Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Archive for 'Blog'

Unsere Fontana Taschenbuchausgabe von 'Sparkling Cyanide' (1945) auf Deutsch mit dem Titel 'Blausäure' veröffentlicht

BBC-Radio hat über die Jahre schon eine ganze Reihe von Christie Romanen als Hörspiele produziert. Wir haben viele, manche davon noch im Kassetten-Format. Die Hörspiele sind gut und gefallen uns besser als die bisherigen Kinofilme. Diese Hörspielproduktion nach dem Christie-Roman Sparkling Cyanide (1945) ist ganz neu, soweit wir sehen können. Bei Amazon.de (unter BBC Audiobooks) hat der 2-CD-Set das Produktionsdatum Dezember 2011 und kann jetzt schon vorbestellt werden, Preis ca. 20 Euro. Der Begriff Audiobook bedeutet oftmals eine Lesung, aber dies sind BBC-Hörspiele mit verschiedenen Sprechern und Geräuschkulissen, auf dem Cover gekennzeichntet als Full-Cast Dramatisation. Und hier können Sie es sogar vorher auschecken, kostenlos und komplett online. 7 Tage lang. Das Hörspiel Sparkling Cyanide wird in vier Teilen á 30 min. gesendet. Das Erzählformat des Romans, in dem über 64 Seiten zuerst die verschiedenen Blickwinkel von sechs Personen dargestellt werden, ist im Hörspiel, durch Dialoge und Flashbacks, etwas anders gegliedert – und klingt gut so. Wir lieben und sammeln übrigens die alten Taschenbuchausgaben von Fontana Books. Die Ausgabe im Bild ist vom Jahr 1964. Wir finden, das Coverdesign dieser Bücher, spezifisch die mit schlichten Buchstaben im weißen Balken, ist bis heute nicht überboten worden. Wie wär’s mit einer Neuausgabe dieser Bücher als Box-Set?

Info BBC Hörspiel Sparkling Cyanide / Hörspiel verpasst? Die Sachen werden früher oder später wiederholt und wir werden in unserem Blog darauf aufmerksam machen.

 

BBC radio documentary about Phil Collins' interest in The Alamo

Phil Collins ist weltbekannt als Sänger, Komponist und ebenso als Schlagzeuger der Band Genesis. Weniger bekannt ist dass der Brite seit vielen Jahren Artefakte und Dokumente von der Schlacht von Alamo sammelt. Die Tatsache dass Davey Crockett (siehe Bild), William Travis und Jim Bowie mit etwa 200 Mann das Alamo gegen eine 7000-köpfige mexikanische Armee verteidigten – und letztendlich verloren – hat die Schlacht von 1836 zu einem Mythos gemacht. Alamo wurde das Thema von Liedern und Verfilmungen. Phil Collins sah als Kind die Disney Verfilmung Davy Crockett, King of the Wild Frontier (1955) und später John Waynes The Alamo (1960). Das Thema faszinierte ihn, so wie es vermutlich damals viele Kinder faszinierte. Obwohl wir schátzen dass in Deutschland damals Stoffe wie Lederstrumpf bekannter waren. Als Collins dann im Jahr 1973 zum ersten Mal mit Genesis in Amerika auf Tour war, besuchte er die Alamo-Stätte in San Antonio, Texas. Sein Interesse an Alamo wuchs über die Jahre. Weil er anscheinend entäuscht war, dass die Alamo-Stätte damals nicht in sehr gutem Zustand war, eröffnete Collins dort einen
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Sonntag, 29. Januar 2012. Ein Blick von der Costa del Sol auf Schnee in der Sierra Nevada

Ein erstaunlicher Aspekt von Andalusien im Winter:  Wenn man unbedingt will, kann man morgens in der Sierra Nevada Skifahren und nachmittags wieder am Strand im T-Shirt rumlaufen. Da etwa 2 Stunden Fahrt dazwischen liegen, macht man meist eher das eine oder das andere. Aber wenn man hier lebt, sind Tagesausflüge günstig weil man Hotelkosten spart. Wir waren heute morgen in Fuengirola, siehe unser Foto. Die Stadt liegt an der Küstenstraße zwischen Malaga und Marbella. Hier ist vielleicht etwas mehr englischer und skandinavischer Tourismus als deutscher. Es gibt hier ein paar skandinavische Supermärkte, Buchläden und Restaurants. Englische und irische Pubs. Ebenfalls der schottische Metzger den wir apropos Burns’s Night erwähnten. Auf dem Foto sieht Fuengirola nicht idyllisch aus, aber es hat einen kilometerlangen schönen Sandstrand. Fuengirola ist uns auch dadurch sympathisch dass es nicht ganz so vom Tourismus abhängig ist wie einige Orte, sondern auch andere wirtschaftliche Strukturen hat. So scheint es uns jedenfalls, anhand der vielen verschiedenen Geschäfte. Das superedle Kaufhaus
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Unsere Taschenbuchausgabe von 'Inside Out' (2004). Autor Nick Mason, zweiter v. links, auf 'Meddle' (1971) Innencover

Wir fanden Inside Out: A Personal History of Pink Floyd (2004) ein interessantes und gut geschriebenes Buch. Wir nahmen Nick Masons heutigen Geburtstag zum Anlass, nochmal reinzuschauen und ein paar Zeilen über das Buch zu schreiben. Nick Mason kommt als recht offenherziger, entspannter Typ mit einem trockenen Humor rüber. Gut möglich, dass der Schlagzeuger der beste Kandidat ist um über die Band zu schreiben. Gitarrist David Gilmour und der verstorbene Keyboarder Richard Wright wirkten immer sehr introvertiert. Bassist und Textschreiber Roger Waters hingegen schien zwar nie schüchtern oder um Worte verlegen, aber wir sind nicht sicher ob er Lust hätte, so detailliert auf die Vergangenheit von Pink Floyd einzugehen. Als wir das Buch zum ersten Mal lasen, konzentrierten wir uns auf die Kapitel über die 70er Jahre, wie die Entstehung von Alben wie Meddle, Dark Side of the Moon und The Wall. Diesmal warfen wir einen genaueren Blick auf die Kapitel über die Wurzeln von Pink Floyd im London der 60er Jahren. Obwohl die Band talentiert war, spielte auch der Faktor, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein eine Rolle. Die Band hatte, gemäß Nick Mason, nicht spezifisch die Absicht, ‘psychedelisch’ oder ein Teil des sog. Undergrounds zu sein. Es war eher so dass Londons alternative Szene die Band für sich entdeckte. Pink Floyd wurden zu Events eingeladen, die sich als Schlüsselmomente der 60er Jahre erwiesen. Wie die Eröffnung des legendären Clubs UFO, Abkürzung für Underground Freak Out. Und das Konzert im Roundhouse bei dem die Untergrund-Zeitung International Times gelauncht wurde. Überraschend ist, wie damals eine nur kleine Anzahl von Leuten, so wie John Hopkins und eine Handvoll anderer, sehr einflussreich waren. Auch eher unscheinbare Orte wie Buchläden spielten eine Rolle. Nick Mason schreibt, dass sich Indica und Better Books zu bedeutenden Szenetreffs für den intellektuellen Underground entwickelten. Better Books wurrde von Leuten wie Andy Warhol besucht. Aus dem Indica Buchladen entstand die London Free School. Einige dieser
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Our plan for Burns Night: 1. Drink Scottish Whisky. 2. Grab the guitars. 3. Play 'Green Grow the Rashes' 4. Repeat procedure

Der Schotte Robert Burns (1759 – 1796) kam aus sehr einfachen ländlichen Verhältnissen, veröffentlichte in seinem relativ kurzen Leben Hunderte von Gedichten und Liedern und wird bis heute als schottischer Volksdichter verehrt und gefeiert. Speziell an Burns’ Geburtstag, dem 25 Januar. Heute ist also Burns Night. Wir wissen nicht, wie bekannt Burns in Deutschland ist. Gut möglich dass Dylan dort bekannter ist, deshalb freute uns diese Story über Bob Dylans Verehrung von Robert Burns. Der Schotte war seinerzeit selber eine Art Rockstar und führte ein teils recht abenteuerliches Leben das man, über einige Jahre hinweg, mit den Worten Wein, Weib und Gesang umschreiben könnte. An Burns Night werden im gemütlichen Kreis – Zuhause oder bei Treffen – Robert Burns’ Gedichte vorgetragen und seine Lieder gesungen. Zusammen mit schottischem Whisky und oft auch dem schottischen Nationalgericht haggis, wobei nicht festgelegt ist, ob man alle oder nur einige dieser Sachen mitmacht. Wenn jemand ein Problem mit dem recht deftigen Wunderwerk namens Haggis hat, wird Sie niemand schief angucken. Es ist alles zum Spaß und nicht pompös. Mehr Haggis-Info, auch für Vegetarier, am Ende des Artikels. Es gibt viele bekannte Lieder von Robert Burns. Das von Dylan erwähnte A Red, Red Rose ist schön, hier eine Version von Eva Cassidy. Soweit wir wissen hat Dylan noch keine Burns-Lieder veröffentlicht, obwohl das Dylan-Lied Highlands von Burns’ My Heart is in the Highlands inspiriert wurde oder zumindest Burns’ Titelzeile zitiert. Aber unser Burns-Lieblingslied ist Green Grow the Rashes. Hier eine Version von der schottischen Rockband Teenage Fanclub. Das Tempo ist gut, allerdings spielt die Band F-Dur, G-Moll…während wir die (durchs ganze Lied gehende) Akkordfolge, C, d-m, F, a-m, d-m, F , G empfehlen. Hier ist der Text – im schottischen Dialekt
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Not many films deal with the topic of language. 'My Fair Lady' (1964) does. And it's blooming excellent

Erstaunlicherweise sind in den letzten ein, zwei Jahren in England wieder Kurse für korrekte Aussprache in Mode gekommen. Dabei geht es meist darum dass Leute mit einen starken regionalen Akzent sich die sog. Received Pronunciation aneignen wollen. In etwa das Äquivalent von Hochdeutsch. Eine Entwicklung die in Deutschland, vermuten wir mal, mit Kopfschütteln oder Belustigung betrachtet würde, denn es ist in Deutschland kein Stigma, einen Akzent zu haben. Vielleicht sogar im Gegenteil: Wir schätzen, in Bayern wäre es schwer, mit knochentrockenem Hochdeutsch ein hohes politisches Amt zu erreichen. Auch auf überregionaler Ebene sind Akzente kein Hindernis. Viele Bundeskanzler hatten / haben regionale Akzente. Man denke an Helmut Kohl, dessen pfälzischer Akzent ihn für die meisten Leute, außer vielleicht ideologisch völlig verbohrten Journos, eher sympathischer als unsympathischer machte. Ähnlich wohl auch bei Willy Brandt, Gerhard Schröder und Angela Merkel. Hingegen fallen uns kaum englische Premierminister mit einem starken Akzent ein: Nur Gordon Brown, der einen bemerkbaren schottischen Akzent hatte – und weniger als drei Jahre lang eine schwierige Amtszeit. Dafür gab es sicher alle möglichen Gründe. Aber Akzente und Sprache generell haben in England einen etwas höheren Stellenwert als in Deutschland. Es gibt viel mehr englische Bücher, wissenschaftlicher sowie populär-wissenschaftlicher Art, zum Thema Sprache. Mehr in Zeitungen und im Netz. Und auch im Alltag sprechen Leute mehr darüber: Versuchen z. B. auf nett gemeinte small-talk Art, zu erraten aus welchem Stadteil von Manchester man kommt. Oder aus welchem Teil von London. So ähnlich fängt ja auch das Musical My Fair Lady (1964) an. Aber selbst auf Englisch gibt es relativ wenige Filme die spezifisch vom Thema Sprache handeln. Sprache ist kein sehr visuelles Thema, deshalb ist der Kniff so genial, mit dem der Ire George Bernard Shaw in seinem Theaterstück Pygmalion (1912) – das Vorlage für My Fair Lady war – es schaffte, Sprache zu personifizieren. Seine Figur Eliza Doolittle, im Film Audrey Hepburn, ist was sie spricht. Vielleicht ist es ein Zeichen der Zeit, dass ein Remake von My Fair Lady in Arbeit ist. Die Rolle des Phonetikers Prof. Higgins wird diesmal dargestellt von
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Musik Sigur Rós Live Album & Film: Inni (2011)

Goodbye woolly jumpers & windswept hilltops. Hello Ally Pally

Wir haben das Album schon ein paar Wochen, aber dies ist eine unserer Lieblingsbands und wir wollten Zeit nehmen, uns richtig reinzuhören und auch den etwas gewöhnungsbedürftigen Film genauer ansehen. Unser Fazit: Inni ist gutes Livealbum. Auf unserer Version mit 2 CDs plus DVD, siehe unser Foto, sind 15 Lieder unter denen, so weit wir sehen können, von allen Sigur Rós Alben etwas dabei ist. Und so ziemlich das Beste. Obwohl Inni auch mehrere ruhige Tracks enthält, wirkt es insgesamt metallischer und auch düsterer als man anhand der letzten zwei Alben Takk (2005) und ‘Með suð í eyrum…’ (2008) erwartet hätte. Auf Inni (2011) sind gigantische Gitarrenpassagen die so manche Metalband alt aussehen lassen. Jón Þór Birgisson wirkt, mit seinen Gitarren-Künsten, seiner Stimme und selbst erfundener Gesangssprache, manchmal wie eine one man army. Und es wundert kaum dass er als Jónsi mittlerweile eine Solokarriere hat. Wobei Sigur Rós es gut vermag, Spannung und Kontraste zu schaffen: Wenn auf einmal das Gitarren-Inferno abbricht, als Echo nachhallt und nur noch ein Xylophon oder altmodische Keyboardklänge á la Drehorgel übrigbleiben. Typisch Sigur Rós halt. In der Tat, Inni wirkt wie ein Schlussstrich unter die Musik der letzen 15 Jahre. Eine Ewigkeit im Musikgeschäft, wobei Sigur Rós – ähnlich wie Pink Floyd – trotz allem Erfolg tiefgründiger und interessanter waren als die meisten ihrer musikalischen Zeitgenossen. Was den Konzertfilm Inni anbelangt: Hier hätten die vier Isländer einfach eine Variante ihres Musikfilm-Klassikers Heima (2007) drehen können. Wieder mit Wollpullovern und Wind in den Haaren. Vielleicht diesmal auf den Klippen von Irlands Dun Aonghala. Aber die Band hat genau das Gegenteil gemacht und einen düsteren, anfangs fast klaustrophobisch wirkenden Film in Londons altem Alexandra Palace gedreht. Umgangssprachlich Ally Pally genannt. Klingt wie ein Sigur Rós Liedtitel.
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Ethan Frome (1910) von Edith Wharton: Verfilmt mit Liam Neeson. Jetzt als brandneues BBC-Hörspiel

Starker Stoff, den wir durch den Film Ethan Frome (1993) kennenlernten. Eine exzellente Literaturverfilmung von John Madden, Regisseur u. a. von Shakespeare in Love (1998). Die Geschichte spielt im ländlichen, verschneiten Massachusetts, vor etwa 100 Jahren. In der harschen, einsamen Schönheit des Landes entwickelt sich eine Liebesgeschichte die zum Scheitern verurteilt ist. Weniger romantisch als tragisch. Aber die Geschichte hat eine erstaunliche Wendung. Der moralische Zeigefinger den man versucht ist zu erheben, weicht am Ende eher der Nachdenklichkeit. Darüber, wie schwer es für Menschen ist, immer die richtigen Entscheidungen zu treffen. Erstaunlicherweise scheint der Film, ebenso wie Edith Whartons Novelle Ethan Frome (1910) in Deutschland kaum bekannt zu sein. Kein Wiki-Eintrag, null Rezensionen bei Amazon.de. Verglichen mit 256 Rezensionen bei US-Amazon. Andere ihrer Werke, wie der von Scorsese verfilmte Roman Zeit der Unschuld, sind in Deutschland etwas bekannter. Die Ethan Frome Verfilmung, mit Liam Neeson in der Titelrolle, kann auf YouTube ausgecheckt werden. Lohnt. Schade dass die DVD nicht
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Old English for 'At the Broad River' was ''æt thǣre rūman ē''. From which stems the name Romney. Heard that lately?

Wir haben ein gutes Buch über britische Ortsnamen aufgegabelt und interessante Sachen darin gefunden. Ähnliche Bücher gibt es auch auf Deutsch und sind empfehlenswert wenn man sich für Sprache interessiert. Denn hier bekommt die Wissenschaft der Linguistik eine Verbindung zu konkreten Dingen die Menschen etwas bedeuten: Geburtsorte, Dörfer die man kennt und liebt, Städte in denen man lebt und arbeitet. Flussnamen sind besonders interessant, nicht nur weil viele Orte nach ihnen benannt sind – und dadurch auch viele Familiennamen, siehe das Beispiel in unserem Bildtext. Darüber hinaus gehören Flussnamen zu den ältesten Worten der menschlichen Sprache. Flüsse hatten vor 5, 6, oder 7000 Jahren einen lebenswichtigen Stellenwert der uns heute vielleicht etwas weniger bewusst ist. Obwohl der Fluss als Schauplatz oder Metapher in Literatur, Kunst, Film und Musik immer noch eine starke Präsenz hat. Es gibt viele Lieder über Flüsse, eins der schönsten ist vielleicht Sweet Thames Flow Softly, ein Volkslied hier gesungen von Christy Moore. Der Name Thames beruht auf der keltischen Wurzel teme für Fluss, speziell dunkler Fluss. Es ist verwandt mit tamisra, dem Sanskrit Wort für dunkel. Es gibt auch schöne neuere Lieder über Flüsse, wie So far from the Clyde von Mark Knopfler. Wenn Flöte, Akkordeon und Geige einsetzen, meint man, ein altes Volkslied zu hören. Vielleicht wird es eins. Nice one, Mark. Der Name Clyde kommt vom keltischen Wort clouta, was ‘die Reinigende‘ bedeutet. Ähnlich wie es bei Eskimos angeblich 50 Worte für Schnee gibt, haben Flüsse eine Vielzahl verschiedener Namen die auf die eine oder andere Art Fluss oder Wasser bedeuten: Der rauschende, der schöne, der schnelle, der starke, der sich windende, der überflutende, der tiefe, der wilde Fluss. Und Dutzende andere Flussnamen dieser Art. Das alte Volkslied
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Unsere Hardcover Edition der Peter Jackson Biografie und ein HDR Taschenbuch mit Design von Pauline Baynes

Es sieht aus als ob 2012 das Jahr des Neuseeländers Peter Jackson wird, und wir wollten etwas Hintergrundwissen. Die von Brian Sibley geschriebene Biografie ‘A Film-Maker’s Journey‘ (2006) hat bei UK und US Amazon gute Bewertungen, deshalb haben wir das Buch (das es auch als Kindle-Edition gibt) ausgecheckt. Und in der Tat, es ist neben vielen anderen Infos, voll mit interessanten Details über die Entstehung von Jacksons Mammutprojekt, der Verfilmung der Tolkien-Trilogie Der Herr der Ringe. Wir erinnern uns, vor Jahren in einem Videoladen das Cover des Splatter-Films Braindead (1992) des damals unbekannten Regisseurs bewundert zu haben. Bewundert insofern dass wir anhand des Cover-Stars, einem blutüberströmten Glatzkopf mit Fleischermesser in der Hand, dachten dies wäre ein neuer Rekord in der Abteilung How low can you go? Damals hätten wir nicht darauf getippt, dass Jackson ca. 10 Jahre später eine der besten Kinoproduktionen aller Zeiten herausbringen würde. Vieles an der ca. 7-jährigen Entstehungsgeschichte der HDR-Filme erscheint wie eine Kette von, man könnte fast sagen, schicksalshaften Fügungen. Selbst nach mehrjährigen Vorbereitungen, wie die Sicherung von Filmrechten, Drehbuch-Entwicklung und anfänglichen Investionen von ca. 15 Millionen Dollar, schien es unwahrscheinlich dass das Projekt gelingen würde. Die Liste von Dingen die schiefgingen aber unverhofft neue Türen öfneten, ist lang. Zum Beispiel war Jacksons nächstes Projekt damals eigentlich nicht die Tolkien-Verfilmung sondern eine voraussichtlich jahrelange Arbeit an einem King Kong Remake. Einer der Gründe warum das schon begonnene Kong-Projekt fallengelassen wurde, war Roland Emmerichs Neufassung von Godzilla (1998) welche, so fürchteten Jacksons Geldgeber,
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Dear John...I left because the only thing you ever really liked were old tractors from the 60's and 70's

Der Bildtext ist ein Gag der auf den Dear John Abschiedsbrief anspielt, umgangssprachlich manchmal John Deere genannt. Anzeichen dafür dass die Traktormarke einen ikonischen Status hat. Bei dieser und ein, zwei anderen unserer Lieblingsmarken, mögen wir tatsächlich Modelle aus den 60er und 70ern besonders. Zu der Zeit waren Traktoren noch nicht so groß wie Einfamilienhäuser, hatten aber schon die wichtigsten Eigenschaften, wie PTO Zapfwellen und Hydraulikanlagen, über die eine viele Maschinen wie Heuwender, Heuballenpressen und Frontlader an den Traktor gekoppelt werden können. Als wir neulich hier bei uns in Andalusien den schönen alten John Deere am Straßenrand sahen, siehe unser Foto, mussten wir natürlich sofort anhalten. Dies ist ein John Deere 2030 aus den früheren 70er Jahren – und immer noch an der Arbeit. Hier ein Musikvideo auf YouTube, wo man den John Deere in Aktion sieht. Passt. Wir überlegten, wo wir ähnliche John Deere Modelle schon mal in Hollywood Filmen gesehen hatten? Und erinnerten uns an Footloose (1984), ein typischer 80er Jahre Jugendfilm mit Tanzeinlagen, der aber eine starke Traktor-Szene enthält. Der junge Kevin Bacon, neu auf dem Lande angekommen, wird überedet, bei einem irrsinnigen und lebensgefährlichen Traktor-Wettkampf mitzumachen. Er fährt dabei einen John Deere 2940, ein etwas späteres Modell als das auf dem Foto. Kevin Bacon gewinnt bei der wahnwitzigen Mutprobe (hier der Clip) aus Versehen, weil sich sein Schnürsenkel im Pedal verfängt und er nicht abspringen kann. Die Szene wurde an einem Wasserkanal zwischen Payson to Salem in Utah gedreht. Der verlierende Traktor in dieser Szene ist nicht so klar zu erkennen, aber ich glaube es könnte ein Massey Ferguson sein, oder? Leser sind willkommen, uns Fotos von ihren persönlichen Traktor-Lieblingsmarken zu schicken, vielleicht mit etwas Info oder einer kleinen Story, ob aus Filmen oder dem eigenen Arbeitsleben.

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Weitere Infos Wiki-Artikel über John Deere / und den Spielfilm Footloose mit oben beschriebener Szene

Avenita Kulturmagazin

 

Spielfilm über den Dichter John Keats: Bright Star (2009)

Wir haben uns gerade Lamia (1819) von John Keats als BBC-Radioproduktion angehört. Das von griechischen Mythen inspirierte Gedicht in Erzählform wird mit verschiedenen Sprechern und eigens komponierter Musik zu einem spannenden Hörerlebnis. Link folgt gleich am Ende des Blogeintrags. Wir haben uns auch nochmal den Spielfilm Bright Star (2009) über den jung verstorbenen englischen Dichter John Keats angesehen. Der Film ist gut. Nicht nur bringt er einem die Epoche und Persönlichkeit des Dichters näher, sondern es ist auch ein schöner und unterhaltsamer Film. Auf dem Cover unserer spanischen DVD-Ausgabe (siehe Foto) ist, anders als bei der Amazon-Ausgabe, nicht der Dichter Keats sondern seine Freundin Fanny Brawne, die von Abbie Cornish dargestellt wird. Sie ist der Leuchtende Stern im Leben des Dichters, und im Titel des Films. Wir schätzen, Bright Star (2009) wird Fans von den Brontës und Austen, deren Lebzeiten sich mehr oder weniger mit John  Keats’ (1795 – 1821) überschneiden, gut gefallen. Anhand dieses Trailers kam er in Deutschland als Bright Star. Meine Liebe. Ewig (2009) in die Kinos. Auf DVD hat der Film jetzt den etwas klischeehaften Untertitel Die erste Liebe strahlt am hellsten. Und auch ein, für uns, klischeehaftes Cover. Aber wenn das dem Film der neuseeländischen Regisseurin Jane Campion mehr Aufmerksamkeit gibt, haben wir keine Einwände. Wir finden es super, wie man im englischen Sprachraum dafür sorgt dass Dichter ein Teil der Kultur und sogar Popkultur bleiben. Schön, wenn’s in anderen Ländern auch so wäre…aber das nur nebenbei. Im Film wird Dichtung, zusammen mit Musik und umwerfend gut aussehenden Schauspielern, als etwas spannendes und ultra-romantisches dargestellt. Ja, gelegentlich brauch man sogar eine Packung Tempo-Taschentücher, wie hier als Abbie Cornish das Titelgedicht Bright Star auf recht emotionale Weise zum Besten gibt. Hier der Text. Ach, muss Liebe schön sein. Auch die BBC Radioproduktion von Lamia ist hörenswert. Man kann hilfreicherweise dazu auch das umfangreiche Gedicht Lamia von John Keats, das im Hörspiel fast komplett dargeboten wird, online mitlesen

Sendung verpasst? Die Sachen werden früher oder später wiederholt und wir werden in unserem Blog darauf aufmerksam machen

Lesen Sie unseren Feature-Artikel Die schöne und gnadenlose Fee im Walde über ein Gedicht von John Keats und eine musikalische und malerische Interpretation davon.

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Sandy Denny: Unsere Buchausgabe von Clinton Heylins exzellenter Biografie 'No More Sad Refrains' (2000)

Die Sängerin und Komponistin Sandy Denny kam am 6. Januar 1947 auf die Welt. Heute  wäre ihr 65. Geburtstag. Wenn sie nicht 1978 im Alter von 31 Jahren gestorben wäre. Sandy Stimme und ihre Lieder, solo und mit Fairport Convention (schöner Video-Clip) und mit Fotheringay, werden von so gut wie jedem in der Musikwelt verehrt, u. a. von Led Zeppelin, auf deren Lied Battle of Evermore Sandy (ab 0:48) sang. Während es immer traurig ist wenn Leute jung sterben, beruht Sandys Verehrung weniger auf Sentimentalität als auf den vielen Stunden ihrer schönen Musik, die mit jedem Jahrzehnt besser klingt. Bei außergewöhnlichen Talenten fragt man sich oft: Woher und warum? Die Sandy Denny Biografie No More Sad Refrains (2000) von Clinton Heylin wirft einiges Licht auf solche Fragen. Sandys voller Name, Alexandra Elene MacLean Denny, beruht darauf dass ihre Großmutter väterlicherseits darauf bestand, dass ihr keltischer Familienname MacLean von Generations zu Generation weitergeführt würde. Großmutter Mary war stolz darauf, vom Clan der MacLeans of Douart, von der Isle of Mull zu stammen. Die 1879 geborene Dame war eine Balladensängerin die Gälisch sprach und alte Lieder wie Fhir A Bhata und Grey Selchie of Sule Skerry sang. Spezifisches Liedgut der Orkney- und Shetland Inseln. Orte die nachweislich eine der ältesten Kulturen der Britischen Inseln beheimateten. Aber dies ist keineswegs die einzige interessante Spur die Heylin verfolgt. Unbestreitbar spielte die Folk-Szene Mitte der 60er Jahre in London, wo Sandy damals als Krankenschwester arbeitete, eine starke Rolle. Clinton Heylin präsentiert, anhand von Interviews mit Musikern dieser Szene, wie Bert Jansch, John Renbourn u. v. a, ein faszinierendes Bild von diesen Zeiten: Orte wie die Kommune in Hampsteads Somali Road, legendäre Folkclubs wie Les Cousins in Soho, das Hausboot The Barge auf der Themse, Bunjies, der Troubador Club in Earls Court, The Scots Hoose in Cambridge Circus…und auch für uns bis dato weniger bekannte Clubs wie The Horse Shoe in Tottenhams Court. Das Buch von Clinton Heylin (geb. 1960), der auch Bücher über Bob Dylan und Van Morrison veröffentlicht hat, ist eine Goldmine für Folk-Fans. 
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Unsere Fotos von Craig Rhos-y-felin in Wales

Sprichwörtlich monumentale Neuigkeiten. Dass die Steine von Stonehenge aus Südwestwales stammen, ist schon länger bekannt. Den genauen Herkunftsort kannte man bisher nicht. Aufgrund von neuen geologischen Techniken, die Gestein so genau analysieren dass selbst Felsmaterial innerhalb einer Entfernung von nur 70 Metern, genau voneinander unterschieden werden kann, steht der Ursprungsort des berühmtesten aller Megalithmonumente jetzt fest. Diese Neuigkeit wurde in der britischen Medien, siehe hier BBC, schon vor über einer Woche bekannt. Wir schrieben nicht sofort darüber, weil wir zuerst unsere eigenen Fotos machen wollten. Wir hatten keine Lust, die selben ein, zwei Fotos zu benutzen die in der Presse und im Netz kursieren. Denn diese Gegend in Wales kennen wir gut. Sie ist ungefähr so abgelegen wie Mittelerde, mit winzigen Straßen und wenigen Schildern. In dem Foto das wir an dem Ort mit dem walisischen Namen Craig Rhos-y-felin machten, sieht man im Zentrum einen Hügel aus dem spitze Felsen herausstecken.

I guess that's why they call it...the bluestones of Stonehenge

Von hier kam Stonehenge. Jedenfalls die meisten und die ältesten Steine des Monuments, aus einem Gestein names bluestone, also Blaustein. Wir haben noch mehr Fotos die wir demnächst veröffentlichen werden. Wir wollen sie aber zuerst genauer ansehen und einordnen. Dieser Fund wird weitreichende Folgen haben. Denn eins der größten Rätsel um Stonehenge ist bis heute, warum, bei dem ohnehin gigantischen Aufwand in der Konstruktion des Monuments, obendrein der 380 Kilometer Transport der Steine unternommen wurde. Da brauchbares Baumaterial auch im Süden von England zu finden ist, deutet der walisische Standort auf eine Signifikanz – vielleicht sogar den Schlüssel zum Verständnis des Monuments. Bei der Erforschung von Stonehenge hat sich herausgestellt dass nicht nur das Monument selber sondern auch sein geografisches Umfeld unser Wissen bereichert haben. Und ähnliches wird auch in Wales passieren. Wer weiß, was alles in und um den völlig überwachsenen alten Steinbruch zum Vorschein kommen wird? Wenn man den Stein in seiner frischen, unverwitterten Form in der Hand hält, siehe unser Foto vor Ort, hat er tatsächlich eine Art tiefen Blauton. man bekommt eine faszinierende neue Vorstellung davon wie Stonehenge einmal ausah.

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Weitere Infos  Wiki-Artikel über die Blausteine aus Wales die für Stonehenge verwendet wurden Mehr über Stonehenge  Unser Blogpost Forensik: Stonehenge-Fürst Gesichtsrekonstruktion, mit Foto.

Avenita Kulturmagazin

 

Unsere Romanausgaben von The Hobbit: Illustriert von John Howe (links) und Alan Lee (rechts)

Peter Jackson Verfilmung Der Hobbit wird das Mega-Medienevent von 2012. Der Trailer sieht gut aus. Jacksons Production Diaries auf YouTube sind fast noch interessanter. Angesichts der einjährigen Wartezeit bis zum Kinostart, hier ein, zwei weitere Tipps. Die berühmte BBC-Produktion The Lord of the Rings (1981) ist ein Hörspielklassiker der Einfluss auf Peter Jacksons Verfilmung hatte. Ganz in dieser Liga ist das frühere BBC-Hörspiel The Hobbit (1968) nicht. Aber für Tolkien-Fans dennoch empfehlenswert. Auf dem unteren Foto ist unsere gute alte Cassetten-Version. Das Hörspiel ist 3 St. 30 Min. lang und es gibt davon auch Audioclips bei YouTube. Bei Amazon als 4-CD-Set schon ab 10 Euro erhältlich. Wir haben solche Sachen immer gerne bei langen Autofahrten gehört und mögen umfangreiche Klappentexte, Liner Notes etc. In unserem Hobbit-Set ist erfreulich viel Info über die Enstehung des Hörspiels. Produzent John Powell traf Tolkien in den 50er Jahren als Student in Oxford, wo der Schriftsteller Professor für Anglistik war. Powell sagt, dass sich viel von Tolkiens eigenen Angewohnheiten in der Hobbit-Figur spiegelten, z. B. die Pfeife die selten Tolkiens Hand oder Mundwinkel verliess. Außerdem liebte Tolkien Natur, Gärten und Bäume und trug eine ärmellose Weste wie der Hobbit. Er war ein gemütlich veranlagter Mensch der morgens gern lange schlief und ungern verreiste. Tolkien war nicht sehr enthusiastisch über Dramafassungen seiner Werke,weil er meinte, die Figuren und Geschichten würden dadurch trivialisiert. Er war auch sehr penibel: Als beim BBC-Radio mal eins seiner Gedichte vorgelesen wurde, war Tolkien so wenig von der Darbietung begeistert, dass er extra eine eigene Lesung des Gedicht aufnahm um zu zeigen wie es sein sollte. Ein Perfektionist. Für das Hörspiel von The Hobbit, suchte Powell nach neuen Wegen um sich an Tolkiens Zauberwelt heranzutasten. Der Wendepunkt kam eines Abends während
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Keep on truckin' in 2012: AEC Routemaster in Andalusien

Wir hatten vor ein paar Tagen das Glück, einen Routemaster zu finden, siehe unser Foto. Ein Designklassiker mit großer Fan-Gemeinde den man normalerweise nur noch in Museen sieht. Der Doppeldecker der jahrzehntelang eins der berühmtesten Wahrzeichen von London war, fiel dem Rationalisierungswahn der 80er und 90er Jahre zum Opfer. Der Fehler des Routemasters, aus Sicht der Rationalisierer, war dass der Bus zwei Personen an Bord Arbeit gab: Einem Fahrer und einem Schaffner. Der Routemaster hat nämlich keine vordere Tür sondern eine offene Plattform – nützlich beim Mangel von Haltestellen im Stadtverkehr – zum  Ein- und Aussteigen am Ende des Busses. Dort passte der Schaffner auf und regelte die Fahrscheine. Das funktionierte bestens, bis jemand die Idee hatte dass Busfahrer zwei Jobs zugleich machen sollten. Ein Irrsinn. Als ob Fahrer nicht schon genug  Stress und Verantwortung am Hals hätten. Wir haben schon alle möglichen Szenen erlebt: Betrunkene, Leute die mit Fahrern über Bustarife streiten. Nur der Tatsache dass der knapp 10 Meter lange Routemaster mit seiner Aluminiumkarosserie ein sehr langes Leben hatte, ist zu verdanken dass die letzten dieser Modelle hier und da noch bis ins Jahr 2005 fuhren. Fantastisch, wenn man bedenkt dass der Routemaster nur von 1958 bis 1968 in Produktion war. Die heutigen monströs langen Gelenkbusse sind in London so unbeliebt dass mittlerweile an einer Rückkehr der legendáren Doppeldecker gearbeitet wird. Die ursprüngliche Design-Idee für den Routemaster war, einen Bus mit deutlich weniger Gewicht und dadurch geringerem Spritverbrauch und besserem Fahrverhalten zu bauen. Dabei wurden Konstruktionstechniken aus der Luftfahrt eingesetzt. Resulat: der Routemaster wog fast eine Tonne weniger als frühere Busse und hatte, mit 64 Passagieren, sogar mehr Raum. Die Firma AEC, die Associated Equipment Company existiert nicht mehr, aber der Routemaster ist eins jener britischen Designkonzepte die es schafften, ähnlich wie der Landrover und der Mini, Nützlichkeit und gutes Aussehen unter einen Hut zu kriegen.

Tune in, hop on...stay on: Der AEC Routemaster von innen

Was Popkultur anbelangt, ist ein Routemaste in grüner Ausführung im Beatles-Video Penny Lane, in dem John Lennon cooler aussieht als die Polizei erlaubt. Der Sänger von Blursteht in For Tomorrow auf der offenen Plattform eines Routemasters. Der Bus ist auch in Spielfilmen, wie in dieser dubiosen Klamotte von den Hammer-Studios: On The Buses (1971). Ja…sicher, für Wartungsarbeiten am Routemaster waren Blondinen in Miniröcken obligatorisch. Als wir obiges Prachtstück von einem Routemaster in der Landschaft stehen sahen, war eine Blondine zwar ausnahmsweise nicht in Sicht aber dennoch leuchteten unsere Augen auf wie ein Weihnachtsbaum.konnte nämlich, dank der offenen Plattform des Busses, sogar reingehen und die Fahrerkabine und das Oberdeck auschecken. Kein Zaun, kein Schild, kein Mensch und kein Rottweiler war da um uns davon abzuhalten. Vielleicht gehört der Routemaster ja zur Love & Peace Generation. Wir kamen sogar nochmal zurück und gaben der Sache etwas zusätzliche  Romantik, so á la Grateful Dead Live iin Europe, auf deren Cover der Bus auch zu sehen ist. Bei allen angeblichen und von Journalisten herbei geredeten und geliebten Apokalypsen, ist es eine exzellente Chance, Lesern diesen Neujahrsgruß zu senden: Keep on truckin’!

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London Besuchstipps  Das London Transport Museum und das London Bus Museum in Cobham

Mehr von uns über Designklassiker Der VW-Bus: In Rockvideos, Filmen, Romanen & auf LPs

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