Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Archive for 'Blog'

Living in Andalusia, you take sunshine for granted. Hopefully there'll be some of it this weekend for the Hop Farm Festival in Kent with Peter Gabriel, Dylan, Suede & others

Wenn man in Andalusien lebt, gewöhnt man sich daran dass so gut wie jeden Tag die Sonne schent. Aber wir können uns nur zu gut an britische Sommer erinnern in denen es tagelang, hin und wieder sogar wochenlang geregnet hat. Schade, denn es gibt auf den Britischen Inseln mehr nennenswerte Musikfestivals als irgendwo anders in Europa. Das Isle of Wight Festival letztes Wochenende, mit Leuten wie Springsteen und Tom Petty, war vom Wetter her leider ein Desaster, so verregnet dass Autos regelrecht im Schlamm versanken. Wir wünschen daher viel Glück mit dem Hop Farm Festival dieses Wochenende. Als Headliner spielen Peter Gabriel, Bob Dylan und Suede. Ebenfalls eine ganze Reihe anderer Bands, Das Festival ist in der Grafschaft Kent, und die hat so ziemlich das beste Wetter in England. Wir selber haben dort mal vor Jahren als Ferienjob Äpfel gepflückt und uns damit die erste Fender Telecaster verdient. Es war damals tatsächlich glorreiches Wetter, und außer uns fast nur Polen da – mit denen wir übrigens gut auskamen. In solchen Situationen beginnt man, die Dynamik von Immigrationen zu verstehen. Da waren mehrere Studenten der Rechtswissenschaft dabei, die sich
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On the birthday of Laurie Lee (1914 - 1997) we look at 'Cider with Rosie' (1959) his classic about country life, childhood & village community in the early 20th century. Film is good too

Im englischen Sprachraum ist Cider with Rosie (1959) von dem Autor Laurie Lee ein millionenfach verkaufter Klassiker über eine Kindheit auf dem Land und in umliegenden Dorfgemeinschaften. In Deutschland ist das Buch so gut wie unbekannt, obwohl es mal vom dtv-Verlag mit dem Titel Des Sommers ganze Fülle veröffentlicht wurde und auch heute noch bei Amazon.de zu finden ist. Wir haben es, links im Bild, als englisches Taschenbuch vom Penguin-Verlag mit Zeichnungen von John Ward. Wir schätzen dass deutsche Leser mit etwas Englischkenntnissen besonders Spaß an der reichlich bebilderten Ausgabe The Illustrated Cider with Rosie vom Verlag Random House haben werden, rechts im Bild und ebenfalls bei Amazon.de erhältlich. Mit Hunderten von Bildern, Fotos und Gemälden, großteils in Farbe. Da es ein autobiografisches Buch ist, haben viele Fotos einen direkten Bezug zur Kindheit von Laurie Lee (1914 – 1997), zeigen z. B. das alte Haus in dem er aufwuchs, seine Mutter, die Kinder von der Dorfschule und so weiter. Der Band enthält auch eine Fülle von anderem Bildmaterial, von Gemälden bis zu alten Werbeplakaten, die den Alltag und das Lebensgefühl jener Epoche zu Beginn des 20. Jahrhunderts zeigen. Man kann auch heute noch, vielleicht bei einem Englandurlaub, auf den Spuren des Autors wandeln und die Orte von Laurie Lees Kindheit in den idyllischen Cotswolds der Grafschaft Gloucestershire besuchen. Das Haus in dem Lee aufwuchs, steht immer noch dort. Ebenso wie die Schule und die Kirche des Dorfes namens Slad. Die Gegend hat noch weiteres an historischem Interesse, denn auch den alten Römern gefiel es in Gloucestershire. Im Museum von Cirencester sind viele Artefakte aus deren Zeiten zu sehen. 
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BBC radio play 'The Falls': We have fond memories of Edinburgh. Scotland used to be great for hitchhiking. Nowhere near as many baddies around as Rankin makes out!

Inspektor John Rebus ist wieder auf Achse in Edinburgh, diesmal in einem Hörspiel nach dem Roman The Falls (2001) der auf Deutsch als Puppenspiel veröffentlicht wurde. Die zweiteilige BBC-Produktion ist gut gemacht und kostenlos online, Link am Ende des Blogposts. Wir haben uns auch mal die TV-Verfilmung von The Falls angesehen. Die unterscheidet sich sehr vom Roman, hat aber einiges für sich, wie z. B. den grantigen Rebus-Darsteller Ken Stott, ein gebürtiger Edinbürger. Außerdem sieht man viel von der Stadt Edinburgh, großteils sogar bei glorreichem Sonnenschein. Das brachte ein paar schöne Erinnerungen zurück, denn wir waren vor Jahren mal dort und es gefiel uns sehr gut. Alles voll mit schönen, Jahrhunderte alten Häusern – und auch die Leute kamen uns nicht so gefährlich und kriminell vor wie man anhand von Ian Rankins Krimis meinen könnte. Naja, in Wirklichkeit merkt man schon dass Rankin die Stadt sehr liebt. Der ewige Subtext vom Krimi-Genre ist ja gerade dass ein vertrautes Umfeld aufgerüttelt aber letztendlich wieder ins Lot gebracht wird. In Puppenspiel geht es zum Teil um Online-Rollenspiele, aber im Endeffekt tigert Inspektor Rebus wieder viel duch Edinburgh und Umgebung und hat zusammen mit Detektivin Siobhan Clarke viel Gelegenheit, alle möglichen real existierenden Orte zu erwähnen: Sei es das Museum of Scotland, oder der Royal Botanic Garden, das Scott Monument oder das Dorf Roslin das ein paar Kilometer südlich von Edinburgh liegt und die berühmte Rosslyn-Kapelle beherbergt. Ja, genau die die auch in Dan Browns Verschwörungs-Thriller Sakrileg vorkommt.
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Check out the BBC radio play, in fact, the first ever adaption of the Robert M. Pirsig classic 'Zen and the Art of Motorcycle Maintenance' (1974). Conjures up ideas for a movie?

Während diesem BBC-Hörspiel, nach dem Roman ‘Zen and the Art of Motorcycle Maintenance‘ (1974) von Robert M. Pirsig, schwirrten uns unwillkürlich Namen wie Jack Kerouac, Ken Kesey und Philip K. Dick durch den Kopf. Weniger aufgrund der Handlung, als dass es wie eine sehr persönliche Sinnsuche von jemandem wirkt der mit sich und der Welt viel gerungen hat. Obwohl der Autor offensichtlich sehr intelligent und belesen ist, herrscht hier nicht der Ton des Besserwissers, sondern der des Suchenden. Es ist wirklich erstaunlich dass etwas das auf Anhieb so komplex und unkommerziell wirkt, im Endeffekt so ein riesiger Verkaufserfolg mit 5 Millionen verkauften Büchern wurde. Klar, es waren die 70er Jahre, und obwohl der Autor, 1928,geboren, gute 15 oder 20 Jahre zu alt war um zur Hippie-Generation zu gehören, nahmen junge Leute sich das Buch damals zu Herzen. Der Schauspieler und Regisseur Robert Redford (geb. 1936), ebenfalls zu alt um ein Hippie zu sein, versuchte sogar die Filmrechte zu bekommen, was ihm jedoch nicht gelang. Einerseits schade, andererseits vielleicht Glück im Unglück, denn wir vermuten, eine Verfilmung, die vielleicht Mitte der 80er Jahre erschienen wäre, hätte es zu dem Zeitpunkt schwer gehabt. Die 80er waren kulturell ziemlich darauf bedacht sich von den 60ern und 70ern abzugrenzen. Aber das hat sich mittlerweile geändert, und diese Zeiten werden weitgehend wieder als cool angesehen.
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Summer solstice is at the door and we look at the National Geographic DVD 'Stonehenge Decoded' (2008) about an archaeological project with Prof. Mike Parker Pearson

Heute, in der Nacht von Mittwoch dem 20 Juni, bis zum Sonnenaufgang morgen am Donnerstag den 21 Juni, wird beim Steinkreis von Stonehenge die Sonnenwende gefeiert. Der Ort wird dafür offiziell von der staatlichen Behörde English Heritage geöffnet. Die Sonnenwende ist ein Zeitpunkt der schon seit vielen Jahrtausenden in Europa eine Rolle spielt. Aber erst vor kurzer Zeit, vor ein paar Jahren, haben Wissenschaftler archäologische Entdeckungen gemacht die uns eine genauere Vorstellung davon geben, was bei Stonehenge geschah und was Stonehenge damaligen Menschen bedeutete. Für Leser die an diesen Dingen interessiert sind, gibt es eine DVD die so ziemlich das interessanteste ist das wir zum Thema Stonehenge gesehen haben: Die DVD heißt Das Geheimnis von Stonehenge (2008) und ist von National Geographic. Die deutsche DVD bei Amazon.de hat ein anderes Cover als unsere spanische Ausgabe im obigen Foto, ist aber inhaltlich gleich. Die DVD dokumentiert umfangreiche Ausgrabungen vor Ort bei Stonehenge und in seiner Umgebung bei denen, unter Leitung von Prof. Mike Parker Pearson, Hunderte von Mitarbeitern beteiligt waren. Die Entdeckungen sind so spektakulär und weitreichend in ihren Folgerungen dass es schwer ist, ihnen in einem Blogpost gerecht zu werden. Wir versuchen eine Zusammenfassung: Es geht u. a. um eine bis dato völlig unbekannte prähistorische Stadt die sich in der Nähe von Stonehenge befand und Tausende von Menschen beherbergte. Die Leute lebten dort nicht das ganze Jahr herum, sondern kamen zu spezifischen Zeiten in denen sie gemeinsam an dem Stonehenge-Monument arbeiteten und dort auch an Kulten teilnahmen. Dabei ging es nicht nur um Stonehenge selber. Der Steinkreis war Teil eines Komplexes der neben Stonehenge auch den Fluss Avon, einen kilometerlangen Verbindungsweg und auch ein anderes riesiges Monument einbezog das Stonehenge von den Proportionen sehr ähnlich war. Allerdings aus Holz gebaut, und nicht aus Stein. Das steinerne und das hölzerne Monument existierten in einer Symbiose: ersteres verkörperte  das Reich der Toten. Das zweite, das Reich der Lebenden. Der Fluss, der Pfad und die Sonne spielten dabei die Rolle einer Verbindung zwischen den zwei Reichen. Beide, Fluss und Sonne, spenden Leben und Gedeihen. Wobei der Fluss auch die Asche der meisten Toten aufnahm. Menschen brachten die Überreste ihrer toten Familienmitglieder speziell für diesen Anlass dorthin. Zugang zu Stonehenge war offenbar sehr
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Musician Kyle Eastwood gets on well with Dad Clint, who's a Jazz fan himself. Article in the Irish Independent. Link below

Clint Eastwood ist jemand den wir als Schauspieler, Regisseur und Produzent von starken Filmen wie Brücken am Fluss (1995) sehr schätzen, und bei solchen Leuten sind wir auch etwas neugierig darauf was ihre Kinder machen. Es freut uns zu hören dass Clints ältester Sohn, Kyle Eastwood (geb. 1968) es geschafft hat, eine eigene kreative Nische zu finden, indem er Musiker wurde und mittlerweile ein angesehener Jazz-Bassist ist. Er hat in den letzten 14 Jahren fünf Alben veröffentlicht und spielt E-Bass, ebenso wie den akustischen Kontrabass. Er spielte vor ein, zwei Jahren sogar mal hier bei uns in Andalusien – ein Konzert dass wir leider verpassten, weil wir erst im nachhinein davon erfuhren. Auf seinem neusten Album, Songs from the Chateau (2011), ist auch ein schönes Lied namens Andalucía, siehe YouTube Live-Version. Seine musikalischen Einflüsse sind Musiker der klassischen Jazz-Ära, Leute wie Dave Brubeck und Miles Davis. Vor kurzem spielte er mit seiner Kyle Eastwood Band auch in Irland, daher der Artikel den wir im Irish Independent fanden, Link am Ende des Blogeintrags. Die Überschrift die die Zeitung wählte, bezieht sich darauf dass es ein gemischter Segen ist berühmte Eltern zu haben. Wir persönlich vermuten sogar dass die Nachteile überwiegen: Mit der Erwartungshaltung und Aufmerksamkeit von Medien aufzuwachsen und von Mitmenschen, Mitschülern etc. immer ‘als etwas besonderes’ angesehen zu werden, ist nicht leicht. Während die Eltern meist die Möglichkeit hatten, über Jahre zu lernen, mit Medien und Berühmtheit umzugehen, werden deren Kinder frontal mit dieser Existenz konfrontiert.
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On the birthday of Dorothy L. Sayers (1893 -1957) we were pleased to find a nice and fairly rare edition of 'Strong Poison' (1930). The biography by Barbara Reynolds is good too

Es freut uns, rechtzeitig für den Geburtstag von Dorothy L. Sayers (1893 -1957) eine schöne und recht seltene Ausgabe von ‘Strong Poison’ (1930) gefunden zu haben. In Deutschland meist als Starkes Gift, in manchen Fällen als Geheimnisvolles Gift veröffentlicht. Dieses alte Taschenbuch vom Verlag New Englisch Library hat bei weiten das beste Cover das wir kennen, denn es nicht nur ist ein gut gemachtes Bild, sondern hat auch eine gewisse Verbindung zur Geschichte. Von der wir nur verraten dass es um einen Giftmord geht für den die Krimischreiberin Harriet Vane vor Gericht steht. Der Gentleman und Amateur-Ermittler Lord Peter Wimsey verliebt sich in die Angeklagte und hat, von ihrer Unschuld überzeugt, nur einen Monat Zeit um den Mordfall zu lösen. Dann droht der Galgen. Dorothy L. Sayers schrieb anspruchsvolle Romane die eine angenehme Abwechslung zu vielen heutigen, teils bizarr-blutrünstigen Krimis bieten. Pfarrerstochter Sayers bevorzugte versteckte literarische Hinweise und Anspielungen. In Starkes Gift (1930) wird zum Beispiel das Gedicht A Shropshire Lad von A. E. Housman erwähnt, wobei Sayers es dem Leser überlässt, herauszufinden oder zu wissen dass darin Mithridates vorkommt, der König der sich vorsorglich gegen Gift immunisierte indem er es stetig und dosiert zu sich nahm. Und der Titel Strong Poison beruht auf dem alten englischen Volkslied Lord Randall (YouTube Clip), das von einem Mann handelt der von seiner Geliebten vergiftet wird und seiner Mutter von den Symtomen berichtet. Die Frage-und-Antwort-Struktur und die Melodie von  Lord Randall war Jahre später übrigens Vorlage für Bob Dylans A Hard Rain’s A-Gonna Fall. Vergleichen Sie selbst. Oder hatten Sie etwa bezweifelt dass wir es schaffen würden, ein paar coole Lieder in einen Krimi-Artikel einzubauen?

Top left, Roy Ridley and Eric Whelpton, who inspired Lord Peter Wimsey. Right, Dorothy as a young woman, and John Cournos, on whom Phillip Boyes in 'Strong Poison' was based

Dorothy L. Sayers hatte, speziell für damalige Verhältnisse, ein ziemlich abenteuerliches Leben. Von der wohlbehüteten Kindheit im Pfarrhaus, wo sie von Privatlehrerinnen Deutsch, Französisch, Geige und Piano lernte, ging sie später zur Universität in Oxford. Aber anstatt nach ihrem Abschluss die sich anbietende und solide Lehrerlaufbahn zu wählen, war sie eher vom bohèmischen Leben der Schriftsteller und Journalisten in London angezogen. Das wirtschaftliche Klima anfang der 20er Jahre war allerdings schwierig, und um das Schreiben ihrer Krimis zu finanzieren, arbeitete sie jahrelang als Textschreiberin bei einer Werbeagentur. Dort war sie u. a. an der Toucan Werbekampagne für Guinness beteiligt. Eins von Dorothys Hobbys war Motorradfahren, und es wundert nicht dass in einer ihrer Geschichten eine Verfolgungsjagd mit einer Norton vorkommt. Bei 115 km/h wird Dorothy Ende der 20er Jahre dabei wohl an eine Norton CS1 gedacht haben. Aber Sayers hatte auch mit Problemen zu kämpfen, schien zum Beispiel nicht so leicht den richtigen Mann für sich zu finden, und hatte ein uneheliches Kind dass sie geheimhielt um ihre Eltern im Pfarrhaus nicht zu schockieren.
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'White Nights (2008), the second book of Ann Cleeves' Shetland-Quartet is online as a BBC radio play. Link below. The third book 'Red Bones' (2009) is currently being filmed.

Wir mögen Romane und Krimis die neben ihrer Handlung auch etwas über Orte, Landschaften und Lebensweisen vermitteln. Krimischreiber tun das oftmals sehr gut. Und die britische Autorin Ann Cleeves hat mit ihrem Quartet von Krimis die auf den Shetlandinseln spielen eine ganz gute Ecke gefunden. So weit hoch im Norden dass es geografisch eigentlich schon skandinavisch ist. Windumwehte Inseln mit wenigen Einwohnern sind ein guter Ausgangspunkt für ein Wer zum Teufel kann es gewesen sein? Es ist wohl fair zu sagen dass Ann Cleeves Krimis nach recht altbewährter Art, vielleicht etwas in Richtung Agatha Christie schreibt. Und dagegen haben wir nichts einzuwenden. Die Autorin hat, anhand von Rezensionen bei Amazon, eine beträchtliche Lesergemeinde in Deutschland. Allen voran das erste Buch ihrer Shetland-Reihe, Die Nacht der Raben (2005), das unter seinem Originaltitel Raven Black den Gold Dagger Krimi-Preis gewann. Das zweite Buch Der längste Tag (2008) ist momentan kostenlos online als BBC-Radiohörspiel White Nights, Link am Ende des Artikels. Das dritte Buch der Reihe, Im kalten Licht des Frühlings (2009), wird zur Zeit unter seinem Originaltitel Red Bones als britische TV-Produktion verfilmt. Das vierte Buch, Sturmwarnung (2010) heißt in Originalfassung Blue Lightning, womit das Quartet auf Englisch die vier Farben black, white, red & blue in seinen Titeln vereint. Irgendein Geheimcode? Nun, immerhin hat die offizielle Flagge der Shetlandinseln die Farben Weiß und Blau, und vielleicht sollten wir weiter in diese Richtung ermitteln. Ansonsten muss uns Inspektor Jimmy Perez weiterhelfen, der in allen Büchern vorkommt. Wir fanden das Hörspiel ganz gut, vor allem die schottische Musik: Der Shetland Fiddle Spieler Chris Stout hat sogar eine CD namens White Nights veröffentlicht. Die Inseln geben auch einiges an Geräuschkulissen her: Schafe, Wind, Meeresrauschen etc. Die Shetland-Location bietet sich
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Today is the birthday of Les Paul (1915 - 2009) and we can't put it in better words than Keith Richards: 'This man, by his genius, made the road we still travel today'.

Das Gitarrendesign und der Name ist weltberümt, so sehr dass viele Leute Les Paul für einen reinen Produktnamen, wie Stratocaster oder Telecaster halten. Aber Les Paul, der Mann von Waukesha im Bundesstaat Wisconsin, war nicht nur ein bemerkenswerter Gitarrist und Designer sondern auch ein genialer Erfinder und Patentinhaber der die mehrspurige Aufnahmetechnik für Tonbandgeräte entwickelte, und somit das Fundament für moderne Rockmusik schuf. Les Pauls Mehrspurtechnik gab Tonbändern und Schallplatten das Potential, mehr zu sein als reine Tondokumente: Pop- und Rock-LPs konnten, durch einen interaktiven und experimentierfähigen Aufnahmeprozess, zu Kunstwerken werden. In seiner Lebensspanne von 94 Jahren wurde der Mann ein Teil von sehr unterschiedlichen Musikepochen. Während man Les Paul mit Musikern wie Jimmy Page verbindet – der wie Keith Richards ein persönlicher Freund von dem Mann war – begann Les seine Karriere mit Musikern wie Bing Crosby, auf dessen Lied ‘It’s been a Long, Long Time‘ Les Paul als Gitarrist zu hören ist. Von Bing Crosby bekam der Gitarrist später ein einspuriges Ampex Tonbandgerät in das er einen zusätzlichen Tonkopf einbaute – und somit multi-tracking begründete. Seine erste Schallplatte mit dieser Technik war das Lied ‘Lover‘ (1948). Les Paul spielte damals auf den seinerzeit üblichen Halbresonanz-Gitarren, im Prinzip akustische Gitarren mit Tonabnehmern. Als sich einmal bei einem Konzert jemand darüber beschwerte dass
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Story about June by Tom Petty: Once during recording the equipment broke down. June got everyone in the studio to hold hands & sing a hymn. Machines started working again

Gut zu hören dass ein Spielfilm über June Carter Cash in Arbeit ist. Die Ehefrau von Johnny Cash war eine exzellente Musikerin und Sängerin, und stand schon auf vielen Bühnen bevor sie Johnny traf. Im Leben von Johnny Cash spielte sie dann eine zentrale Rolle. Johnny liebte June abgöttisch und wäre ohne sie, vermuten wir, Ende der 60er Jahre zum Opfer seines selbstzerstörerischen Lebensstils geworden.  Nachdem die beiden im Jahr 1968 geheiratet hatten, begann Johnny sein Leben umzukrempeln, ging auf Entzugskuren und schaffte es  zur Geburt 1970 ihres Sohnes John Carter Cash clean zu werden. Die frühen 70er waren waherscheinlich die glücklichste Zeit in Johnnys Leben. Aus dieser Zeit stammt auch die Aufnahme If I Were A Carpenter auf der Johnny und June Carter Cash zusammen singen und das eins unserer absoluten Lieblingslieder ist.  Hier kommt im Gesang der beiden so ein Gefühl von Hingabe und Zuversicht rüber dass wir es sehr bewegend finden. Hier ist das Lied, und ein paar Zeilen davon, die wir sinngemäß und auszugsweise übersetzt haben:

Und wenn ich ein Schreiner wär,
und du eine Lady,
Würdest du mich trotzdem heiraten
und mein Kind haben?

Rette mich vor Einsamkeit
rette mich vor Traurigkeit
Ich gebe dir alles von mir,
Komm, gib du mir deine Zukunft

Einer der Gründe warum Johnny und June so gut zusammen passten, war dass sie sich durch ihre sehr verschiedenen Persönlichkeiten ausglichen und ergänzten. Johnny war, allen Berichten zufolge, privat ein ziemlich stiller und schüchterner Mensch, und vielleicht auch
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Ausschnitt von 'Odysseus am Strande des Meeres' (1896) von Arnold Böcklin. Das Ölgemälde wird demnächst versteigert

Eine Meldung aus der Kunstwelt, von der deutsche Tageszeitungen, soweit wir sehen, noch nicht berichtet haben: In ein paar Tagen, am 11. Juni wird in Londons Auktionhaus Sotheby’s ein bemerkenswertes Gemälde von dem Schweizer Künstler Arnold Böcklin (1827-1901) versteigert. Das Ölgemäde ‘Odysseus am Strande des Meeres‘ (1896) dem man in unserem Bildformat nicht gerecht wird, könnte gemäß Schätzungen für ca. 1 Million Euro verkauft werden. Homers griechische Sagenwelt hat über die Jahrhunderte viele Maler inspiriert. Und auch Musik, Romane – wie den von Orange Preisgewinner Madeline Miller – und natürlich Kinofilme. Hier ein YouTube Clip von Die Fahrten des Odysseus (1955) mit der auf dem Gemälde gezeigten Szene von der Flucht vor dem Zyklopen. Neben den Sagen selber interessiert uns persönlich die Frage, warum diese Geschichten eigentlich so eine ewige Faszination ausüben? Durchaus überlegenswerte Ansätze dazu fanden wir in dem Buch Der Heros in tausend Gestalten (1948) von dem amerikanischen Professor Joseph Campbell (1904 -1987). Dieser Mann hat mit seinen Theorien u. a. den Star Wars Regisseur George Lucas beeinflusst, und – wie wir gerade überrascht bei Wikipedia lasen – sogar unsere Lieblingsrockband Grateful Dead. Das war uns neu. Aber man lernt jeden Tag was dazu! Und auf Umwegen laufen die Fäden immer zusammen. Wo wir von den ganzen Archetypen-Theorien á la C. G. Jung & Co. abweichen, ist dass wir Sagen, so bizarr sie oftmals erscheinen, mehr als Schilderungen von Begebenheiten betrachten, wenn auch über Jahrtausende nach dem Prinzip Stille Post, abgewandelt und heute schwer zu entziffern. Man darf nicht vergessen dass auch moderne Menschen konstant Allegorien benutzen: Wenn Wissenschaftler z. B. von einer Ur-Suppe sprechen um Entstehungsbedingungen von frühem Leben auf Planet Erde zu umschreiben, dann ist das nicht viel anders als das was Sagen und Legenden früher taten.

Info Der Filmklassiker Die Fahrten des Odysseus (1955), mit Kirk Douglas und Anthony Quinn ist in komplett restaurierter Fassung als 2-DVD-Set erhältlich.

 

Difficult to make ominous photos on a mediterranean beach, but we tried our best. The BBC radio dramatisation of the Jack London classic The Sea-Wolf (1904) is good. Link below.

Eine willkommene Nebenwirkung, wenn alte Klassiker als Film oder Hörspiel neu interpretiert werden, ist dass man Lust bekommt, nochmal die früheren Interpretationen auszuchecken. Wir müssen gestehen dass wir die deutsche TV-Verfilmung Der Seewolf (1971) so gut wie vergessen hatten, einfach weil wir irgendwie den Draht zu deutschen Medien verloren haben. Aber als wir gestern abend, nach Jahrzehnten, den Seewolf-Film wieder auf YouTube ansahen, waren wir überrascht, wie gut er sich gehalten hat. YouTube Links für Film und Hörspiel am Ende des Artikels. Definitiv eine deutsche Produktion die es mit Hollywood aufnehmen kann. Anhand anderer Versionen die wir kennen, sogar die bisher beste. Erwähnenswert, neben dem bärbeißigen, viel zu früh verstorbenen Seewolf-Darsteller Raimund Harmstorf, ist auch die exzellente Musik, ein bisschen wie ein Sergio Leone Film, von dem Komponisten Hans Posegga. Im Mittelpunkt von Jack Londons Geschichte ist die Beziehung zwischen zwei sehr verschiedenen Menschen die durch Zufall, durch ein Schiffsunglück, aufeinandertreffen: Der brutale, machiavellistische Kapitän Wolf Larsen und der gutläubige, bürgerlich-liberale Humphrey van Weyden. Die Geschichte begiint im Jahr 1891, in San Franciscos Sausalito Harbour. Aber schon bald darauf befindet sich Van Weyden auf dem 30 Meter langen Schoner namens Ghost, mit Kurs auf Japan, zur Seehundjagd. Die abenteuerlichen Handlungen und Wendungen von Jack London (1876- 1916) eignen sich bestens für Filme. Wobei das Hörspiel – mit Erwähnungen von Leuten wie Charles Darwin und Schopenhauer, und Dichtern wie Tennyson und Browning – mehr Raum bietet für das zentrale Thema: vom Wettkampf der Ideologien und Philosophien. Haben Sie auch manchmal das Gefühl dass fast alle guten Geschichten schon geschrieben wurden?

Info BBC Hörspiel The Sea Wolf / Der deutsche Filmklassiker Der Seewolf (1971) mit Raimund Harmstorf kann hier auf YouTube ausgecheckt werden / Der Film ist als 2-DVD-Set preiswert im Handel erhältlich und trotz S/W-Vorspann ein Farbfilm. Hörspiel verpasst? Die Sachen werden früher oder später wiederholt und wir werden in unserem Blog darauf aufmerksam machen.

 

El Barrio is an andalusian singer / songwriter we like. Today on his birthday we look into one of our favourite songs of his: 'Andalucía'. YouTube link below. Feliz cumpleaños, El Barrio!

El Barrio ist der Künstlername von dem Andalusier José Luis Figuereo, der aus Cádiz stammt und einer unserer Lieblingsmusiker ist. Heute ist sein Geburtstag und wir wollten ein schönes Lied von ihm vorstellen. El Barrio macht eine Art von moderner Flamenco-Musik, das heißt, er und seine Band benutzen neben den traditionellen akustischen Gitarren auch elektrische Instrumente wie Keyboards, Bass und E-Gitarre. Auch Stilelemente von Rock und Pop werden einbezogen, wobei El Barrio, im Gegensatz zu vielen anderen spanischen Popbands, immer noch eine starke spanische und speziell andalusische Identität hat – und die hat viel mit Flamenco zu tun. Flamenco ist, auf ähnliche Weise wie es der Blues ist, mehr als nur Musik. Für viele Flamenco-Musiker ist es auch eine Lebensart, eine Einstellung, wir würden fast sagen, eine Art von Religion. Wer sich für dieses Thema interessiert, dem empfehlen wir ein starkes Buch namens Duende: A Journey Into the Heart of Flamenco (2003) von Jason Webster. Erhältlich in zwölf Sprachen, mysteriöserweise jedoch nicht auf Deutsch. Aber die Flamenco-Musik wird hnen, lieber Leser, nicht länger vorenthalten. Hier ist eins unserer Lieblingslieder von El Barrio: es heißt Andalucía, und wir haben es wohl schon hundert Mal im Auto gehört. Auf der rundum empfehlenswerten El Barrio CD El Fuente del Deseo (2000). Für uns hat diese Musik eine magische, traurig-glückliche Stimmung und passt gut zu andalusischen Landschaften. Vielleicht, weil sie aus andalusischen Landschaften gewachsen ist. Poetische, symbolträchtige Lieder sind schwer zu übersetzten, aber wir haben es versucht. Bei YouTube ist ein Ausschnitt von einem Konzert mit El Barrio und seiner Band mit dem Lied Andalucía. Das Publikum ist super begeistert und scheint jede Zeile dieses enigmatischen Lieds zu kennen. Dabei ist das Konzert nicht mal in Andalusien, sondern in Madrid. Dann wird es bestimmt auch ein paar deutschen Zuhörern gefallen.

Andalucía                                                    Andalusien
Vente conmigo a vivir                                     Komm und lebe mit mir
Tengo una choza en un rio                             Ich habe ein Häuschen an einem Fluss
llena de rosas y jazmín                                  voller Rosen und Jasmin
Ayer tuve un sueño,                                       Gestern hatte ich einen Traum
No quise despertar                                         Ich wollte nicht aufwachen
Me vi en un patio cualquiera,                           Ich sah mich in einem Hof
Con balcones con calichas                             mit mossbewachsenen Balkonen
Y ecaleras quebradas                                    und aufgesprungenen Treppen
De barandas cubiertas de enredaderas,           efeuumrankten Geländern
Los portones de madera                                 Hölzerne Eingangstore
Y un olor a humedad                                      und ein feuchter Geruch.
Una mujer vieja sentada en una mecedora        Eine alte Frau in einem Schaukelstuhl
Que apenas balancea,                                   der nur ein bisschen schaukelt,
Una mesa, una sillita de nea                           ein Tisch, ein mit Bast bespannter Stuhl
unos años de guerra y alegria,                         Einige Jahre Krieg, einige Jahre Glück
Un naranjo en el centro,                                  und ein Orangenbaum in der Mitte
el sentir de Andalucía,                                    Das Gefühl von Andalusien
Andalucía                                                      Andalusien 
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Málaga 1. June 2012: View over harbour. The beautiful old city center is further in to the right, out of view from this angle

Wir waren gestern, am ersten Juni, terminbedingt in der Nähe von Mälaga und überlegten, ob wir noch kurz in die Innenstadt fahren sollten um ein paar Fotos für die Website zu machen – so in Verbindung mit dem tags zuvor angesprochenen Thema vom Leben am Meer. Unsere hehren poetischen Absichten wurden dabei jedoch von der Alltagsproblematik der nur zu wohlbekannten Parkplatzsuche gedämpft. Wir haben einen gewissen Groll gegenüber Parkhäusern, weil die zwei, drei Euro meist genau das Geld sind das man hoffte, am Ende für eine Tasse Kaffee und einen Croissant übrig zu haben. Was wiederum dazu führt dass man seine Kohle heute oft eher in diabolischen Konsumtempeln, sprich, riesigen Einkaufszentren mit kostenlosen Parkplätzen abliefert, anstatt Einzelhandel, Gastronomie, Museen, Theater, Galerien und Konzerte in Städten zu unterstützen. Aber Málaga, eine wundervolle Stadt für die wir mittlerweile echte Heimatgefühle hegen, war uns gestern wohlgesonnen: Wir fanden auf Anhieb einen Mega-Parkplatz direkt in Málagas Zentrum, das in unmittelbarer Nähe des Hafens liegt.

Málaga 1. June 2012: Roman theater and, above it, the arabic fortress from which we took harbour photo. Click for more

Hafenstädte am Mittelmeer haben kulturelle Verbindungen die wir faszinierend finden. Die Anhöhe von der wir obiges Foto von Málagas Hafenumgebung machten, ist eine alte arabische Festung namens Alcazaba. Araber herrschten hier in Andalusien  für ca. 700 Jahre, mancherorts kürzer, mancherorts länger. Am Fuße der Alcazaba-Anhöhe sind die Ruinen eines Theaters das frühere Herrscher hinterlassen haben: Auch die Römer fanden die Hafenlage gut und nützlich. Davor lebten und handelten Phönizier am Hafen Málagas – in der Tat, der Stadtname ist phönizischer Herkunft – und obwohl das Jahrtausende zurückliegt, sind auch von dieser Kultur viele Spuren gefunden worden. Einiges davon u. a. in den Museumsräumen oben auf der Alcazaba zu sehen. In unserem ca. 20 Minuten langen Rundgang waren wir gestern also schon in den Fußstapfen von drei Kulturen gewandelt. Und in etwa 100 Meter Entfernung davon lag dann noch das Wahrzeichen einer weiteren Kultur, siehe folgendes Foto.
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On the birthday of John Masefield (1878-1967) we look at his poem 'Sea-Fever' and listen to a song inspired by it

Wenn man selber nahe der Küste lebt, in unserem Fall ist es die andalusische Costa del Sol, hat man zu Gedichten und Liedern übers Meer einen besonderen Draht. Das Gedicht Sea-Fever gefällt uns und wir haben zusätzlich eine schöne musikalische Darbietung davon gefunden. Der britische Dichter John Masefield (1878-1967) dessen Geburtstag heute ist, hatte als junger Mann ein ziemlich abenteuerliches Leben, fuhr zur See, schlug sich mit allen möglichen Jobs, u. a. in Teppichfabriken in Amerika durch, und veröffentlichte dann im Alter von 24 Jahren seinen ersten Gedichtband, Salt-Water Ballads (1902). Daraus stammt auch das Gedicht Sea-Fever. Masefield wurde bekannt und beliebt. Er schrieb viel, auch Romane und Kinderbücher, und wurde schließlich im Jahr 1930 zum poet laureate, zum herausragendsten Dichter Englands ernannt. Natürlich kann man Gedichte sehr gut ohne Musik genießen, aber wir mögen es, wenn künstlerische Werke im Laufe der Zeit neue Blickwinkel und Facetten bekommen. Hier eine musikalische Darbietung von einem seiner Gedichte

Sea-Fever

I must go down to the seas again, to the lonely sea and the sky,
And all I ask is a tall ship and a star to steer her by,
And the wheel’s kick and the wind’s song and the white sail’s shaking,
And a grey mist on the sea’s face, and a grey dawn breaking.

I must go down to the seas again, for the call of the running tide
Is a wild call and a clear call that may not be denied;
And all I ask is a windy day with the white clouds flying,
And the flung spray and the blown spume, and the sea-gulls crying.

I must go down to the seas again, to the vagrant gypsy life,
To the gull’s way and the whale’s way, where the wind’s like a whetted knife;
And all I ask is a merry yarn from a laughing fellow-rover,
And quiet sleep and a sweet dream when the long trick’s over.

Aus manchen Romanen werden starke Filme. Und manche Gedichte inspirieren schöne Lieder. Nicht aus reinem Zufall, sondern weil manche Gedichte einen starken inneren Rhythmus haben, aus dem sich wiederum Melodien entwickeln lassen. Was uns an der Darbietung von der Sängerin Kris Delmhorst gefällt, ist dass hier Masefields über 100 Jahre alte Worte nicht von Musik und Stimme überschwemmt, sondern nur sanft eingerahmt werden.