Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Archive for 'Blog'

Famous through the films Day of the Triffids and Village of the Damned. But the telepathic kids in the radio play of John Wyndham's 'The Chrysalids' are not eerie aliens. Link below

Das brandbeue BBC-Hörspiel The Chrysalids ist momentan online. Link am Ende des Artikels. Die Romanvorlage wurde in Deutschland als Wem gehört die Erde? veröffentlicht. Der britische Sci-Fi Autor John Wyndham (1903 -1969) ist am bekanntesten durch die Verfilmung Das Dorf der Verdammten (1960), die weitgehend als Horror- und Sci-Fi-Klassiker angesehen wird. Wobei das gleichnamige Remake von John Carpenter aus dem Jahr 1995 weniger enthusiastische Kritiken erhielt. Anhand von Rezensionen bei Amazon.de sind auch die deutschen Hörspiel-CDs Die Kolonie im Meer und Die Triffids, beide nach Wyndhams Romanvorlagen, ziemlich bekannt und beliebt. Letztgenannte Geschichte, in der aggressive Pflanzen dabei sind, die Weltmacht zu übernehmen, wurde ebenfalls mehrfach verfilmt. Der BBC-Fernsehfilm The Day of the Triffids (1981) ist Kult in England, aber nur auf Englisch erhältlich und in Deutschland offenbar nicht besonders gut angekommen. All diese Geschichten von John Wyndham stammen aus den 50er Jahren, aus der Zeit des Kalten Kriegs - vielleicht die klassische Epoche für Science Fiction. Der Mix aus wissenschaftlichen und politischen Errungenschafften wie atomares Wettrüsten und ideologische Polarisierung inspirierte Autoren. Die Thematik der feindlichen und Heimlichen Unterwanderung spielt oft eine zentrale Rolle in Filmen und Romanen dieser Zeit. Im Dorf der Verdammten werden telepathisch veranlagte Kinder zu Trägern und Vollstreckern einer außerirdischen Macht. Auch in The Chrysalids geht es um telepathische Kinder, diesmal allerdings positiv dargestellt, als heranwachsende Rebellen gegen einen fundamentalistisch-religiösen Gottesstaat. Wie es dazu kam: Nach einer apokalyptischen, scheinbar atomaren Verwüstung der Erde, werden Menschen die irgendeinen genetischen Defekt oder auch nur die geringste Abweichung von Der Norm haben, geächtet, gejagt und verbannt, weil sie als Teufelswerk angesehen werden. So zum Beispiel auch das junge Mädchen Sophie - auf dem Bild mit ihrem Freund David abgebildet - die sechs anstatt fünf Zehen hat, Sie gehört allerdings auch zu der anfangs noch kleinen Gruppe von Kindern die telepathisch miteinander kommunizieren können. Einige von ihnen gehen auf die Flucht in das gefährliche und von Außenseitern bewohnte Gebiet namens The Fringe. Bis zu diesem Punkt führt der erste, einstündige Teil der neuen Hörspiel-Produktion, die u. a. mit einem atmosphärischen elektronischen Soundtrack beeindruckt, der speziell einsetzt wenn die Kinder ihre thought shapes, ihre Gedankenformen miteinander austauschen. Es wundert nicht dass der Roman Wem gehört die Erde?, in Amerika als Re-Birth (1955) veröffentlicht, ein Kultbuch der Hippie-Generation wurde. Die Band Jefferson Airplane übernahm für das Titellied ihres Albums Crown of Creation (1968) einige Passagen des Buchs fast Wort für Wort - und setzte auch einen Atompilz aufs
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David Mitchell's novel 'Cloud Atlas' (2004) has been made into a movie with Tom Hanks. Trailer looks amazing. Link below.

Andy und Lana Wachowski, die Drehbuchschreiber und Regisseure des Sci-Fi Klassikers Matrix (1999), haben ein interessantes neues Projekt. Der Trailer für die Verfilmung von David Mitchells Roman Der Wolkenatlas ((2004) sieht verdammt gut aus. Link folgt gleich. Der Film, der im Herbst in die Kinos kommt, ist anhand des Trailers etwas anders als die Romanvorlage, aber das ist wahrscheinlich gut so. Die surrealistische Atmosphäre des Trailers erinnert auf Anhieb etwas an Matrix, und auch das ist gut. Wir hatten uns schon lange gefragt, warum die Wachowskis versäumten, die bahnbrechenden Ansätze dieses Films weiterzuentwickeln. In Matrix (1999), und wir reden hier vom ersten Film, nicht von den zwei mittelprächtigen Sequels, verschmolz bahnbrechende Filmtechnik und Science Fiction mit einer philosophischen Dimension die davor nur Blade Runner (1982) und 2001: Odyssee im Weltraum (1968) erreicht hatten. In dem Film Cloud Atlas scheint das Thema Reinkarnation, also Wiedergeburt durch die Jahrhunderte, eine starke Rolle zu spielen, auf eine viel direktere Art als in der Romanvorlage. Wir müssen gestehen dass wir diese Art von Themen weniger in einem physisch-realen Kontext sehen, als in einem allegorischen Sinn: Die Vorstellung dass die Dinge die wir tun, Werke und Ideen die wir hinterlassen, in irgendeiner Form weiterleben, einen Effekt haben und eine Verbindung mit anderen Menschen herstellen, ist ja auch ohne Esoterik nachvollziehbar. Wir werden demnächst auf das Buch, das wir gut fanden, detailliert eingehen und verweisen bis dahin auf den Trailer und andere Infos.

Info Der Trailer für den Film Cloud Atlas (2012) mit Tom Hanks, Ben Whishaw, Hugo Weaving u. a. / Die Romanvorlage von David Mitchell für den Film ist auf Deutsch als Der Wolkenatlas /erschienen. Foto: Unsere englische Taschenbuchausgabe.

 

That's not Mr. Rochester, Darling, that's a robot. We just saw a new spanish film poster for 'Prometheus' (2012) which, for Sci-Fi fans like us, will be the cinema event of the year

Wenn wir die Kinder nachmittags von der Sommerschule abholen, stromern wir meist noch eine Stunde herum, fahren zu einem Spielplatz, gehen eine Happen essen etc. Vorgestern hat sich dieser Umweg auch in blogtechnischer Hinsicht gelohnt: Wir sahen unterwegs am Straßenrand das brandneue Filmposter für Ridley Scot’s Prometheus – Dunkle Zeichen (2012). Wir sagen brandneu weil dieses Poster - anhand eines Checks bei Google Bildsuche - anderswo noch nicht im Umlauf zu sein scheint. Aber dass Filme verschiedene Poster in verschiedenen Ländern haben, ist ja seit jeher üblich und ein Glücksfall für Fans und Sammler von Kinopostern. Wir hatten bei einem vorherigen Blogpost über ein Kinoposter darauf hin gewiesen dass Spanier, im Gegensatz zu Deutschen, die Titel von englischen Filmen normalerweise gnadenlos hispanisieren: Während die Deutschen z. B. komplett den englischen Titel Snow White & The Huntsman (2012) übernahmen, lief er hier als Blancanieves y la Leyenda del Cazador. Die Spanier können nicht anders, die sagen auch Nueva York anstatt New York. Können Sie auf Wikipedia nachsehen, wenn Sie’s nicht glauben. Deshalb hätte es uns nicht gänzlich gewundert wenn Prometheus hier als Prometeo gelaufen wäre, aber in diesem Fall ist es ja vordergründig erstmal der Name eines Raumschiffs, und vielleicht hat Ridley Scott argumentiert dass er die Beschriftung nicht mehr ändern kann. Glück gehabt! Wir hier haben ebenfalls Glück, insofern dass der Film ca. eine Woche früher startet als in Deutschland. Es gibt heutzutage viele Filme bei denen wir einfach auf die DVD-Veröffentlichung warten, aber Filme von Ridley Scott haben eine epische Qualität die man wirklich im Kino gesehen haben muss. Der Mann ist einer Liga in der nur eine handvoll anderer Regisseure mithalten können. In Spanien kommt dazu dass die Leute hier ein ziemlich enthusistisches
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An excellent way to remember Dietrich Fischer-Dieskau (1925- 2012). The set 'An die Musik' gives a good overview, including his work with pianist Gerald Moore, see photo above

Wir haben uns nach etwas umgesehen das man zum Kennenlernen oder zur Erinnerung an den Sänger Dietrich Fischer-Dieskau (1925 – 2012) empfehlen könnte. Es gibt viele gute CDs von ihm zur Auswahl, aber wir wollten etwas das einen Ûberblick gibt und den Mann, über seine legendären Lieder-Darbietungen hinaus, auch von einigen anderen Seiten zeigt. Der Set An die Musik (2005) mit zwei CDs und einer DVD, ist für diesen Zweck kaum zu überbieten. Wir haben viele schöne Stunden damit verbracht, Zuhause und im Auto. Mit dabei, ein 50-seitiges Booklet mit Essays, Fotos und detaillierten Angaben zu den Musikstücken. Auf der DVD sind Fischer-Dieskau und der Pianist Swiatoslaw Richter im Jahr 1978 in Schloss Ismaning mit acht Schubert-Liedern. Darunter die Schlegel-Vertonung Der Wanderer. Himmlisch. Auf den zwei CDs ist auch einige Musik die man vielleicht etwas weniger von Fischer-Dieskau kennt: Zum Beispiel ein Stück von Claude Debussy mit Text von Paul Verlaine, oder Josef von Eichendorfs Gedicht Nachruf mit Musik von Othmar Schoeck. Gut gefielen uns auch die vier Rückert-Lieder mit Musik von Gustav Mahler. Was Opern anbelangt, hört man Fischer-Dieskau u. a. als Wolfram in Tannhäuser, als Mandryka in Strauss’ Arabella, und in der Titelrolle von Mozarts Don Giovanni. Unter den 49 Stücken auf den CDs sind auch die drei Pianisten die in Fischer-Dieskaus Liedern die ausgeprägteste Rolle gespielt haben: Daniel Barenboim, hier mit Liszts Es muss ein Wunderbares sein, und Jörg Demus mit Brahms’ Feldeinsamkeit und Schumanns Dichterliebe. Die 20-jährige Zusammenarbeit von Fischer-Dieskau mit dem Pianisten Gerald Moore ist auf dem CD-Set mit 9 Schubert-Liedern repräsentiert, darunter die Goethe Vertonung Der Musensohn. Dem Engländer Gerald Moore (1899 – 1987) sind übrigens auch längere Passagen in dem Buch Zeit eines Lebens. Auf Fährtensuche (2000) gewidmet. Wir erlauben uns daraus ein Zitat von Fischer-Dieskau über Moore:

‘Seine Kunst erfreute durch einen Wesenszug, den kaum ein anderer so besaß: die Freude an der Musik zu erleichtern. An jenem Abschiedsabend war uns bewußt, unzählige Bewunderer unter den Zuschauern zu haben, berühmte und weniger berühmte Konzertpartner, deren dornigen Weg zum Podium Gerald mit stoischer Ruhe und hochintelligentem – um nicht zu sagen: britischen – Humor er geglättet hatte’.

In diesem autobiografischen Buch kommt der Sänger als einfühlsamer, nachdenklicher und sehr gebilderter Mensch rüber, der neben Musik auch viel Interesse an Dichtung, Kunst und Literatur hatte. Das Buch besteht aus Erinnerungen aus seinem ereignisreichen Leben und enthält Anekdoten von vielen bedeutenden Musikern die Fischer-Dieskau in seiner langen Karriere kennenlernte. Wir schätzen, das Buch und der CD + DVD Set sind eine schöne Geschenk-Idee für Klassik-Fans. Und Leute die es werden wollen.

YouTube-Tipp Nette englische Hommage an den Sänger / Der 2 CD + 1 DVD Set  An die Musik von Dietrich Fischer-Dieskau ist im Handel erháltlichHinweis:  Das Buch ist nicht Teil des CD / DVD Sets. Note: The book is not part of CD / DVD package.

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Richard Burton in Wales. There's a good BBC radio documentary 'The Richard Burton Legacy'. Link below

Wir lieben Wales und kennen einige Regionen ziemlich gut, deshalb ist es erfreulich dass die BBC-Radiosendung The Richard Burton Legacy, Link am Ende des Arikels, sich viel mit dem walisischen Hintergrund des Schauspielers beschäftigt. Burtons Lebensgeschichte ist faszinierend, in der Tat filmreif. Durch seine Familienwurzeln im Berbarbeitermilieu wirkt Burton im Rückblick wie ein Mann aus einem lang vergangenem Zeitalter: Als eins von 13 Kindern in einem walisischen Dorf geboren und später zu einem der höchstbezahlten Schauspieler Hollywoods geworden. Wir können uns noch daran erinnern, als Kinder jahrelang die Gesichter von Burton und Elizabeth Taylor auf Illustrierten gesehen zu haben, ohne die geringste Ahnung, um was es da ging. Später als Teenager betrachteten wir Stars im Medienzirkus generell mit einer gewissen Zynik, wobei es uns rückblickend und mit etwas Hintergrundwissen, erscheint als ob Richard Burton und Elizabeth Taylor allem Hype zum Trotz wirklich eine Art von Seelenverwandten waren: Zwei tieffühlende Menschen die im Wirbelsturm der 60er und 70er Jahre beieinander Halt suchten. Hier ein schöner Fan-Trailer mit Szenen von Richard & Elizabeth, Clip, in ihrem berühmtesten Film Cleopatra (1963). Richard Burton war sehr stolz auf seine walisische Heimat, er nahm Liz mit nach Wales und zeigte ihr die Orte, wie Pontrhydyfen, an denen er aufgewachsen war. Liz war fasziniert davon und liebte all diese Dinge. Sie spielte Richard und Wales zuliebe sogar in der völlig unkommerziellen Verfilmung von dem Dylan Thomas Gedicht Unterm Milchwald (1972) mit. Der Film wurde beim Hafen des walisischen Küstenstädtchens Fishguard gedreht, das wir gut kennen. Man wünscht sich, auf illusorische Weise, dass die beiden einfach dageblieben wären und auf einem walisischen Bauernhof Schafe und Kinder großgezogen hätten. Im Radio-Doku erzählt der Filmkritiker Barry Norman dass Burton ihm
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We look at how advertising has created a different, more modern image for cider in the British Isles, as compared to the still slightly old-fashioned status of Apfelwein in Germany

Wir erwähnten neulich das Buch Cider with Rosie (1959), Laurie Lees Klassiker über Landleben vor ca. hundert Jahren. Cider ist englischer Apfelwein der sich, für unsere Begriffe, nicht erheblich vom deutschen, oder zum Beispiel hessischen Äbbelwoi unterscheidet, obwohl wir – um ein Protestgewitter von Kennern zu vermeiden – gern hinzufügen dass sicher kein Wein dem anderen völlig gleicht, so wie Cider vielleicht etwas mehr Kohlensäure enthalten mag etc. Wo allerdings ein erheblicher Unterschied besteht, ist in der Art wie Apfelwein in England vermarktet wird. Apfelwein in Deutschland ist immer noch etwas von einem Image á la Zum Blauen Bock geprägt, die legendäre TV-Serie mit dem Äbbelwoi-Bembel und den schönen geriffelten Äbbelwoi-Gläsern auf den Tischen. Wir mögen solche traditionellen Sachen und vermuten, dass der Blaue Bock, hier ein Clip, mittlerweile einen Kultstatus in Deutschland hat. In England zielen Werbekampagnen allerdings schon seit Jahren darauf ab, ein moderneres, jüngeres Image aufzubauen. Mit Erfolg: Hier bei uns in Andalusien findet man zwar keinen deutschen Apfelwein, aber man kann in jedem Laden, sogar an Tankstellen und in jeder Bar englischen Cider kriegen: in Dosen, in Flaschen oder vom Fass. In den zahlreichen englischen und irischen pubs, also Wirtshäusern hier an der Küste, würde niemand im Traum daran denken, dass man mit einem Glas oder einer Dose Cider in der Hand, in irgendeiner Weise altmodisch wirkt. Das hat zum großen Teil mit den mittlerweile seit Jahrzehnten laufenden Werbekampagnen zu tun. Wir haben, im Namen der Wissenschaft, selber mal ein zwei dieser Pubs besucht und uns bei den Wirten informiert: Die größte Cider-Marke scheint hier Strongbow zu sein, gefolgt von der irischen Cider-Marke Magners. Wenn Strongbow Cider in einem Werbespot das Lied Smoke on the Water einsetzt, könnte man natürlich argumentieren dass Deep Purple mittlerweile weniger ein jungens Publikum, als eines von mittlerem Alter anspricht, aber der Werbespot ist schon fast zwanzig Jahre alt. Und das Riff klingt immer noch gut, obwohl es eine
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BBC Radio-Dokumentation über den walisischen Barden Robert ap Huw und sein Manuskript für Harfenmusik. Bild: Ein Ausschnitt von Thomas Jones' Gemälde 'The Bard' (1774)

Wir haben gerade eine recht interessante musikwissenschaftliche BBC-Radiosendung gehört, Link am Ende des Blogposts. Es geht darin um den walsischen Barden Robert Ap Huw (ca. 1580 – 1665) und sein Musik-Manuskript. Die Noten die der Mann aufschrieb und die als Originaldokument erhalten sind, bilden seit etwa 400 Jahren die Basis für keltische Harfenmusik. Dabei denkt man heute meist an sanft plätschernde Töne im Stil von Alan Stivell – den wir übrigens gut finden – aber Frühe Musik, so aus dem Mittelalter, mit Wurzeln die noch viel weiter zurückgehen, klingt harscher und etwas gewöhnungsbedürftig für moderne Ohren. Das Gemälde The Bard (1774) das wir, mangels eines Huw-Porträts für diesen Artikel wählten, zeigt nicht spezifisch Robert ap Huw, aber der Maler Thomas Jones stellt hier eine von walisischer Geschichte inspirierte Szene dar auf die wir gleich zurückkommen. Aus der BBC-Sendung geht hervor dass die Barden eine wichtige, angesehene Rolle in Wales spielten, etwas das sich bis heute noch in der walisischen Tradition der Eisteddfod, einem jährlichen Festival für Musiker & Dichter spiegelt. Das Bardentum war im Mittelalter ein Beruf der auf der umfangreichen Ausbildung eines Lehrlings durch einen Meister beruhte. Walisische Barden reisten durchs Land und spielten an den Höfen des walisischen Adels. Wenn man noch weiter zurück in die Vergangenheit geht, hatten die Barden selber einen quasi-adeligen Status: Bevor das Christentum sich vollends durchgesetzt hatte, waren die walisischen Barden an erster Stelle eine Art Priesterkaste, die aber auch für Dichtung und Musik zuständig war. Schon als die Römer nach Britannien kamen, merkten sie dass diese Priesterkaste, zu diesem Zeitpunkt noch die sog. Druiden, eins der größten Hindernisse für eine erfolgreiche Besetzung war. Auch im 13. Jahrhundert, zu Zeiten des englischen Königs Edward I. wurden die walisischen Barden als Problem für die englische Vorherschaft gesehen und verfolgt. Die Barden hatten, ähnlich wie die Druiden vor ihnen, den Ruf, lieber zu sterben als sich zu unterwerfen. Das Gemälde The Bard von Thomas Jones stellt sich eine Szene vor, in der der letzte echte Barde am Abhang des walisischen Berges Snowdon steht. Im
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Jane Eyre (2011): Never mind that Andalusia was the last place on earth to get the DVD, we were impressed by Cary Fukunaga's attention to detail and avoidance of clichés.

Es ist die Geschichte von einer jungen Frau die sich aufgrund ihres Selbstwertgefühls allen widrigen Umständen zum Trotz, in der Welt behauptet und ihren Weg findet. Die bisher neuste Verfilmung von Charlotte Brontës Klassiker Jane Eyre (1847) beeindruckt mit Regisseur Cary Fukunagas Aufmerksamkeit für historische Details und auch dadurch dass er die Klischees vermeidet für die solche Verfilmungen anfällig sind, z. B. all zu viele verträumte Blicke, konspirativ-vielsagendes Lächeln und schnulzige Musik. Der Kinofilm Jane Eyre (2011) ist eine insgesamt etwas ernster wirkende Verfilmung als die ebenfalls gute BBC-Fernsehproduktion Jane Eyre (2006). Cary Fukunagas Spielfilm hat nur 2 Stunden Zeit um den 500-Seiten Roman umzusetzen, nicht die 4 Stunden der TV-Serie. Aber er hat diese Begrenzung weitgehend zu seinem Vorteil genutzt. Uns passte es gut dass die Episoden aus Jane Eyres Kindheit, in Form von Flashbacks, etwas gestrafft wurden und nicht wieder in jedem Detail durchgekaut werden mussten. Der Film punktet ebenfalls mit eindrucksvoller Ausstattung: In manchen Szenen trägt Jane-Darstellerin Mia Wasikowska echte 160 Jahre alte Kleidungsstücke, und wenn sie das von Charlotte Brontë erwähnte Buch Bewick’s History of British Birds liest, ist es eine rund zweihundert Jahre alte Originalausgabe von der British Library. Janes Eyres Aquarelle – etwas im Stil von William Blake – die Mr. Rochester im Film begutachtet, wurden von Bildern der jungen Brontë-Geschwister im Brontë Parsonage Museum inspiriert. Cary Fukunaga schafft es sogar, die von Charlotte erwähnte nordenglische Sagenfigur Gytrash kurz als Bild in einem Buch auftreten zu lassen. Die Tatsache dass der Film bei Innenszenen so gut wie keine künstliche Beleuchtung benutzt, sondern das Licht von Kerzen und Kaminfeuern, gibt dem Film ebenfalls etwas Besonderes. Beim Soundtrack wurde auf übertriebene symphonische Untermalung verzichtet und stattdessen die schlichteren Klänge von einem Kammerorchester, einem Piano und einer Geige im Stil von nordenglischer Folksmusik eingesetzt. Neben den von Dario Marianelli komponierten Musik, enthält der Soundtrack auch Pianostücke von Mozart und Beethoven. Besonders freute uns, dass auch ein Lied mit Worten von dem Dichter Lord Byron auftauchte – so wie es auch in der Piano-Szene des Romans vorkommt. Wobei im Film von Blanche Ingram gesungen wird und nicht von Mr. Rochester. Vielleicht hat sich Michael Fassbender geweigert zu singen – aber ansonsten ist er gut in der Rolle. Nicht ganz so viel sarkastisches Grinsen wie sein Vorgänger Toby Stephens. Gut fanden wir auch Jamie Bell, der vom Gesicht und Ausdruck her, perfekt den trockenen, korrekten, wohlmeinenden Vikar St. John Rivers spielte. Auch die Drehorte waren eindrucksvoll. St. Johns Haus liegt in den Mooren von White Edge, einer wild-romantischen Wandergegend. Als Drehort für das Internat Lowood in dem Jane Eyre aufwächst und eine prägende Freundin in Helen Burns findet, diente Broughton Castle. Und Mr. Rochesters Landsitz Thornfield, inklusive der schicksalsträchtigen Kapelle, findet man in Haddon Hall, das auf eine ca. 1000-jährige Geschichte zurückblickt. Hier spricht Jane Eyre die Zeilen die zu den schönsten Momenten in Charlotte Brontës Roman und den Verfilmungen gehören. Zeilen die wir einfach mal gekürzt und sinngemäß aus dem Englischen übersetzen: 
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Ausschnitt des Gemäldes 'Licht und Farben' (1843) von William Turner, momentan zusammen mit Bildern von Claude Monet und Cy Twombly im Tate Liverpool Museum

Es läuft gerade eine interessante Ausstellung im Tate Liverpool Museum, die bis zum 28 Oktober 2012 besucht werden kann. Falls ein persönlicher Besuch unwahrscheinlich ist, kann man auf der Website des Museums, Link folgt am Ende des Blogposts, ein sehr informatives Video mit Bildern und Kommentaren auschecken. Von Claude Monet (1840 -1926)  sind u. a. zwei seiner Seerosen Gemälde mit dabei. Von dem vor kurzem verstorbenen Cy Twombly (1928 – 2011) u. a. das Bild Heros and Leandro. Eine faszinierende Hintergrundgeschichte hat das Gemälde Licht und Farben von William Turner (1775 – 1851) von dem Sie links einen Ausschnitt sehen. Das Bild hat eine Verbindung zum guten, alten Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832), der ein Zeitgenosse von William Turner war. Der Maler hatte die englische Übersetzung von Goethes Buch Zur Farbenlehre (1810) gelesen. Darin hatte der Dichter Goethe versucht, ein Gegenmodel zu Isaac Newtons wissenschaftlichen Erkenntnissen über Licht und Farbe zu entwickeln. Eine komplexe Geschichte die man bei Wikipedia nachlesen kann aber, kurz gesagt: Goethes Theorien haben sich, im Gegensatz zu denen von Newton, in weiten Teilen als falsch erwiesen. Der Maler William Turner fand sie jedoch interessant und er verarbeitete Goethes Ideen – auf künstlerische Weise – in diesem Bild, dessen Originaltitel Light and Colour (Goethe’s Theory) ist. Turners Umsetzung ist vielleicht nicht etwas das einem sofort auffállt, aber hier spielt z. B. die Augenform des Bildes eine Rolle. Aber das Bild hat noch eine weitere Dimension: Wenn man genauer hinsieht oder das Bild durch anklicken vergrößert, erkennt man die vagen Formen einer menschlichen Figur. Damit schaffte Turner einen Bezug zu einer biblischen Thematik. Die Figur ist nämlich Moses, der am Morgen nach der Sintflut beginnt, die Schöpfungsgeschichte der Welt aufzuschreiben. Daher lautet der volle Titel des Gemäldes Light and Colour (Goethe’s Theory) – The Morning after the Deluge – Moses Writing the Book of Genesis. Und hier könnte man eine lange Diskussion darüber beginnen, in wie fern Religion und Wissenschaft miteinander vereinbar sind. Oder man könnte darauf verzichten und sagen: Ich weiß es nicht…aber das Bild ist gut.

Info Ausstellung Turner Monet Twombly: Later Paintings im Tate Liverpool bis 28. Oktober 2012

 

Sad & beautiful songs on his album 'Rhythm and Repose' (2012), seemingly about splitting up. If you want to keep 'em, you got to marry 'em, Glen...'take a tip from one who's tried'

Glen Hansard ist ein irischer Sänger und Liederschreiber der durch den Film Once (2007) bekannt wurde. Der für 130.000 Euro in Dublin gedrehte Film war ein Überraschungserfolg und nahm in Kinos ein vielfaches seiner Kosten ein. Wir fanden den Film über die Freudschaft von einem Straßenmusiker und einer tschechischen Blumenverkäuferin gut, hier ist ein deutscher Trailer, und lasen mit Interesse dass Glen Hansard (geb. 1970), der auch im echten Leben als Straßenmusiker anfing, ein Album veröffentlicht hat. Es heißt Rhythm and Repose (2012) und die Lieder sind von der Marke Schön & Traurig, tatsächlich etwas in Richtung Van Morrison, Leonard Cohen und Bob Dylan, drei Musiker die Hansard als seine Vorbilder und Einflüsse genannt hat. Die Musik ist ziemlich folkig, wenige E-Gitarren, viel akustische Gitarre, offenbar die selbe alte Takamine NP15die Glen auch in Once spielte und die aussieht als ob sie sämtliche Weltkriege durchgemacht hätte. Das Lied Maybe not Tonight, könnte von der Atmosphäre her von Neil Young stammen, obwohl Glen Hansard eine ganz andere Stimme hat. Die klang immer schon recht gut und hat mittlerweile einen noch besseren, reiferen Ton bekommen. Das Lied Talking with the Wolves setzt mit einem markanten Drum-Beat und einigen Keyboard-Klängen modernere Stilelemente ein und klang auf Anhieb am besten für uns. Aber die langsameren Lieder, wie das von Piano geprägte Bird of Sorrow, gewinnen nach etwas Reinhören an Statur, und wir schätzen dieses Lied ist textlich und musikalisch das beste des Albums, und vielleicht ein zukünftiger Klassiker für Glen – oder auch andere Sänger. Die lyrische Thematik, dass jemand das Ende einer Beziehung nicht wahrhaben will, ist etwas zu dem sicher viele Leute einen Bezug haben. Angesichts der Tatsache dass sich Glen Hansard und Marketa Irglova, seine Co-Schauspielerin im Film Once, vor kurzem getrennt haben, kommt man nicht umhin, zu vermuten dass viele der Lieder von Rhythm and Repose (2012) von dieser Beziehung handeln. Und da der Sänger ziemlich traurig klingt, und Marketa mittlerweile jemand anderen geheiratet hat, kommt man ins Grübeln, ob Hansard in dieser Hinsicht vielleicht einen Fehler gemacht hat. Auf die Gefahr hin, altmodisch zu klingen, Glen, wenn man Frauen behalten will, sollte man sie heiraten. Um es mit einem Dylan-Zitat zu sagen: ‘Take a tip from one who’s tried’.

Info Das Glen Hansard Album Rhythm and Repose (2012) ist als CD und Download erhältlich / den Film Once (2007), mit Glen Hansard und Marketa Irglova, gibt es als Blu-ray und DVD / Foto: In-flight Magazin der irischen Fluggesellschaft Aer Lingus. Hinweis: Obiges Foto ist nicht Teil des Albums / Note: Photo above ist not part of Glen Hansard’s new album, it’s from an Aer Lingus in-flight magazine

 

Marbella, 5th July 2012: There's miles of beaches on the Andalusian Costa del Sol, some packed with tourists, shops & bars, others quiet and relaxing, like Los Monteros, a posh area a few miles from Marbella, at eleven in the morning

Wir hatten gestern, am 5. Juli, nicht geplant, zum Strand zu gehen. Aber wir waren mit dem Auto unterwegs, und dabei fährt man hier an der Costa del Sol so gut wie automatisch am Meer entlang. Von der Küstenstraße kann man, wenn man Lust hat, alle ein, zwei Kilometer zu irgendeinem der sprichwörtlich Hunderten von Stränden der Costa del Sol abbiegen. Wir fuhren kurz runter, machten klick, und fuhren weiter, wohlwissentlich dass Strandfotos hier gut, fast schon zu gut gelingen und in Gefahr laufen, wie Broschüren von Reisebüros auszusehen. Aber so sieht es hier einfach aus, das Bild ist nicht bearbeitet. Der Himmel von Andalusien ist von einem Blau an dem man sich kaum sattsehen kann. Man muss dafür nicht an den Strand gehen und, in der Tat, wenn man hier länger lebt, geht man merkwürdigerweise relativ selten zum Strand, So ähnlich wie Leute die in Skigebieten leben, vermutlich nicht andauernd Skifahren. Dazu kommt dass hier so gut wie jedes Haus, und jede Wohnsiedlung ein Swimmingpool hat, unabhängig davon ob es eine reiche oder ganz normale Gegend ist, Pools werden einfach automatisch mitgebaut. Der Strand auf dem Foto liegt bei einer ziemlich reichen Gegend  namens Los Monteros, ein paar Kilometer östlich von Marbellas Stadtzentrum gelegen. Hier hatte der Schauspieler Antonio Banderas mal ein Haus, und vielleicht hat er es immer noch. Prominente sind hier keine Seltenheit. Strände sind in Andalusien jedoch grundsätzlich nicht privat sondern für jeden zugänglich. Wobei der spezifische Platz von wo aus wir das Foto machten, ziemlich ruhig ist, mitunter weil die Siedlung, oder Urbanisation wie man es hier nennt, augenscheinlich so gebaut wurde dass keine Parkplätze am Strand sind. Schlau gemacht! Aber man kann auch an einem Nachbarstrand parken und die ein, zweihundert Meter hierher laufen. Wenn mas sich das Foto genauer ansieht oder duch antippen vergrößert, sieht man die Stadt Marbella im Hintergrund und auch den schönen Berg La Concha. Gestern, ca. 11 Uhr morgens waren nur ein paar Spaziergänger und Jogger zu sehen, aber Touristen beginnen sowieso erst so richtig ab Mittag am Strand einzutrudeln. Die meisten haben keine Lust, im Urlaub früh aufzustehen, und warum auch? Zu sagen dass Touristen an der Costa del Sol beliebt sind, klingt wie ein arg offensichtliches Statement für eine Urlaubsregion, aber die Andalusier sind nach unserer Erfahrung, ohnehin freundliche Leute. Das drückt sich weniger durch demonstrative Gesten aus, als durch ein Gefühl von: Leben und leben lassen. Es gibt hier übrigens auch viele Strände mit Sonnenliegen, Cafés, Bars, Restaurants, Geschäften, Tretbooten, Trampolins etc. Wenn man mit Kindern unterwegs ist, hat das durchaus etwas für sich, und wir werden Ihnen im Laufe der Jahre noch viele andere Strände vorstellen.

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Persuasion: The BBC radio play is good, link below. The Penguin kid's version with CD is useful. And the 2007 TV production, which we link up as well, is absolutely stunning.

Das BBC-Hörspiel nach dem Austen Klassiker Persuasion (1818), auf Deutsch ‘Überredung’, kann momentan kostenlos online angehört werden. Es ist Geschichte von der 27-jährigen Anne Elliot die in der Vergangenheit einen jungen Mann heiraten wollte, aber durch die Beeinflussung oder Überredung ihrer Familie davon abließ. Mittlerweile sind 8 Jahre vergangen und durch Zufall begegnen sich die beiden wieder. Eine wundervolle, super-romantische Geschichte. Das Hörspiel ist für Austen-Fans ein Muss, denn diese Produktion ist nicht auf CD oder sonstwo erhältlich. Wohl aber die BBC-Hörspiele von Emma, Mansfield Park, Northanger Abbey, Sense and Sensibility. Diese Hörspiele sind aufwendige Produktionen mit vielen verschiedenen Sprechern, detaillierten Geräuschkulissen und oftmals sehr guter, eigens komponierter Musik. Auf dem Foto ist eine unserer Romanausgaben und eine nette Ausgabe für Kinder, ebenfalls vom Penguin-Verlag, inklusive CD, die allerdings kein Hörspiel sondern eine Lesung von ca. 47 min. Länge enthält. Wir schätzen dass in Deutschland Kinder ab etwa 13 Jahren mit dem Englisch-Level (‘Level 2, 600 headwords‘) zurechtkommen werden. Die BBC-Hörspiele hingegen erfordern schon recht gute Englischkenntnisse. Wer Jane Austens Romanvorlage Überredung nicht kennt, wäre gut beraten, sich zuerst die exzellente TV-Verfilmung aus dem Jahr 2007 anzusehen. Es ist gut, ein Bild von den zahlreichen Figuren des Romans zu bekommen, und ebenfalls davon wie die Welt vor 200 Jahren aussah. Am Ende des Blogposts sind Links für das BBC-Hörspiel und die ITV-Verfilmung. Letztere gibt es übrigens auch mit deutscher Synchronisierung preiswert als DVD. Mit schönen und werkgetreuen Drehorten wie Lyme Regis in Dorset. Ein beträchtlicher Teil der Geschichte spielt in der Stadt Bath, wo Jane Austen mehrere Jahre lebte, und davon sieht man im Film berühmte Orte wie die antiken Römischen Bäder und den Royal Crescent. Wir waren vor Jahren mal geschäftlich in Bath und bereuen bitterlich, damals keine Fotos gemacht zu haben, denn es ist eine schöne Stadt die aufgrund der Austen-Connection eine literarische Pilgerstätte geworden ist, u. a. mit dem Jane Austen Centre. Der Roman Persuasion oder Überredung ist einer, dessen Veröffentlichung im Jahr 1818 Jane Austen nicht mehr miterlebte, denn sie starb 1817 im Alter von 41 Jahren. Ein Happy End, wie das von Anne Elliot und Captain Wentworth, war Jane leider nicht vergönnt. Aber dafür ein Schwanengesang von tiefer Schönheit, Intelligenz und Humor.

Info Das BBC Hörspiel Persuasion / Die von uns empfohlene deutschsprachige DVD Jane Austens “Persuasion” (2007) mit  Sally Hawkins und Rupert Penry-Jones ist im Handel erhältlich / Diese TV-Verfilmung von Persuasion kann auf auf YouTube ausgecheckt werden / Den Roman gibt es auf Deutsch als Überredung. Die Liebe der Anne Elliot / und als Hörbuch 6-CD-Set unter dem Titel Anne Elliot oder die Kraft der Überredung / Photo: Some of the editions we got from Penguin Books. Hörspiel verpasst? Wird früher oder später wiederholt, wir weisen im Blog darauf hin.

 

Do we like what we see? Yes, it's a beautiful Chevy and a well constructed phone booth...and it's the 40th anniversary of Don McLean's song 'American Pie'. Happy 4th of July!

Dieses Jahr ist das 40. Jubiläum des Klassikers American Pie von Don McLean. Das gleichnamige Album mit dem Lied erschien 1971, das Lied selber wurde erst 1972 als Single veröffentlicht. Es beginnt wie ein Märchen, mit den Worten ‘Long, long time ago…’ und der Sänger erinnert sich an den Tag an dem die Musik starb, den 3. Februar 1959, als der Sänger und Gitarrist Buddy Holly bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Aus dieser Kindheitserinnerung entwickelt sich das Lied zu einem Rückblick auf das gesamte Jahrzehnt nach dem Tod von Buddy Holly: Die 60er Jahre, betrachtet aus der Perspektive der frühen 70er Jahre. Auch die 50er Jahre spielen im Lied eine Rolle. Es ist als ob der Tod des freundlichen Typs mit Anzug, Krawatte und Hornbrille auch das Ende eines ganzen Zeitalters war. Die Refrainzeilen von den good old boys, die mit dem Chevy zum Damm fahren und Whisky trinken, sind 50er Jahre Nostalgie, ebenso wie der Ausdruck Miss American Pie das archetypische Frauenbild der 50er Jahre symbolisiert. Der Sänger scheint die zurückliegenden 60er Jahre mit gemischten Gefühlen zu betrachten. Es werden im Lied viele Ikonen dieser Zeit erwähnt. Die Beatles, die Stones, Dylan und andere. Dies geschieht genialerweise ohne das jemand von diesen Leuten beim Namen genannt wird. Bis auf zwei: Lenin und Marx. Damals lebende Personen und 
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