Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Archive for 'Blog'

It was All Souls Day, the Day of the Dead: Fontana paperback edition from 1964 of the Agatha Christie novel Sparkling Cyanide (1945). There's a BBC radio play. Link below

Der Originaltitel Sparkling Cyanide (1945) ist eine Anspielung auf den Begriff ‘prickelnder Champagner’. Das entspricht Agatha Christies oftmals düsteren Humor, und klingt gewitzter als der schroffe deutsche Titel. Es gibt eine BBC-Hörspielfassung vom Jahr 2012. Link folgt am Ende des Blogposts. Gute Produktion. Diese Hörspiele gefallen mir meist besser als die Verfilmungen. Was die Romanvorlage anbelangt, habe ich schöne alte Taschenbuchausgaben. Links, eine Fontana Ausgabe vom Jahr 1964. Unten, eine Ausgabe vom Pan Verlag, Jahrgang 1955. Ich bin Sammler von diesen alten Taschenbüchern, typischerweise mit einem Cover-Design das Elemente der Story einbezieht. Ich glaube, dass Neuausgaben mit dem klassischen Design der 50er und 60er Jahre bei Christie-Fans gut ankommen würden. Wie wär’s
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Dark thriller 'Shadow of a Doubt' (1943) was Hitchcock's own favourite among his movies. Still looks good. Interesting details to be found, like the mention of Ivanhoe and use of the waltz of 'The Merry Widow'. A German radio dramatisation is online

Deutsches Hörspiel nach einem von Hitchcocks besten Filmen. Er selber nannte ‘Im Schatten des Zweifels’ (1943) seinen Lieblingsfilm. Die düstere, raffinierte Story funktioniert auch als Hörspiel. Link folgt am Ende des Blogposts. Auf dem Kinoplakat sind die zwei Hauptfiguren: Die 18-jährige Charlotte ‘Charlie’ Newton (gespielt von Teresa Wright) und ihr Onkel Charles Oakley (gespielt von Joseph Cotton), der seine Nichte und ihre Familie in Kalifornien besucht. Dabei stoßen zwei sehr verschiedene Welten aufeinander. Santa Rosa ist eine idyllische, gemütliche Kleinstadt wo der Polizist und die Bibliothekarin die Bürger beim Vornamen kennen. Im Kontrast dazu ist Charles ‘Charlie’ Oakley ein zynischer, manipulativer Einzelgänger der von Detektiven verdächtigt wird, aus Habgier mehrere Witwen ermordet zu haben. Ist der charmant
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April 2019 UK edition of ELLE with Taylor Swift on the cover, also an article written by her. She writes about some of her favourite songs and the memories connected to them. Also authors and a TV series she likes. Yellow dress: Gucci

Modezeitschriften sind meine Guilty Pleasure, und als ich Taylor Swift auf der englischen April-Ausgabe 2019 am Zeitungsstand sah, hatte ich mal wieder eine gute Ausrede. Sehr schönes Cover-Foto. Kann zum Vergrößern angeklickt werden. Ein Vorteil von solchen ziemlich soliden Hochglanzmagazinen ist dass man sie hochkant neben Büchern und LPs in den Wandschrank stellen kann. Mit Taylor Swift auf dem Cover, wird diese Ausgabe definitiv ein Sammlerobjekt. Die Ausgabe enthält auch einen Artikel den Taylor Swift persönlich geschrieben hat. Sie wurde am 13. Dezember 1989 geboren, wird also Ende dieses Jahres Dreißig. Das erwähnt sie in der amerikanischen Ausgabe von Elle, in der ein völlig anderer Artikel von ihr ist. Überschrift: ’30 Things I Learned Before Turning 30′. In der deutschen April-Ausgabe von
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Unsere Taschenbuchausgabe von 'Inside Out' (2004). Autor Nick Mason, zweiter v. links, auf 'Meddle' (1971) Innencover

Ich fand Inside Out: A Personal History of Pink Floyd (2004) ein interessantes und gut geschriebenes Buch. Ich nahm Nick Masons heutigen Geburtstag zum Anlass, nochmal reinzuschauen und ein paar Zeilen über das Buch zu schreiben. Nick Mason kommt als recht offenherziger, entspannter Typ mit einem trockenen Humor rüber. Gut möglich, dass der Schlagzeuger der beste Kandidat ist um über die Band zu schreiben. Gitarrist David Gilmour und der verstorbene Keyboarder Richard Wright wirkten immer sehr introvertiert. Bassist und Textschreiber Roger Waters hingegen schien zwar nie schüchtern oder um Worte verlegen, aber ich bin nicht sicher, ob er Lust hätte, so detailliert auf die Vergangenheit von Pink Floyd
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Maybe not quite as famous as Great Expectations but Bleak House (1853) is a good story, sort of about how difficult times bring out the worst as well as the best in people, i.e. classic Dickens. The 2005 BBC adaptation, above, is excellent

Ein Romanklassiker des 19. Jahrhunderts, die Geschichte um das Waisenmädchen Esther Summerson, ist als aufwendiges Hörspiel online. Mit vielen guten Sprechern, darunter Michael Kitchen als John Jarndyce, und Claire Price als Esther. Link folgt am Ende des Posts. Man könnte den Titel als ‘Trostloses Haus’ übersetzen, aber Bleak House ist der Name eines Hauses in der Romanhandlung. Im Foto ist meine DVD von der starken Verfilmung Bleak House (2005). Film-Clip folgt. Als schönes kleines Extra habe ich zudem – aus dem Umfeld der Progrock-Band Genesis – einen über 40 Jahre alten Song der von dem Roman Bleak House (1853) inspiriert wurde. Auf der DVD ist Akte-X-Schauspielerin Gillan Anderson als Lady Dedlock zu sehen. Sie lebt mit ihrem Ehemann Sir Leicester Dedlock auf einem Landgut. Und sie hat ein Geheimnis: Sie
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Not many films deal with the topic of language. 'My Fair Lady' (1964) does. And it's blooming excellent

Erstaunlicherweise sind in den letzten ein, zwei Jahren in England wieder Kurse für korrekte Aussprache in Mode gekommen. Dabei geht es meist darum dass Leute mit einen starken regionalen Akzent sich die sog. Received Pronunciation aneignen wollen. In etwa das Äquivalent von Hochdeutsch. Eine Entwicklung die in Deutschland, vermute ich mal, mit Kopfschütteln oder Belustigung betrachtet würde, denn es ist in Deutschland kein Stigma, einen Akzent zu haben. Vielleicht sogar im Gegenteil: Ich schätze, in Bayern wäre es schwer, mit knochentrockenem Hochdeutsch ein hohes politisches Amt zu erreichen. Auch auf überregionaler Ebene sind Akzente kein Hindernis. Viele Bundeskanzler hatten / haben regionale Akzente. Man denke an Helmut Kohl, dessen pfälzischer Akzent ihn für die meisten Leute, außer vielleicht ideologisch völlig verbohrten Journos, eher sympathischer als unsympathischer machte. Ähnlich wohl auch bei Willy Brandt, Gerhard Schröder und Angela Merkel. Hingegen fallen mir kaum englische Premierminister mit einem starken Akzent ein: Nur Gordon Brown, der einen bemerkbaren schottischen Akzent hatte – und weniger als drei Jahre lang eine schwierige Amtszeit. Dafür gab es sicher alle möglichen Gründe. Aber Akzente und Sprache generell haben in England einen etwas höheren Stellenwert als in Deutschland. Es gibt viel mehr englische Bücher, wissenschaftlicher sowie populär-wissenschaftlicher Art, zum Thema Sprache. Mehr in Zeitungen und im Netz. Und auch im Alltag sprechen Leute mehr darüber: Versuchen z. B. auf nett gemeinte small-talk Art, zu erraten aus welchem Stadteil von Manchester man kommt. Oder aus welchem Teil von London. So ähnlich fängt ja auch das Musical My Fair Lady (1964) an. Aber selbst auf Englisch gibt es relativ wenige Filme die spezifisch vom Thema Sprache handeln. Sprache ist kein sehr visuelles Thema, deshalb ist der Kniff so genial, mit dem der Ire George Bernard Shaw in seinem Theaterstück Pygmalion (1912) – das Vorlage für My Fair Lady war – es schaffte, Sprache zu personifizieren. Seine Figur Eliza Doolittle, im Film Audrey Hepburn, ist was sie spricht. Vielleicht ist es ein Zeichen der Zeit, dass ein Remake von My Fair Lady in Arbeit ist. Die Rolle des Phonetikers Prof. Higgins wird diesmal dargestellt von
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1989 BBC radio dramatisation of 'One Flew Over The Cuckoo's Nest (1962) online. Above. my cassette with a reading by author Ken Kesey (1935-2001). On the cover, Jack Nicholson as McMurphy, rebel against Nurse Ratched. Remember her?

Hörspiel von 1989 mit renommierten Sprechern. Link folgt am Ende des Posts. Story über eine psychiatrische Anstalt deren trostlose Routine von einem rebellischen Neuankömmling aufgewirbelt wird. Ich habe die Romanvorlage One Flew Over The Cuckoos Nest (1962) als Hörbuch-Cassette. Vorgelesen vom Autor Ken Kesey (1935-2001). Auf dem Cover ist Jack Nicholson als ‘Patient’ McMurphy in Miloš Formans Verfilmung. Enorm erfolgreich. Ich hatte Vorbehalte gegen den Film, weil ich seine Aussage – ‘Nicht die Patienten sind krank, das System ist krank!’ – simplistisch fand. Leute die in der Psychiatrie arbeiten, sind nicht wie die berüchtigte Oberschwester Ratched. Aber sie ist – und hier ist der Schlüssel zum Buch und zum Film – eine allegorische Figur. Für Hippie-Ikone Ken Kesey repräsentierte die Anstalt das was er als ein zunehmend totalitäres Amerika
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My Wordsworths Classics edition of 'Ethan Frome' (1910) by Edith Wharton. It was filmed with Liam Neeson in the title role. There's also a BBC radio dramatisation online. Link below

Starker Stoff, den ich durch den Film Ethan Frome (1993) kennenlernten. Eine Literaturverfilmung von John Madden, Regisseur u. a. von Shakespeare in Love (1998). Die Geschichte spielt im ländlichen, verschneiten Massachusetts, vor etwa 100 Jahren. In der harschen, einsamen Schönheit des Landes entwickelt sich eine Liebesgeschichte die zum Scheitern verurteilt ist. Weniger romantisch als tragisch. Aber die Geschichte hat eine erstaunliche Wendung. Der moralische Zeigefinger den man versucht ist zu erheben, weicht am Ende eher der Nachdenklichkeit. Darüber, wie schwer es für Menschen ist, immer die richtigen Entscheidungen zu treffen. Erstaunlicherweise scheint der Film,
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1996 German radio dramatisation online of the novel 'Through a Glass, Darkly' (1993) by Norwegian author Jostein Gaarder. In the last weeks of her life a 15-year old girl called Cecilie meets an angel called Ariel who guides her through this time

Glaubst du an Engel? Südwestfunk-Hörspiel von 1996 online, mit renommierten Sprechern wie Jens Wawrczeck und Gerd Wameling. Link folgt am Ende des Posts. Eine schöne, eindrucksvolle und – unvermeidlicherweise – auch ein kleines bisschen traurig stimmende Produktion nach Jostein Gaarders Romanvorlage von 1993. Wie sonst soll man eine Geschichte beschreiben die von den letzten Lebenswochen eines Mädchens handelt? Die Story hat eine ausgeprägte religiöse Komponente. Allerdings von so einer sanften, undogmatischen Art, dass ich bezweifle dass sie irgendeinen Atheisten auf die Barrikaden bringen wird. Der Engel Ariel, der der 15-jährigen Cecilie Gesellschaft leistet, predigt nicht sondern führt philosophisch angehauchte Gespäche mit dem von Krebsbehandlungen geschwächten aber ansonsten sehr scharfsinnigen Mädchen. Der
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A 1975 German radio dramatisation of 'Gigi' is online. The 1943 novel by Colette was a successful film musical - I used my vinyl LP for the photo. Not least because there is a connection to the Pink Floyd album Ummagumma (1969). Do you spot it?

Gute Produktion vom Jahr 1975 online, mit der österreichischen Schauspielerin Ulli Philipp in der Titelrolle, und Megastar Klaus Maria Brandauer, der damals Anfang dreißig war, als Gaston. Link fürs Hörspiel folgt am Ende des Blogposts. Die Romanvorlage Gigi (1943) von der französischen Autorin Colette erlangte zusätzliche Berühmtheit durch Vincente Minnellis Filmmusical Gigi (1958). Fürs Foto nahm ich meine LP vom Musical, weil es als Image gut bekannt ist – und weil es eine coole Verbindung zu Pink Floyd gibt: Auf dem Cover des Floyd-Albums ‘Ummagumma’ (1969) ist nämlich die Gigi-LP zu sehen. Hier auf einem größeren Foto besser sichtbar. Kurioserweise musste Floyd die Gigi-LP aus irgendwelchen rechtlichen Gründen zeitweise wegretuschieren, aber heutzutage lehnt sie wieder an der Wand neben David Gilmour. Die Story von ‘Gigi’ beginnt
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Dear John...I left because the only thing you ever really liked were old tractors from the 60's and 70's

Der Bildtext ist ein Gag der auf den Dear John Abschiedsbrief anspielt, umgangssprachlich manchmal John Deere genannt. Anzeichen dafür dass die Traktormarke einen ikonischen Status hat. Bei dieser und ein, zwei anderen unserer Lieblingsmarken, mögen wir tatsächlich Modelle aus den 60er und 70ern besonders. Zu der Zeit waren Traktoren noch nicht so groß wie Einfamilienhäuser, hatten aber schon die wichtigsten Eigenschaften, wie PTO Zapfwellen und Hydraulikanlagen, über die eine viele Maschinen wie Heuwender, Heuballenpressen und Frontlader an den Traktor gekoppelt werden können. Als wir neulich hier bei uns in Andalusien den schönen alten John Deere am Straßenrand sahen, siehe unser Foto, mussten wir natürlich sofort anhalten. Dies ist ein John Deere 2030 aus den früheren 70er Jahren – und immer noch an der Arbeit. Hier ein Musikvideo auf YouTube, wo man den John Deere in Aktion sieht. Passt. Wir überlegten, wo wir ähnliche John Deere Modelle schon mal in Hollywood Filmen gesehen hatten? Und erinnerten uns an Footloose (1984), ein typischer 80er Jahre Jugendfilm mit Tanzeinlagen, der aber eine starke Traktor-Szene enthält. Der junge Kevin Bacon, neu auf dem Lande angekommen, wird überedet, bei einem irrsinnigen und lebensgefährlichen Traktor-Wettkampf mitzumachen. Er fährt dabei einen John Deere 2940, ein etwas späteres Modell als das auf dem Foto. Kevin Bacon gewinnt bei der wahnwitzigen Mutprobe (hier der Clip) aus Versehen, weil sich sein Schnürsenkel im Pedal verfängt und er nicht abspringen kann. Die Szene wurde an einem Wasserkanal zwischen Payson to Salem in Utah gedreht. Der verlierende Traktor in dieser Szene ist nicht so klar zu erkennen, aber ich glaube es könnte ein Massey Ferguson sein, oder? Leser sind willkommen, uns Fotos von ihren persönlichen Traktor-Lieblingsmarken zu schicken, vielleicht mit etwas Info oder einer kleinen Story, ob aus Filmen oder dem eigenen Arbeitsleben.

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Weitere Infos Wiki-Artikel über John Deere / und den Spielfilm Footloose mit oben beschriebener Szene

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Spielfilm über den Dichter John Keats: Bright Star (2009) von der Regisseurin Jane Campion. Mit Ben Whishaw als Keats, und Abbie Cornish als Fanny. Sehenswert.

Ich habe mir gerade Lamia (1819) von John Keats als BBC-Radioproduktion angehört. Das von griechischen Mythen inspirierte Gedicht in Erzählform wird mit verschiedenen Sprechern und eigens komponierter Musik zu einem spannenden Hörerlebnis. Link folgt gleich am Ende des Blogeintrags. Ich habe mir auch nochmal den Spielfilm Bright Star (2009) über den jung verstorbenen englischen Dichter John Keats angesehen. Der Film ist gut. Nicht nur bringt er einem die Epoche und Persönlichkeit des Dichters näher, sondern es ist auch ein schöner und unterhaltsamer Film. Auf dem Cover meiner er spanischen DVD-Ausgabe (siehe Foto) ist, anders als bei der Amazon-Ausgabe, nicht der Dichter Keats sondern seine
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'I Often Think of Piroschka' (1955) is a romantic comedy about a student who in the 1920s visits a Hungarian village, meets a lovely girl...and later in life deeply regrets not to have married her. That amazing vehicle pictured above? It's called a draisine

‘Wenn ich auf Reisen so vor mich hin träume, dann ist mir oft, als hörte ich im Rollen der Räder den Namen Piroschka. Und dann denke ich an sie.’ Die Verfilmung ’Ich denke oft an Piroschka’ (1955), mit Liselotte Pulver ist eins der schönsten Werke der deutschen Filmgeschichte. Der Film kann momentan auf Youtube gesehen werden. Link folgt. Ebenfalls für das Hörspiel – eine Bearbeitung von Autor Hugo Hartung, die einige Jahre vor der Romanveröffentlichung und dem Film erschien. Mit sympathischen Sprechern wie Joana Maria Gorvin (1922-1993) in der Titelrolle. Es geht um einem Mann der an seine Jugend zurückdenkt, als er 1925 einige Sommerwochen in einem Dorf in Ungarn verbrachte und dort ein Mädchen namens Piroschka kennenlernte. Das bewegende an der Geschichte ist das Gefühl, dass der junge Mann damals die offenherzige
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Unsere Fotos von Craig Rhos-y-felin in Wales

Sprichwörtlich monumentale Neuigkeiten. Dass die Steine von Stonehenge aus Südwestwales stammen, ist schon länger bekannt. Den genauen Herkunftsort kannte man bisher nicht. Aufgrund von neuen geologischen Techniken, die Gestein so genau analysieren dass selbst Felsmaterial innerhalb einer Entfernung von nur 70 Metern, genau voneinander unterschieden werden kann, steht der Ursprungsort des berühmtesten aller Megalithmonumente jetzt fest. Diese Neuigkeit wurde in der britischen Medien, siehe hier BBC, schon vor über einer Woche bekannt. Wir schrieben nicht sofort darüber, weil wir zuerst unsere eigenen Fotos machen wollten. Wir hatten keine Lust, die selben ein, zwei Fotos zu benutzen die in der Presse und im Netz kursieren. Denn diese Gegend in Wales kennen wir gut. Sie ist ungefähr so abgelegen wie Mittelerde, mit winzigen Straßen und wenigen Schildern. In dem Foto das wir an dem Ort mit dem walisischen Namen Craig Rhos-y-felin machten, sieht man im Zentrum einen Hügel aus dem spitze Felsen herausstecken.

I guess that's why they call it...the bluestones of Stonehenge

Von hier kam Stonehenge. Jedenfalls die meisten und die ältesten Steine des Monuments, aus einem Gestein names bluestone, also Blaustein. Wir haben noch mehr Fotos die wir demnächst veröffentlichen werden. Wir wollen sie aber zuerst genauer ansehen und einordnen. Dieser Fund wird weitreichende Folgen haben. Denn eins der größten Rätsel um Stonehenge ist bis heute, warum, bei dem ohnehin gigantischen Aufwand in der Konstruktion des Monuments, obendrein der 380 Kilometer Transport der Steine unternommen wurde. Da brauchbares Baumaterial auch im Süden von England zu finden ist, deutet der walisische Standort auf eine Signifikanz – vielleicht sogar den Schlüssel zum Verständnis des Monuments. Bei der Erforschung von Stonehenge hat sich herausgestellt dass nicht nur das Monument selber sondern auch sein geografisches Umfeld unser Wissen bereichert haben. Und ähnliches wird auch in Wales passieren. Wer weiß, was alles in und um den völlig überwachsenen alten Steinbruch zum Vorschein kommen wird? Wenn man den Stein in seiner frischen, unverwitterten Form in der Hand hält, siehe unser Foto vor Ort, hat er tatsächlich eine Art tiefen Blauton. man bekommt eine faszinierende neue Vorstellung davon wie Stonehenge einmal ausah.

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Weitere Infos  Wiki-Artikel über die Blausteine aus Wales die für Stonehenge verwendet wurden Mehr über Stonehenge  Unser Blogpost Forensik: Stonehenge-Fürst Gesichtsrekonstruktion, mit Foto.

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My cassette edition of the 1968 BBC radio dramatisation The Hobbit. While not in the same class as the legendary 1981 BBC production of The Lord of the Rings, it still is an interesting listen with a medieval soundtrack by The Early Music Consort

Mein Kassetten-Set von der BBC-Produktion The Hobbit von 1968. Das Hörspiel ist 3 St. 30 Min. lang und in den Liner Notes ist erfreulich viel Info über die Enstehung des Hörspiels. Produzent John Powell traf Tolkien in den 50er Jahren als Student in Oxford, wo der Schriftsteller Professor für Anglistik war. Powell sagt, dass sich viel von Tolkiens eigenen Angewohnheiten in der Hobbit-Figur spiegelten, zum Beispiel die Pfeife die selten Tolkiens Hand oder Mundwinkel verliess. Außerdem liebte Tolkien Natur, Gärten und Bäume und trug eine ärmellose Weste…wie der Hobbit. Er war ein gemütlich veranlagter Mensch der morgens gern lange schlief und ungern verreiste. Tolkien war nicht sehr enthusiastisch über Dramafassungen seiner Werke,weil er meinte, die Figuren und Geschichten würden dadurch trivialisiert. Er war auch sehr penibel: Als
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Keep on truckin' in 2012: AEC Routemaster in Andalusien

Wir hatten vor ein paar Tagen das Glück, einen Routemaster zu finden, siehe unser Foto. Ein Designklassiker mit großer Fan-Gemeinde den man normalerweise nur noch in Museen sieht. Der Doppeldecker der jahrzehntelang eins der berühmtesten Wahrzeichen von London war, fiel dem Rationalisierungswahn der 80er und 90er Jahre zum Opfer. Der Fehler des Routemasters, aus Sicht der Rationalisierer, war dass der Bus zwei Personen an Bord Arbeit gab: Einem Fahrer und einem Schaffner. Der Routemaster hat nämlich keine vordere Tür sondern eine offene Plattform – nützlich beim Mangel von Haltestellen im Stadtverkehr – zum  Ein- und Aussteigen am Ende des Busses. Dort passte der Schaffner auf und regelte die Fahrscheine. Das funktionierte bestens, bis jemand die Idee hatte dass Busfahrer zwei Jobs zugleich machen sollten. Ein Irrsinn. Als ob Fahrer nicht schon genug  Stress und Verantwortung am Hals hätten. Wir haben schon alle möglichen Szenen erlebt: Betrunkene, Leute die mit Fahrern über Bustarife streiten. Nur der Tatsache dass der knapp 10 Meter lange Routemaster mit seiner Aluminiumkarosserie ein sehr langes Leben hatte, ist zu verdanken dass die letzten dieser Modelle hier und da noch bis ins Jahr 2005 fuhren. Fantastisch, wenn man bedenkt dass der Routemaster nur von 1958 bis 1968 in Produktion war. Die heutigen monströs langen Gelenkbusse sind in London so unbeliebt dass mittlerweile an einer Rückkehr der legendáren Doppeldecker gearbeitet wird. Die ursprüngliche Design-Idee für den Routemaster war, einen Bus mit deutlich weniger Gewicht und dadurch geringerem Spritverbrauch und besserem Fahrverhalten zu bauen. Dabei wurden Konstruktionstechniken aus der Luftfahrt eingesetzt. Resulat: der Routemaster wog fast eine Tonne weniger als frühere Busse und hatte, mit 64 Passagieren, sogar mehr Raum. Die Firma AEC, die Associated Equipment Company existiert nicht mehr, aber der Routemaster ist eins jener britischen Designkonzepte die es schafften, ähnlich wie der Landrover und der Mini, Nützlichkeit und gutes Aussehen unter einen Hut zu kriegen.

Tune in, hop on...stay on: Der AEC Routemaster von innen

Was Popkultur anbelangt, ist ein Routemaste in grüner Ausführung im Beatles-Video Penny Lane, in dem John Lennon cooler aussieht als die Polizei erlaubt. Der Sänger von Blursteht in For Tomorrow auf der offenen Plattform eines Routemasters. Der Bus ist auch in Spielfilmen, wie in dieser dubiosen Klamotte von den Hammer-Studios: On The Buses (1971). Ja…sicher, für Wartungsarbeiten am Routemaster waren Blondinen in Miniröcken obligatorisch. Als wir obiges Prachtstück von einem Routemaster in der Landschaft stehen sahen, war eine Blondine zwar ausnahmsweise nicht in Sicht aber dennoch leuchteten unsere Augen auf wie ein Weihnachtsbaum.konnte nämlich, dank der offenen Plattform des Busses, sogar reingehen und die Fahrerkabine und das Oberdeck auschecken. Kein Zaun, kein Schild, kein Mensch und kein Rottweiler war da um uns davon abzuhalten. Vielleicht gehört der Routemaster ja zur Love & Peace Generation. Wir kamen sogar nochmal zurück und gaben der Sache etwas zusätzliche  Romantik, so á la Grateful Dead Live iin Europe, auf deren Cover der Bus auch zu sehen ist. Bei allen angeblichen und von Journalisten herbei geredeten und geliebten Apokalypsen, ist es eine exzellente Chance, Lesern diesen Neujahrsgruß zu senden: Keep on truckin’!

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London Besuchstipps  Das London Transport Museum und das London Bus Museum in Cobham

Mehr von uns über Designklassiker Der VW-Bus: In Rockvideos, Filmen, Romanen & auf LPs

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