Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Archive for 'Blog'

Design Artikel in Vorbereitung II

 

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Lieber Leser,

An dieser Stelle ist ein Blogpost in Arbeit der demnächst veröffentlicht wird

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Málaga, Innenstadt, Calle Larios, 26. Dezember 2011

Wir haben gestern, am 26. Dezember, mal wieder eine Runde durch Málaga gedreht. Eine schöne Stadt die für Urlauber an die Costa del Sol unbedingt einen Besuch wert ist. Fast jeder kommt ja hier am Flughafen von Málaga an, aber dort sieht man, so eindrucksvoll der neue Flughafen auch sein mag, nichts von der eigentlichen Stadt Málaga. Wenn man vom Flughafen aus Richtung Autobahn fáhrt, sieht man das Industriegebiet, was nicht besonders schön ist. Vermutlich haken viele Urlauber an diesem Punkt Málaga ab, fahren zu ihren Hotels in Torremolinos, Fuengirola, Marbella etc. und verbringen den Rest der Ferien an den dortigen Strandpromenaden. Da lässt es sich gut aushalten, vor allem bei dem super Wetter das wir diesen Winter haben: Der Großteil dieses Dezembers war sprichwörtliches T-Shirt-Wetter. Gestern war es zwar nicht sonnig aber immer noch 15 Grad am frühen Abend als wir die Fotos machten. Málagas Innenstadt hat viele Fußgängerzonen, vor allem die Gegend um Calle Larios, mit ihren edlen, renovierten Häusern aus dem 19. Jahrhundert, siehe unser Foto. Von hier aus kann man zu Fuß viele Sehenswürdigkeiten besuchen, wie Málagas schöne alte Kathedrale, das Geburtshaus von Pablo Picasso am Plaza de la Merced, das römische Amphitheater, die Alcazaba…alles Sachen auf die wir zukünftig noch genauer eingehen. Die ganze Innenstadt ist schön zum Bummeln, Einkaufen oder zum Auschecken von Cafés, Restaurants und Bars. Apropos: Wir standen gestern auf einmal vor einem Irischen Pub. Und plötzlich, obwohl Leser uns das vielleicht nicht abnehmen, kam eine
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Poem by Christina Rossetti, music by Holst, played by folk musician Bert Jansch. We wish readers a happy Christmas

Eins unserer Lieblingsweihnachtslieder basiert auf einem Gedicht der Engländerin Christina Rossetti (1830-1894). Es heißt In The Bleak Midwinter. Nach ihrem Tod schrieb der Komponist Gustav Holst Musik dazu. Das Lied scheint in Deutschland kaum bekannt zu sein, im englischen Sprachraum dagegen sehr. Es gibt viele Versionen davon –  die meisten davon sind schön denn Melodie und Worte sind nicht kaputt zu kriegen. Wir mögen wir die Fassung des britischen Folkmusikers Bert Jansch (1943-2011). Sein typisches Understatement, nur gezupfte Gitarre und schüchterner Gesang, passt perfekt. Es folgt ein YouTube-Clip von dem Lied und der Text. Er singt die zwei wichtigsten der fünf Strophen des Gedichts
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Flamenco Gitarrist Paco de Lucía in den 70er Jahren

Wir haben uns anlässlich seines heutigen Geburtstags eine gute Doku-DVD über den Flamenco-Star angesehen: Francisco Sánchez – Paco de Lucía (2003). Der Titel bezieht sich darauf dass Paco de Lucía, wie viele Flamenco-Musiker, einen Künstlernamen hat und als Francisco Sánchez geboren wurde. Hier in Andalusien, nicht allzu weit von uns entfernt, in der andalusischen Küstenstadt Algeciras. Auf dem Foto ist unsere alte LP-Version von dem Album Fuente y Caudal (1973), was soviel wie Quelle & Strömung bedeutet. Es verschaffte dem Gitarristen seinerzeit internationale Beachtung, nicht zuletzt wegen dem fast 6 Min. langen Lied Entre Dos Aguas (Zwischen zwei Wassern) in dem erstmals die traditionelle Flamenco-Gitarre vom elektrischem Bass begleitet wurde, was heute gang und gäbe ist. Ein weiterer Meilenstein, was internationale Beachtung betrifft, war das Album Friday Night in San Francisco (1981) auf dem Paco de Lucía zusammen mit John McLaughlin und Al Di Meola spielte. Gutes Album, das bei Amazon.de viele positive Bewertungen hat. Uns persönlich gefallen die Soloalben von Paco de Lucía allerdings noch etwas besser. Sachen wie Almoraima, wo die mittelöstlichen Einflüsse des
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It's the birthday of A. S. Byatt, her novel Possession (1990) is a literary detective story. The 2002 movie adaption with stars like Gwyneth Paltrow is good. We take a closer look at some of the Yorkshire locations featured in the novel and the film

Es ist der Geburtstag der englischen Dichterin und Schriftstellerin Antonia S. Byatt. Ihr Roman Besessen (1990) wurde von Time-Magazin auf die Liste der 100 besten Bücher des 20. Jhr gewählt. Die Verfilmung mit Stars wie Gwyneth Paltrow, Jeremy Northam und Jennifer Ehle ist ebenfalls gut. Ich empfehle, den Film vor dem Roman anzusehen. Nützlich als Überblick auf die 600 Seiten lange und auf Anhieb etwas komplex wirkende Geschichte. Dann bekommt man um so mehr Lust, sich in den Stoff – der neben der Romanhandlung auch viele Gedichte enthält – weiter zu vertiefen. Es ist ein Roman in dem man im Laufe der Zeit neue Dinge entdeckt. Zum Beispiel warfen wir für diesen Blogpost einen näheren Blick auf einige idyllische Orte in Yorkshire wo ein Teil der Geschichte spielt. Es geht um zwei Liebesgeschichten, eine in der heutigen Zeit, die andere im 19. Jahrhundert, vor ca. 150 Jahren im Viktorianischen Zeitalter. Eine der Hauptfiguren ist ein Dichter namens Randolph Henry Ash, der eine Erfindung der Romanautorin ist aber zum Teil auf Robert Browning (1812-1889) beruht. R. H. Ash, gespielt von Jeremy Norton, hat einen ähnlichen Status wie Goethe, sein Leben und seine Werke, inkl. Briefe, werden von Sprachwissenschaftlern akribisch erforscht. So beginnt die Geschichte und bietet der Autorin die Gelegenheit, Orte zu erwähnen die gut zu einer literarischen Detektivgeschichte passen, wie den berühmten British Museum Reading Room der schon in Hitchcock-Filmen und Thrillern wie Der Schakal, Ipcress – streng geheim und Der Fluch des Dämonen auftauchte. Aber Besessen ist keine Spukgeschichte. Der Titel bezieht sich auf romantische Aspekte der Story und das Konzept des Besitzes von literarischen Werken, denn es entwickelt sich ein Konkurrenzkampf um das Vermächtnis des Dichters bei dem zwei Akademiker auf der Suche nach einer sensationellen Enthüllung nicht einmal vor Grabraub Halt machen. Eine der dubiosen Figuren wird von Toby Stephens gespielt, bekannt aus Literaturverfilmungen wie Jane Eyre und Die Herrin von Wildfell Hall von den Brontë-Schwestern. Wer solche Sachen mag, ist bei Besessen im Siebten Himmel denn der Roman ist voll mit Erwähnungen von Schriftstellern des 18. und 19. Jhr, wie Jane Austen, Walter Scott…sogar Goethe wird erwähnt, denn ähnlich wie er, ist auch Ash nicht nur an Dichtung sondern auch an Kunst, Wissenschaft, Philosophie…sogar Geologie interessiert. Es scheint eine der Absichten der Autorin zu sein, zu zeigen dass mit der markanten Aufgliederung in Fachbereiche, die in Natur- wie auch in Geisteswissenschaften stattfindet, viel gewonnen aber auch einiges verloren gegangen ist. Aber auch Konzepte der Viktorianischen Ära werden vor kritischen Blicken nicht verschont. Liebe, sagt eine der Romanfiguren, ist ein ideologisches Konstrukt. Tja, so klingt es wenn zwei Literaturwissenschaftler, gespielt von Gwyneth Paltrow und Aaron Eckhart, über ihre potentielle Liebesbeziehung reden.

Literary scholars Maud Bailey and Roland Michell research a love affair between two Victorian poets. Gwyneth Paltrow and Aaron Eckhart seen here at Bolton Abbey in Yorkshire

Aber bis die beiden sich näher kommen vergeht einige Zeit. Erstmal ist Maude Bailey skeptisch, als Roland Michell zwischen den Seiten eines Buches einen Brief entdeckt der darauf hindeutet dass der anscheinend glücklich verheiratete R. H. Ash eine bisher unbekannte Liebesaffaire mit einer bekannten viktorianischen Dichterin hatte, die zudem mehr Frauen als Männern zugetan zu sein schien. All dies hätte man in viktorianischen Zeiten geheim halten müssen, und es scheint als ob die beiden verschlüsselt über Gedichte miteinander kommunizierten. Die Rolle der Dichterin Christabel LaMotte, die teils von der echten Dichterin Christina Rossetti (1830-1894) inspiriert wurde, wird im Film von Jennifer Ehle gespielt, die bekannt für die Darstellung von Elizabeth Bennet in Stolz und Vorurteil ist. Maude und Roland beginnen, Parallelen zwischen der Beziehung der beiden Dichter und ihrer eigenen Situation zu sehen. Der Roman gibt beiden Paaren gleichviel Raum. Der Film spielt mehr in der heutigen Zeit, bringt aber die Zeitsprünge auf clevere und visuell ansprechende Weise rüber, zum Beispiel wenn Maud und Roland über ein Jahrhundert später genau die Orte besuchen an denen sich vorher die Dichter Ash und LaMotte trafen. Die fünf Tage die Maud und Roland  in Yorkshire auf den Spuren des Dichterpaares verbringen, gehören zu den schönsten Passagen des Romans und des Films. Einer der ersten Yorkshire-Orte die im Film vorkommen ist die mittelalterliche Klosterruine Bolton Abbey, hier finden sie das Grab von Christabel LaMotte. Danach fahren sie in das Küstenstädtchen Whitby, wo sich die beiden Dichter trafen, übernachteten und in einem Schmuckgeschäft eine Brosche kauften. Whitby bekommt übrigens auch viel Literatur-Tourismus weil Teile von Bram Stokers Dracula hier spielen. Im Roman Besessen wird auch eine mysteriöse 1,6 km lange Straße aus Steinquadern im Wheeldale Moor erwähnt, die einst als Römerstraße galt, wobei Wade’s Causeway mittlerweile von manchen Forschern als neolithischen Ursprungs angesehen wird. Mit dieser Theorie beschäftigt sich auch der Dichter R. H. Ash im Roman. Autorin A. S. Byatt, die in Yorkshire aufwuchs, zeigt ihre Ortskenntnis auch mit der Erwähnung von einer Küstenhöhle namens Boggle Hole nahe einer alten Mühle die zu einer Jugendherberge umgebaut wurde. Boggle Hole Youth Hostel ist im Foto, hat eine Website und ist für Besucher geöffnet. Eine besondere Bedeutung hat im Roman ein abgelegener Wasserfall, der auch im Film vorkommt. Wir entnehmen dem DVD-Kommentar von Regisseur Neil LaBute dass Thomason Foss Waterfall so schwer zugänglich war dass Holzstufen für das Filmteam gebaut werden mussten. Die Signifikanz des Ortes hat etwas mit dem Namen Thomason zu tun und wird erst am Ende der Geschichte klar. Könnte es sein dass aus der Dichterliebe Nachkommen hervorgekommen sind? Könnte jemand von ihnen heute noch leben? Antworten darauf im Film und im Roman Besessen von A. S. Byatt.

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Weitere Infos  Roman und Film sind auf Deutsch erhältlich und haben beim deutschen Amazon positive Rezensionen. Es scheint keinen deutschen Trailer auf YouTube zu geben aber einen englischen Trailer und momentan sogar den kompletten Film online auf Englisch, wahrscheinlich nicht permanent.

Mehr von uns zum Thema  Wir schrieben bei vorherigen Gelegenheiten über die Dichter auf denen der Film und Roman Besessen von A. S Byatt beruht. Hier unsere Blogposts über Christina Rossetti und Robert Browning. ebenfalls seine Ehefrau Elizabeth Barrett Browning – die Yoko Ono & Lennon inspirierte.

Hörspiel-Info  Ups, verpasst. Das BBC-Hörspiel mit Jemma Redgrave (als Maud) und Harry Hadden-Paton (Roland) war – wie es meist der Fall ist – nur für begrenzte Zeit online, z. B. für einen Monat. Aber die Sachen werden öfters mal wiederholt. Ich mache im Blog darauf aufmerksam. Folgendes Hörspiel ist jedoch online

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Today is the 80th birthday of Alan Garner, author of novels like The Weirdstone of Brisingamenfor and Elidor. His novel The Owl Service is based on Welsh mythology and was filmed as a TV-Series in 1969. It looks low-budget, could do with a YA Twilight type remake. But has a certain 60s charme and good film locations in Wales. Check the YouTube clip below

Heute ist der 80. Geburtstag des englischen Fantasyautors Alan Garner. Links im Bild sein Roman The Owl Service (1967) der 1969 verfilmt wurde. Es geht darin um eine walisische Sage deren Handlung sich unter modernen Jugendlichen wiederholt. Buch und Film haben in England eine große Fan-Gemeinde. In Deutschland wurde der Roman als Eulenzauber veröffentlicht, kam aber nicht besonders an. Garners Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und die Story ist komplex, beruht auf keltischen Mythen die im Mittelalter unter dem Namen Mabinogion aufgeschrieben wurden. Eine der Figuren ist Blodeuwedd (sprich Blo-DEI-weth) die von einem Zauberer aus Blumen geschaffen wird weil sein Sohn Lleu dazu verfucht wurde, nie eine Frau zu finden. Sie verwandelt sich später in eine Eule. Der walisische Name für Eule ist bis heute Blodeuwedd. In Alan Garners Roman sind drei Jugendliche, um die 17 Jahr alt, auf Urlaub in einem abgelegen Tal in Wales. An einem Fluss finden sie ein megalithisches Monument, ein Stein mit einem Loch. Der Sage nach benutzte ihn der legendäre walisische Krieger Lleu (sprich etwa: Slay) als Schild. Er wurde jedoch von einem Speer durchbohrt den sein Widersacher Gronw (sprich: GRONN-uh) auf ihn warf. Die drei Jugendlichen, ein Mädchen namens Alison und die beiden Jungs Gwyn und Roger merken dass die alten Legenden beginnen, sich in der Gegenwart zu wiederholen. Damit scheint Hugh, der Gärtner von dem Landhaus in dem sie wohnen, etwas zu tun haben. Alles beginnt damit dass sie auf dem Dachboden ein Porzellanservice mit einem Eulenmotiv finden, daher der Romantitel The Owl Service.
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Alison ist von dem stilisierten Eulenmotiv fasziniert und überträgt es auf Papier – wodurch der uralte Eulenzauber wieder erwacht. Als in einem Raum des Hauses die Wand abbröckelt, finden sie dahinter ein altes Gemälde von Blodeuwedd. Die Zeichen häufen sich als Roger sieht dass auf Fotos die er durch das Loch im Stein aufgenommen hat, eine Figur mit einem Speer zu sehen ist. Im nachfolgenden YouTube Clip kann man einen Eindruck von der Fernsehverfilmung des Romans bekommen. Könnte ein Remake gebrauchen, die Handlung könnte gestrafft und klarer gemacht werden. Aber die mehrteilige TV-Serie, hier das DVD-Cover, hat auch einen gewissen alternativen Charme. Man sieht in Filmen heute selten Jugendliche die Pullover mit Löchern in den Ellebogen tragen. Die walisische Harfenmusik passt gut zum Thema, und auch die vor Ort in Wales gedrehten Landschaftsaufnahmen sind gut. Gefilmt wurde in der Region um Bwlch y Groes und dem Dorf Dinas Mawddwy. Die Filmcrew war damals im nahen Städchen Machynlleth stationiert. In dieser Gegend entwickelte sich in den 60er Jahren eine alternative Szene und hier ist heute noch das Centre for Alternative Technology, das sich mit ökologischer Landwirtschaft und erneuerbarer Energie beschäftigt. Unweit von hier, auf der anderen Seite des Flusses Dovey, ist das berühmte Häuschen Bron-Yr-Aur wo Robert Plant und Jimmy Page an dem Album Led Zeppelin III (1970) arbeiteten. Am Fluss Dovey, auf walisisch Dyfi genant, wurden auch Fantasieszenen des Zeppelin-Films The Song Remains the Same (1976) gefilmt. Eine weitere kuriose Verbindung des Films mit der Rockkultur der 60er und 70er Jahre ist dass die Hauptdarstellerin Gillian Hills (Alison im Film) später in Michelangelo Antonionis Film Blowup (1966) mitspielte und heute mit dem Manager von AC/DC verheiratet ist.
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Foto  Unsere Fontana Lions Ausgabe mit einem Cover von Steve Lavis, der auch u. a. Cover für die 80er Jahre Ausgabe der Narnia-Bücher machte. Für das Owl Service Cover wurde die Episkop-Technik verwendet, dabei werden Fotos von echten Menschen auf die Arbeitsfläche projeziert. Man sieht die 17-jährige Alison und einen Teller von dem Tafelgeschirr, dem Owl Service, dem der Eulenzauber entspringt

Weitere Infos  Ein Clip von der englischen TV-Serie The Owl Service (1969-1970). Ein deutscher Wiki-Eintrag über den Autor Alan Garner / und über die walisische Sagensammlung Mabinogion

Avenita Kulturmagazin
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There are many thrillers with train scenes. Alfred Hitchcock made good use of them in movies like The 39 Steps, with some good locations in Scotland. We take a look at this and other novels and films on rails. Movie clips included

Wir sind Eisenbahn-Fans, mögen Sendungen wie Eisenbahn-Romantik und auch Krimis & Thriller mit Eisenbahnszenen. Ein Klassiker dieser Art ist der Roman Die 39 Stufen (1915) von John Buchan. Links im Bild, ein Ausschnitt von einem Cover das die Eisenbahnthematik einbezieht. Gleich folgt ein Foto vom kompletten Buch. Eisenbahnszenen eignen sich gut für Filme. Hitchcock war der erste der den Stoff aufgriff und einen Klassiker daraus machte. Es folgten drei weitere Verfilmungen, zuletzt der ziemlich gute BBC-TV-Film The 39 Steps (2008). Es gibt mehrere Hörspiele, u.a. mit Orson Welles und viele Theaterproduktionen, eine davon lief neun Jahre lang, bis 2015 in Londons West End. Nicht schlecht für eine 100 Jahre alte Story. Es folgt ein Blick auf ikonische Eisenbahnszenen in 39 Stufen und anderen Thrillern auf Schienen. Zugfahrten haben das klassische Krimi-Element der geschlossenen Gesellschaft. Auch Bahnhöfe und Brücken haben ein Handlungs-Potential das Hitchcock nutzte. Der zu Unrecht des Mordes verdächtige Richard Hannay flieht in diesem Spionage-Thriller per Zug von Londons St Pancreas Station in die schottischen Moore. Detektive sind ihm auf den Fersen, durchkämmen den Zug. entkommt, waghalsig kletternd, als der Zug auf einer Eisenbrücke hält. Hitchcock filmte die Szene auf der schottischen Forth Bridge, die 125 Jahre alt ist und heute noch benutzt wird. Ein weiterer Drehort war der schottische Viadukt Big Water of Fleet der 1861 gebaut und 1965 geschlossen wurde aber bis heute Ausflugsziel für Eisenbahn-Freaks ist. Landschaften die per Eisenbahn durchreist werden sind ebenfalls ein interessanter Aspekt, im Roman wird Hannays Reise genau beschrieben, er fährt über Leeds bis nach Dumfries. Nimmt von dort einen alten Zug durch die Moore, bis er zu einem  einsamen Bahnhof am Berg Cairnsmore of Fleet ankommt, wo der Vorsteher gerade den Garten umgräbt. Die Berg- und Moorlandschaften gehören heute zu den beliebtesten Wandergegenden in Galloway. Autor John Buchan liebte solche Details, nicht zuletzt weil er selber aus Schottland stammte. Die Eisenbahn spielt auch eine Rolle in Alfred Hitchcocks Klassiker Der Fremde im Zug (1951), nach einer Romanvorlage von Patricia Highsmith. Hier kommt die Tatsache ins Spiel dass man im Zug durch Zufall Leuten begegnet. Nicht immer guten. Ein netter Tennisspieler mit  Eheproblemen setzt sich zufällig neben ein Psychopathen der ihn durch seine flinke Beobachtungsgabe innerhalb von 10 Minuten in ein verrücktes ‘Ich morde für dich, und du mordest für mich’ Komplott verwickelt.

Train journeys have a 'locked room' element that was used ingeniously by Agatha Christie. A new cinema adaption of her novel Murder on he Orient-Express (1934), see original cover above, is currently planned by Kenneth Branagh

Die Anfangsszene von Der Fremde im Zug (1951) zeigt wie sich die beiden Männer sich schicksalshaft aufeinander zu bewegen. Gedreht übrigens in einem imposanten alten Bahnhof der 1963 abgerissen wurde, nämlich Pennsylvania Station in New York. Der Film verewigt somit historische Eisenbahnarchitektur. Im Gegensatz zu Patricia Highsmiths Element des Zufalls, beruht Agatha Christies Krimiklassiker Mord im Orient-Express (1934) darauf dass Zugreisen zu bestimmten Zeiten, an bestimmten Orten, mit bestimmten Personen stattfinden. Wenn jemand einen Mord beabsichtigt, kann er bestens geplant werden. Dies ist eine von Christies wirklich angsteinflößenden Geschichten. Eine unglaubliche Verschwörung die durch die klaustrophobische Atmosphäre eines Zugs der im Schnee feststeckt noch bizarrer wird. Mir gefiel die angemessen düstere TV-Verfilmung Murder on the Orient Express (2010) mit David Suchet ganz gut. Eine neue Kinoverfilmung von Kenneth Branagh ist in Arbeit – und Orient-Express könnte als Big Budget Verfilmung wahrscheinlich noch ein Stück besser sein. Highsmith und Christie waren subtile Autorinnen, aber die Eisenbahn hat sich auch als Location für frontale Actionfilme bewährt. Eindrucksvolle Eisenbahn-Actionszenen in Express in die Hölle (1985) mit Jon Voight als entflohener Sträfling auf einem Zug im verschneiten Alaska. Der Film verbringt jedoch vorher viel Zeit mit langatmigen und dumpf-brutalen Szenen im Knast. Dagegen ist French Connection (1971) dramaturgisch besser, die 7 Min. lange Szene in der Gene Hackman im Auto die Hochbahn mit dem flüchtigen Drogenmafiosi verfolgt – wobei der Zugfahrer ohnmächtig wird – ist stark gemacht. Im Thriller Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123 (1974) kommt die von der Außenwelt abgeschotteten Situation einer U-Bahn gut zur Geltung. Profi-Verbrecher nehmen Fahrgäste als Geiseln für Lösegeld. Aber ist vielleicht ein Polizist in Zivil unter den Passagieren? Ich habe den Film, mit eisenbahnspezifischen Details wie den sog. Totmannschalter, als clever und spannend in Erinnerung. Einer der bis dato neusten Eisenbahn-Thriller der mir einfällt ist Transsiberian (2008) mit Woody Harrelson. Hier fragt man sich, warum der Mythos der Transsibirischen Eisenbahn und die Chance, enigmatische Schneelandschaften zu filmen, noch nicht öfter für Thriller genutzt wurde? Der Film hat einiges für sich aber die Hitchcock-haften Ansätze werden gegen Ende über Bord geworfen und groteske Brutalität ersetzt. Sehen wir uns nachfolgend und zum Abschluss für heute eine klassische Eisenbahn-Szene von Alfred Hitchcock die nach 80 Jahren immer noch schwer zu übertreffen ist. Wir wünschen gute Reise!

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Der Hitchcock-Klassiker  Eine Eisenbahnszene in Die 39 Stufen (1935) von Alfred Hitchcock / Auch der Farbfilm von 1959 (Regie: Ralph Thomas) ist ganz gut. Ebenfalls auf der schottischen Forth Bridge gefilmt

2017 Neuverfilmung: Mord im Orient-Express  Hier der Trailer von dem gut aussehenden neuen Kinofilm mit Kenneth Branagh als Hercule Poirot, und anderen Stars wie Willem Dafoe, Judi Dench, Johnny Depp u. a.

Mord im Orient-Express als Hörspiel online Eine BBC-Produktion von Murder on the Orient Express (1992). Mit John Moffatt (als Hercule Poirot), Sian Phillips (Princess Dragmiroff), Francesca Annis (Miss Debenham), Joss Ackland (Mr Ratchett), Frank Windsor (Pierre Michel), Sylvia Syms (Mrs Hubbard) u. a

Die 39 Stufen als Hörspiel online Das BBC-Hörspiel The Thirty-Nine Steps (2001). Mit David Robb (als Richard Hannay), Tracy Wiles (Charlotte), Tom Baker (Sir Walter Bullivant), William Hope (Scudder), Stuart McQuarrie (Sir Harry), Thomas Arnold (Jopley), Struan Rodger (Hawk), Kenny Blyth (Crofter) u. a.

Mehr zum Thema Eisenbahn  Unser Post über die Ruinen der andalusischen Málaga-Coín Linie von 1913

Avenita Kulturmagazin

 

It's the birthday of the author Philip K. Dick (1928-1982). The sci-fi movie Blade Runner (1982) is based on his novel Do Androids Dream of Electric Sheep (1968). It's dedicated to one Maren Augusta Bergrud (1923-1967). We wanted to find out who she was and found an interesting story

Es ist der Geburtstag des Science Fiction Autors Philip K. Dick (1928-1982). Zu diesem Anlass ein Blick auf eine seiner berühmtesten Stories. Da vorrangig bekannt durch Ridley Scotts Verfilmung Blade Runner (1982), schien  es sinnvoll mit der Romanvorlage Do Androids Dream of Electric Sheep (1968) zu beginnen und nach Hinweisen auf den Ursprung des Blade Runner Mythos’ zu suchen. Es lohnte sich. Schon auf in der Widmung war eine interessante und anfangs rätselhafte Spur. Der Roman ist einer gewissen Maren Augusta Bergrud (1923-1967) gewidmet. Eine Internet Suche ergab keinen Hinweis, welche Verbindung sie mit dem Autor hatte. Dieser Blogpost ist momentan der einzige der den Namen in der Widmung in einen Kontext stellt. Es der Mädchenname einer Frau die Maren Hackett hieß. Sie war die Stiefmutter von P. K. Dicks vierter Ehefrau Nancy Hackett und darüber hinaus gut mit dem Autor befreundet. Sie war nur ein paar Jahre älter als der Autor, während Nancy Hackett damals im Jahr 1966 mit ihren neunzehn Jahren jung genug war um seine Tochter zu sein. Philip K. Dick hatte die Familie Hackett schon kennengelernt als er noch mit seiner dritten Ehefrau Anne verheiratet war. Die beiden Familien kannten sich durch die Kirchengemeinde eines epistolischen Pfarrers namens James Pike. Ein für damalige Verhältnisse sehr progressiver aber auch kontroverser Pfarrer der die religiösen, teils esoterisch anmutenden Ideen des Science Fiction Autors prägte. Kontrovers war Pike nicht nur weil er Kirchendogmen wie die Dreifaltigkeit anzweifelte sondern auch wegen seinem Privatleben. Es war kein großes Geheimnis dass der Pfarrer außereheliche Affairen hatte, zum damaligen Zeitpunkt mit seiner Sekretärin: Maren Hackett, geborene Bergrud. James Pike war ein charisimatischer Mensch und Maren sowohl als auch Philip K. Dick waren von ihm fasziniert. Bekannte des Autors hatten sogar den Eindruck dass er sich mit Marens Tochter angefreundet hatte um eine engere Verbindung zu Pfarrer James Pike und Maren zu haben, die ebenfalls eine starke und unkonventionelle Persönlichkeit hatte. Der Autor nahm mit Maren und James und an spirituellen Seancen teil. Eine von mehreren ungewöhnlichen Dingen die später zur Suspendierung des Pfarrers führten. Maren begang im Haus des Pfarrers Selbstmord mit Schlaftabletten. Der Pfarrer starb später in der Wüstengegend von Qumran, wo er entgegen allen Warnungen ohne ausreichenden Proviant auf eine Expedition ging und verdurstete. Was P. K. Dicks Beziehung zu Marens Tochter Nancy Hackett anbelangte, herrschte das Gefühl dass er sie zum gewissen Grad aus Mitleid geheirat hatte, denn sie kam damals gerade aus eine Nervenheilanstalt und wurde als schizophren eingestuft. Etwas das der Autor jedoch nicht unbedingt als Problem sah sondern als eher als eine andersartige und faszinierende Art die Welt zu sehen.

Während seiner Ehe mit Nancy schrieb er den Roman der die Vorlage für den Film Blade Runner (1982) werden sollte, und Nancy war für ihn das Vorbild für die Androidin Rachael. Film und Roman unterscheiden sich in vielen Dingen aber in beiden gibt es eine zentrale Frage: Was bedeutet es eigentlich ein Mensch zu sein? Was unterscheidet uns von Maschinen, wenn Maschinen irgendwann ein Bewusstsein entwickeln? Fragen die aufgrund von Entwicklungen auf dem Feld der künstlichen Intelligenz durchaus aktuelle Relevanz haben. Detektiv Rick Deckard ist ein Blade Runner, jemand der geflüchtete Androiden jagt die von Menschen als Arbeitsroboter geschaffen wurden. Die hochentwickelten Androiden können mittlerweile nur noch von Spezialisten wie Deckard identifiziert werden denn sie sind Menschen sehr ähnlich. Nicht nur äußerlich, die Androiden haben einen Selbsterhaltungstrieb und auch Emotionen entwickelt. Als er die Androidin Rachael trifft, ist selbst Detektiv Deckard überrascht, wie ‘perfekt menschlich’ sie zu sein scheint denn ihr wurden sogar Erinnerungen an eine Kindheit eingepflanzt. Als sich zwischen Deckard und Rachael eine Liebesbeziehung entwickelt, fragt sich Deckard ob Rachael überhaupt weiß dass sie kein normaler Mensch ist? Aber wer oder was ist überhaupt ein normaler Mensch? Hier ist eine Allegorie zur Situation von Philip K. Dicks als schizophren eingestufter Ehefrau Nancy. Und vielleicht auch zu seiner eigenen Situation. Philip K. Dick hatte selber mit psychischen Problemen zu kämpfen, besonders ab den 60er Jahren. Er nahm als älterer Nachzügler enthusiastisch an der damals entstehenden Drogenkultur teil, inklusive LSD. Das inspirierte einiger seiner faszinierensten Werke, entwurzelte ihn aber gleichzeitig aus einer bis dato halbwegs funktionsfähigen Existenz. Während er an dem Roman arbeitet der später als Blade Runner zum Sci-Fi Mythos werden sollte, war der Autor psychisch und körperlich schon stark angeschlagen. Es war seine junge Ehefrau Nancy die ihn in diesen Jahren pflegte und unterstützte. Die gefühlsfähigen Androiden von Blade Runner repräsentieren Wesen die, wie Nancy, zwar keine normale Existenz haben, sich aber empathischer und menschlicher verhalten als sogenannte normale Menschen. Vielleicht ist es bezeichnend dass in einer kurzen Widmung von Philip K. Dick so viel Geschichte steckt.

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Blade Runner als Hörspiel online  Das BBC-Hörspiel Do Androids Dream of Electric Sheep? nach P. K. Dicks Roman, der als Blade Runner verfilmt wurde. Mit James Purefoy (Rick Deckard), Jessica Raine (Rachel), Danny Sapani (Roy Batty), Anton Lesser (Eldon Rosen), Nicky Henson (Harry Bryant) u. a. Produktion: 2014. Länge: 1 St. 52 min.

Weitere Infos  YouTube Clip von der Verfilmung Blade Runner (1982) mit Detektiv Deckard und Androidin Rachael, die Piano spielt und sich Fotos von ihrer vermeintlichen Kindheit ansieht. Romantisch gemacht, mit Musik von Vangelis

Foto  Links, eine Romanausgabe vom nicht mehr existierenden Gollancz Verlag, mit einem schönen Cover von Chris Moore, der auch LP-Cover für Bands wie Fleetwood Mac, Pentangle und die Allman Brothers Band machte. Rechts, Bildmaterial von einem DVD-Boxset der u. a. die ursprüngliche Kinofassung mit dem Voice-Over enthält, die wir übrigens dem späteren Directors Cut vorziehen

Background  U. a. das Buch The Search for Philip K. Dick von Anne R Dick, der dritten Ehefrau des Autors

Mehr Sci-Fi  Unser Artikel über die neue TV-Serie The Man in the High Castle (2015) nach Philip K. Dick

Update  Neuer 2015 Trailer für Blade Runner – The Final Cut

 

Mission bells ringing: The Chairman of the Board & Nancy with the Laughing Face

Nach seinen Anfängen in den 40er Jahren bei Columbia Records, wechselte Sinatra 1954 zu Capitol, und die Alben aus dieser Zeit werden oft als sein künstlerischer Zenith angesehen. Mit Alben wie ‘Songs for Swingin’ Lovers!‘ (1956) prägte Sinatra musikalisch und stilistisch den Mythos der 50er Jahre, Man könnte sagen, Sinatra erfand diesen Mythos: Die TV-Serie Mad Men ist Swingin’ Lovers auf Film, auch wenn die Serie ein paar Jahre später spielt. Sinatra sang über Madison Avenue bevor die Filmemacher geboren wurden. Sinatras ultra cooler Status in den 50er Jahren hat allerdings bewirkt dass seine späteren Aufnahmen und Konzerte manchmal unterschätzt werden. Ein Fehler. Denn während Swingin’ Lovers als Einzelwerk betrachtet, sein bestes Album sein mag, sind die späteren Reprise Jahre, in Hinblick auf die Liederauswahl, die Musik und seine reifere, etwas rauhere Stimme in den 60ern, und sogar noch in den 70er Jahren, als Gesamtwerk für uns das Beste von Sinatra: Das eigens von Sinatra gegründete Plattenlabel Reprise (sprich re-pries) veröffentlichte alle Aufnahmen von Sinatra ab 1961. Mit vielen unserer Lieblingslieder. Bei Sachen wie It Was A Very Good Year (hier ein Clip von Sinatra im Studio) verschmelzen Komposition, Arrangement, Text und Sinatras Stimme zu etwas epischem, zu  einer Lebensgeschichte…zu Kunst. Auch wenn Sinatra sich am Ende beschwert dass das Lied mit 4:12 Min. länger ist als
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Today: Hotel Pez Espada, Torremolinos, Costa del Sol

Pez Espada in Torremolinos war in den 60er Jahren so ziemlich die coolste Addresse hier an der Costa del Sol, u. a. mit Gästen wie Elizabeth Taylor, Charlton Heston…und Frank Sinatra. Wir haben anlässlich Sinatras Geburtstag mal vorbei geschaut. Das Hotel ist heute immer noch in gutem Zustand und auch gut belegt. Pez Espada vereint, für unseren Geschmack auf attraktive Weise, Elemente von Kitsch und Funktionalismus. Das Hotel wurde im Laufe der Jahre renoviert, aber Architektur, Stil und Dekor wurden respektiert, sind in der Tat in Originalform erhalten: Man tritt hier, quasi per Zeitmaschine, in die 50er und frühen 60er Jahre ein, siehe auch unser Foto im zweiten Absatz. Der Bau begann im Jahr 1959 und wurde 1960 fertiggestellt. Das Hotel, dessen Name übrigens Schwertfisch bedeutet, ist nominell Teil des kilometerlangen Ortes Torremolinos, liegt aber fern der Bettenburgen in dem ruhigen, niedrig bebauten Bezirk Montemar. Direkt am Meer, mit gutem Strand und einer gemütlichen Promenade mit Cafés und Restaurants.

There's a bar room with Sinatra LPs. They could make a bit more of it, I mean, some more classics studio albums instead of mostly compilations...but it's still a nice touch

Frank Sinatra war hier an der Costa del Sol für ein paar Tage im September 1964, zum Dreh des Hollywood Films Colonel von Ryans Express (1965), in dem er die Titelrolle spielte. Der Drehort war in El Chorro, einer eindrucksvollen (und übrigens besuchenswerten) Schluchtenlandschaft weiter landeinwärts, ca. eine Stunde, damals vielleicht sogar 90 min. Fahrt von der Küste entfernt. Wobei Sinatra per Hubschrauber zum Dreh kam. Der Aufenthalt wurde für den Sänger und Schauspieler – immerhin Oscar-Gewinner – Frank Sinatra allerdings eine unangenehme Episode. So weit wir in Erfahrung bringen konnten, geschah in etwa dies: Sinatra war eines Abends an der Bar des Hotels, als sich eine junge, unbekannte Schauspielerin
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War dies die echte Jane Austen?

Spielt es eine Rolle wie berühmte Autoren ausgesehen haben? In Theorie nein. In Praxis ist man fasziniert davon. Wäre Jane Austen (1775 -1817) nicht früh mit 41 Jahren gestorben, gäbe es sicher Fotos von ihr. Es gibt ja sogar eine Aufnahme von Janes Bruder Francis Austen (1774-1865) obwohl er älter als Jane war. In Claire Tomalins Biografie Jane Austen: A Life (1997) ist ein Foto von ihm, anscheinend nicht online, das ihn selbst im Alter als sehr gut aussehenden Mann zeigt. Jane Austen geht in ihren Romanen öfters, und auch bewertend, auf das Aussehen ihrer Figuren ein. Die Frage ob auch Jane Austen gut aussehend war, ist für Austen-Fans oft ein Stein des Anstoßes: Auf dem einzigen bisher bekannten und echten Gesichtsporträt, welches ihre Schwester Cassandra machte, sieht Jane, so die allgemeine Reaktion, nicht sehr hübsch aus. Worauf man antworten kann dass dies 1. An dem etwas verbissenen Gesichtsausdruck liegt, 2. An der Malkunst der Schwester und 3. Ohnehin egal ist weil Jane Austens Werk das Wesentliche ist. Es gibt ein weiteres, allerdings umstrittenes Bild das Jane angeblich als Kind zeigt, das sog. Rice Portrait. Wir halten es, kurz gesagt, für echt aber sind damit wahrscheinlich in der Minderzahl. Das neu aufgetauchte, angebliche Porträt von Jane Austen hat ein paar interessante Aspekte. Der Kontext hier, was Kleider und Schmuck anbelangt, und auch die Tatsache dass die Dame einen Federkiel in der Hand hält und ein Blatt Papier vor sich liegen hat, wirkt ziemlich glaubwürdig. Dass im Hintergrund, durchs Fenster ein Gebäude wie eine Kirche zu sein scheint, passt ebenfalls zu Jane Austen. Unser Foto – von einem Foto auf dem PC-Monitor – gibt durch den speziellen Winkel und Lichteinfall das Aussehen des Originalbilds natürlich nicht zuverlässig wieder. Aber der Gesichtsausdruck, ernst aber mit einem sehr leise angedeuteten Lächeln, ist in etwa so wie man sich die manchmal bissig-ironische Mrs. Austen vorstellt. Die Geschichte von der Herkunft des Bildes ist, soweit wir bis jetzt in Erfahrung bringen konnten etwa so:

Die britische Autorin Dr. Paula Byrne und ihr Ehemann kauften das Bild (auf Vellum, also Leder) vor ein paar Jahren bei einer Versteigerung, von einem Spezialisten der das Bild für unecht hielt. In einer Aktion die Thema einer BBC TV-Sendungzu Weihnachten sein wird, engagierten die neuen Besitzer jedoch drei renommierte Spezialsten um das Bild genauer zu untersuchen. Zwei von ihnen halten es für möglich dass auf diesem Bild die echte Jane Austen zu sehen ist. Wir sind gespannt

 

Klassiker über Landleben gegen Ende des 19. Jahrhunderts

Eins der besten Bücher über Landleben. Und der große Erfolg der BBC-Serie, die von 2008 bis 2011 lief,  zeigt was für eine Resonanz das Thema heute immer noch hat. Die Ausgabe auf unserem Foto ist empfehlenswert weil sie alle drei Romane enthält in denen Flora Thompson (5 Dezember 1876 – 21 Mai 1947) aus ihrer Kindheit und Jugend gegen Ende des 19. Jahrhunderts schöpfte. Die Romanfigur Laura Timmins, im Film gespielt von Olivia Hallinan (auf dem Cover der Penguin-Ausgabe zu sehen) repräsentiert die Autorin, deren Mädchenname Timms war. Wir fanden die BBC-Serie gut und schätzen dass sie den meisten Lesern gefallen wird, hier ein Clip, aber wir finden die Romane besser. Die TV-Serie ist romantisch und enthält obendrein viel Humor. Es ist eine Art romantic comedy, wenn auch eine sehr ländliche. Also ein gutes und willkommenes Rezept um Thompson zu popularisieren. Aber die Romane enthalten viel mehr Details über die praktischen Aspekte des Landlebens und der Landwirtschaft: Die Bücher von Lark Rise to Candleford, die zwischen 1939 und 1943 veröffentlicht wurden, sind eigentlich als Roman verpackte Sozialgeschichte. Flora Thompson schreibt detailliert über Themen wie die Dialekte die Leute damals sprachen, was für landwirtschaftliche Werkzeuge und Maschinen sie benutzen, was sie zum Lesen und zum Essen hatten…bis zu der Art wie Kinder damals Früchte und Pilze in Hecken sammelten. Die Penguin-Ausgabe der Romane enthält zudem eine über 8 Seiten lange Einführung von H. J. Massingham der Flora Thompsons Werk in einen weiteren interessanten Kontext stellt.  
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Design Artikel in Vorbereitung Gtr 5

 

Lieber Leser,

an dieser Stelle ist ein Artikel in Arbeit der demnächst veröffentlicht wird.

Avenita Kulturmagazin

 

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