friedhofsbesuch. Es deutet einiges darauf hin dass November Graveyard von dem Friedhof inspiriert wurde, auf dem Sylvia später begraben wurde. Das Grab ist auf obigem Foto in der Mitte, mit einer gelben Blume davor zu sehen. Es befindet sich auf dem Friedhof einer Kirche in dem kleinen, abgelegenen Dorf Heptonstall in Yorkshire. Übrigens nur ein paar Kilometer entfernt von Haworth wo die Brontë-Schwestern lebten. Sylvia Plath lebte nicht in Heptonstall und starb hier auch nicht, aber sie besuchte den Friedhof öfters zusammen mit ihrem Ehemann und Dichter Ted Hughes, der aus dem Nachbarsdorf Mytholmroyd stammte und dessen Eltern auf dem Friedhof von Heptonstall begraben sind. In November Graveyard deutet auch die Erwähnung des Moors und andere Naturbeschreibungen darauf hin dass das Gedicht nicht nur von Yorkshire sondern genau von diesem Friedhof in Heptonstall handelt. Für uns persönlich haben Friedhöfe keine negativen Konnotationen sondern, namensgerecht, eher etwas friedliches. So eine stoische Sichtweise entspräche nicht Sylvia Plaths Persönlichkeit, sie beschreibt den Friedhof mit Adjektiven wir stur und mürrisch. Und damit bringt sie die Atmosphäre wohl perfekt auf den Punkt. Hier ist Sylvias Stimme:

November Graveyard

The scene stands stubborn: skinflint trees
Hoard last year’s leaves, won’t mourn, wear sackcloth, or turn
To elegiac dryads, and dour grass
Guards the hard-hearted emerald of its grassiness
However the grandiloquent mind may scorn
Such poverty. No dead men’s cries

Flower forget-me-nots between the stones
Paving this grave ground. Here’s honest rot
To unpick the heart, pare bone
Free of the fictive vein. When one stark skeleton
Bulks real, all saints’ tongues fall quiet:
Flies watch no resurrections in the sun.

At the essential landscape stare, stare
Till your eyes foist a vision dazzling on the wind:
Whatever lost ghosts flare,
Damned, howling in their shrouds across the moor
Rave on the leash of the starving mind
Which peoples the bare room, the blank, untenanted air.

Info  Deutscher Wiki-Artikel über Sylvia Plath / und das Dorf Heptonstall in Yorkshire wo ihr Grab ist /  Der biografische Spielfilm Sylvia (2003) kann auf YouTube angesehen werden, ist aber auch günstig als DVD im Onlinehandel erhältlich, leider nur auf Englisch. Es wäre gut den Film zu synchronisieren und im deutschen Fernsehen zu zeigen. Es ist immer schwer, echte Menschen in Filmen darzustellen, besonders wenn es sich um komplexe Persönlichkeiten handelt von denen jeder seine eigenen Vorstellungen hat. Aber Gwyneth Paltrows Porträt is eindrucksvoll und hat sicher dazu beigetragen, unser Interesse an Sylvia Plath zu wecken. Der Film ist von den Bildern und der Musik her sehr schön – aber zunehmend auch sehr traurig: Sylvia Plath hatte mit verschiedenen Problemen, wie klinischen Depressionen zu kämpfen. Dass sie Selbstmord beging, hätte mit der richtigen Unterstützung vermutlich verhindert werden können. Vielleicht trägt ihre Geschichte und der Film Sylvia zu mehr Aufmerksamkeit für diese Thematik bei.

 

An old children's rhyme plays a role in the Agatha Christie thriller A Pocket Full of Rye, now online as a BBC radio play. There is also a good film adaption on YouTube. Links below

Der Roman wurde auf Deutsch als ‘Das Geheimnis der Goldmine’ veröffentlicht. Das BBC-Hörspiel mit Originaltitel A Pocket Full of Rye kann online gehört werden. Link unten auf der Info-Leiste. Links im Bild eine alte Illustration (1880) für den Kinderreim Sing a Song of Sixpence der im Roman eine Rolle spielt und im Hörspiel gleich zu Anfang zitiert wird:

Sing a song of sixpence,
A pocket full of rye.
Four and twenty blackbirds,
Baked in a pie.
When the pie was opened,
The birds began to sing;
Wasn’t that a dainty dish,
To set before the king?

Wir veraten nichts darüber wer in diesem Miss Marple Krimi das Morden nicht sein lassen kann, wenn wir hinzufügen dass sich die Reimzeile ‘a pocket full of rye‘ auf eine Handvoll Roggenkörner bezieht die in der Jackentasche des ersten Opfers gefunden werden. Agatha Christie liebte es, ihre Romane mit Spuren und Zitaten aus englischer Folklore und Dichtung auszuschmücken. Dinge die ihr offensichtlich etwas bedeuteten und die ihren Krimis selbst Jahrzehnte später einen besonderen Charme verleihen. Diese Zitate sind nützlich, denn alte Lieder, Gedichte und Kinderreime können in Vergessenheit geraten. Was schade wäre, denn zum Ursprung dieser Sachen gibt es interessante Theorien. Dazu ein Blick auf letzten zwei Strophen des Reims:

The king was in his counting house,
Counting out his money;
The queen was in the parlour,
Eating bread and honey.
The maid was in the garden,
Hanging out the clothes;
When down came a blackbird
And pecked off her nose

A 1971 paperback from Fontana Books and the Miss Marple BBC TV adaption of A Pocket Full of Rye, which is good. This set with 2 other episodes also has a 30 min. Christie docu

Im Oxford Dictionary of Nursery Rhymes wird die Möglichkeit erwähnt dass die vierundzwanzig Vögel im Reim, die 24 Stunden eines Tages darstellen. Und somit der König und die Königin im Reim die Sonne und den Mond symbolisieren. Theorien die, wie vieles im Bereich von Dichtung und Folklore, schwer zu beweisen sind. Aber es ist interessant wie manche Stoffe oder Archetypen im Laufe der Jahrhunderte ein Eigenleben entwickeln und wiederholt in der Popkultur auftauchen. Bestandteile des Reims Sing a Song of Sixpence wie ‘The king was in his counting house…’ und ‘The queen was in the parlour…’ tauchen in dem Beatles Lied Cry Baby Cry als ‘The king was in the garden…’ und ‘The queen was in the playroom…’ auf. Ein weiteres Motiv des Kinderreims, die bizarr anmutende Teigtasche mit den vierundzwanzig Vögeln (four and twenty blackbirds, baked in a pie) wurde in dem Radiohead Lied Faust Arp benutzt: ‘Fingers in the blackbird pie I’m tingling, tingling, tingling…’. Aber auf dem Gebiet glorreicher britischer Merkwürdigkeit haben es in diesem Fall weder die Beatles noch Radiohead geschafft, Agatha Christie zu überbieten. So benutzt in ihrem Krimi A Pocket Full of Rye jemand den Kinderreim unverdrossen als Anleitung zum Töten: Zum Beispiel wird, in Anlehnung an die letzte Strophe, jemand tot an einer Wäscheleine gefunden. Die Zeile ‘when down came a blackbird and pecked off her nose‘ nachgestellt indem das Opfer eine Wäscheklammer auf die Nase verpasst bekommt. Blackbirds werden auf Deutsch Schwarzdrosseln oder Amseln genannt und sind Vögel die, vielleicht wegen ihrem Gesang oder markanten Aussehen schon seit Jahrhunderten mit Aberglauben behaftet sind. Der Reim Sing a Song of Sixpence ist übrigens nicht der einzige Verweis auf britisches Kulturgut in diesem Krimi. Christie macht einen Hinweis auf den Dichter Alfred Tennyson: Sie erklärt die Vornamen Percival und Lancelot der Fortescue-Brüder damit dass ihre Mutter das Tennyson-Gedicht
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'Lord, the Berkshires seemed dreamlike...': An exhibition of the American landscape painter Frederic Church is coming to Britain. We don't know if 'Sunset in the Berkshire Hills, Massachusetts' (1857) will be shown, but we couldn't help thinking of a beautiful cowboy song by James Taylor

Eine Ausstellung des amerikanischen Landschaftsmalers Frederic Church (1826 – 1900) kommt nach London in die National Gallery. Der Mann war ein großer Naturliebhaber und seine Gemälde starteten im 19. Jahrhundert den ersten Touristenboom in idyllischen Gegenden wie den Catskill Mountains und dem Tal des Hudson Rivers. Selbst im 20. Jahrhundert als Church schon lange tot war, wurden seine Bilder von Naturschützern eingespannt um zum Beispiel den Bau eines Atomkraftwerks im Hudson Valley zu verhindern. Nach der Devise: Setzt diese Landschaften nicht aufs Spiel. Das war in den 70er Jahren – und das Kraftwerk wurde bis heute noch nicht gebaut. Wer sagt dass Kunst keinen praktischen Nutzen habe? Es wurde noch nicht bekanntgegeben, genau welche Gemälde bei der Ausstellung gezeigt werden. Deshalb haben wir einfach mal ein Bild von Frederic Church ausgewählt das eine Verbindung zu einem unserer Lieblingslieder hat. Bei dem Titel des obigen Gemäldes ‘Sunset in the Berkshire Hills, Massachusetts’ (1857) müssen wir unwillkürlich an das Lied Sweet Baby James von James Taylor denken. Auch wenn die Zeile ‘Lord, the Berkshires seemed dreamlike…’ darauf hinaus läuft dass es Winter ist und ein Frost das Land verzaubert hat. Den Frost muss man sich halt noch dazudenken. Eine weitere Parallele zwischen dem Lied und dem
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1954: Tests zur Entwickling von Senkrechtstartern in England

Hier ein altes Foto von dem englischen experimentellen Fluggerät TMR, und nachfolgend ein kurzer Film auf YouTube von einer Vorführung aus dem Jahr 1954. Die TMR-Maschine scheint in Deutschland ziemlich unbekannt zu sein, es gibt keinen deutschen Wiki-Eintrag dazu. Aber die Versuche mit dem TMR waren ein Schritt in der Entwicklung von senkrechtstartenden Flugzeugen. Genau genommen, dem britischen Harrier Jet der 1969 startete. Diese Technik nennt man VTOL oder vertical take off and landing. Sie wurde hauptsächlich zum Starten und Landen auf Flugzeugträgern entwickelt, aber auch für andere Situationen wo Platzmangel herrscht, z. B. im Fall von zerstörten Flugplätzen. Das TMR (Thrust Measuring Rig), oben im Bild, diente dazu, herauszufinden ob Senkrechtstarts nicht nur Hubschraubern, sondern auch anderen Flugzeugen möglich wären. Der allererste Flug fand am 3. Juli 1953 auf dem Hucknall Airfield von Nottingham statt. Die Triebwerke die dazu benutzt wurden waren Rolls-Royce Nenes und man leitete ihre Schubkraft in eine Hauptdüse und zwei kleinere Düsen direkt unter dem TMR um zu sehen ob die Kraft für Take-off reichen würde. Es funktionierte. Auch wenn
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Advertising in books got a bad name when Don Draper types in the 1950's discovered it as a path for the tobacco industry. But it was used for uncontroversial products long before that, going back to Charles Dickens. Is it such a bad idea?

Wir sammeln alte Taschenbücher vom englischen Penguin Verlag und haben etwas gefunden das wir vorher noch nie hatten: Ein Buch mit Werbung. Und dabei handelt es sich nicht um irgendeinen Groschenroman sondern um den Klassiker Pygmalion von George Bernard Shaw, weltbekannt durch die Verfilmung als My Fair Lady (1964) mit Audrey Hepburn. Die Ausgabe links im Bild ist jedoch von 1941. Das Buch hat einiges mitgemacht, ist aber für sein Alter von über 70 Jahren in gar nicht so schlechtem Zustand. Ein Grund warum wir meist Taschenbücher bevorzugen ist übrigens dass viele gebundene Bücher für uns einen kleinen Design-Fehler haben: Nämlich die Tatsache dass die eigentliche Design-Komponente sich meist nicht auf dem Buch selber befindet, sondern auf einem losen Schutzumschlag der nach ein paar Jahren oftmals schlimmer (z. B. eingerissen oder verbeult) aussieht als das solidere Cover eines Taschenbuchs. In dieser Hinsicht ist das Design vieler gebundener Kinderbücher besser durchdacht. Dort ist oftmals neben dem Schutzumschlag das Coverdesign nochmal direkt auf den Buchdeckel gedruckt. Und das ist gut, denn sonst werden Bücher deren Umschläge Kinderhänden zum Opfer gefallen sind, zu ziemlich anonymen Produkten. Aber: Der zusätzlich bedruckte Buchdeckel macht die Bücher für Verlage noch teuerer als sie ohnehin sind, vor allem im digitalen Zeitalter wenn Print vielerorts ums
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