Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Archive for 'Blog'

One aspect of Christie novels for us is social history, like a guy being called 'a maidservant's prayer''. Heard that one lately? The BBC radio play of 'Cards on the Table' (1936) is good

Der Christie-Roman Mit offenen Karten (1936) wird oft als einer ihrer besten genannt, und wohl auch von Agatha selber so eingeschätzt. Sie sagt ja in ihrem Vorwort, es sei einer von ‘Poirots Lieblingsfällen’. Der Roman enthält eine ganze Reihe von persönlichen Bezügen, Neben Hercule Poirot der ermittelt, taucht auch Ariadne Oliver auf, hier als eine Art Alter Ego von Agatha Christie. Die Autorin nimmt sich damit selber etwas auf die Schippe, beschreibt Ariadne z. B. als übergewichtig und jemand der Romane mit merkwürdigen Titeln á la  Das Geheimnis der toten Goldfische schreibt. Obwohl die Geschichte in London beginnt, finden auch Szenen in Wallingford statt, einem idyllischen südenglischen Städtchen in dem Agatha und ihr Ehemann in den 30er Jahren ein Haus gekauft hatten. Und dann spielt natürlich das Kartenspiel Bridge eine Rolle. Versteht sich von selbst dass Christie es spielte: In Agatha Christie: An Autobiography (1977) erzählt sie von einem Bridge-Turnier an dem sie auf einer Schiffsreise von Amerika nach England teilnahm. In diesem Krimi tauchen Bridge-Begriffe wie Dummy und Grand Slam  auf und haben eine gewisse Signifikanz für den Fall.

Das Buch enthält sogar Abbildungen von traditionellen Bridge-Abrechnungskarten (score cards) mit Honours und Tricks. Wie im obigen englischen Bildtext angedeutet, finden wir an Christie-Romanen, und dieser ist immerhin über 75 Jahre alt, auch zeitgeschichtliche Aspekte interessant: Produkte wie das Messing-Poliermittel Brasso gibt es heute noch, wogegen ein Ausdruck wie a maidservant’s prayer, also etwa Dienstbotinnen-Schwarm, als Beschreibung für einen Mann selten, wenn nicht gar völlig ausgestorben sein dürfte. Es wird alles immer schwerer für Männer! Der Mann den es in Cards on the Table (1936) als ersten erwischt, ist der ausdrücklich als mephistophelisch beschriebene Mr. Shaitana. In dem Kartenspiel das er arrangiert, konkurrieren die Detektive Poirot und drei Mitstreiter mit vier anderen Spielern die, gemäß Shaitana, alle schon mal einen Mord begangen haben. Das hatte Mr. Shaitana faszinierend gefunden. Aber wer von seinen vier Bridge-Spielern ist die unauffällige Person die dem Zyniker zum Verhängnis wurde? Jetzt müssen wir selber unsere Karten auf den Tisch legen und gestehen, dass wir keine Bridge Spieler sind. Aber das hielt uns nicht davon ab diesen Krimi und das 90 Minuten lange BBC-Hörspiel zu genießen.

 

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Agatha Christie:  ’Mit offenen Karten’ als Hörspiel online Das BBC-Hörspiel Cards on the Table. Mit John Moffatt (als Hercule Poirot), Stephanie Cole (als Ariadne Oliver), Christopher Godwin (als Mr. Shaitana), Donald Sinden (als Colonel Race), Ioan Meredith (als Superintendent Battle), Helen Longworth (als Anne Meredith), Mary Wimbush (als Mrs. Lorrimer), David Timson (als Dr Roberts), Nigel Anthony (Major Despard), Sarah Paul (Rhoda Dawes), Marlene Sidaway (Mrs. Luxmore), Ewan Bailey (Stephens) Produktion: 2002

Foto-Info Meine Taschenbücher, links, von Fontana Books (1969), eine Vintage-Reihe die ich sammele, und eine 1996 Ausgabe vom HarperCollins Verlag

Weiterer Agatha-Christie-Klassiker Agatha Christie: ‘Und dann gabs keines mehr’ als Hörspiel online

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Avenita.net

We'd like to think Jim Marshall (1923 - 2012), the man who brought us Marshall amplifiers, is up there with Leo Fender and Les Paul, looking after the illustrious rockband in the sky

Marshall ist eine Marke die so gut wie jeder Musik-Freak kennt und wir waren etwas überrascht, wie wenig über Jim Marshall im deutschen MSM zu lesen war. Neben Les Paul, dem Vater des gleichnamigen Gitarrenklassikers von Gibson (siehe Foto) und Leo Fender, dem Entwickler der Stratocaster E-Gitarre, haben für uns eigentlich nur die amps, also Gitarrenverstärker von Marshall einen ähnlich ikonischen Status. Ikonisch bedeutet in diesem Fall, dass es mehr ist als einfach nur gutes Gitarren-Equipment, denn gute Verstärker und Lautsprecherboxen gibt es von vielen Marken. Ja, Marshall hat einen starken, fetzigen Klang, aber wenn man damit spielt, ist man sich zusätzlich bewusst dass auf so einem oder sehr ähnlichen Amp, Eric Clapton, Gary Moore und viele andere gespielt haben. Ebenso wie man den Namen Marshall auf Woodstock, Isle of Wight und anderen Filmen von berühmten Rockfestivals sehen kann. Ist das nur cleveres Marketing oder Product Placement? Unserer Erfahrung nach, beruht der Status von Marken meist auf handfesten Gründen und ist kein Zufall. Im Fall des Elektrotechnikers Jim Marshall ist bekannt – und wird in vielen Anekdoten berichtet – dass er Musikern gegenüber immer sehr persönlich engagiert war, sich für ihre Wünsche und Vorschläge interessierte und immer weiter schraubte, austauschte und verbesserte – bis der Kunde zufrieden, bzw. im siebten Himmel war. Ach, wenn nur die gesamte Wirtschaft so funktionieren würde! Einer von Jim Marshalls Equipment-Klassikern ist der sog. Bluesbreaker Verstärker, benannt nach dem Album mit EricClapton. Im Foto links oben ist ein Reissue-Model, aber Modelle aus den 60er Jahren sind Sammlerstückedie heute Preise bis um die 10.000 Euro erreichen können. Qualität – und der damit verbundene Markenstatus – ist halt immer eine gute Investition. Der Bluesbreaker Verstärker entstand als Eric Clapton in Jim Marshalls Laden kam 
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Good to hear Rob Roy as a BBC radio dramatisation (link below). Especially as the film didn't match our expectations

Sir Walter Scott ist bekannt durch Romane wie Ivanhoe. Wir haben die Ritterromanze als Kinder gelesen, und sie wurde mit Elizabeth Taylor zu einem erfolgreichen Hollywood-Film. Walter Scott war einer der Lieblingsschriftsteller der Brontë-Schwestern, wobei Scotts recht ausholender Erzählstil mittlerweile wohl etwas aus der Mode geraten ist. Heutzutage ist Scotts bekanntestes Werk in Deutschland möglicherweise etwas von dem die meisten Leute gar nicht ahnen dass es was mit Scott zu tun hat: Die Hymne Ave Maria, diese beruht nämlich auf Walter Scotts Lied Hymn to the Virgin das von Franz Schubert vertont wurde. Aus Scotts Text Ave Maria! maiden mild! Listen to a maiden’s prayer! wurde dann in deutscher Übersetztung Ave Maria! Jungfrau mild, Erhöre einer Jungfrau Flehen, ein Lied dass hundertfach aufgenommen wurde, u. a. von der Folksängerin Joan Baez, hier ihre deutschsprachige Darbietung von Ave Maria. Ein weiterer Roman von Scott der zum Hollywoodfilm wurde, ist Rob Roy (1995). Die schottischen Landschaften und die keltische Musik im Film (Trailer) waren gut, aber ansonsten müssen wir gestehen dass wir die Verfilmung nicht so besonders fanden. Es war eine Sammlung von Klischees die wenig mit der Romanvorlage
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It's Freija's world, we just live in it: The excellent BBC radio dramatisation ‘Gudrun’s Saga‘, based on the figure of Guðrún Ósvífrsdóttir in the Icelandic Sagas is online. Link below

Die isländischen Sagen gehören zu den ältesten literarischen Dokumenten Europas. Das Hörspiel beruht auf der Laxdæla saga. Eine aufwendige Produktion mit vielen Sprechern. Link am Ende des Blogposts. Mittelpunkt der Laxdæla saga ist die ikonische Figur Gudrun. Ihre Geschichte hat mythologische Elemente, aber auch historische Hintergründe. Ich wählte das Foto, links, weil der 73 m hohe Helgafell-Berg in Island als Gudruns Grabstätte gilt. Ihre Geschichte spielt vor etwa 1000 Jahren. Teile von Skandinavien sind schon zum Christentum bekehrt. Die isländische Guðrún Ósvífrsdóttir ist Anhängerin des alten Glaubens, folgt der Göttin Freija. In der Tat, Freija tritt auch als die Erzählerin des Hörspiels auf. Zu Beginn der Story ist Gudrun 13 Jahre alt. Ihr Vater Osvif ist von Raubzügen
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The 1992 BBC radio dramatisation of Hamlet with Kenneth Branagh online. Link below. I also take a look at the enigmatic figure of Ophelia, here depicted 1852 by John Everett Millais

Die junge Ophelia die von Blumen umgeben im Fluss den Tod findet, ihn vielleicht sogar gesucht hat, ist eine von Shakespeares enigmatischsten Figuren. Trancehaft, wohl von Wahnsinn oder Verzweiflung, oder Ausweglosigkeit getrieben, hängt sie Blumenkränze an einen Baum, fällt als der Ast bricht und lässt sich vom Wasser davontragen. Kampflos, sogar singend. Diese Szene, die in Hamlet (1603) von Gertrude beschrieben wird, inspirierte Maler, Musiker und Filmemacher. Das Gemälde Ophelia (1852) von John Everett Millais ist weltbekannt, u. a. als Motiv von Postkarten. Wir erinnern uns, es im Kindesalter im elterlichen Badezimmer gesehen zu haben – ohne die Shakespeare-Connection zu kennen. Aber vielleicht ist das nicht nötig. Die Szene strahlt, ähnlich wie The Lady of Shalott (1888) von Waterhouse, eine fatalistische Romantik aus, die auf heutige Menschen wohl geheimnisvoll, fremd und attraktiv zugleich wirkt. Dass Shakespeare in Figuren wie Ophelia auf sublimale Weise, uralte Prototypen wie die Göttin Venus aufleben ließ, vermutete der Dichter Ted Hughes in seiner Analyse ‘Shakespeare and the Goddess of Complete Being’. Wer weiß. Jedenfalls klingen die Zeilen über Ophelias Tod auch in deutscher Übersetzung stark: 
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Wham, bam thank you Bram: On the 100. anniversary of Bram Stoker's death we look at the homage to 'Dracula' that is Stephen King's 'Salem's Lot (1975)

Heute vor 100 Jahren, am 20. April 1912, starb Bram Stoker. Mit seinem Hauptwerk Dracula (1897) schaffte Stoker es, alte Mythen in einen damals sehr modernen Kontext zu setzen. Auf so prägnante Weise dass der Stoff heute noch das Horrorgenre prägt. Stephen Kings Roman ‘Salem’s Lot (1975) ist eine Art Hommage an Stokers Dracula und wurde auf Deutsch als Brennen muss Salem veröffentlicht. Ein neues Vorwort von King für die 2005-Ausgabe, erschien auch auf Deutsch. Aber Kings umfangreiches Vorwort für die Neuausgabe vom Jahr 1999 (siehe unsere englische Taschenbuchausgabe im Foto) ist, soweit wir sehen können, nicht auf Deutsch erschienen. King erzählt darin dass er Stokers Dracula zum ersten Mal im Alter von neun oder zehn Jahren las, so um das Jahr
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Every picture tells a story: Über 500 Pubs in England heißen 'The Royal Oak'. Wir wollten wissen, warum?

Reklame kann auf interessante Weise künstlerische und sozialgeschichtliche Aspekte verbinden. Britische Pubs, die in etwa das Äquivalent von deutschen Kneipen oder Wirtschaften sind, haben eine Tradition von Schildern, oftmals sprichwörtlich Aushängeschildern die beidseitig und aufwendig bemalt sind. Die Schilder sind Prestigeobjekte, und professionelle Schildermaler arbeiten Tage oder auch mal eine Woche lang daran. Wirte legen Wert auf individuelle Gestaltung, deshalb sind bei bestimmten Pub-Namen die hundertfach vorkommen, die Schilder oft sehr verschieden. Ein kurzer Blick auf das Ergebnis der Google-Bildsuche für The Royal Oak zeigt dutzende Resultate, wobei auf Anhieb keins unserem Foto gleicht. Britische Pubs sind oft sehr gemütlich eingerichtet, fast wie Wohnzimmer, selbst hier bei uns an der Costa del Sol gibt es englische Pubs mit Kaminfeuern, Teppichen…manchmal sogar Sofas. Tatsächlich entwickelten sich britische Pubs aus den Wohnzimmern von Leuten die zuhause Bier brauten. Vor Hunderten von Jahren, als es noch keine Geschäfte gab die Bier in Flaschen verkauften, ging man in seiner Umgebung zu Leuten von den es sich herumgesprochen hatte dass sie
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Ridley Scott's movie Alien (1979) came out forty years ago. The original and, for me, the best of the series. Above, my 40th anniversary edition. There's also a full-cast audio dramatisation of the novel 'Alien - Sea of Sorrows ' online. Link below

Es gab fünf weitere Alien-Filme, inkl. Sequels und Prequels, aber für mich ist Ridley Scotts erster, ursprünglicher Spielfilm Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (1979) immer noch der beste. Er kam vor vierzig Jahren in die Kinos. Daher die Sonderausgabe, links im Bild. Ich nahm die Gelegenheit, den Film mal wieder anzusehen. Sieht immer noch sehr gut aus, die Handlung ist detailliert durchdacht und spannend aufgebaut. Falls jemand eine der Sequels besser finden sollte als den Originalfilm, wäre mir das ein Rätsel. Die Prequels Prometheus (2012) und Alien: Covenant (2017), bei denen Ridley Scott erneut Regie führte, finde ich schon wieder interessanter, weil die Story mit erzählerischer Substanz weiterentwickelt wird. Dies ist im Prinzip auch der Fall beim folgenden Hörspiel, das auf dem Roman Alien – Jenseits der Sterne (2014) von James A. Moore beruht. Klar, Alien ist
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Figures like Ali Baba, Aladdin and Sinbad from The Arabian Nights have become part of western pop culture through Hollywood movies, music, art and literature. There's a BBC radio dramatisation of Arabian Nights online. Link below

‘Sesam, öffne dich!’ Drei Worte reichen, um sich daran zu erinnern dass man die Geschichten aus Tausenundeiner Nacht schon seit seiner Kindheit kennt. Figuren wie Ali Baba, Aladin und Sindbad sind auf vielfache Weise Teil der westlichen Kultur und Popkultur geworden, in Hollywood-Filmen, in Musik, Kunst und Literatur. Dazu gleich ein paar Beispiele, auch ein interessantes BBC-Hörspiel. Die jahrhundertealten Geschichten von 1001 Nacht haben vielfältige Ursprünge, mit Wurzeln die vom Mittleren Osten, Persien und Indien, bis nach China reichen. Was die Geschichten verbindet, ist eine geniale Rahmengeschichte die wahrscheinlich zoroastrischer Herkunft ist und darauf beruht dass eine clevere junge Frau namens Scheherazade dem König Schahryâr jede Nacht ein neue Geschichte erzählt, um so zu vermeiden dass sie
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Rory Gallagher always sounded - and looked! - great to us. New story about him in the Irish Independent.

Schön, mal wieder von Rory Gallagher (1948 – 1995) in den Medien zu hören. Der sympathische Mann aus Irland war und ist einer unserer Lieblingsgitarristen. In Irland hat ein Mann in dem Dorf Riverstick 48 Jahre alte Fotos von Rory Gallagher und ein ebenso altes Tonband mit den allerersten Aufnahmen von dem irischen Kult-Gitarristen gefunden. Die Sachen stammen aus dem Jahr 1964, und schon allein die Fotos sind klasse. Wer hätte gedacht, Rory mal mit Schlips und Anzug zu sehen? Wunderbar: Der Typ sah einfach immer gut aus! Das Holzfellerhemd wurde später eins seiner Markenzeichen. Rorys berühmte Fender Stratocaster 1961 hatte damals noch eine ordentliche Schicht Lack drauf. Zur Herkunft der Fotos und Aufnahmen: Rory hatte im Jahr 1964 mit seiner damaligen Gruppe namens Fontana Showband in Londons Kingsway Studios fünf Demos aufgenommen, eins davon Slow Down, eine eigene Komposition die bisher unbekannt war. Das Tonband und die Fotos, die offensichtlich als Publicity-Material gedacht waren, landeten bei Phil Prendergast, dem damaligen Manager der Fontana Showband. In das Dorf Riverstick kamen die Aufnahmen als Prendergasts Ehefrau vor Jahren bei einem Umzug ein paar Sachen zum Aufbewahren an einen Bekannten gab. Dieser Mann, Tim O’Leary, fand vor kurzem darunter einen Aktenordner mit dem
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Susan Hill's horror novel The Woman in Black (1983) is online as a BBC radio dramatisation from 1993. Link below. Photo is of my paperback edition from Vintage Books. The cover shows Daniel Radcliffe from the movie adaptation in 2012

Die Überschrift bezieht sich darauf dass Susan Hills Roman Die Frau in Schwarz gerade vom den legendären englischen Hammer Studios als Kinofilm herausgebracht wurde. Übrigens sehr erfolgreich, mit dem Harry Potter Darsteller Daniel Radcliffe. Trailer am Ende des Artikels. Die BBC-Radioproduktion, Link ebenfalls unten, hält sich mehr an die Romanvorlage. Wir haben uns gerade den ersten von vier Teilen angehört: Gut gemacht. Eine Frau namens Alice Drablow ist im Alter von 87 Jahren gestorben und Arthur Kipps, der junge Repräsentant ihrer Anwaltskanzelei muss nach Nordengland zu ihrem Begräbnis fahren. Er wird außerdem beauftragt, sämtliche Papiere und Dokumente aus dem Haus der Frau einzusammeln und zur Kanzelei zu bringen. Sein Chef war selber als Kind dort und scheint eine Ausrede zu suchen um einen
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Scorsese's Jesus movie wasn't our cup of tea, but the soundtrack 'Passion' is one of the best things Peter Gabriel has done. We wish our readers & families a happy Easter

Martin Scorseses Jesus-Film war nicht unsere Kragenweite, aber die Filmmusik die Peter Gabriel später als eigenständiges Album namens Passion (1989) veröffentlichte, mit viel zusätzlicher Musik die nicht in den Film eingefügt werden konnte, ist eins seiner besten Werke: Mystisch und atmosphärisch. Zudem eine handfeste Bereicherung in dem Sinn dass hier ein erforschender, musikgeschichtlicher Ansatz vorhanden ist. So macht es zum Beispiel Sinn, bei einem Thema das, wie das Leben von Jesus, einen mittelöstlichen Hintergrund hat, neben modernen elektronischen Instrumenten wie Synthesizer auch traditionelle mittelöstliche Instrumente einzusetzten. Wir sind an Musik interessiert, und wenn es um Instrumente geht, sogar regelrechte Nerds die genau wissen wollen was, sagen wir mal, ein Kamancheh ist, wie es aussieht, funktioniert und klingt. Auf Peter Gabriels Album Passion (1989) hört man auch uralte Streichinstrumente wie die Tanbur, Blasinstrumente wie die Nay-Flöte, den Duduk und den Arghul. Ebenso Perkussionsinstrumente wie Daf und Mazhar. Ein faszinierender Aspekt von solchen Instrumenten ist dass sie tatsächlich eine Annäherung an antike Klangwelten erlauben. Musik die auf traditionellen Instrumenten gespielt wird, verändert sich nicht so schnell wie moderne Popmusik. Mitunter weil alte Instrumente nicht die sprichwörtlich tausenden von Klangvarianten moderner Synthesizer oder effektbeladenen E-Gitarren haben. Bei traditionellen Instrumente bieten sich oftmals schon aufgrund ihrer Konstruktion, bestimmte Tonfolgen und Spielarten an. Peter Gabriel hat die alte Klänge mit viel moderner Elektronik gemischt aber trotzdem hat diese Filmmusik eine andere Dynamik als seine eingängigen Rock- und Pop-Hits wie Sledgehammer oder Solsbury Hill. Das Soundtrackalbum Passion ist weitgehend instrumental, zwar mit Gesangsstimmen aber ohne herkömmliche Liedertexte. Das über 67 Min. lange Album hat über die Jahre viele Stunden auf unseren CD-Decks Zuhause und im Auto verbracht. Die Musik ist vielschichtig und auch nach oftmaligem Hören interessant: Auf dem Titellied Passion verschmilzt ambiente Elektronik mit mittelöstlichem Gesang. Rhythmische Elemente stehen auf A Different Drum im Vordergrund, zusammen mit einem starken, hymnischen Refrain in dem Gabriels Stimme gut hörbar ist. Und auf With This Love sind Chorgesänge die an J. S. Bach erinnern. Peter Gabriel diskutierte über das Projekt Passion, so lautete der Arbeitstitel des Scorsese-Films, schon im Jahr 1983. Der fertige Film erschien 1988. Peter Gabriel wollte im Vorfeld herausfinden, wie Scorsese den kortroversen Roman
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Val McDermids 'The Grave Tattoo' had mixed reviews. But it's the one with Hollywood potential. And a connection to William Wordsworth (1770-1850), whose birthday is on 7. April

Val McDermids Thriller The Grave Tattoo (2006), auf Deutsch als Das Moor des Vergessens veröffentlicht, hatte gemischte Kritiken, aber ich finde es gut dass die Bestseller-Autorin sich an ein für Krimis eher untypisches Thema wie den Dichter William Wordsworth (1770-1850) herangewagt hat. Der Mann in dessen Gedichten oft die Natur im Mittelpunkt steht, hat heute am 7. April Geburtstag und ich glaube, der McDermid-Krimi wäre Stoff für eine anspruchsvolle Kinoverfilmung. Denn neben dem weltberühmten Dichter, sind hier die mystisch-idyllischen Handlungsorte des Lake Districts und Verflechtungen mit historischen Ereignissen: wie die Meuterei auf der Bounty. Wobei eine derer Hauptfiguren, Fletcher Christian (1764-1793), tatsächlich ein Schulkamerad des
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The biography by Piers Paul Read is full of interesting information. Today on the birthday of Alec Guinness (1914–2000) we look at some passages about Star Wars

Zum heutigen Geburtstag von Alec Guinness (1914 – 2000), erzählen wir aus ein, zwei Passagen von Piers Paul Reads autorisierter Biografie Alec Guinness (2003) die, soweit wir sehen, nur auf Englisch erschienen ist. Gegen Ende des Jahres 1975, während Alec Guinness in Los Angeles war um Eine Leiche zum Dessert (1976) zu filmen, bekam er von George Lucas ein Drehbuch für einen Sci-Fi Film ins Hotelzimmer geschickt. Guinness, der Katholik, fand die Idee vom Kampf zwischen Gut und Böse attraktiv und traf sich mit George Lucas im Restaurant Sorrentino’s zum Mittagessen. In seinem Tagebuch beschreibt Guinness den jungen Regisseur als jemand mit wenig Sinn für Humor – aber er mochte Lucas. Im Januar 1976 bekam Guinness ein Angebot von 150.000 Dollar plus eine ca. 2 % Beteiligung am producer’s profit. Dreharbeiten für Star Wars begannen März ’76 in den EMI Studios, England. Nach einem Mittagessen mit Lucas und Produzent Gary Kurtz, startet Guinness mit Proben für das Lichtschwerter-Duel mit Darth Vader. In seiner lakonischen Art vermerkt er dass David Prowse ein Riese von einem Mann ist, aber er den Verdacht hat dass er kein Schauspieler ist, wenn auch Mitglied von Equity, der Schauspielergewerkschaft. Guinness findet Mark Hamill und Harrison Ford sympathisch aber sagt dass er sich bei ihnen fühlt wie 90, und behandelt wird als ob er 106 sei. Guinness war damals Anfang 60. Zwischen dem 20. März  und 5. April ist Guinness, begleitet von Ehefrau Merula, beim Dreh in Tunesien, an den Orten Djerba und Tozeur. Ihm gefallen die Kulissen und Kostüme aber findet es nicht leicht, sich in die Rolle von Obi-Wan Kenobi hinein zu versetzen. Er findet das Drehbuch vage und ist
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Anne with an E: Der Jugendbuchklassiker 'Anne of Green Gables' von L. M. Montgomery als exzellentes BBC-Hörspiel

Anne auf Green Gables, so der deutsche Titel, ist ein Megaklassiker von einem Jugendbuch und ich habe mit gerade den ersten Teil der BBC-Hörspielproduktion angehört. Gut gemacht, Link folgt am Ende des Artikels. Die Romanvorlage ist sehr schön zu lesen, aber die enthusiastische Persönlichkeit der Titelfigur Anne kommt im Hörspiel natürlich super rüber, vielleicht sogar besser als in der Verfilmung. Die Sprecherin Barbara Barnes kann die temperamentvolle Anne Shirley besser spielen als Kinderdarsteller auf die man in Filmen angewiesen ist. Von der Stimme her dachte ich dass die Darstellerin vielleicht 18 oder 19 wäre, aber sie ist Mitte vierzig und ist zudem als Schauspielerin in mehreren TV-Serien wie Poirot und Rebus aufgetreten. Der mittlerweile über 100 Jahre alte Roman hat sich nicht nur millionenfach verkauft sondern auch literarischen Einfluss gehabt. Ich kam auf die Kanadierin Lucy Maude Montgomery bei Recherchen für einen Feature-Artikel über Astrid Lindgren, die Montgomery als Kind las und als einflussreich bezeichnete. Das fantasievolle elfjährige Waisenmädchen – mit auffälligem Rotschopf – hat tatsächlich Züge die man als Inspiration für Pippi Langstrumpf sehen könnte. Wobei fast ein halbes Jahrhundert zwischen den beiden
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