Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Archive for 'Blog'

The Scottish lake Loch Katrine and Ellen's Isle are tourist attractions today. The place inspired Walter Scott's poem The Lady of the Lake. Which in turn inspired Franz Schubert (1797 - 1828), whose birthday is today, to write a beautiful song

Wir wollten für den Geburtstag von dem österreichischen Komponisten Franz Schubert (1797-1828) ein schönes Lied aussuchen, und dabei ist man aufgrund der schieren Menge an wundervollen Liedern hin und hergerissen. Aber wir entschieden uns für ein Lied das viele Leuten von der Musik her kennen werden, aber dessen Entstehungsgeschichte vielleicht etwas weniger bekannt ist. Außerdem ist das Lied den meisten Leuten unter einem anderem Namen bekannt als Schuberts ursprünglicher Titel Ellens Gesang III. Dieser Name stammt von einer winzigen schottischen Insel namens Eilean Molach, ein alter keltischer Name der als Ellen’s Isle ins Englische übertragen wurde. Die Insel liegt mitten in dem See Loch Katrine, oder Loch Ceathairne, in dem schottischen Bezirk Sterling. Es gibt von dem See, der sehr beliebt bei Touristen ist, auch schöne Fotos, gleich ein Link dazu, aber das alte Gemälde oben hat den Vorteil dass man einen Blick auf den See, die Insel und auch den dahinter liegenden Berg Ben Venue bekommt, der ebenfalls eine Rolle in der Geschichte von Ellens Gesang spielt. Schubert wurde dazu von dem schottischen Schriftsteller Sir Walter Scott (1771 – 1832) und seinem Gedicht The Lady of  the Lake inspiriert.
Continue reading…

Eagles: We love that Country + Hippie + Hopi Indian thing on some of their earlier albums. Though today we take a closer look at their song 'Hotel California'. The new film 'History of the Eagles' was shown at Sundance 2013. See trailer below

Eine der erfolgreichsten Bands aller Zeiten, mit Klassikern wie Hotel California. Wir haben uns gerade den Trailer für ein neues Doku über die Eagles angesehen: Sieht gut aus und ein Link dafür ist unten auf unserer Info-Leiste. Die Band hatte ursprünglich eher alternative Wurzeln, eine Art Mischung aus Country, Hippie und Hopi-Indianer Ikonografie. Davon kommt etwas im LP-Design von On The Border (1974) rüber, siehe Foto links. Das Album ist musikalisch für uns zwar nicht das beste der Band, aber es ist es unser Lieblingscover und steht zuhause auf dem Kaminsims. Es hat etwas handgemachtes an sich, als ob es jemand gerade mit Filzstiften auf ein altes Stück Pappe gemalt hätte. Etwas von jenem do-it-yourself Ethos der frühen 70er Jahre. Den Namen Eagles wählte die Band wegen Verbindungen zur Mythologie der amerikanischen Indianer. Da steckt ein bisschen Carlos Castaneda darin. Ähnliche Bands und Musiker wie Grateful Dead, Crosby, Stills Nash & Young und Gram Parsons waren auf ihre eigene Weise erfolgreich, aber wir vermuten dass die Eagles mehr als zehn mal so viele Alben verkauft haben wie alle drei zusammen. Warum? Hauptsächlich wegen den ausgefeilten, extrem radiotauglichen Liedern der Eagles. Darüber hinaus steckte die Band großen Aufwand in die Produktion, verbrachte viel Zeit im Studio damit, den Klang der Lieder zu perfektionieren. Lieder wie One of These Nights (1975) stecken voller ausgefeilter Details die durch verschiedene Ebenen von Echo-Effekten zur Geltung kommen. Erstaunlich komplex für eine Gitarren-Band mit damaliger analoger Aufnahmetechnik. Gleichzeitig verkörperten die Eagles vom Image her die Jungs vom Land, mit Schnurbärten und Holzfellerhemden. Junge Typen die lässig und erfolgreich zugleich waren, in anderen Worten: Der Mythos von Kalifornien. Dieser Mythos, von einem Lebenstil bei dem man Cowboy und Indianer, reich und alternativ zugleich sein kann, hat sich mehr oder weniger bis heute gehalten. Grüße an Silicon Valley. Und man könnte argumentieren dass Bands wie die Eagles diesen Mythos erfunden haben. Er kam jedenfalls gut an, auch in den grauen, regnerischen, nordischen Gefilden dieser Erde. Die Band selber stand diesem Mythos im Laufe der Zeit jedoch durchaus kritisch gegenüber und verarbeitete seine faszinierenden und dunklen Seiten in ihrem berühmtesten Lied Hotel California (1976). Während dem instrumentalen Intro, bevor der Gesang anfängt, kann man darauf achten wie der  Rhythmus und die Akkordstruktur des Lieds Elemente hispanischer Musik einbezieht und somit auch die ereignisreiche Geschichte Kaliforniens reflektiert. Los Angeles? Das ist Spanisch für einen Ort namens Die Engel.

‘On a dark desert highway, cool wind in my hair
Warm smell of colitas, rising up through the air
Up ahead in the distance, I saw a shimmering light
My head grew heavy and my sight grew dim
I had to stop for the night’   (Ausschnitt von Hotel California, 1976, Eagles)
Hier ist die Romantik von Autofahrten durch wüstenähnliche Gegenden, mit dem Wind in den Haaren. Es muss also ein Cabrio sein. Das Wort colitas war, wie wir lasen, einfach ein spanisch klingendes Fantasiewort für Joints. Als es dunkel wird sieht der Typ ein Hotel und hält an. Eine Frau mit einer Kerze in der Hand öffnet ihm die Tür und er denkt: Dies könnte der Himmel oder die Hölle sein. Das Hotel ist voller Leute die eine reiche aber isolierte und letztendlich leere Existenz leben:
Continue reading…

For the 200th anniversary of ''Pride and Prejudice' (1813) we recommend a documentary, link below, about the making of the 1995 BBC adaption (Jennifer Ehle & Colin Firth above, right), which also mentions other films, like the 2005 version with Keira Knightley. Also a good, slightly more modern take

Am 28. Januar 1813 wurde der Romanklassiker Stolz und Vorurteil von Jane Austen veröffentlicht. Zum 200. Jubiläum empfehlen wir ein Doku auf YouTube über den Dreh der beliebten BBC-Verfilmung Pride and Prejudice (1995). Link unten auf unserer Info-Leiste. Das Doku wirft auch einen Blick auf mehrere andere Verfilmungen, darunter die Kinofassung Pride & Prejudice (2005) mit Keira Knightley in der Rolle von Elizabeth Bennet. Dieser Film ist ebenfalls sehr gut, links im Foto ist unsere DVD. Rechts eine Penguin Taschenbuchausgabe die als tie-in zur 1995 TV-Produktion veröffentlicht wurde und auf der Jennifer Ehle als Elizabeth und Colin Firth als Darcy zu sehen ist. Welche Verfilmung ist besser? Erfreulicherweise sind beide gut und zugleich sehr verschieden. Sie ergänzen sich also und man sollte früher oder später beide kennenlernen. Die TV-Fassung ist viel länger und kann dadurch mehr Details von der Romanvorlage einbauen. Die 2005 Kinofassung ist moderner, zum Beispiel was den Soundtrack anbelangt, hier ein Clip, da er mit einer schlichteren Schönheit als der BBC-Soundtrack beeindruckt. Wir schätzen, dieser neuere und kompaktere Kinofilm ist gut zum Kennenlernen der Geschichte, und wird wahrscheinlich einem jüngeren Publikum besser gefallen. Nicht zuletzt weil Keira Knightley die Hauptfigur Elizabeth auf eine, wie soll man sagen, vielleicht ‘natürlichere’ oder weniger konventionelle Weise rüberbringt. Bei langjährigen Austen-Fans hingegen würde es uns nicht wundern wenn sie etwas mehr zur 1995 BBC-Verfilmung neigen. Wählen Sie selbst, oder kaufen Sie sich am besten beide Versionen. Jane Austen ist immer eine gute Investition. Auch noch nach 200 Jahren.

Info  Das Pride and Prejudice Doku Teil, 1 inklusive Interviews mit Austen-Biografin Claire Tomalin und dem Drehbuchautor Andrew Davies. Hier zu Teil 2 und Teil 3. Was Romanfassungen anbelangt hat die Penguin Ausgabe oben im Bild ein schönes Cover für Fans der BBC-Verfilmung, aber kein Zusatzmaterial. Dagegen hat die Penguin Classics Ausgabe sage und schreibe über 100 Seiten an Extras: Vorwort, Essays, Anmerkungen usw. Lohnt sich. Was deutsche Romanausgaben angeht, gefällt uns die Ausgabe vom Insel Verlag, die nicht nur ein schön gestaltetes Cover hat sondern auch Hugh Thompsons Illustrationen von 1894, plus ein 16 Seiten langes Essay von Norbert Kohl, eine Bibliografie und einige Anmerkungen zum Text. Beide Ausgaben sind hier auf unserem Foto zu sehen. Literaturreisen  Das Jane Austen’s House Museum in dem Dorf Chawton, Grafschaft Hampshire.

Ads by Google

 

 

There's a release from the family of the enigmatic songwriter Nick Drake (1948 - 1974), and also an excellent documentary on YouTube, link below. Pics above: Nick & his mother Molly

Fotos und Musikaufnahmen von Molly Drake deuten darauf hin dass ihr Sohn, der enigmatische Folksänger Nick Drake, nicht nur das Aussehen sondern auch die künstlerische Ader von der Mutter erbte. Nick Drake starb jung, mit 26 Jahren, und ist selbst heute eher ein Geheimtipp als ein Haushaltsname. Aber die drei Alben die er zwischen 1969 und 1972 veröffentlichte, haben im Laufe der Jahrzehnte langsam aber stetig an Fans gewonnen. Anhand von immerhin 28 Rezensionen bei Amazon ist das auch in Deutschland der Fall. Sein Album Pink Moon (1972) ist am bekanntesten, nicht zuletzt weil das Titellied im Jahr 1999 für einen Volkswagen-Werbespot benutzt wurde. Das Lied ist gut: Ganz allein Nick Drake mit seiner sanften Stimme und charakteristischen Akustikgitarre, aber unser persönliches Lieblingslied ist Northern Sky, mitunter weil Nick Drakes introvertierte Lieder und Texte für uns noch besser klingen wenn sie von zwei, drei zusätzlichen Instrumenten und melodischen Arrangements etwas aufgehellt werden. Dadurch ensteht diese glücklich-traurige Atmosphäre oder dieses gewisse ‘Ich bin allein aber ein Teil von allem’ Feeling. Die Geheimwelt der Dichter und Künstler. Manche Musiker können ihre Schüchternheit und Entfremdung jahrzehntelang, quasi-therapeutisch, zu Liedern umformen. Bei manchen Musikern wird dies zu einem Schema, einer kommerziellen Masche, Melancholie auf Abruf. Aber Nick Drake scheint nach drei Alben, die damals nur wenig Erfolg hatten, wirklich am Ende gewesen zu sein. Es ist sehr umstritten ob sein Tod wirklich Selbstmord war oder durch eine versehentliche Überdosis an Psychopharmaka für seine Depressionen verursacht wurde. Er benutzte sie auch um besser schlafen zu können. Er hinterließ einen Brief – dessen Inhalt verständlicherweise nie bekannt gemacht wurde - an seine damalige Freundin Sophia Ryde die eine Woche vorher mehr oder weniger Schluss mit der ohnehin zaghaften Beziehung gemacht hatte. Aber Nick Drakes Probleme scheinen viel mehr mit den inneren als mit den äußeren Umständen seines Lebens zu tun gehabt haben.

Photo from the CD 'Molly Drake' (2012) available as collector's edition with 19 songs, 45 poems and 70 page booklet. Info at Nick Drake's official website www.brytermusic.com

In dem empfehlenswerten Dokumentarfilm A Skin too Few, das Link dafür folgt gleich unten auf der Info-Leiste, kommen mehrere Leute zu Wort die Nick kannten: Kommilitonen aus seiner Zeit in der Cambridge Universität, Musiker, Manager, Studiocrew und seine Schwester Gabrielle Drake. Ebenso Nicks Eltern Molly und Rodney Drake. Alle mochten Nick, versuchten ihm zu helfen und nahmen Rücksicht auf sein manchmal eigentümliches, verschlossenes Verhalten. Nick wuchs wohlbehütet in einem Elternhaus der oberen Mittelklasse auf. Den Großteil seines Lebens verbrachte er in dem idyllischen Dorf Tanworth-in-Arden, wo er auch starb und wo sich sein Grab befindet. Seine sympathische Schwester Gabrielle die sich bis heute um Nicks künstlerisches Erbe kümmert, sagt Nick hatte ‘a skin too few‘, war also dünnhäutig oder sensibel, würde man heute sagen. Unserer persönlichen Einschätzung nach, hatte Nick zudem nicht die Konstitution für die damals, Ende der 60er Jahre an Unis vorhandene Drogenkultur, die sich zwar auf Joints begrenzte aber für Menschen die mit seelischen Problemen umgehen müssen, offenbar unabsehbare Folgen haben kann. Nick hatte seiner Schwester einmal gesagt, er wäre zufrieden wenn er mit seiner Musik auch nur einem Menschen helfen würde. Und das hat er sicherlich getan. Dieses Doku ist nicht düster sondern vermittelt ein Gefühl dass psychische Probleme keine
Continue reading…

Orwell says: '...political and sociological writers are nearly always haunted by the notion that Latin or Greek words are grander than Saxon ones...'. He's not being patriotic in that matter, but sees it as a prop for hollow, pretentious texts. He shows it by comparing Ecclesiastes to modern writing

In dem Buch Collected Essays, Journalism and Letters von George Orwell, siehe Foto, gibt es viel interessantes zum Thema Sprache. Orwells Zitat im Bildtext sagt sinngemäß: ‘… politische und soziologische Schreiber sind fast immer von der Vorstellung besessen dass lateinische und griechische Wörter besser sind als solche von angelsächsischer Herkunft…’. Dies ist Teil von einem ca. 12 Seiten langen Essay namens ‘Politics and the English Language’ von 1946. Wir wollten mal ein anderes Thema als seinen Romanklassiker ’1984′ aufgreifen. Obwohl wir nicht widerstehen konnten, im unteren Bildtext eine kleine Anspielung darauf einzubauen. Orwells Kritik am unnötigen Gebrauch von Fremdwörtern beruht übrigens nicht auf Sprachpatriotismus. Sein Argument ist dass lateinische und griechische Wörter oft benutzt werden um Texte die im Kern wenig Aussage haben, aufzupäppeln und wichtig erscheinen zu lassen. Obwohl dies auch als Werkzeug für propagandistische Texte dient, sieht Orwell dahinter nicht immer hinterlistige Absichten, sondern einfach gedankliche Leere oder Leute die unter wirtschaftlichem Druck Artikel schreiben und Rubriken füllen müssen. Man ist geneigt, Orwell zuzustimmen, aber kurz bevor man mit erhobenem Zeigefinger den Sprachkritiker spielen will, merkt man plötzlich dass man selber irgendwelche dubiosen Worte oder Floskeln verwendet hat anstatt, wie Orwell fordert, gründlich darüber nachzudenken Was versuche ich zu sagen? Welches Wort drückt das aus? Welche Metapher oder Redewendung verdeutlicht das? Sind diese Stilmittel frisch genug um einen Effekt zu haben? Kann ich es kürzer machen?…um nur einige Orwell-Regeln zu nennen. Und Schreiber die sie immer alle erfüllt haben, werden wir auf den Schultern durch die Straßen tragen und als Genie ausrufen.

Victory Gin: We love to joke about the guy who 'learned to love Big Brother' in the Chestnut Tree Cafe. But we don't see the world as bleakly as Orwell in 1984. With power shifting in media, it'll be harder to impose opinions in the future. We wrote a thing he'll see from on high. He died Jan. 21st. 1950

Orwell war nun mal ein Kulturpessimist, und man braucht nicht automatisch zu allen seinen Standpunkten Ja und Amen zu sagen. Schreiben kann nicht immer ein verbissener Kampf gegen den Untergang des Abendlandes sein. Es gibt ja auch so Dinge wie Spaß, Humor und Unterhaltung. Und solange es neben den trivialeren Dingen im Leben auch Ansichten von Denkern wie Orwell auf dem Marktplatz der Ideen zur Auswahl gibt, regen wir uns nicht auf. Überflüssige Fremdwörter haben zudem oft etwas von unfreiwilligem Humor: Das Wort redundant scheint unter Schreibern von renommierten Tageszeitungen in Mode zu kommen. Wir lasen es in ein, zwei Rezensionen. In einem Zusammenhang etwa wie: ‘Das neuste Album dieser Band ist redundant’. Herrgott, wir haben schon viel schlimmeres verbrochen, aber das ulkige ist dass redundant hier nichts anderes als überflüssig bedeutete, und dann ist dieses Wort, genau genommen, selber redundant. Klingt aber etwas schlauer. Aber die Sache mit Orwells überflüssigen Fremdwörtern trifft keineswegs bei allen Worten lateinischer Herkunft zu. Manche davon bedeuten zwar das gleiche wie ein deutsches Wort, setzen es aber
Continue reading…

One of these guys is Mr. Wrong. Care to have a guess? It's the birthday of Anne Brontë (1820 - 1849). Her novel The Tenant of Wildfell Hall (1848) can proudly stand beside those of Emily and Charlotte Brontë as one of the key novels of the 19th century. The BBC film is good too. See trailer below

Die Romane Jane Eyre und Sturmhöhe von den Schwestern Charlotte und Emily Brontë sind vielfach verfilmt worden und auch in Deutschland sehr bekannt. Ihre jüngere Schwester Anne Brontë scheint hier jedoch einen deutlich geringeren Bekanntheitsgrad zu haben. Ihr exzellenter Roman ‘Die Herrin von Wildfell Hall‘ (1848) hat bei Amazon nur 5 Rezensionen, verglichen mit jeweils über 60 Einträgen zu Jane Eyre (1847) und Sturmhöhe (1847). Dabei ist The Tenant of Wildfell Hall, so der Originaltitel, den Werken ihrer Schwestern durchaus ebenbürtig und gehört für uns zu den Schlüsselromanen des 19. Jahrhunderts. Wildfell Hall hat mehr von einem Sozialroman, nicht so sehr das märchenhafte das Sturmhöhe und Jane Eyre zu ewig beliebten Filmvorlagen macht. Wir lieben diese Romane auch sehr aber, kritisch betrachtet, könnte man argumentieren dass zum Beispiel in der Heathcliff-Figur von Sturmhöhe ein völlig destruktives, zum Teil pathologisch anmutendes Verhalten romantisiert wird. Nun gut, Romane sind Kunst und keine Beziehungsratgeber. Aber Kunst kann auch versuchen, etwas mehr davon zu zeigen wie die Welt wirklich ist. Und die konnte zu Zeiten von Anne Brontë für Frauen manchmal ein Albtraum sein. Während Anne, ähnlich wie Emily und Charlotte, sympathische oder zumindest starke weibliche Figuren hat, ist der männliche Kontrahent von Wildfell Hall, in der Person von Arthur Huntingdon, ein angsteinflößendes Monster. Kein Film, kein umwerfend gut aussehender Schauspieler wird Huntingdon jemals mit einer ähnlich düsteren Romantik wie der von Heathcliff in Sturmhöhe darstellen können. Interessanterweise beruhen beide, Heathcliff und Huntingdon, möglicherweise auf der selben Person. Eine Person die
Continue reading…

2013 marks the 150th anniversary the London Underground. As much as practical, many stations are beautifully designed

Die älteste U-Bahn der Welt wurde im Januar 1863 eröffnet und feiert dieses Jahr ihr 150. Jubiläum. Wir sind früher öfters mal auf der London Underground gefahren und haben gute Erinnerungen daran. Fahrten von Jugendherbergen oder Bed & Breakfast in Richtung Britisches Museum und dergleichen. Die Röhre, the tube wie sie oft genannt wird, ist nicht nur praktisch sondern hat trotz ihrer monumentalen Größe etwas an Stil und Persönlichkeit, vielerorts sogar etwas an Schönheit aus vergangenen Epochen erhalten. Vom Design her gefallen uns besonders die Elemente die von der Jahrhundertwende stammen. Man könnte das vielleicht Jugendstil nennen, aber der Look von Londons U-Bahnstationen ist hauptsächlich von einer englischen Künstlerbewegung namens Arts and Crafts geprägt. Ihr Gründer war der Designer William Morris (1834 -1896) der wiederum von Künstlern der Präraffaelitischen Bruderschaft beeinflusst war. In den zum Teil heute noch erhaltenen Fassaden und Fahrscheinschaltern von Londons U-Bahnstationen laufen also interessante Fäden zusammen. Der Mann der diese künstlerischen Konzepte in die Praxis eines damals ultramodernen Transportsystems integrierte war ein junger Designer namens Leslie Green der 1903, im Alter von nur 28 Jahren mit dem Projekt des U-Bahn-Designs beauftragt wurde. Es sind zwar heute nur noch wenige von seinen grünen Fahrschaltern mit Messing-Reling erhalten, aber die charakteristischen dunkelroten U-Bahnstationen in die man vom Bürgersteig aus ins Underground-System eintritt gibt, es noch zu Dutzenden in London, wie hier, siehe Fotos, Covent Garden Tube Station und Oxford Station oder auch ruhiger gelegene Stationen wie Chalk Farm um einige zu nennen. 
Continue reading…

The soundtrack album for the film 'More' (1969) was, as it says on the cover, 'played and composed by the Pink Floyd'. But there's at least two other famous guys on there. We got their names. Hear them on the song 'Cirrus Minor'. Link below

Wir lasen im Onlinemagazin BMC Biology einen Artikel über neue Erkenntnisse bei der Erforschung von Vogelgesang, mehr dazu gleich. Für einen Blogpost wollten das Thema in einen kulturellen Kontext setzten, so dass es nicht nur für Ornithologen interessant ist. Wir sahen ein paar Bücher und Magazine durch, zwei davon links im Bild. Wir hörten uns eine alte ‘Europa’ Cassette mit Vogelstimmen an, die übrigens super ist, mit Klang und Präzision besser als fast alles auf YouTube. Die Europa-Samples sind schön lang, so das man die verschiedenen Phrasen und Melodien der Vögel ziemlich gut kennenlernen kann. Kurz vorgestellt von der vertrauten Stimme des Europa-Kings Hans Paetsch: ‘Grauammer, erst der Lockruf, dann der Gesang‘. Dieser Gesang ist streckenweise übrigens so schnell wie Maschinengewehrfeuer. Wir checkten auch ein paar Filme, Opern, Lieder und Gedichte zum Thema…und es gibt von all dem erstaunlich viel. Es scheint dass Vögel und ihre Musik schon seit Jahrhunderten ein ergiebige Quelle für Künstler sind. Gedichte wie John Keats’ Ode an eine Nachtigall, oder Thomas Hardys Drossel in der Dämmerung, und Shelleys Ode an die Lerche, um nur einige zu nennen. Natürlich auch Musik: Schöne Lieder wie ‘Lerchengesang’ von Brahms, gesungen von Dietrich Fischer-Dieskau, der uns Vogelgesang als ‘Ätherische ferne Stimmen..’ vorstellt. Oder Stravinskys sinfonische Dichtung Die Nachtigall, in der Sängerinnen, wie hier Barbara Hannigan, zum Teil eine musikalische Hommage an den melodisch-tänzelnden Stil des Vogelgesangs darbieten. Wundervoll, und übrigens nach einem Märchen von Hans Christian Andersen. Die Suche nach einem Lied in dem echter Vogelgesang vorkommt, führte uns jedoch in die Welt der Rockmusik. Klassische Musiker und Komponisten hatten früher ja nicht die technische Möglichkeit, den Gesang der Vögel aufzunehmen und zum gewünschten Moment wieder abzuspielen. Pink Floyd benutzten auf dem Album More (1969) Vogelgesang von Archivaufnahmen des EMI-Plattenlabels, und darauf ist deutlich eine Singdrossel und eine Nachtigall zu hören. Wir fanden auch schöne Bilder von diesen formidablen Sängern in alten englischen Natur-Magazinen. Was die Schallplatte betrifft, erinnern wir uns, sie schon vor ewigen Zeiten in der elterlichen Plattensammlung gesehen und gehört zu haben. Das Pink Floyd Lied Cirrus Minor, hier ein YouTube Clip, hat ein langes Intro mit Vogelgezwitscher das auch erstaunlich gut passt wenn die Band dazu kommt, hauptsächlich mit akustischer Gitarre und Gesang von David Gilmour. Plus spacige Keyboard-Klänge die im Hintergrund schimmern. Etwa um den 3:00 min. Zeitpunkt im Lied wenn die Gitarre aufgehört hat und die Orgelklänge in den Vordergrund treten, legt die Nachtigall auf einmal besonders kräftig los. Es ist fast als ob hier ein fantastisches Solo gespielt wird. Und tatsächlich sind die letzten zwei Minuten des Lieds ganz von Vogelgesang geprägt. Neben der Singdrossel und der Nachtigall ist hier und da auch
Continue reading…

We like to check out old cars in movies and thought this one, appearing in a 1970 Swedish film of 'Pippi Longstocking' by Astrid Lindgren, would be an ancient Volvo or Saab. Turns out it's a 1948 Pontiac Silver Streak. Click link to see it as new

Wir checken gerne alte Autos in Filmen aus, und diese wundervolle Kiste im Lindgren-Klassiker ‘Pippi außer Rand und Band‘ (1970) hatte uns immer schon fasziniert. Wir waren voreilig davon ausgegangen dass es ein uralter Volvo oder Saab sein müsste. Aber das brachte uns auf die falsche Fährte. Wir checkten schon mal vor ein paar Jahren alle möglichen alten schwedischen Automodelle aus und kamen damit nicht weiter. Auch Google-Suchen wie ‘Fliegendes Auto in Pippi Langstrumpf Film‘ brachten nichts an Markennamen und wir ließen es irgendwann auf sich beruhen. Dann fanden wir vor ein paar Tagen ein schönes Bild von dem Film und erinnerten uns an die Auto-Suche. Wir waren gerade in Fuengirola, einer größeren Stadt hier an der Costa del Sol wo es besonders viele Skandinavier gibt, Urlauber sowohl als auch Leute die hier ganzzeitig oder mehrere Monate im Jahr leben. Es gibt hier skandinavische Restaurants, Zeitungen, sogar Buchläden und Supermärkte mit skandinavischen Produkten. Also entschieden wir uns kurzerhand einen guten alten Schweden zu finden, um  so älter, um so besser, um das Auto auf dem Bild zu identifizieren. Es war ein schöner Sonntagvormittag, wir saßen draußen in einem Café wo südamerikanische Straßenmusiker ganz gute Musik machten und CDs verkauften. Es dauerte nicht lange bevor wir einen uralten, aber immer noch 1,95 m großen Schweden auf dem Bürgersteig abfingen. Der Mann war total nett, guckte sich das Bild an und sagte es sei entweder ein Buick oder ein Pontiac, von denen es, wie er sagte, seinerzeit viele in Schweden gab. Was uns überraschte.

Pippi Langstrumpf seems to be one of the few movies that features a Silver Streak, which cost ca. $ 1500 originally. Today up to twenty times that. Oh well, as long as the kids had fun

Die Erklärung dafür, sagte er, war dass Firmen wie Saab damals noch ziemlich neu auf dem Markt waren und amerikanische Autos dadurch einen Vorsprung hatten, oder mehr von einem Statussymbol waren. Der Pontiac sieht zugegebenermaßen verdammt gut aus, hier ein Foto von einem restaurierten Silver Streak, bevor Kinder damit Unsinn gemacht haben. Dieses Cabriolet, Pontiac Torpedo Silver Streak genannt, war seinerzeit ein edles und ziemlich rares Modell. Damaliger Kaufpreis ca. $1,500. Heute kostet ein restaurierter Pontiac Silver Streak um die 25,000 Dollar. Im Astrid Lindgren Film sind Tommy und Annika mit Pippi von Zuhause abgehauen und unterwegs im ländlichen Schweden. Dabei fahren sie u. a. auf den Dächern von Eisenbahnzügen. Irgendwo springen sie vom Zug auf einen Heuwagen den ein Bauer per Pferd zu seinem Hof bringt. Die Kinder wollen in der Scheune übernachten, dem der Bauer nur unwillig zustimmt weil er selber schon fünf Kinder hat. Letztendlich bringt die Familie den Kindern jedoch etwas zu essen in die Scheune und Pippi revanchiert sich damit dass sie das Baby der Familie vor einem trampelnden Stier rettet. Der Bauer schenkt ihr als Dank diesen alten Pontiac, der nur noch als Abstellraum für Zaunpfähle und Maschendraht dient, und die Kinder räumen den Wagen auf. Pippi nimmt als Sprit, typischerweise, so etwas wie altes Regenwasser plus den berühmten Konrad-Spezialkleber den ihr ein Landstreicher geschenkt hat. Damit geht die Kiste ab wie eine Rakete, hebt ab und beginnt zu fliegen, während Pippi mit ihren Füßen lenkt. Sie fliegen über Wälder und Äcker, und landen irgendwann auf einem See. Dort benutzen sie das Auto als Sprungbrett beim Schwimmen.

Ads by Google
.
.

End of the road für den guten alten Pontiac Silver Streak, aber noch nicht das Ende der Geschichte für die Kinder, denn ihre Klamotten werden bald darauf von einer Kuh gefressen und sie müssen in alten Säcken gekleidet als Straßenmusiker durchs Land ziehen. Hier ein YouTube-Clip von Pippi außer Rand und Band (1970) mit dem fliegenden Pontiac. In der TV-Version hieß die Episode Pippi auf der Walze.

Mehr Autoklassiker & Popkultur Unser Post Ford Mustang in Songs & Nouvelle Vague Film, mit Fotos

Avenita Kulturmagazin
.
.

Hey, Mrs. Tambourine Lady: Singer and songwriter Sandy Denny (1947- 1978) was in Fairport Convention, in Fotheringay and a solo artist as well. On her birthday we look at the songs she played and recorded by one Mr. Bob Dylan - who we've seen in concert here in Andalusia a few years ago

Sie ist unter Folkrock-Fans als Solokünstlerin bekannt und als ehemalige Sängerin der Gruppen Fairport Convention und Fotheringay. Sandy Denny (1947- 1978) schrieb schöne Lieder wie Who knows where the Time goes und viele andere. Aber durch ihre gesamte, leider viel zu kurze Karriere sang sie auch eine ganze Reihe von Dylan-Liedern. Mitte der 60er Jahre, als Sandy um die achtzehn war und eine Ausbildung als Krankenschwester machte, hatte Bob Dylans Musik sie inspiriert, Gitarre zu lernen, zu singen und selber Lieder zu schreiben. Sandy trat anfangs solo in kleinen Folkclubs in und um London auf, wo ihre Stimme und markante Persönlichkeit Aufmerksamkeit fand. Im Jahr 1968 wurde sie Mitglied von Fairport Convention und nahm mit der Band drei Alben auf die als Folkrock-Klassiker gelten, in vieler Hinsicht sogar als Begründer des Genres, zumindest in England. Auf ihren frühsten Aufnahmen klingt sie etwas wie Joan Baez, einer Sängerin die damals mit Dylan spielte und zeitweise auch liiert war. Wir wollten an ihrem Geburtstag versuchen die meisten von Sandys Dylan-Liedern ausfindig zu machen. Manche davon gibt es nur als Liveversionen, nicht unbedingt in besonderer Klangqualität. Selbst bei Studioaufnahmen wurden viele der Cover, wie damals üblich, ziemlich spontan und schnell eingespielt, hauptsächlich zum Spaß und ohne ausgefeilte Produktion. Einige davon sind im Prinzip Demos die es damals nicht auf die begrenzte Länge von LP-Veröffentlichungen schafften und erst später als Bonus Tracks und Radiosessions veröffentlicht wurden. Demgemäß ist einiges davon nicht unbedingt besser als Dylans Originale, aber der Mann ist ohnehin nicht leicht zu übertrumpfen. Andererseits nahmen Sandy Denny und Fairport hauptsächlich unbekanntere Lieder von Dylan auf. Lieder die teils nicht auf den damaligen Studio-LPs erschienen sondern erst Jahre später auf Kompilationen veröffentlicht wurden. Eins das uns besonders gefällt ist Percy’s Song, hier eine Fassung von Sandy und Fairport. Dylan hatte das Lied ursprünglich für die Sessions von The Times They Are A-Changin’ (1964) aufgenommen, es aber nicht für das Album verwendet. Als offizielle Dylan-Veröffentlichung erschien es erst in den 80er Jahren auf seinem Kompilations-Album Biograph (1985), hier ist eine alte Dylan-Fassung. Percy’s Song beruht zum Teil, wie es bei Dylan hin und wieder der Fall ist, auf alten Volksliedern wie The Wind and Rain, hier eine irische Fassung. Aber diese Form von Adaption ist in Folkmusik üblich. Dylans Text handelt von einem 
Continue reading…

It's the birthday of Isaac Asimov (1920 -1992). His Foundation Trilogy was made into a BBC radio production and is on YouTube, link below. Apparently, it was inspired by Edward Gibbon's 'History of the Decline and Fall of the Roman Empire' (1776) which, by the way, is also a very good read.

Es ist der Geburtstag von Isaac Asimov (1920 – 1992) und ein Hörspiel nach seiner berühmten Foundation-Trilogie ist auf YouTube, das Link ist unten auf der Info-Leiste. Auf dem Foto ist Asimovs ‘Foundation’ (1951) der erste Roman der Reihe. Daneben noch ein anderer Klassiker: Verfall und Untergang des Römischen Reichs (1776) von Edward Gibbon. Dieses Buch war angeblich die Inspiration für das Science-Fiction Epos und das scheint auch plausibel. Der Originaltitel von Gibbons Geschichtsbuch wird in Foundation leicht abgeändert zitiert. Als Hari Seldon vor Gericht befragt wird, antwortet er:

‘I refer, gentlemen, to the developing decline and fall of the Galactic Empire’ chapter 6, Foundation (1951)  Isaac Asimov.

Edward Gibbons inspirierendes Buch The History of the Decline and Fall of the Roman Empire macht übrigens, anders als so manches Geschichtsbuch, viel Spaß zu lesen. Es hat einen subtilen Humor und ist voll mit faszinierenden Informationen die auf antiken Quellen beruhen. Zu Isaac Asimovs Foundation: Menschen benutzen den Untergang Roms schon lange als eine Art Allegorie für die Probleme ihres eigenen Zeitalters. Asimov hat das auf eine gigantische Ebene übertragen. Der erste Foundation-Roman spielt um das Jahr 12.000 und ein junger Mathematiker namens Gaal Dornick kommt nach Trantor um für das aus 30.000 Wissenschaftlern bestehende Team von Dr. Hari Seldon zu arbeiten. Planet Trantor ist die regierende Zentrale des Galaktischen Imperiums, hier leben und arbeiten 40 Milliarden Menschen, großteils in der Verwaltung von Millionen von bewohnten Planeten. Aufgrund von neuen Raumfahrttechniken spielen Entfernungen keine Rolle mehr. Trantor ist ein kleiner Planet und die meisten der Milliarden von Bewohnern leben unterirdisch in Hunderten von Metern Tiefe. Das Leben ist komfortabel, aber das Problem ist dass das bestehende Galaktische Imperium in etwa 300 Jahren in Chaos und Anarchie versinken wird. Das hat der Mathematiker Hari Seldon mit komplexen statistischen Mitteln eines Wissenschaftszweigs namens Psychohistory kalkuliert. Dies ist eine erweiterte Version von heutigen Wirtschafts-´und Sozialwissenschaften, die aufgrund der enormen Menge an Informationen aus dem ganzen Imperium so gut wie exakte Vorhersagen treffen kann, zwar nicht für einzelne Menschen aber für Gesellschaften und Planeten insgesamt. Einer von vielen Gründen für den Verfall von Trantor ist die 
Continue reading…

Between Christmas and new year we headed for the mountains. From Marbella drive into the hills past the village Ojén. Then further up to a place called Refugio de Juanar

Hier bei uns in Andalusien ist gutes Wetter, tagsüber um die 20 Grad. Nach Weihnachten kommen die Touristen und man sieht wieder erstaunlich viele Leute in Shorts und T-Shirts auf den Straßen und  Stränden. Für Briten und einige andere Nordeuropäer ist das hier ja praktisch wie Sommerwetter. Die Touristen sind nett und entspannt, und die einheimischen Andalusier sind unserer Erfahrung nach ohnehin freundliche und ziemlich optimistische Menschen. Dieser Mix gibt der Costa del Sol eine Atmosphäre die wir mögen. Wir haben zwischen Weihnachten und Neujahr einen kleinen Abstecher in die Berge gemacht. Diesmal nicht in die schneebedeckte und skifahrtaugliche Sierra Nevada, die etwa zwei Stunden Fahrt von der Küste entfernt ist, sondern in die viel näheren Berge hinter Marbella. Die Berge heißen Sierra de las Nieves, sind teils über Tausend Meter hoch und können, wie der Name nieves andeutet, gelegentlich Schnee kriegen, unserer Erfahrung nach allerdings extrem selten. Wir liefen letztendlich da oben im T-Shirt herum, der Rucksack unangenehm schwer mit Jacken und Pullovern die wir sicherheitshalber mitgenommen hatten. Flasche Wasser ist wichtig. Auf oberem Foto ist die Küstenstraße in Richtung Marbella, das am Fuß der Berge liegt und winzig war bevor der Tourismus kam. Auf dieser und anderen gut ausgebauten Straßen kann man praktisch die ganze andalusische Mittelmeerküste entlang fahren. Hunderte von Kilometern. Dabei kann man je nach Wetterverhältnissen manchmal das Atlasgebirge des gegenüberliegenden afrikanischen Kontinents sehen. Und damit hat Andalusien eine starke geschichtliche Verbindung: Viele Orte hier haben Namen arabischen Ursprungs, angefangen bei dem zur Touristen Hochburg gewachsenen Benalmádena, bis zu winzigen Dörfern wie Istán das Sie beim anklicken und vergrößern des unteren Fotos in den Bergen versteckt sehen können. 
Continue reading…